bin am verzweifeln - Mein Sohn 18 J. hängt nur noch durch

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von carolale 05.05.10 - 10:52 Uhr

Hallihallo,
weiß nicht wie ich reagieren soll, am liebsten würde ich ihn raußschmeißen... aber jetzt mal zu den derzeitigen Zuständen:

Mein Sohn 18 J. ist der älteste von 4 Kindern und besucht die Wirtschaftsschule. Bis vor einem 3/4 Jahr auch noch recht erfolgreich.... das Zeugnis im Halbjahr war für mich schon ein Schock und es folgten Gespräche, Aufmunterungen und auch Aufforderungen sich endlich seiner Verantwortung bewusst zu werden. Ich bezahle das Schulgeld und bin der Meinung, daß ich auch erwarten kann, dass er sein Bestes gibt. Dazu muß ich noch erwähnen, daß wir eigentlich ein sehr gutes Verhältnis haben und er sonst ein wirklich lieber Kerl ist, dass macht die Sache aber nicht unbedingt erträglicher.... denn heute habe ich erfahren wie oft er mich schon bezüglich der Schule (Noten/Anwesenheit) angelogen hat - das tut weh! Das schlimme: in ein paar Wochen ist Abschlussprüfung! Und eine Lehrstelle ist auch noch nicht gefunden (Bewerbungen laufen)

Mir ist schon aufgefallen, daß er öfter mal zu spät los ist, und ab und an unter Angaben von Erkältung etc. daheim geblieben ist, aber so schlimm wie es in den letzten Monaten war (daß er mich angelogen hat) war es noch nie.
Er geht regelmäßig zu Freunden um zu chillen #gaehn und ich denke auch Alkohol ist ein Thema...

Da gibts die einen die sagen: 18 Volljährig, sein Problem - die anderen sagen 18 Jahre ist zwar Volljährig aber noch lang net erwachsen.

Aber wie bekommt man einen Jugendlichen in dem Alter wieder auf die Spur? Welche Konsequenzen kann ich noch anbringen um irgendwie noch Einfluss auszuüben?

Welche Erfahrungen habt ihr denn? Wie geht ihr damit um? HILFE!#heul

Beitrag von leiahenny 05.05.10 - 11:48 Uhr

Rden, reden , reden - auch mit 18 sind Jungs noch Pubsis.

Und vielleicht auch Hilfestellung bei Hausaufgaben anbieten, da wenn der Faden da erstmal gerissen ist - brauchs manchmal auch in diesem Alter Hilfe.
Zumal wenn die Abschlußprüfung ins Haus steht sicher auch Angst eine Rolle spielen kann.


Freunde verbieten etc. bringt sicher nichts.

Ansonsten gute Nerven und #sonne

Beitrag von agostea 05.05.10 - 12:02 Uhr

Achte mal auf den Freundeskreis, in dem er sich bewegt. #aha

Gruss
agostea

Beitrag von robingoodfellow 05.05.10 - 13:25 Uhr

Reden und wieder reden.

Auch wenn ich damals angenervt war kann ich mich dennoch sehr gut an die "Monologe" meines Vaters erinnern. Also scheinen sie gewirkt zu haben.

Aber mal 'ne andere Frage. Ab wann sind pubertierende Jungs eigentlich wieder "zurechnungsfähig" bzw. "normal"?

IdS

Beitrag von manavgat 05.05.10 - 13:41 Uhr

Hier ist erforderlich, dass Du klar kommunizierst:

Du machst nicht was Du tun musst (Pflichten), dann gibt es auch von uns nichts (Geld, Service).

Keifen, flehen, Verständnis zeigen bringt nix!

Gruß

Manavgat

Beitrag von carolale 05.05.10 - 21:23 Uhr

Hallo,

also ich habe mit meinem Sohn geredet - naja eigentlich wirklich Klartext gesprochen. Ich bin nämlich auch der Meinung, daß er direkt spüren muß, dass sein Handeln/Nichthandeln Konsequenzen hat. Also meine Aktion: Fernseher (gehört zwar ihm#schein) raus aus dem Zimmer. Nein nicht zur Bestrafung, sondern: Er verschläft, weil er lange TV schaut... also kann er damit nicht umgehen #schein. Da bin ich dann wieder gefragt ihn sozusagen zu unterstützen. Jetzt braucht er sich nicht mehr überwinden (oder auch nicht) die Glotze auszuschalten... sie bleibt aus - zumindest in der Schulzeit.

Ich war ganz überrascht, hatte wesentlich mehr Widerstand erwartet #zitter
aber nach einigen Versuchen der Diskussion (die ich allerdings abgeblockt hab) hat er dann die Kröte geschluckt. #ole

Mit der Schule, bzw. mit seinem Klassenlehrer habe ich ausgemacht: Alle Noten zur Unterschrift, bei jedem Nichterscheinen einen Anruf zu bekommen.

Gestärkt von meinem Erfolg habe ich ihm auch gleich des Weiteren angekündigt: "und wenn dass nicht ausreicht, ist der PC auch weg!"

#augen hoffentlich ist das bald vorbei....

Grüßele an alle Mitstreiter

Beitrag von mama2003-2009 06.05.10 - 08:35 Uhr

Hallo


Ich war damals 15 als ich gemacht habe was ich wollte. Was meine Eltern mir sagten war mir egal, anhängen und Chillen mit Freunden war besser als Schule... etc.

Ich weis das Strafen garnichts bringen, dann macht er nur noch mehr dicht. Rede mir Ihm versuch Ihn zu verstehen, ist schwer aber aus meiner Sicht besser als Ihn zu bestrafen.....

Mit 19 bin ich Mutter geworden und mein leben hat sich geändert ich habe eingesehen das es damals scheiße war was ich abgezogen habe.... Würde heute sicherlich nicht so reagieren wie damals, aber man war Jung und ich habe draus gelernt....

lg mama2003-2009

Beitrag von carolale 06.05.10 - 11:14 Uhr

Hallo mama2003-2009

ich kann mich auch gut an meine Jugendzeit erinnern, und bei Gott bin ich nicht stolz drauf. Strafen (wie sie damals ausgesprochen wurden) halfen garnix, hat mich nur weit weit weg getrieben von meinen Eltern. Es galt nur noch: alles erlaubt nur nicht erwischen lassen... usw.

ich bin also auch nicht für Strafen, aber sehrwohl Konsequenzen. Ich hätte mir damals mehr Halt gewünscht, Gespräche (kein Schimpfen) und Konsequenzen, damit ich frühzeitig lerne: Ursache/Wirkung.

Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Sohn, wir reden viel und er weiß daß ich ihn sehr liebe und ich nichts mache um ihm zu schaden. Momentan steht er sich selbst im Weg, er hat die Disziplien nicht Dinge anzupacken. Aber dann muß er eben auch lernen, daß dies Konsequenzen hat für der er selber verantwortlich ist. Mit meiner Liebe zu ihm hat das nix zu tun, die ist ihm sicher egal was er aus seinem Leben macht. Aber seine Faulheit werde ich nicht auch noch unterstützen.

LG
Carola

Beitrag von yamyam74 06.05.10 - 10:27 Uhr

Schau, dass die Freunde zu Euch zum Chillen kommen...
Frage ihn, was er so gemacht hat den Tag über und versuche rauszufinden, wie es mit Alkohol ausschaut.
Mache ihm klar, dass Du ihn liebst, aber keinen Hartz4 Empfänger dulden wirst, weil er zu faul ist für die Schule und keine Lehrstelle bekommt.

Viel Glück
LG

Beitrag von carolale 06.05.10 - 11:17 Uhr

Hallo yamyam74

die Freunde kommen ja auch ständig zu ihm, allerdings weiß ich nicht was er in seinem Zimmer (Appartement über der Garage) so treibt. Wenn ich ihn frage, ist alles Harmlos, betrunken habe ich ihn noch nie erlebt.

LG
Carola

Beitrag von yamyam74 06.05.10 - 11:36 Uhr

Das ist natürlich eine schwierige Situation.
Wie gesagt, ich würde ihm erstmal klarmachen, dass ich ihn über alle Maßen liebe, aber ihn nicht weiter unterstützen werde, wenn er die Schule nicht schafft und keine Lehrstelle bekommt.

LG und viel Glück weiterhin

Beitrag von snowy 13.05.10 - 10:01 Uhr

Dein Sohn ist 18 Jahre alt, da kann es deine Aufgabe nur noch sein zu schauen ob die Räume die du ihm zur Verfügung stellst nicht volldrecken oder sonst irgendwie zweckentfremdet werden.

Ich hätte mir mit 18 J. nicht von meiner Mutter Auflagen gefallen lassen und finde sich auch nicht förderlich wenn ein Kind erwachsen werden soll. Wenn er sich dazu entscheidet die Schule schleifen zu lassen, dann muss er eben die Konsequenzen tragen. Im Moment lernt er nur, dsas wenn er es "ruhig angehen" lässt, dass dann Mama kommt und ihm hilft.

Versuche mal dich von deinem Sohn zu lösen, diese Abhängigkeit die du da entwickelt hast ( wie viele andere Mütter wohl auch ), damit schadest du dir nur selbst, denn wie du merkst kann er dich mit Taten und sei es nur lügen verletzen. Diesen Punkt musst du erst mal in Angriff nehmen um wieder einen Überblick aus einem Abstand heraus zu haben.

Kleine Zwischenfrage noch: Warum laufen die Bewerbungen? Hast du da evtl. nachgeholfen. Adresse rausgesucht oder Ähnliches? Ich kann mir in der jetzigen Situation gar nicht vorstellen dass er von sich aus sucht, aber vielleicht täusche ich mich da auch.

#snowy

Beitrag von carolale 13.05.10 - 22:33 Uhr

hallo snowy,

wahrscheinlich hast du recht, aber selbst die schule tritt noch an mich ran und erwartet von mir, daß ich mich darum kümmere. auflagen hat er in erster linie von der schule bekommen.

ich bin auch nicht ganz deiner meinung, daß ein 18 jähriger, der zuhause wohnt, nicht angalten werden sollte, seinen pflichten (schule) nachzukommen. ich bezahle immerhin die schule die er unbedingt besuchen wollte.

meine auffassung ist zudem: solange er nicht in der lage ist, seinen eigenen lebendsunterhalt zu bestreiten, seinen eigenen haushalt zu führen, er sich an die regeln zu halten hat die hier in unserer gemeinschaft gelten. ansonsten habe ich hier in 20 jahren immernoch einen nesthocker, der sich bedienen, verköstigen und versorgen lässt - warum auch was ändern, wenn es doch so gemütlich ist daheim bei der mama.

ich habe ihm ziemlich klar gemacht, daß ich einen faulenzer und drückeberger nicht unterstütze. dann muß er eben lernen, dass wenn man nix macht, man auch nix hat.

zuschaffen macht mir das trotzdem!

bei den bewerbungen habe ich ihm geholfen, beim arbeitsamt ect. war er selber - ja und ich habe ihm die bewerbungen in form gebracht - und ja ich habe auch die eine oder andere adresse für ihn gefunden.... ist ja auch in meinem interesse daß er eine lehrstelle findet.

#bla

Beitrag von snowy 13.05.10 - 23:10 Uhr

Der Schule würde ich klar machen, dass der "Junge" 18 Jahre alt ist und von daher können sie sich ruhig an ihn wenden wenn die etwas zu besprechen haben. Wenn er eine Schule besuchen möchte wo du noch für zahlst, dann hat er sich an den Kosten zu beteildigen, solange er nicht gewillt ist diese ohne Probleme zu besuchen oder sich anzustrengen.

Ich lese von dir, dass er solange er nicht den eigenen Unterhalt verdienen kann, sich nicht versorgen kann oder den Haushalt zu führen solange hat er sich an die Regeln bei euch zu halten. Nur, wie soll er das alles lernen? Durch ein paar Regeln? Wie soll er lernen einen Haushalt zu führen, mit Geld umzugehen, den Kopf auch mal für seine eigenen Fehler hinzuhalten.

Das mit den Bewerbungen kenne ich auch zur genüge. Ich sagte mir auch immer, dass es auch in meinem Interesse ist dass er eine Lehrstelle findet. Es sollte auch in seinem Interesse sein, von daher reicht es aus eine Musterbewerbung komplett mit ihm zu erstellen, sofern er Hilfe möchte und dann sollte er sich die Firmen, die Stellenangebote und alles andere selbst heraussuchen.

Natürlich macht einem das zu schaffen und grad als Mutter leidet man immer noch ein Stück mehr darunter als der Vater und den Sohn interessiert es meist noch nicht einmal und Sprüche wie "denk doch mal an die Zukunft " und so weiter..werden ignoriert oder durch Augenrollen überdeckt.

Man sollte ja nicht die Hilfe abstellen, sofern sie gewünscht und erfragt worden ist vom Sohn.......Es ist besser für die "Möchtegern"-Erwachsenen dass man aufzeigt wie sie zum Ziel kommen, als sie vor diesem abzustellen.

Was würde passieren wenn du dich um die Bewerbungen gar nicht sorgst? Also ich würde fast glauben, dass nichts passiert........

#snowy