Mia Magdalena is gelandet und wir sind soooo froh das es sie gibt

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von pussemuckel 05.05.10 - 10:53 Uhr

Geburtsbericht von Mia Magdalena, geboren am 15.02.2010 in Dresden Friedrichstadt

Mia war ein absolutes Wunschkind und der Name Mia stand für uns schon fest, da war an MiniMia noch garnicht zu denken:-)
Kurz vor der Schwangerschaft hatte ich einen sogenannten Abgang, war also schon kurz vorher schwanger, hatte das Baby aber verloren...
Es gab am Anfang immer ein Hin und her, der Frauenarzt, der mich wegen meines Abganges noch nachbetreute, meinte das der HCG wert nicht richtig sinkt und er gern Ultraschall machen würde wenn die Blutung die ich hatte, weg wäre.Das hies für mich aller 7 tage ultraschall u blutabnahme.Der HCG wert stieg immer mehr und auch sämtliche Schwangerschaftstests waren alle mehr als positiv.Ich aber konnte mich nicht wirklich freuen, hatte angst das das alles nicht so ist, wie es ist...
Nach knapp 4 wochen konnte man endlich etwas sehen, sogar schon ne ganze menge, das herzel hatte geschlagen und bewegt hat sich das Gummibärchen auch schon...
Wir waren überglücklich, richtig freuen konnte ich trotzdem nicht, hatte ein ungutes Gefühl.
Und dann kam der Tag, wo ich bis heute noch denke da hört sich die Welt auf zu drehen.
Es war der 29.september 2009 und ich hatte einen Termin zur Feindiagnostik, nur um schauen wie es dem Baby geht, weil ich doch ein wenig dicker bin :-) und mein Arzt auf nr sicher gehen wollte ...
Meine Freundin, die in der voherigen Schwangerschaft zeitgleich schwanger war, begleitete mich, sofern ihr möglich, zu sämtlichen Ultraschalls .So auch an diesem Tag, zum Glück, ich bin keinem Menschen so dankbar wie ihr ...
Der Arzt machte Ultraschall und um meine Frage gleich zu beantworten, meine Tochter zeigte ihm ganz klipp und klar das es ein Mädchen ist , er meinte er hat noch nie !!! so eindeutig gesehen das es ein Mädchen werde.
Ich wunderte mich nach ner zeit warum er ne knappe halbe stunde damit beschäftigt war, den Kopf meiner süssen zu schallen.
Er sah was, was ihn sehr beunruhigte, meiner Maus schien ein Teil des Schädelknochens zu fehlen und auch das Hirn wäre nicht komplett ausgereift.
Ich stand so unter schock, konnte nichts sagen, mir liefen nur noch die Tränen.Meine Freundin fragte dann, ob das Baby denn überhaupt eine Überlebenschance hätte und er meinte, er hat noch nicht viele solcher Fälle gehabt, aber meist sind die dann in einer Totgeburt geendet.Ich brach zusammen, meine Welt brach zusammen, ich war am Ende.
Zur weiteren Diagnostik wurde ich in das Perinatalzentrum unserer Stadt, mit der Diagnose; Fehlbildung am zentralen Nervensystem, überwiesen und sollte auch gleich am selben Tag noch vorsprechen.
Ich war in Tränen aufgelöst, meine freundin war , ein wunder, total gefasst und sie hatte sich nichts anmerken lassen...
Am Nächmittag dann Vorstellung im Peinatalzentrum 2!!! geschlagne Stunden warten und quälen, wegen was !, einem Termin am nächsten Tag.Oh man an dem Tag ich war sooo fertig, mit mir meinem leben, ich wollte nicht mehr.
Ich weiss bis heute nicht wie ich es geschafft habe , bis zum nächsten Tag durchzuhalten.Der Ultraschalltermin war gekommen, die Oberärztin höchstpersönlich nahm sich meiner an, und schallte, wieder eine geschlagne std , ohne einen Ton von sich zu geben, wir, meine Freundin begleitete mich wieder , waren total perplex, gutes oder doch schlechtes Zeichen...
Naja nach einer std warten schickte sie uns raus, sie wollte die Ergebnisse mit sämtlichen Ärzten auswerten.Nach einer halben std warten kam sie auf mich zu, meinte nur trocken zu sehen sei nix, aber ich hätte für den nächsten morgen wieder einen Ultraschall termin, was nun, soll ich mich freuen, oder lieber noch nicht.Ganz ehrlich im Inneren hatte ich schon abgeschlossen wollte alles hinter mich bringen und es einfach vergessen.
Also am nächsten Morgen dann nochmal Ultraschall, wieder mit meiner Freundin an meiner seite .Dann fiel der satz, wir alle haben nichts gefunden aber !!! zur Kontrolle wird nochmal ein MRT gemacht, den Termin dafür bekäme ich dann relativ kurzfristig per Telefon mitgeteilt.
Ich habe den ganzen Tag damit verbracht, zu warten, und aufs Telefon zu schielen, und dann gegen 20 uhr der entscheidende Anruf ich solle, wenn möglich halb neun da sein ,zwecks MRT , ihr könnt mir glauben so schnell war ich noch NIE !!! am anderen Ende der Stadt.
Also MRT gemacht, auswertung würde ich,per anruf, am nächsten Tag mitgeteilt bekommen...
Am Freitag war ich dann den ganzen Tag wie von der Tarantel gestochen, ab neun uhr morgens habe ich da stündlich in der Klinik angerufen wollte doch nur meine Ergebnisse wissen.
Gegen 16 uhr wurde ch endlich von der ärztin angerufen sie hatte bis dato OPtermine und würde sich gleich an die Auswertung setzen , das hiess weiter warten
10 Minuten später dann die Erlösung, Auch das MRT Ergebniss war unauffällig...Zur Kontolle hatte ich jetzt nur monatliche US Termine in der Klinik ...Mir fielen ganze Berge vom Herzen :-)Termine immer fein wahr genommen und im Januar dann, wieder ein Schock, es wurde wieder etwas im Kopf der kleinen gefunden, zuviel Gehinwasser, wobei der untersuchende Arzt diesmal meinte, das das zwar nach der Geburt kontrollbedürftig sei, aber nichts weltbewegendes.
Oh mann ich war völlig fertig mit den Nerven, gings meiner Maus nun gut oder nicht ... Die letzten wochen der Schwangerschaft waren grauenvoll, ich hatte einen Nierenstau und schlechte Eisenwerte...alles tat weh...ich wollte die Geburt Anfang Februar einleiten lassen und hatte dies im Perinatalzentrum auch so geäussert.Die ärzte dort sind mir aber in keinster weise entgegen gekommen, so habe ich mich dann, mit der Absicherung meines Frauenarztes, das meiner kleinen im Notfall auch in einer anderen Klinik geholfen werden kann, in einer anderen Geburtsklinik vorgestellt. 6 Tage vor Entbindungstermin dann die Erlösung, aufgrund des Eisenmangels und dem Nerenstaus, habe ich den Termin zur Geburtseinleitung bekommen... zwei tage nach ET
Am Wochenende vorher hatte ich noch kontrolltermine im KH aber nichts passierte,zum Glück, meine Freundin wollte unbedingt bei geburt dabei sein und war das we vorher in leipzig.
Am Montag war es dann soweit, 7 uhr sollte ich im KH sein, meine Freundin musste erstmal alles mit ihrer Chefin klären, kam deshalb später.Durch einen, doch sehr eigenartigen arzt wurde das erste Gel gelegt.Ich hatte immer behauptet der Arzt wäre besser Fleischer geworden, so wie der mit mir umgegangen ist
Blut abnehmen und Kanüle legen ging nicht ich hatte mal wieder zu wenig getrunken, ganze 6! Versuche brauchten die fürs blut abnehmen.
Zwischendurch hatte ich mal einen kleinen Durchhänger, war nur am Heulen und wollte das meine maus sofort per Kaiserschnitt geholt werden sollte, Hormone eben:-)
Naja einige blaue flecken später, wir sollten immer abwechselnd CTG schreiben oder aber spazieren...Diesmal konnte ich nicht liegen, sobald ich lag, hatte ich unvorstellbare Schmerzen.14 uhr, es war schichtwechsel, kam eine Hebamme rein, schaute nach dem MUMU und meinte ja in den nächsten 3 std is die maus da, ging u kam mit homöopathischen Kugeln und nem Wehentropf wieder.
Der Tropf schlug ein wie ne Bombe, gegen 3 konnte die Hebi dann meine Fruchtblase öffnen, man war das ne erleichterung :-)
Ich brauchte mittlerweille vom Kreißsaal bis zur Toilette und wieder zurück (10 meter voneinander entfernt) ne kanppe std ... kam mir viel kürzer vor Gegen 16 uhr dann nochmal ne ladung Kügelchen, wofür auch immer,ich sollte weiter laufen u becken kreisen...gegen halb 5 bat ich nochmal zur toilette gehen zu dürfen ich müsste groß, die hebamme schaute und meinte, nein Frau ... ich sehs köpfchen und ganz viele Haare ...
Ich hatte grade noch gelegenheit mich hinzulegen und en wenig mitzupressen und dann war sie da, so klein, so zierlich aber topfit.

Im Nachhinein stellte sich raus, das sie gering mehr Gehirnwasser als normal im Kopf hatte und ne klitzekleine zyste, beides aber nicht schlimm.
Und laut hebamme war sie ca. 14-20 tage zu spät auf der welt , das Fruchtwasser war grün und die haut zeigte wohl auch auffälligkeiten

Mittlerweile hat sich das Wasser der Grösse angepasst und die zyste wird derzeit nicht durchblutet, beides Gute zeichen.
Ach und zum Namen Mia stand ja nun schon von anfang an fest und Magdalena , der name gefiel meiner Freundin so gut, das ich mich aus Dankbarkeit dazu entschloss meine Maus Magdalena zu nennen.Der Name passt so gut zu ihr und wir sind nun heilfroh, das es der kleinen so gut geht


MIA MAGDALENA,
*15.02.2010 um 16:44 uhr in Dresden
3265 gramm schwer
48 cm groß


Sorry weil es wieder mal soooooo viel länger geworden is als gedacht

Beitrag von isi-maus 05.05.10 - 11:14 Uhr

Oh weh, das ist ja ganz schön heftig, was du alles durchmachen musstest!!! Dafür ist es umso schöner, dass es deiner Kleinen jetzt so gut geht!
Ich gratuliere dir ganz herzlich zu deiner Tochter und wünsche euch beiden alles Gute!!!

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Liebe Grüße
Isi