Angst vor der Geburt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von millie2010 05.05.10 - 13:13 Uhr

Hallo ihr Lieben
ich bin in der 28. SSW(27+2) und so langsam bekomme ich Angst vor der bevorstehenden Geburt. Die SS verlief ja bisher ohne größere Komplikationen(Ausser der Vorwehen die ich in der 20. woche hatte und seitdem nicht mehr arbeiten darf).Je näher der ET rückt desto mehr wächst die angst,dass sich die Geburt so lang zieht und ich die nötige Kraft dann in der Austreibungsphase nicht mehr habe!! Oder ich die Schmerzen nicht aushalten kann.(Habe noch viel mehr angst vor der PDA)

Dann habe ich Angst davor das es zu Komplikationen kommt und die Kleine mit Hilfe(Saugglocke, Zange oder sogar Kaiserschnitt) geholt werden muss. Oder das mit der kleinen irgendetwas nicht stimmt (Behinderung, Fehlbildung etc.)
Ich weiss das es nicht gut ist sich so zu sorgen aber ich fühle mich wenn ich die Kleine nicht spüren würde garnicht wirklich schwanger,meinen Bauch find ich winzig..
Ist es normal das mir soviel durch den Kopf geht?

Sorry Mädels aber ich musste das mal los werden glaube nämlich meinen Mann nervts oder er setzt sich damit noch nicht so auseinander..

Beitrag von engel-88 05.05.10 - 13:16 Uhr

Das kann ich alles ganz gut nachvollziehen,...ich mach mir aber seit Wochen schon keine Gedanken, nachdem ich auch seit der 20. SSW BV habe und alle gesagt haben das mein Kleiner sowieso viel eher kommt und bis jetzt alles prima ist mach ich mir keinen Kopf mehr. Angst vor der Geburt hab ich komischerweise auch nicht mehr, sind zwar noch paar Wochen aber ich freu mich schon so drauf endlich meinen kleinen Zwerg im Arm zu halten...scheiß auf die Schmerzen usw.,. hauptsache er ist endlich da. Wird schon alles gut werden bei dir, mach dir keine großen Sorgen, das merkt dein Untermieter auch.
Alles Gute und noch eine schöne Kugelzeit ;)

Beitrag von freno 05.05.10 - 13:23 Uhr

Hallo

Deine Angst ist ganz normal. Die habe ich auch immer wieder. Dann denke ich, ach wird schon alles gut gehen.

Jetzt bin ich in der 39.ssw und hoffe nur noch, dass es endlich rum ist. Egal wie. Ich will das Kind sehen und den Bauch weghaben und wieder normal atmen können. Obwohl es mir sehr gut geht ist doch lles ziemlich schwerfällig inzwischen.

Habe mit meiner Hebamme über meine Ängste geredet und sie hatte auch verständnis und mich beruhigt.

Alles Gute

Freno

Beitrag von suenneli 05.05.10 - 13:23 Uhr

Hallo millie2010

Diese Ängste sind ganz normal und damit muss sich jede Schwanger auseinander setzen#liebdrueck Schliesslich ist eine Geburt ja auch nicht ein alltägliches Erlebnis...

Ich habe am 17.11.2006 meine erste Maus spontan und ohne Schmerzmittel auf die Welt gebracht und zwei Jahre später, also am 30.11.2009 meine zweite Tochter ebenfalls spontan und ohne Schmerzmittel.

Es ist ein unglaubliches und unvergessliches Erlebnis!#herzlich
Natürlich ist es schmerzhaft, aber es ist auszuhalten. Wenn dir dann dein Baby in den Arm gelegt wird, dann weisst du wofür du das alles durchgestanden hast!

Die Schmerzen empfindet Jeder anders. Ich kann dir das auch nicht beschreiben. Die Wehen an sich waren für mich nicht sooo schlimm. Ich achtete darauf, dass ich immer gut atmete und so konnte ich mich zwischen den Wehen auch ein bisschen erholen. Das wirklich unangenehmste war, als das Köpfchen durch musste. Aber es geht vorbei und es war unbeschreiblich, als mir dann meine Maus in den Arm gelegt wurde.
Und es gibt da ja noch unzählige andere hilfreiche "Sachen" (ausser PDA), die einer Frau helfen, die Schmerzen bei der Geburt etwas zu erleichtern#sonne

Du musst ein bisschen auf deinen Körper vertrauen. Es ist unglaublich, wie viel Kraft man noch hat auch wenn man denkt "ich kann nicht mehr".
Mir hat ein Satz sehr gut geholfen und ich habe oft während der Geburt an diesen Satz gedacht: "jede Wehe bringt dich deinem Baby näher".

Versuch einigermassen gelassen an die Geburt heranzugehen. Und eins musst du wissen, du bist nicht allein bei der Geburt. Vielleicht kommt dein Mann mit und da ist ja auch noch die Hebamme, die tagtäglich bei Geburten dabei ist und dir auch hilfreiche Tipps geben kann. Und wenn das Gebären wirklich NUR Horror wäre, dann hätten die Frauen bestimmt nicht mehr als ein Kind#augen

Lass es auf dich zukommen und denk daran, das grösste Geschenk das man überhaupt bekommen kann wird dir nach der Geburt in die Arme gelegt! #herzlich#verliebt

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute und grüsse dich #herzlichlich
Sonja mit Vanessa 17.11.06 & Flavia 30.11.08

Beitrag von s.abs-1981 05.05.10 - 13:24 Uhr

Oh ja, es gehen einem eine Menge Fragen, Sorgen und Gedanken durch den Kopf und nach der Geburt geht es weiter ;-)

Kopf hoch, es geht bestimmt alles gut und die Geburt schaffst du auch! Gibt es bei euch in der Klinik sowas wie ne PDA Sprechstunde? Bei uns gab`s das und da konnte man sich schon vorher drüber aufklären lassen. Fand ich nicht schlecht und hatte dann nicht mehr so viel Angst davor.

Letztendlich hatte ich keine PDA und hab es geschafft #freu! Hinterher bist du stolz auf dich, was du da vollbracht hast!

Ich denk an dich und bin überzeugt, dass du das ganz klasse meistern wirst!

#liebdrueck

Beitrag von millie2010 05.05.10 - 13:29 Uhr

Danke an Euch das tat mir echt gut!!! Bin ziemlich ängstlich und kann da nicht so drüber sprechen deshalb tut mir euer Mutzuspruch sehr gut!!#pro

Beitrag von cristina-m. 05.05.10 - 13:50 Uhr

Hallo Millie,

ich weiß, wie das ist, wenn man sich trotz guter Schwangerschaft Sorgen macht. Dabei bin ich auch kein ängstlicher Mensch. Es ist, glaube ich, weil man anfängt, sich der Verantwortung bewusst zu werden, die man für dieses kleine Menschenleben hat. Und weil man so viel hört und liest, was alles schief gehen kann.
Mein Kleiner kam auch 5 Wochen zu früh - trotz super Schwangerschaft und ohne medizinischen Grund. Denk jetzt bitte nicht "OH Gott!", denn es geht ihm super und nach den ersten 3 schwierigen Tagen ging es sowieso nur steil bergauf.

"hätte, wäre, könnte, ..." klar ist nichts auszuschließen.
Und wenn man dann noch ein paar Stunden oder einen Tag das Kind nicht spürt, fängt an die Panik hoch zu kriechen. Das ist, glaube ich, normal. Es gibt bestimmt welche, die sich nie Sorgen machen, aber sie Meisten denken doch darüber nach.

Aber wenn ich mir jetzt meinen kleinen Süßen anschaue, der mit nun 3 Monaten (heute war U4 *freu*) alles aufgeholt hat und den Gleichaltrigen in nichts nach steht, obwohl er ja 5 Wochen weniger Entwicklungszeit hatte, denke ich nur:
er wusste schon, warum er raus wollte. Er hat alles richtig gemacht.
Die Kleinen können und fühlen schon mehr, als wir denken. Auch im Bauch.
Ich habe gelernt, ihm einfach zu vertrauen. Wenn er trinken mag, darf er (meistens, wenn er nicht gerade schon vor 30 min hat) und er behält es immer bei sich, auch wenn ich denke: "das kann doch nicht da rein passen, er hat doch schon soo viel getrunken!"
Fazit: er hat im Zweifelsfall recht, denn ich stecke nicht in seinem Körper, und kann ihm auch nicht sagen, wann er Hunger zu haben hat.

Versuch, Deinem Kind zu vertrauen. Sprich mit ihm, egal, ob laut oder leise.
Erkläre ihm, dass Du Dir wünschst, dass es erst raus will, wenn es "fertig" ist und sag ihm, es soll sich so lange Zeit lassen, bis alles entwickelt ist, was es braucht, um ein gesunder, kleiner Mensch zu werden.
(Wichtig: sag ihm nicht, was NICHT sein soll, sondern was SEIN SOLL.)
Stell Dir Bilder vor, z.B. wie Du es nach der Geburt im Arm hälst, es stillst, es Dich zum erstem Mal anlächelt oder die ersten Schritte macht.
Und wenn Dich dann doch Zweifel beschleichen:
Atme tief durch. Bis der böse Gedanke verfliegt.

Ich wollte eine natürliche Geburt. Hatte einen Kaiserschnitt.
Ich wollte keine PDA (ursprünglich). Hab ich natürlich bekommen.
Dank dem Kaiserschnitt konnte ich schon früh wieder meiner Leidenschaft, dem Tanzen, voll frönen.
Und dank der PDA konnten ich und mein Mann die Geburt mit erleben.
Und die PDA fand ich nicht schlimm, obwohl ich eine Heidenangst vor Spritzen habe. Ok, klar, unangenehm ist das. Aber die Vorfreude auf das Kind ist größer!

Übrigens: mein Bauch war auch sehr klein. Und mein süßer Sohn hatte trotzdem 45cm! Das ist für 5 Wochen vor dem ET ganz ordentlich! Und er hat trotzdem noch bis zum Schluss rum geturnt.
Ich selbst hatte bei der Geburt (1 Woche nach ET) nur 47cm...

Versuch doch, Dich mit konstruktiven Dingen zu beschäftigen: Koch doch schon mal Brei und gefrier ihn in kleinen Portionen ein. Und währenddessen stellst Du Dir vor, wie Deine Kleine auf dem Hochstühlchen am Tisch sitzt und fröhlich alles wieder ausprustet, um dann den Rest mit den Patschehändchen überall sonst zu verteilen.
Oder bastel ein Mobile, das ist fördernd für die Seh-Entwicklung und nach der Geburt hast Du wahrscheinlich keine Zeit dafür. Und Geld sparen tust Du dadurch auch...

So. Ist Dir jetzt besser zumute?

Fühl Dich #liebdrueck

Cristina-M.