Unterhaltspflicht, wer irrt?

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Beitrag von wind-prinzessin 05.05.10 - 13:13 Uhr

Hallo,

durch die Schwangerschaft planen mein Freund und ich nun doch, zusammenzuziehen. Nun ist seine Mutter allerdings dagegen. Sie meint, er könne ja gern bei mir schlafen, aber müsse bei ihr gemeldet bleiben, weil er sonst Unterhalt für sein Kind zahlen müsste, sobald es da ist. Ich kenn allerdings die Version, dass er dann Unterhalt zahlen muss, wenn er nicht bei mir wohnt. Was stimmt denn nun?

Beitrag von aeffchen77 05.05.10 - 13:15 Uhr

Er muss so oder so Unterhalt zahlen, da es SEIN Kind ist.

Gruß
aeffchen77

Beitrag von carrie23 05.05.10 - 13:17 Uhr

Er muss in beiden Fällen zahlen.
Wenn er bei der Mutter wohnt muss er dir das Geld überweisen, wenn ihr zusammen wohnt werden die Kosten eh geteilt.
Ich denke seine Mami will nur nicht dass ihr Bubi auszieht.

Beitrag von lunasxx 05.05.10 - 13:22 Uhr

Hallo Du,

möchte Dein Partner keinen Unterhalt zahlen #kratz? Versteh ich nicht. Vielleicht ist an dem Punkt, daß Mama ihren Jungen nicht ziehen lassen möchte was dran.;-)

Viele Grüße

Kerstin

Beitrag von wind-prinzessin 05.05.10 - 13:29 Uhr

Er will schon zahlen, wenn er kann. Macht ne Maßnahme zur Ausbildungsfindung und kriegt da 200 Euro raus.

Kann mir gut vorstellen, dass die Mutter ihren Bubi nicht gehen lassen will. Sie bekommt ja sein Kindergeld. Und wenn er auszieht, wird ihm das ja angerechnet beim ALG 2, was er dann beantragen müsste. Und so hätte er auch das Recht, das Geld zu bekommen.

Aber wenn er bei mir wohnt, muss er mir doch nicht den gleichen Satz überweisen wie wenn er außerhalb wohnt oder wie?

Beitrag von sassi31 05.05.10 - 13:31 Uhr

Also am Kindergeld liegt es mit Sicherheit nicht. Schließlich muss dein Freund ja auch essen, Wäsche gewaschen bekommen usw.. Da bleibt vom Kindergeld nix über.

Beitrag von wind-prinzessin 05.05.10 - 13:41 Uhr

Wie mans nimmt, die halbe Woche ist er ja bei mir, da muss ich ihn von meinem Geld mitversorgen bzw er von seinem minimalen Gehalt. Seine Wäsche war bis letztens komplett bei mir, weil er nach und nach mal was angeschleppt, aber nie mitgenommen hat. Das einzige, was er zu Hause verbraucht hat, war Strom ;-) Und da er ja 10 Stunden am Tag nicht da war, von Mittwochfrüh bis Samstagabend sowieso gar nicht, kann er keine 184 Euro Strom verbraucht haben, auch nicht, wenn man 3 Mahlzeiten pro Woche, die er dort gegessen hat, mitzählt.

Habe übrigens eine Zeit lang da 'gewohnt', bis ich meine Wohnung hatte. Musste meine Nahrung selbst kaufen, bei meinen Eltern duschen und Wäsche waschen (konnte dort nicht wohnen, aber das ist ein anderes Thema) und hab ihr 100 Euro Miete im Monat geben müssen. Durfte mich da aber nicht melden, weil sie dann 'eins vom Amt auf den Deckel' bekommen hätte. Die hätten dann lediglich meine Miete bezahlt, wenn ich mich nicht irre.

Beitrag von nick71 05.05.10 - 19:25 Uhr

"Er will schon zahlen, wenn er kann. Macht ne Maßnahme zur Ausbildungsfindung und kriegt da 200 Euro raus."

Von den paar Kröten wird er (ob mit dir zusammenwohnend oder nicht) schwerlich Unterhalt zahlen können.

M.W. hättest du aber z.B. keinen Anspruch auf UHV, wenn du mit dem Kindsvater zusammenlebst.

Beitrag von dani.m. 05.05.10 - 13:24 Uhr

DU hast recht! Ich war auf dem JA (hatte Trennungsgedanken), da meinten sie, so lange mein Freund bei mir wohnt, könnten sie den Unterhalt nicht ausrechnen, wir müssten uns da selbst einigen.

Beitrag von aeffchen77 05.05.10 - 13:28 Uhr

Aber dennoch musser doch finanziell für sein Kind aufkommen und kann es nicht einfach so auf andere abschieben.

Beitrag von dani.m. 05.05.10 - 13:30 Uhr

Ja, aber in dem Fall hilft das JA nicht weiter. Man muss eben selbst was aushandeln. Bleibt er bei seiner Mutter, könnte die TE den Unterhalt (Pflichtunterhalt) einklagen.

Beitrag von aeffchen77 05.05.10 - 13:32 Uhr

Hörte sich aber bei der TE erst so an, als ob sie bzw. die Mutter ihres Freundes glauben würden, dass in einem der beiden Fälle überhaupt keine Zahlungen fällig wären.

Beitrag von dani.m. 05.05.10 - 13:38 Uhr

Naja, seine Mama irrt in jedem Fall ;-) Und sonst: selbst wenn sie zusammen leben und er sagt: "nö, ich zahle nicht" - bekommt sie kaum Hilfe (ich spreche aus Erfahrung ;-)). Ich würde es jetzt festsetzen lassen solange er bei Mama wohnt (geht aber noch nicht, oder?), dann hätte ich wenigstens den Titel.

Beitrag von wind-prinzessin 05.05.10 - 13:48 Uhr

Geht ja nicht darum, dass er nichts zahlen muss! Es geht darum, dass wir uns die kosten dann teilen könnten. Wenn der Vorschuss noch bei 133 Euro liegt, ist das mehr als 50% von dem, was ihm monatlich zur Verfügung steht. Und das kann er dann (auch in Raten) abzahlen. Wenn es klappt und er im Sommer eine Ausbildungsstelle bekommt, kann er vom Ausbildungsgehalt wahrscheinlich auch keine Zahlungen leisten (wird wohl überbetrieblich, da kriegt man so ca. 300 Euro). Dann sind das schon mal 3 Jahre, wo er monatlich 133 Euro Schulden auftürmt. 4788 Euro laut Rechner. Er zahlt dann ja sein Leben lang an Schulden ab und bei mir wohnen darf er dann auch nicht.

Er liebt sein Kind jetzt schon und will auch dafür aufkommen, aber zum einen ist es doch für das Kind schöner, wenn die Eltern zusammenwohnen (zumal wir uns das Sorgerecht eh teilen wollen) und wenn er bei der Mutter wohnen bleibt, haben wir täglich eine unnötige Hin- und Herfahrererei von 10km pro Strecke, um das Kind zu betreuen. Da ich ja nach dem MuSchu auch wieder arbeiten gehen will. Ohne Auto ist das lästig, zumal der Bus nur in etwa stündlich fährt. Wir müssen die Arbeitszeiten dann so legen, dass wir zwischendurch noch die Zeit haben, das Kind zum Partner zu bringen bzw abzuholen, bevor wir zur Arbeit können bzw von der Arbeit kommen.

Beitrag von dani.m. 05.05.10 - 13:58 Uhr

Dann zieht zusammen und "bastelt" euch eine eigene Abmachung. Ich bekomme auch nicht den Unterhalt, der mir lt. Rechner zustehen würde. Mein Mann und ich haben uns so geeinigt, dass wir beide damit leben können.
So wie ich deine Beiträge lese,denke ich, deine SchwieMu ist wirklich eher auf das Kindergeld/eine Person mehr in der BG scharf!

Beitrag von wind-prinzessin 05.05.10 - 14:07 Uhr

Vielleicht hat sie auch Angst um ihr Obdach. Immerhin wohnen die zu zweit in nem Haus. Das kann sie sich ja von ihrem TZ-Job leisten. Dabei hat sie jahrelang kein Kindergeld bekommen. Ich hab ihn dann zum Amt geschleift und alle nötigen Schritte eingeleitet. Jetzt hat er sogar die Maßnahme und bekommt wahrscheinlich eine Ausbildung. Ich wette, vom Ausbildungsgehalt darf er dann noch Miete abdrücken, weil sie ja so wenig verdient. Das KiGe hat ihr auch nie gefehlt. Aber jetzt, wo sies hat, hält sie sicherlich gut dran fest.

Beitrag von kathi.net 05.05.10 - 13:29 Uhr

Ist dein Freund noch in der Ausbildung? Vielleicht hat die Mutter selbst Sorge, dass wenn er auszieht, sie ihm Unterhalt zahlen muß#kratz

Beitrag von wind-prinzessin 05.05.10 - 13:38 Uhr

Sie selbst kann keinen Unterhalt zahlen, wäre ihrem Exmann zu Unterhalt verpflichtet, aber liegt unter der Einkommensgrenze mit ihrem Teilzeitjob.

Mein Freund macht eine Maßnahme, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Von daher wäre er (hoffentlich, wenns klappt) ab August/September in der Ausbildung.

Beitrag von kathi.net 05.05.10 - 13:47 Uhr

Na zumindest kann sie dann nicht mehr das Kindergeld einstreichen. Und mit dem Unterhalt an den Exmann hat das erstmal nix zu tun.

Beitrag von wind-prinzessin 05.05.10 - 13:50 Uhr

Im Prinzip schon, sie wäre ja dann beiden unterhaltspflichtig.

Und laut Jugendamt ist sie sogar dem Enkelkind, also meinem Kind, gegenüber unterhaltspflichtig, da der Vater und ich nicht selbst dafür aufkommen können. Dass sie das finanziell nicht kann, ist mir klar.

Beitrag von kathi.net 05.05.10 - 13:57 Uhr

Dann sollte er sich darum kümmern, dass er den ihm zustehenden Unterhalt auch bekommt (sowohl von Mutter als auch Vater)

Beitrag von wind-prinzessin 05.05.10 - 14:09 Uhr

Von denen wird er nur nichts bekommen können, da die Mutter unter der Einkommensgrenze liegt und der Vater (leben getrennt) arbeitslos ist. Den Antrag auf ALG 2 muss er auf jeden Fall stellen, wenn wir zusammenziehen, so lange er noch keine Ausbildung hat.

Beitrag von manavgat 05.05.10 - 13:43 Uhr

Er gefälligst für sein Kind Unterhalt zu zahlen und für Dich aufzukommen!


Poppen o.k - aber Verantwortung 0!

Was ist denn das für eine Einstellung?

Gruß

Manavgat

Beitrag von wind-prinzessin 05.05.10 - 13:52 Uhr

Oh wei, du hast mich da etwas falsch verstanden!
Er will ja für sein Kind aufkommen, aber nicht nur finanziell! Er will bei mir wohnen, alles mit uns durchstehen und sich auch ums Kind kümmern. Eben wie eine richtige Familie.

Derzeit kann er nur keinen finanziellen Unterhalt leisten. Zumindest nicht in dem Maße, wie er von den Ämtern als angemessen angesetzt ist. Er gibt mir gerne was dazu, auch jetzt schon, kümmert sich total liebevoll.

Es geht nur darum, dass seine Mutter meint, er müsse nur dann Unterhalt zahlen, wenn er mit mir und dem Kind zusammen wohnt. Wenn er weiterhin zu Hause wohnen bleibt, wäre das anders und dann 'könne ihm keiner was'.

Beitrag von litalia 05.05.10 - 17:16 Uhr

die schwiegermama in spe würde ich mir mal ordentlich zur brust nehmen und ihr die meinung geigen.

sie hat unrecht, vom tuten blasen keine ahnung und schein primitiv und dumm hoch 10 zu sein bei solchen aussagen.

die würde mein kind nicht so schnell sehen.

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