Ich weiß einfach nicht mehr weiter...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von mrs.smith 05.05.10 - 13:25 Uhr

... und ich bekomme langsam richtig Angst vor der nächsten Zeit!!! :-(

Meine Tochter Chiara war von Anfang an kein leichtes Kind. Sie hat sehr viel geschrien und war mit relativ wenig zufrieden zu stellen. Wenn ich mit ihr zur Rückbildung oder Krabbelgruppe oder Pekip gegangen bin, hat es meist nur MInutaen gedauert, bis so richtig der Alarm losging. Genauso bei Familienfesten, Besuchen bei Freunden etc. Es ist zwar merklich besser geworden, aber dennoch ist sie jedesmal extrem quengelig und motzig und wenn sie mal anfängt zu schreien - aus welchem Grund auch immer - läßt sie sich entweder nur schwer oder gar nicht beruhigen. Ich bin deshalb schon von vielen Treffen mit ihr geflüchtet bzw. gar nicht erst aufgetaucht, wenn ich gemerkt habe, sie hat mal wieder ganz besonders "gute" Laune.
Ich habe mich in der Hoffnung, dass alles besser wird, von Monat zu Monat gehangelt. Alles auf Phasen geschoben, die ja irgendwann mal vorbei sein müssen. In der Hoffnung haben mein Mann und ich auch an eine sehr schnelle erneute Schwangerschaft gewagt.
Leider haben sich meine Hoffnungen nicht erfüllt und Chiara scheint von Tag zu Tag noch schwieriger zu werden.
Seit Wochen bestehen unsere Tage und inzwischen auch die halben Nächte aus einem einzigen Geheule und Gebrülle.
Und nichts scheint zu helfen... Organisch ist alles okay, beim Osteopathen haben wir schon ein halbes Vermögen gelassen, ohne dass wirklich was gefunden wurde oder etwas geholfen hätte.
Und ich bekomme jeden Tag mehr Panik, wie es denn jetzt mit noch einem Kind werden wird. So langsam denke ich, es war ein Fehler, so früh wieder schwanger zu werden. Und bekomme sofort ein schlechtes Gewissen gegenüber unserem Ungeborenen. Und oft denke ich auch, hoffentlich wird es wieder so ein unkompliziertes Baby wie mein Großer und bekomme dann ein schlechtes Gewissen gegenüber Chiara.
Aber ich weiß eben echt nicht mehr weiter!!! #heul
Werde ich das wirklich alles schaffen können???

Beitrag von steppi75 05.05.10 - 13:39 Uhr

hallo...lass dich erstmal #liebdrueck....ich kann dich sehr gut verstehen, meine tochter leonie( 2,5j) war auch seeehr anstrengend und hat viel geschrien. sie hat immer den eindruck gemacht, dass sie unzufrieden sei. aber je älter sie wurde und je mehr sie konnte ( krabbeln, laufen und mittlerweile sehr gut sprechen) ist sie komplett anders. sie redet von morgens bis abends ohne pause und ,klingt vielleicht doof, ich glaube sie hatte schon immer diesen drang sich mitzuteilen nur konnte sie das ja noch nicht und ich glaube das hat sie so unzufrieden gemacht! ( meine theorie)
ich denke, dass sich aber auch deine unruhe und angst ( hoffentlich schreit sie gleich nicht wieder!) auf dein kind überträgt und sie das merkt.
es hört sich so an, als wenn es dir den anderen leuten gegenüber unangenehm ist, dass sie schreit. und mit dieser angst gehst du wahrscheinlich zu jedem kurs, treffen, veranstaltung usw. dein kind weint nunmal viel...na und? lass dich nicht durch andere verunsichern oder such die schuld nicht bei dir...lässt sie sich denn auch nicht beruhigen,wenn du sie auf den arm nimmst?
es wird irgendwann besser...:-)
lg steffi

Beitrag von lissi83 05.05.10 - 13:42 Uhr

Hallo du!

Das ist ja schade, dass es so bei euch läuft und du sogar schon Treffen und Kontakte deshalb meidest!
Aber schon mal sehr gut, dass sie körperlich gesund ist!

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es irgndwann mal so angefangen hat und ihr mittlerweile in einem "Teufels"Kreis angekommen seit, wo ihr euch gegeseitig noch weiter hochschaukelt!

Du bist ja sicher schon nervös, wenn du nur daran denkst, das Haus zu verlassen und irgendwo hinzugehen! Auf deine Gefühle und Signale reagiert natürlich deine Tochter und dann ist es kaum vermeidbar, dass eine Kleinigkeit, zu ner riesen Sache wird!

Ist natürlich jetzt schwer, nach Ursachen und Gründen dafür zu Suchen aber eins kann ich dir sagen, dein Kind macht das auf keinen Fall, aus "boshaftigkeit" oder weil es dich ärgern möchte! Ich wollte dir das nur sagen, weil viele Mamas in solchen Situationen denken, dass ihr Kind einfach nur böse sei und Mama ärgern will! Das ist aber nicht so! Entwicklungstechnisch, sind sie dazu garnicht in der Lage in dem Alter!

Deine kleine braucht also deine Unterstützung! Du musst daran denke: Ihr geht es in solchen Momenten und Situationen auch nicht gut!

Ich würde vielleicht mal in Erwägung ziehen, zu einem Kinderpsychologen zu gehen! Das hört sich erstmal komisch an aber du brauchst dir keine Sorgen machen! Ein Psychologe oder Sozialpädagoge kann manchmal mehr sehen, als die Eltern, Freunde und Verwandte!

Vieleicht sprichst du mal euren Kia drauf an!
Du hast ja laut VK noch ein wenig Zeit bis das Baby kommt!
Vielleicht überlegt ihr auch mal, eure Tochter dann, ein paar Stunden am Vormittag in den Kiga zu bringen! Vielleicht tut ihr das dann auch gut!

Wünsche euch alles Gute! Wird schon werden!

lg

Beitrag von holyqueen 05.05.10 - 13:45 Uhr

Hallo!
Erstmal#liebdrueck..ich kann sehr gut nachvollziehen wie du dich fühlst!Ich habe 3Kinder-Ben 7Jahre,Kellis 4Jahre und Sky 9Monate alt!
Unser Ben war auch immer ein sehr sehr schwieriges Kind!Er hat mir all meine Kräfte geraubt und trotz alldem kam dann unsere Tochter!Ich habe auch gezweifelt,aber ich habe mir echt gedacht"Schlimmer als Ben kann kein Baby sein"Ich weiss,das ist hart aber es hat mir die Angst genommen!:-)
Nun wissen wir aber warum Ben immer anders und komplizierter war!
Unsere Tochter ist auch eine kleine Oberzicke!Im moment verbringt sie die Zeit nur mit motzen,meckern und Mama auf die Palme bringen....aber irgendwie prallt es an mir ab:-p..weil ich mich stark fühle!!!
Nach meiner 2.Geburt habe ich einen harten Rückschlag erlitten,es ging mir wirklich sehr sehr schlecht!Ich musste mir professionelle Hilfe holen und dadurch ging es mir langsam besser!Ich habe immer an mir gezweifelt ob ich eine gute Mutter bin....:-(Doch meine Therapeutin holte mich da raus!
Ich hätte nie gedacht das ich nochmal ein 3.kIND bekomme,aber wie Du siehst haben wir nun eins!Und ich bin so stolz auf mich!
Zweifel nicht an Dir!!!!#herzlich
Es gibt familienhebammen die du nach der Geburt in Anspruch nehmen kannst für 1Jahr,das übernimmt die Krankenkasse!Die Unterstützen Dich!
Die spielen mit den anderen Kindern,stehen dir für Deine Probleme zur Seite und entlasten Dich!
Fühle dich von mir umarmt!!!
LG Yvi#herzlich

Beitrag von anni66 05.05.10 - 15:55 Uhr

Hallo,

kommt mir irgendwie bekannt vor. Meine Freundin (selbst Hebamme)hat eine fast 2 jährige Tochter.
Ihr Verhalten kam dem deiner Tochter sehr nah. Jeder (Arzt, andere Hebis, Freunde) haben immer geasgt, das gibts sich. Organisch angeblich alles iO. Osteopath hat auch nix festsstellen können.
Sie selbst hat KISS Syndrom vermutet, aber es wurde vom Arzt bzw. Osteopathen nicht bestätigt.
In ihrer Verzweiflung ist sie dann nach Hannover in die KInderklinik gefahren, die hatten dort einen Arzt der auf KISS spezielisiert war.
Der hat das Kind nur angeguckt und diese Diagnose gestellt. (dieses Syndrom wird oft nur belächelt und ist wohl wissentschaftlich nicht zu rechtfertigen).

ABER ... das Kind meiner Freundin wurde entsprechend behandelt (konnte schlecht krabbeln und laufen, sprechen,etc.) Seit einiger Zeit ist sie toatl entspannt, kein Geschrei, ruhige Nächte, ein normales gesundes Kind eben...
Google mal nach KISS
http://www.finderboerse.de/kiss_syndrom.html

Liebe Grüße
Anni