Nachnamen des Kindes nachträglich ändern?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von wind-prinzessin 05.05.10 - 13:31 Uhr

Hallo,

ich weiß, dass es gleich herbe Kritik hagelt, aber ich frag trotzdem mal nach.

Und zwar haben mein Freund und ich uns geeinigt, dass das Kind wahrscheinlich seinen Nachnamen bekommen soll. Bald steht auch die Vaterschaftsfeststellung beim JA an. Kann man da schon den Namen bekannt geben? Und wenn, könnte man das noch ändern? Der Vorname kann ja meines Wissens noch 4 oder 6 Wochen später geändert werden. Gilt das auch für den Nachnamen?

Ich bin nicht für einmal hü, einmal hott, aber informieren kann ja nicht schaden. Vielleicht entscheiden wir uns ja bis zur Geburt noch für einen anderen Vornamen, der dann besser zu meinem Nachnamen passen würde

Beitrag von sranda76 05.05.10 - 13:49 Uhr

Hallo

Den Nachnamen kannst du nicht einfach mal so ändern lassen. Ich mußte damals beim Jugendamt schriftlich und auch mündlich erklären, warum , weshalb ich den Nachnamen ändern lassen möchte, und da wir auch noch das gemeinsame Sorgerecht hatten, brauchte ich die Zustimmung des Kindesvaters. Bei uns hat das ganze 1 Jahr gedauert, bis mein Sohn dann meinen Nachnamen trug.

Gruß
Sandra

Beitrag von wind-prinzessin 05.05.10 - 13:55 Uhr

Oha, danke für die Antwort. Dann werden wir uns das besonders gut überlegen müssen. Bin ja eigentlich dafür, dass das Kind den Namen des Vaters bekommt, weil ich meinen Namen auch am liebsten loswerden würde. Ich finde ihn schlichtweg blöd. Ist nichts peinliches, aber im Klang einfach wenig ästhetisch.

Beitrag von sranda76 05.05.10 - 14:36 Uhr

Ja überlege es dir gut, ob du diesen Schritt machst. Ich würde das nie mehr so machen. Gott sei dank, konnte ich den Nachnamen ändern lassen und wenn man Pech hat, wird es sogar richtig teuer. Doch ich hatte Glück und brauchte nur 20 Euro bezahlen.

L.g.
Sandra

Beitrag von hedda.gabler 05.05.10 - 15:52 Uhr

Hallo.

Ich würde dem Kind immer erst einmal meinen Namen geben ... wenn Ihr heiratet könnt Ihr beide problemlos den Namen Deines Freundes annehmen ... und solltet Ihr Euch trennen, bevor Ihr geheiratet habt, wirst Du froh sein, wenn es keine Probleme mit dem Namen gibt.

Genauso würde ich es übrigens auch in Sachen Sorgerecht machen ... bis zur Heirat hast Du die alleinige Sorge.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von kruemel87 05.05.10 - 22:48 Uhr

"Genauso würde ich es übrigens auch in Sachen Sorgerecht machen ... bis zur Heirat hast Du die alleinige Sorge."

Darf ich fragen, warum du das so siehst?
Warum wird vom Vater verlangt, dass er sich um den Nachwuchs kümmert, ggf. Unterhalt zahlt, usw., aber das halbe Sorgerecht darf er nicht bekommen?

Was, wenn ein unverheiratetes Paar Kinder hat und vielleicht nie heiratet?

Außerdem kann doch gut und gerne nach einer Trennung auch der Vater derjenige sein, bei dem die Kinder bleiben...

Gruß
krümel

Beitrag von hedda.gabler 05.05.10 - 22:53 Uhr

>>> Darf ich fragen, warum du das so siehst? <<<

Weil mach nach Trennungen schon Pferde vor Apotheken hat kotzen sehen ...

Beitrag von kruemel87 05.05.10 - 23:06 Uhr

Und wenn hier ein werdender Vater schreibt, er will sich um sein Kind kümmern (und dafür auch offiziell das Sorgerecht), bekommt aber kein Sorgerecht? Find ich schon sehr unfair, erstmal jedem zu unterstellen, er würde sich nach einer Trennung 1. nicht ums Kind kümmern und 2. querstellen, wenn´s um Dinge geht, für die seine Unterschrift benötigt wird.

Beitrag von magnoliagarden 05.05.10 - 19:39 Uhr

Hallo,
schliesse mich Hedda an. Zusätzlich gebe ich noch zu bedenken, dass das Einverständnis des Kindsvaters IMMER die Voraussetzung ist, solltest Du es -im Falle einer dauerhaften Trennung- entbehren müssen, wirst Du eine Namensänderung nicht durchführen können (Urteile gehen bis zum Verfassungsgericht).
Grüße, Magnolia

Beitrag von mausi1086 05.05.10 - 20:08 Uhr

Mein Exfreund und ich haben uns damals auch auf das gemeinsame Sorgerecht und den Nachnamen meines Ex geeinigt. Wir waren uns damals sicher, dass wir irgendwann mal heiraten wollen. Nach der Trennung gab es auch keine Probleme wg. dem Sorgerecht. Aber die Sache mit dem Nachnamen ist irgendwie blöd. Jedes Mal beim Arzt werde ich mit dem Nachnamen meines Kindes aufgerufen oder auch so werde ich oft mit dem falschen Nachnamen angesprochen. Das ist zwar nur ne banale Sache, stört mich aber trotzdem manchmal. Viel schlimmer finde ich allerdings die Tatsache, dass mein Ex einer Namensänderung im Falle einer Heirat meinerseits zustimmen müsste. Ich würde es auf jeden Fall wollen, dass mein Sohn irgendwann mal denselben Familiennamen hat wie alle anderen.
Überleg es dir also gut, so einfach ist das nämlich nicht! Und immer auch an die Zukunft denken!

LG
mausi1086