Familienbett?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von durcheinander80 05.05.10 - 14:32 Uhr

Weiß nicht, ob es hier das richtige Forum ist, aber erstmal zur Situation:

meine Freundin ist Mama eines knapp über 2 Jahre alten Kindes, seitdem der Kleine auf der Welt ist, gehen sie und ihr Mann nicht mehr miteinander aus.
Das finde ich sehr schade, denn eine Partnerschaft sollte meiner Meinung nach gepflegt werden und aus Kommentaren ihres Mannes schließe ich daraus, dass er zwar sehr gerne Papa ist, es ist sehr schön ihn mit dem Kleinen zu beobachten, wie er mit ihm spielt und umgeht, aber beide sind auch Partner und sollten das nicht ganz so außen vor lassen...manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass sie eine "Übermama" geworden ist, wenn ich überlege, was ich ihr zum Geburtstag schenken könnte, dann steh ich da und es fallen mir nur Spielsachen oder ähnliches ein, sie treibt kein Hobby, sie hat kaum andere Interessen und ist mittlerweile wie das sprichwörtliche "Heimchen am Herd".

Als Patentante hab ich natürlich angeboten, dass ich auf den kleinen mal aufpasse, damit die beiden sich einen schönen Abend machen können.
Das fände ich vor allem deshalb wichtig, da Kind Nr.2 im Anmarsch ist, und wenn sie ins Krankenhaus müssen, soll ich auf den Kleinen aufpassen.
Ich fände es also gut und vor allem sehr schön, wenn ich seine Einschlafrituale kennen würde und damit er sich auch an mich etwas mehr gewöhnen könnte.
Auch für die Zeit danach, wenn das Baby dann da ist, er fängt jetzt schon mit ein paar Eifersüchteleien an, wenn man ihn fragt, was da in Mamas Bauch wächst.

Nun kam bei alldem raus, dass er bis auf den Mittagsschlaf eigentlich noch ständig bei den Eltern mit ihm Zimmer, teilweise im Bett schläft.
Wenn ein Kind krank ist, finde ich, dass das überhaupt kein Problem darstellt, aber gerade weil jetzt noch ein weiteres Baby bald kommt, und er seinen Platz an Mamas Seite dann räumen muss, fände ich es sehr wichtig, dass er langsam und liebevoll an sein eigenes Bett und Zimmer gewöhnt wird.

Ich habe selbst noch keine Kinder, deshalb an euch die Frage, ob ich mit meiner Meinung so alleine dastehe?
Denn die einzig weiteren Ansprechpartner meiner Freundin sind Hebammen, die mir entschieden zu "alternativ" drauf sind und teilweise sehr "verklärt" wirken, sprich die tatsächliche Situation bei ihr zu Hause nicht ganz so wahrnehmen und einbeziehen...

Beitrag von s30480 05.05.10 - 14:43 Uhr

Hi, also dass du und der Kleine euch aneinander gewöhnen solltet bevor das Baby kommt ist eine sehr gute Idee. Das solltest du vielleicht nochmal so anbringen, am besten du bringst gleich Kinokarten für die Eltern mit ;-)
Zum Thema Familienbett, das ist eine Sache die jede Familie anders handhabt. Bei uns gabs eigentlich nie ein Familienbett, aber immer wieder kleine Wanderer in der Nacht, mal wochenlang keine Kinder im Bett und dann wieder Tage am Stück. Als unser Kleine geboren wurde wars def. so dass er bis er knapp 2 Jahre war eigentlich nie bei uns geschlafen hat, dafür der Große, denn er ist sehr oft in der Nacht gekommen. Jetzt kommt der Große (6) gar nicht mehr, dafür der Kleine (4) ab und zu mal.
Ich glaub, da muss jeder selber damit zu recht kommen...
LG Sandra

Beitrag von hanni123 05.05.10 - 14:52 Uhr

Huhu,

Wer sagt denn, dass er das Bett dann räumen muss? Ich habe Freunde, da schlafen alle vier zusammen in einem Bett und es klappt wunderbar... Die Tochter ist 3, der Sohn ist 1 Jahr alt. Ich habe den Eindruck, es ist für sie eine gute Lösung. Jeder so, wie er es möchte.

Als ich noch kein Kind hatte, bin ich zwar durchaus gerne ausgegangen, aber auch nicht jede Woche. Jetzt mit Kind bin ich echt froh, wenn ich abends in Ruhe auf dem Sofa sitzen kann, da brauche ich nicht noch den Stress mit Weggehen etc. Gerade in den ersten beiden Jahren hatte ich auch wirklich keine Lust auf zusätzliche Unternehmungen, sondern eher auf Erholung.

Mein Sohn ist jetzt 3,5 Jahre alt und ich mache zwar wieder regelmässig Sport, aber ich muss mich auch heute noch jede Woche dazu aufraffen und motivieren. Mein Sofa lacht mich nach einem Arbeitstag und Kinderbespassung dann doch sehr verlockend an. ;-)

Aber frag Deine Freundin doch einfach mal, ob sie Lust hat, mit *Dir* abends etwas zu unternehmen (dann kann ja der Papa das Kind ins Bett bringen), und dann kannst Du sie ja auch mal von Frau zu Frau fragen, ob ihr nebem dem Kind etwas fehlt.

Das Partnerschaftliche muss ja nicht immer nur im Bett stattfinden, und damit meine ich jetzt nicht nur das eine ;-), sondern dass eine Beziehung auch darin gestärkt wird, wenn man auf den anderen Rücksicht nimmt, aufmerksam ist, mal eine Kleinigkeit mitbringt, abends auf dem Sofa kuschelt,...

LG

Hanna

Beitrag von sternenzauber24 05.05.10 - 14:57 Uhr

Hallo,

Lass sie doch, meine Tochter schläft mit fast 2 auch im Ehebett, und ein anderer könnte nicht aufpassen, das wäre eigentlich unmöglich.
Ich genieße es, solange ich noch kann, Hobbies kann man immer pflegen, aber klein sind Kinder nur einmal..
Das hat mit dem Baby auch nichts zu tun, das kann man alles unter einen Hut bekommen.
Wenn meine Familie käme, das ich meine Tochter umgewöhnen soll, würde ich fragen ob sie nichts anderes zu tun hätten.. #gruebel

LG, Julia

Beitrag von durcheinander80 05.05.10 - 15:15 Uhr

"Lass sie doch, meine Tochter schläft mit fast 2 auch im Ehebett, und ein anderer könnte nicht aufpassen, das wäre eigentlich unmöglich. "

Genau darin sehe ich ja das Problem, ich werde den Kleinen sicherlich nicht abends betreuen und ins Bett bringen können.
Seine Einschlafzeit ist immer zwischen 19 und 20 Uhr, also genau zu der Zeit, wenn man mal essen geht oder ins kino...er ist gewohnt, dass die Mama immer eine halbe Stunde daneben liegt.
Ich finde es gut, richtig und schön, wenn man mit seinen Kindern liebevoll umgeht, aber auf der einen Seite tut sie alles, wirklich alles für ihre Kinder und vergisst sich und auch ihren Mann! dabei völlig, und auf der anderen Seite klammert sie heftigst, wenn er dann sagt, dass er abends mal! (nicht jeden Abend) mit einem Kumpel zum Sport oder in die Kneipe möchte.
Sie lässt ihn meines Erachtens teilweise gar nicht mehr atmen und erwartet von ihm das absolute Aufgeben der eigenen Person wie sie es bei sich macht, was ich nciht für gesund und richtig halte.

Ich hätte insgesamt nicht das Thema hier angesprochen, wenn ich nicht das dumpfe Gefühl hätte, dass die beiden zu abgeschottet leben würden.
Es kann durchaus schön sein, wenn man "wildere Zeiten" hatte, dass man sich nun auf die Familie konzentriert.
Aber hier ist es eher so, dass sie gar nicht mehr am Leben teilnehmen.
Das macht mich traurig und hier bin ich eben auch alarmiert.

Beitrag von binnurich 05.05.10 - 15:19 Uhr

leidest du oder leiden sie?

Beitrag von durcheinander80 05.05.10 - 15:26 Uhr

Ich verstehe, dass du das fragst.

Wenn ich einen glücklichen Eindruck hätte, würde ich behaupten, cool, so mach ich das auch mal wenn ich ein Kind habe.
Nachdem sie aber ständig streiten, auch wenn ich da bin, ihr Mann auch bereits mit mir mal gesprochen hat, auch sie mit mir, WEISS ich, dass SIE leiden!
Aber anstatt mal an den allgemeinen Umständen zu kratzen, schiebt es der eine nur auf den anderen.
Und ganz ehrlich: JEDE Mama genießt doch auch mal ein paar Minütchen für sich, das möchte sie auch, nur lässt sie es nicht zu....

Beitrag von binnurich 05.05.10 - 15:31 Uhr

klar... dazu habe ich mich als Antwort auf deinen Tread schon ausfühlich ausgelassen

nur nochmal: das Familienbett allein ist nicht Schuld
meine Tochter konnte übrigens sehr gut unterscheiden zwischen Familienbett zu Hause und auswärts übernachten. Wenn du als Bezugsperson akzeptiert bist, kann das Kind sicher auch bei dir übernachten. Du wirst es dann ins Bett bringen müssen und vielleicht will es bei dir mit im Bett schlafen, aber das dürfte für dich eigentlich auch nicht so schlimm sein ;-) machst du doch gern

Beitrag von sternenzauber24 05.05.10 - 16:01 Uhr

Jetzt wirft es schon ein anderes Licht auf die Situation.
Bei mir wäre die Schwierigkeit, das ich noch Stille, da könnte erstmal noch keiner aufpassen zum Abend.
Aber in Eurem Fall, nun gut wenn der Mann leidet verstehe ich Dein vorhaben.
Aber ich weiß ja nicht ob sie das ändern möchten, ich denke mehr als mit ihr sprechen kannst du nicht machen.
Also mein Mann trifft sich auch mit Kumpels und Arbeitskollegen, das gehört doch auch dazu.
Aber gut, da muß ich auch sagen, warum macht der Mann das so mit?

Beitrag von ayshe 05.05.10 - 17:27 Uhr

##
ich werde den Kleinen sicherlich nicht abends betreuen und ins Bett bringen können.
##
nicht unbedingt.
meine tochter kam zb mit 17 monaten als stillkind und FBler in die kita.
sie hat dort mittags auch geschlafen.

zum rest weiß ich auch nicht.
also mit baby und kleinkind ändert sich schon einiges.
wir hatten zb unsere absolute sturm- und drangzeit vorher.
später haben wir die kleine einfahc mit zu partys genommen, wenn sie einschlief, lag sie eben irgendwo im abgelenem raum mit babyphon.
aber der mann hier scheint ja vllt wirklich recht eingeengt zu werden.

Beitrag von jazzbassist 05.05.10 - 15:02 Uhr

Also für die kindliche Entwicklung ist es egal, ob ein Kind in einem eigenen Bett schläft oder im elternlichen Ehebett. Statistisch gesehen würde ein Kind dann etwa zur Einschulung "selbstständiger" werden wollen und lernt dann das eigene Bett schätzen. Also selbstständig i.S.v. einfach mal noch ein paar Minuten abends mit der Taschenlampe unter der Bettdecke rumgeistern. Oder mal gucken, was passiert, wenn man das Schreibtischlicht anschaltet und noch ein bisschen spielt, obwohl man eigentlich schlafen sollte. Es sollte natürlich keine Nachteile auf dem Schlaf der Eltern/Kinder haben. Schnarchende Väter oder Kinder, die beim Schlafen rumturnen, können dann natürlich kontraproduktiv sein.

In wie weit das gut für eine Beziehnung ist, kommt sicherlich auf das jeweilige Paar an. Meine Frau und ich hätten sicherlich auch andere Gelegenheiten gefunden, mal etwas intimer werden zu können. Ich denke, dass kann nur ein Paar selbst bestimmen.

Grundsätzlich gebe ich Ihnen aber Recht; ich finde es auch sehr wichtig, wenn ein Paar noch ein Leben neben dem Kind hat. Ich fand es immer sehr schön, Abends alleine etwas mit meiner Frau zu unternehmen; und wenn man einfach mal 2 Stunden gemeinsam Essen ging. Meine Schwägerin oder mein Bruder hatten während der Zeit immer auf unseren Sprössling aufgepasst - als er etwas älter (5-6) war, hat meine Nichte (damals ~12) öfters mal den Babysitter für uns gespielt. Bei einem 11-Jährigen ist das mittlerweile alles umproblematischer :-p

Als Geburtstagsgeschenk würde ich es einfach mal mit 2 Theaterkarten (oder was denen sonst Spass macht) und einen Patentante-Babysitter-Gutschein versuchen.

Beitrag von binnurich 05.05.10 - 15:06 Uhr

Wer sagt, dass bei der Ankunft von Nummer 2 die Nummer 1 weichen muss?

Thema Familienbett sollte jeder für sich selbst klären.
Kritisch dürfte es dann werden, wenn die Kinder die ersten Partner haben ;-)
Ich habe immer gesagt, ihren Freund darf meine Tochter nicht mit in mein Bett bringen, bis dahin darf sie gern zu mir kommen.

Häng dich nicht rein, vor allem, wenn du es noch nicht von dir selbst kennst.

Früher hätte ich vielleicht auch deine Meinung vertreten. Aber jedes Kind ist anders und die Eltern sind es auch.
Meine Tochter wollte im ersten Lebensjahr alle 2-3 Stunden gestillt werden, auch nachts. Im Familienbett kein Problem.
Meine Tochter hat die ersten 3,5 Jahre ihres Lebens nicht durchgeschlafen - im Familienbett kein Problem, da konnt ich sie schnell zum weiterschlafen bewegen.
Phasenweise hat meine Tochter mal in ihrem Zimmer geschlafen - war aber selten.
Ich habe gemerkt, dass sie sich bei uns einfach wohler fühlt.
Irgendwann konnte sie das selbst auch in Worte fassen: "Aber Mama, du hast doch auch Papa im Zimmer. Warum muss ich allein bleiben?" - ja warum eigentllich, hat sie doch auch wieder recht. Nur weil man das heute eben so mach?!?!? als Zeichen "guter" (?) Erziehung?

Seit meine Tochter 4 geworden ist, schläft sie häufiger in ihrem Zimmer. Sioe mag aber trotzdem noch am liebsten in den Schlaf gestreichelt werden. Ich weiß, sie kann allein schlafen - aber muss sie?
Verwöhne ich mein Kind mit Nähe und Liebe?

Diese "anscheinend zu alternativen" Hebammen, haben ihr vielleicht beigebracht, das ein liebevoller normaler Umgang mit dem Kind völlig in Ordnung ist.
Wenn deine Freundin es so in Ordnung findet ist das völlig richtig. Nicht richtig wäre es, wenn sie darunter leiden würde, wenn es sie selbst stören würde.

Das gleiche ist es mit dem Weggehen.
Ich für mich kann sagen: klar war früher das weggehen schön, ich genieße es auch zunehmend wieder. Aber in der Zeit, wo ich ein Kleinkind zu Hause hatte, war es ganz in Ordnung, nicht allein wegzugehen oder allein wegzufahren. Diese Zeit, wo die Kinder klein sind und einen brauchen ist schnell vorbei. Dann kann ich mich auch wieder allein austoben

Beitrag von ayshe 05.05.10 - 17:23 Uhr

hallo,

weißt du, bevor ich mutter wurde, dachte ich wirklich, mein kind sollte von anfang an im eigenen bett schlafen ;-)

kaum war sie da, schlief sie schon die eine nacht im KH in meinem bett.
es wurden 4,5 jahre familienbett daraus.

für mich hatte es viele vorteile, für die kleine auch.
ich weiß nicht, ob ich das jetzt alles beschreiben soll.

zur eigentlichen frage,
ich finde es völlig okay und auch normal.
im ganzen freundeskreis gibt oder gab es FBs.
irgendwann ziehen die kinder einfach in ihr zimmer und gut.
sie nabeln sich ab, wenn sie so weit sind.

und meine tochter hat auch mit gerade 4 zum erstenmal im kiga übernachtet, wolte sie so, trotz FB.
und sie hat dann kein schlaffest mehr ausgelassen.

lg
ayshe

Beitrag von perserkater 05.05.10 - 18:20 Uhr

Hallo

Wenn eine andere Situation da ist, sprich Mama ist nicht da, akzeptieren Kinder auch andere Regeln bzw. Rituale. Gut, 2 ist noch sehr jung und mein Sohn hätte ich noch nicht über Nacht einer anderen Person überlassen können/wollen. Ich schlage dir vor, einige Abende mit bei dem zu Bett gehen dabei zu sein. So siehst du wie es abläuft und kannst dich besser auf den Kleinen einstellen.

Ansonsten hast du Vorurteile, für jemand ohne Kinder aber nicht ungewöhnlich. Vor der Geburt meines Sohnes hatte ich ähnliche Gedanken wie du. Dann war dieses kleine Menschenbündel und nie hätte ich ihn nachts von mir weg legen können. Ich habe mich übers co-sleeping informiert und anders als z.B. jazzbasist bin ich der Meinung, dass zusammen schlafen sehr wohl die kindliche Entwicklung positiv beeinflusst.
Mein Sohn schlief dann knapp 3 Jahre in unser Bett, auch als seine Schwester geboren wurde. Und gerade da, brauchen kleine Kinder Beständigkeit. Ihn kurz vor der Geburt auszuquatieren schnürt erst Recht Eifersucht. Den Platz an Mamas Seite muss kein Kind räumen. Es muss nur etwas Platz machen.;-)
Bedenke, er ist erst 2. Das ist ein sehr sensibles Alter. Er darf Eifersüchtig sein, er kann tatsächlich noch nicht einschätzen was da passieren wird. Er kann völlig überfordert werden mit der Situation. Da braucht er viel Verständnis und Empathie. Du als Patentante kannst ihm beistehen, wenn Mama mit dem Baby beschäftigt ist gehst du mit ihm raus auf dem Spielplatz und er darf sich beweisen wie groß er schon ist. Zeig ihm was er schon alles kann, er soll stolz auf sich sein. Da kannst du ihm positiv beeinflussen. Somit schwindet eventuell die Eifersucht wenn er merkt, Mama ist vielleicht nicht mehr so viel für mich da aber mit anderen kann ich dafür schon viel unternehmen weil ich ja groß bin.

Und zur Mama, nimm sie mit zum shoppen oder biete deine Babysitterdienste an so lange das Baby noch im Bauch ist. So kannst du für den Ernstfall üben und das Paar hat ein paar Stunden für sich.
Mach ihr keine Vorwürfe, man verändert sich mit Kind ganz einfach. Für Außenstehende wirkt es sicher etwas seltsam aber ein gewisse Veränderung gehört dazu.

LG

Beitrag von snoopster 05.05.10 - 19:16 Uhr

Hallo,

ich verstehe ja, dass sich der MAnn unglücklich fühlt,a ber kann er denn nciht mal alleine weggehen?? Wenn sowieso nur sie das Kind betreuen kann, dann spricht doch nix dagegen??

Ich finde das FB ist kein Grund dafür, dass sie so klammert, und auch zwei Kinder können durchaus im FB Platz finden.

Mit meinem Mann war ich das erste Mal zusammen aus, als die Große etwa 18 Monate alt war (er war davor aber schon alleine aus), und als sie 20 Monate war, war schon Nr. 2 da. Wir hatten auch ein FB, aber trotzdem hat die Oma aufpassen können. Wir waren im Kino, und ich wußte, dass sie betreut wird. Ob sie schläft war mir dabei nebenrangig, ich wollte nur, dass jemand da ist, und sie nicht weinen muss, was bei der Oma garantiert war. Das erste Mal als wir weg waren, haben wir sie dann auch abends spielend im Wohnzimmer aufgefunden, sie war total happy.
Inzwischen gehen wir auch wieder weg, die Kinder sind 3J und 16 Monate, und wir hatten abends noch nie Probleme, wenn andere da waren. Sie schlafen eben dann erst spät ein, oder auf der Couch, oder sonst wo, aber es gab nie Geheule von Seiten der Kinder, und das ist das wichtigste.

Ich finde, Du solltest den Kleinen schon an Dich gewöhnen, probiert doch mal, dass Du nachmittags was mit ihm machst, dann können die Eltern am Wochenende wenigstens mal bummeln, oder nen Kaffeetrinken, während Du ihn bespielst.

Meine Große ist gerade eine Woche vor ihrem dritten Geburtstag freiwillig aus unserem Bett ausgezogen, nur zur Info.

LG Karin

Beitrag von katjafloh 05.05.10 - 20:14 Uhr

Wieso geht jeder davon aus, das man Abends was unternehmen muß, wenn man Kinder hat. Ich bin Abends müde und wir waren auch schon seid Jahren nicht mehr aus. Einfach kein Interesse. Die Interessen ändern sich nunmal. Die Prioritäten werden anders gesetzt.

Wenn wir was alleine unternehmen wollen, dann gehen wir 16/17/18 Uhr Abendessen oder ins Kino. Da kann prima die Oma auf die Kinder aufpassen.

Unsere Kleine ist auch 2 jahre alt und schläft mit uns im Familienbett. Ganz einfach, weil sie da durch schläft und wir somit auch unseren Schlaf finden. Wenn sie in ihrem Bett schläft ist sie alle Std. auf und schreit nach mir. Da ist das Familienbett die bessere Alternative. Übrigens könnte sie auch kein anderer außer mir ins Bett bringen.

Mit der Geburt des 2. Kindes sehe ich da auch kein Problem. Mein Mann war zwar bei der GEburt dabei, aber Abends ist er immer Heim gegangen um mit dem Großen Abendbrot zu essen und ihn ins Bett zu bringen. Die Oma mußte ihn also nur Tagsüber beaufsichtigen. Danach ging mein Mann ja eh wieder arbeiten, danach mich im KH besuchen mit dem großen und Abend mit dem Großen wieder heim. Also die Betreuung wäre nicht über Nacht, wenn das Baby deiner Freundin kommt. Denn da ist ja der Papa da.

LG Katja


Beitrag von drele74 05.05.10 - 20:47 Uhr

Mein Zahnarzt hat mittlerweile vier Wunschkinder, und da ist bisher nur der älteste Sohn in sein eigenes Bett gezogen. Alle anderen schlafen im extra angefertigten RIESEN-Familienbett.

Finde nix dabei. Im Gegenteil eine Familie gehört zusammen. (Wenn alle damit einverstanden sind)

Meine Tochter Emma - 13 Monate - schläft auch noch bei uns im Bett. ISt ehrlich gesagt soooo schön wenn man morgens von einem Kinderlächeln geweckt wird.

Dass Du gerne mal Babysitter spielen willst finde ich schön, und richtig. Aber vielleicht fällts der Mama leichter, wenn Du ihnen tagsüber mal ein "paar Stunden schenkst". Also schick sie zum Wellnessen oder sowas und mach Dir nen schönen Nachmittag mit Deinem Patenkind.

Lieben Gruss Andrea

Beitrag von rmwib 05.05.10 - 20:51 Uhr

Von mir herzlichen Glückwunsch zum Kinderlos-Beitrag-des-Monats. Und dabei hat er gerade erst angefangen. Bin mir aber sicher, der ist kaum zu toppen. Nach dem 1. Drittel vom oberen Absatz hab ich gedacht, die hat bestimmt selber keinen Plan wie das Leben mit Kind/Kindern ist, weil sie selbst keine hat...

... und ironischerweise klärte sich das unten dann genau SO auf #rofl#rofl#rofl

Musste echt lachen gerade.

Und zum Thema, will ja nicht nur stänkern #schein :

1. geht Dich das gar nix an, da muss jede Familie ihren eigenen Weg finden.

2. finde ich es kein Stück ungewöhnlich, dass 2 Jährige im Elternbett schlafen, ausgehend von meinem eigenen Umfeld und meiner Erfahrung mit meinem eigenen am-Liebsten-bei-Mama-Schläfer. Außerdem wird man selber auch schlafbequem mit der Zeit und macht genau das wobei das Kind am Ruhigsten und Längsten schläft. Ist bei uns auch bei uns und bevor ich nachts große Wanderungen ansteuere und morgens aussehe wie vom Bus überfahren.... nöööööö muss ich nicht.

Aber wie sich das ganze mit dem Schlaf anfühlt lernst Du, wenn Du mal ein Kind hast. Und auch wie man sich abends fühlt, wenn das Kind schläft.

Ich war früher ne totale Partymaus. Ich bin abends so platt, dass ich froh bin, wenn ich meine Ruhe habe. Ich genieße einfach nur die Ruhe, sitzen oder liegen zu können und einfach nur ein bissel was zu lesen, fernzusehen oder im Netz zu daddeln wenn ich Zeit habe. Oft arbeite ich abends am PC wenn der Kurze schläft.
Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen.

Lass Deine Freundin in Ruhe mit Deinen Gedanken. Anregungen diesbezüglich kannst Du Dir zwar ausdenken, stehen Dir aber aus Deiner Position heraus einfach mal gar nicht zu, Du lebst nicht in der Familie...

Liebe Grüße

Beitrag von ghost_mouse 05.05.10 - 22:00 Uhr

#pro Bin genau Deiner Meinung, hätte es nicht besser ausdrücken können!!!

LG
Katja

Beitrag von monab1978 05.05.10 - 21:35 Uhr

1.So am Arsch kann die Partnerschaft nicht sein, zumindest ist ein 2. Kind unterwegs #schein

2.Wir schlafen gerne alle in einem Bett... und wir finden das durchaus normal

3.Unsere Idee von einem "schönen Abend" schliesst die Anwesenheit unserer Kinder nicht aus!

lg
mona

Beitrag von nisivogel2604 05.05.10 - 21:36 Uhr

Wie intensiv ist der Kontakt deiner Freundin zu den Hebammen? Hebammen haben oft schon einen sehr guten Blick dafür was der Familie gut tut und was nicht und da ist es dann auch uninteressant was die Norm dazu meint.

Meine Tochter hat mit 3 noch im Familienbett geschlafen, mein Sohn bis er 2 war. Nun ist die kleine Schwester 4 Monate alt und schläft ebenfalls im Familienbett. Die beiden großen sind ganz freiwillig und ohne Probleme ausgezogen und es gab auch keine eifersüchteleien was das Baby anbelangt. Ich war mit meinem Mann 4 jahre nicht mehr aus (also seit der Geburt unserer ersten Tochter) Es ist schade, ja, aber die Partnerschaft können wir auch zu Hause pflegen.

Ich habe allerdings ein Hobby, genau wie mein Mann und wir tun somit beide etwas für uns.

Ich denke solange deine Freundin und ihr Mann sich mit Kind im Bett wohl fühlen gibt es keinen Grund das zu ändern.

lg

Beitrag von jeremiaskilian 05.05.10 - 22:49 Uhr

Hmmmm... ich denke auch: Erstmal selber Kinder bekommen!;-)

Ich finde deine Freundin total normal! Ich gehe auch selten mal weg, weil ich einfach gar nicht mehr so die große Lust drauf habe! Und wenn, dann lass ich es richtig krachen!#ole

Unsere Partnerschaft hat sich natürlich auch geändert, aber für uns ist das kein Problem. Denke, dass muss ein Paar unter sich klären. Solange es niemandem an irgendwas fehlt, ist doch alles paletti. Was interessiert einen dann die Meinung der Freunde?

Meine Kinder sind 2 und 4 und schlafen auch hin und wieder noch in unserem Bett! Ist doch schööön! Warum darf mein Partner in meinem Bett schlafen, aber mein Kind nicht? #kratz
Die Kinder lieben es und wir auch! Das erste Lebensjahr schliefen sie immer in unserem Bett. Die Gewöhnung ans Eigene war trotzdem kein Problem!


Ich meine das nicht böse, aber tatsächlich kann man als "Nicht-Mama" sich nur schwer in die Situationen hineinversetzen. Ging mir früher nicht anders!
Meine Nachbarin ist nun auch das erste Mal schwanger und hat die "interessantesten" und "wichtigsten" Erziehungsmethoden schon im Kopf. Meint diese auch immer wieder an MEINEN Kindern austesten zu müssen... grrrr. Na die soll mal abwarten!!! Sie versteift sich so auf ihre Ansichten... #gaehn

LG Nadine

Beitrag von silkew1976 05.05.10 - 22:59 Uhr

Hallo!

Wir haben vier Kinder, ein schönes Haus mit einem noch schöneren Garten in dem man wunderbar verweilen kann, vor allem im Sommer, kann man Abends schön draussen sitzen und den Tag ausklingen lassen. Tagsüber bin ich Vollzeitmama, um sieben Uhr geht die Bande ins Bett, danach ist dann Elternzeit. FRüher sind wir gerne ausgegangen, heute sind wir froh wenn wir uns abends nebeneinander auf die Couch kuscheln können. Zärtlichkeiten kann man überall austauschen nicht nur im Bett. Ausgehehn tun wir eher selten, stört uns aber auch nicht. Die Kinder werden so schnell groß, wir genießen einfach die gemeinsame Zeit. Schließlich habe ich mir keine Kinder angeschafft um sie ständig fremd betreuen zu lassen.

Unser Jüngster, fast drei Monate, schläft ständig bei uns im Bett, manchmal kommt auch noch unsere Tochter dazu, meistens dann wenn sie mal schlecht geträumt hat. Wir finden das aber auch nicht schlimm. Schlafen war bei uns nie ein Thema, jeder hat sein eigenes Zimmer und meistens schlafen sie ja auch dort, aber wenn sie das Bedürfnis nach Nähe haben, würden wir unser Kinder nie zurückweisen.

Jeder sollte selbst entscheiden wie das Familienleben stattfindet, da solltest Du Dich raushalten.

liebe Grüße
Silke

Beitrag von taewaka 06.05.10 - 00:07 Uhr

ich finde deine gedanken ziemlich schräg, vor allem, da es deine freundin ist.

vielleicht magst du dich mal in "alternative" literatur einlesen.

du greifst viele belange an, in denen es darum geht, wie sie ihre mutterrolle lebt:
- vernachlässigt die beziehung
- geht seit zwei jahren nicht aus
- übermutter
- heimchen am herd
- kind im familienbett
- nächstes kind kommt und erstgeborenes zeigt schon eifersucht, zeit es an einen neuen platz zu gewöhnen, was sie noch nicht tut
- etc. pp.

es kommt mir eher vor, als wärst du noch nicht ganz in der neuen konstellation angekommen.

dass sie seit zwei jahren abends nicht aus waren, spricht nicht dafür, dass etwas falsch läuft, es könnte auch ein zeichen sein, dass es ihnen gut geht und das "weggehen" aktuell nicht so wichtig ist.
wenn die beiden bereits das zweite kind erwarten, scheint es ihnen mit der familie und dessen planung gut zu gehen und sie sich in der gegebenen form ihr leben zu leben wohl fühlen.

ich würde mir nicht zu sehr unnötige gedanken machen, sondern überlegen wie es dir gelingen kann, der art deiner freundin nicht mehr so kritisch bis ablehnend gegenüber zu stehen und einen perspektivwechsel vorzunehmen. der dir vielleicht ermöglicht zu sehen, wie gut es ihr geht, was sie leistet, dass sie noch ein zweites kind erwartet und dass sie das gut macht, im rahmen ihrer möglichkeiten und ihrer wünsche.
und die können mit deinen ansichten und vorstellungen als kinderlose deutlich divergieren.

zum rest haben die anderen schon viel geschrieben, dem ich mich weitestgehend anschließe :-)

Beitrag von clautsches 06.05.10 - 09:42 Uhr

>>Wenn ein Kind krank ist, finde ich, dass das überhaupt kein Problem darstellt, aber gerade weil jetzt noch ein weiteres Baby bald kommt, und er seinen Platz an Mamas Seite dann räumen muss, fände ich es sehr wichtig, dass er langsam und liebevoll an sein eigenes Bett und Zimmer gewöhnt wird. <<

#kratz

Ich glaube nicht, dass das Familienbett ein "Problem" für irgendwen darstellt, ausser für Aussenstehende wie dich vielleicht.
Und warum muss das Große ausm Bett raus wenn das Kleine kommt??

Ich würd mir an deiner Stelle nicht den Kopf über das Famillienleben deiner Freundin zerbrechen. Wenn du mal selbst Kinder hast, wirst du sehen, wie sich sämtliche Ansichten verändern.

Wenn du auf den Kleinen aufpasst, wenn das Baby auf die Welt kommt, wird sowieso alles anders, weil du eben nicht die Mama bist. Ihr werdet euch bestimmt gut verstehen - und irgendwann schlafen sie alle. ;-)

LG Claudi

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