wer überwacht denn eigentlich Berufsverbot im MuSchu? (@selbständige)

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von muffin357 05.05.10 - 14:34 Uhr

hi,

sagtmal, - da fällt mir grad was ein:
in den 8 wochen nach der geburt hat man ja ein arbeits/berufsverbot.
kontrolliert das jemand?

was macht Ihr Selbständigen denn in dieser Zeit? also ich habe feste 5-Jahresverträge mit meinen Kunden mit monatlichen Pauschalen und werde wohl oder übel eben auch in dieser Zeit das nötigste machen müssen. - klar was ich zuhause in meinem büro mach, sieht keiner, -aber es kommt ja auch geld rein ... hm ... kann mir da was passieren?
(mir gehts nicht ums Elterngeld, sondern evtl. andere Konsequenzen. von wem denn?)

lg
tanja

Beitrag von anyca 05.05.10 - 17:00 Uhr

Gilt nur für Angestellte. Dir kann keiner was verbieten. Wobei es trotzdem so organisieren solltest, daß Du da möglichst nichts tun mußt, es ist einfach nicht sehr realistisch, ohne Dich zu überfordern.

Beitrag von muffin357 05.05.10 - 20:04 Uhr

hi --
klar mach ich nur das nötigste -- ich habe sowieso "nur" ein paar Stunden die Woche zu tun, - das kann ich dann mindestens zur Hälfte einfach verschieben, weil es Buchungsarbeit ist, die erst Ende des Jahres zum tragen kommt --

Beitrag von gussymaus 05.05.10 - 17:33 Uhr

man hat nicht automatisch ein berufsverbot... es ist ein mutterSCHUTZ, wenn du den nicht in anspruch nehmen willst ist das deine sache... nur anstellen, also gegen geld beschäftigen darf dich dann keiner, was du selber machst ist deins, im schlimmsten fall ist es keine berufsunfall sondern eben privatsache wenn dir was passiert, aber mehr passiert einem da nicht.

der stillbeziehung zuliebe würde ich mir mindestens die 8 wochen aber gönnen... zur arbeit ZWINGEN kann dich eben niemand, das ist der sinn der sache.... auch kunden haben da kein recht was von dir zu verlangen (hab ja keine ahnung was du machst...) wenn du keine vertretung hast ist es als seist du krank: deren problem, nicht deins... es sei denn du willst das...

Beitrag von muffin357 05.05.10 - 20:06 Uhr

hi,

klar, - ich mach schon nur das nötigste, - ich kann viel schieben, wobei halt alles, was ich schiebe, dann halt später doppelt gemacht werden muss , -- ich hab mein büro im haus und hab eh nur stundenweise zu tun im herbst (zum glück kommt das baby im herbst und nicht anfang des jahres zur Saison)

eben: ich hab vor, die nötigsten anrufe auf dem ABW zu beantworten, die email zu beantworten und eben ne halbestd/std am tag verteilt etwas büro zu machen ... das hab ich ja zum glück unten im haus ... -- ist also nicht so wild, - mir gings nur ums prinzip, - also das arbeiten und vor allen dingen rechnungen schreiben ...

Beitrag von gussymaus 17.05.10 - 22:18 Uhr

wie gesagt: du darfst schon, musst du halt selber wissen... mein arzt wollte mich auch schon krankschreiben "aber da sie ja zuhause sind bringt ihnen das ja eh nichts" zwei tage später hab meinen acker gegraben um meine übelkeit zu vergessen, hat besser geholfen als das alternative rumsitzen...

also: guck was du tun magst, und lass was dir zu viel ist liegen ;-) und genieß deinen kleinen spross.

Beitrag von widowwadman 05.05.10 - 22:17 Uhr

"zur arbeit ZWINGEN kann dich eben niemand, das ist der sinn der sache.... auch kunden haben da kein recht was von dir zu verlangen (hab ja keine ahnung was du machst...) wenn du keine vertretung hast ist es als seist du krank: deren problem, nicht deins."

Und wer bezahlt sie, wenn sie nicht arbeitet? Das kann sich nicht jeder leisten, mal eben 8 Wochen Verdienstausfll zu haben.

Beitrag von gussymaus 17.05.10 - 22:10 Uhr

dann muss man sich +überlegen ob man das mit dem kinderkriegen lieber lässt... denn die paar wochen sollten schon drin sein, zumal sie gesetzlich festgelgt sind, und das schon länger als neun monate...

wir haben vorletzten winter (über weihnchten, ja mit allem drumherum) auch von nichts gelebt, also von den reserven, mit 4 personen. ging auch. wenn man will natürlich... und wenn man nicht will kann man aj arbeiten gehen... nur sag ich ja: es kann einen keiner zwingen...

Beitrag von tabi 05.05.10 - 20:12 Uhr

Soweit ich weiß zahlt die KK nicht, sollte dir im beruflichen Zusammenhang etwas passieren.
Da du aber zuhause arbeitest ist dir schlecht nachzuweisen wie das passiert ist.
Aber wenn du dich eindeutig bei der Arbeit verletzen würdest zum BSP mit einer Chemikalie o.ä. würde die KK nicht zahlen.
Soweit ich das weiß.
Lg Tabi
P.S. Aber die kurzen acht Wochen würde ich mir auf jeden Fall gönnen und auch deinem Baby

Beitrag von muffin357 05.05.10 - 20:25 Uhr

hi tabi, - -klar machich, -- das werden am tag 3-4 anrufe sein und ne std PC udn das nicht mal am stück, sondern verteilt, -- ist jetzt also nicht soooo wild - das einzige werden 2 abend-termine mit 2std aufwand sein, um die ich nicht rumkomm, -- aber mal unterm strich ist das echt wenig und schaffbar oder nicht wirklich störend , - da hält mich julian mit seinen 2 jahren am tag glaub ich mehr auf trab *g*

Beitrag von tabi 05.05.10 - 20:32 Uhr

Mein Großer heißt auch Julian :-)
Ja das stimmt wohl. solange es dir gut geht und du keinen Stress hast.
Viel Erfolg und eine schöne Babyzeit!

Beitrag von kati543 05.05.10 - 23:27 Uhr

Im Gegensatz zu den anderen Meinungen:
Nein, es handelt sich keineswegs bei dem Verbot um etwas, was die Mutter aufheben kann. Das mit dem "Es kann dich keiner zwingen zu arbeiten..." gilt für den Mutterschutz vor der Geburt und die Elternzeit die ersten 3 Jahre, aber NICHT für den Mutterschutz nach der Geburt. Der Mutterschutz nach der Geburt ist ein absolutes Arbeitsverbot. Jeder der eine Frau (auch wenn sie selber will) beschäftigt, macht sich strafbar. Wenn du von zu Hause arbeitest, bekommt es natürlich niemand mit. Nur weiß ich es dass Firmen regelmäßig eine Personalüberprüfung bekommen. Und die kontrollieren dann so etwas. Wenn es dann von dir geschriebene Rechnungen zu dem Zeitpunkt gibt, ist es ganz schlecht. Was natürlich möglich ist, dass du die Rechnungen,... schreibst, aber eben den Namen deines Mannes oder ... verwendest, die eben dann kurzfristig für 8 Wochen in deiner Firma arbeiten. So bist du dann auf der sicheren Seite.

Beitrag von erdbeertiger 06.05.10 - 10:41 Uhr

Hallo,

das von dir geschilderte trifft in diesem Fall nicht zu, da das MuSchuG nicht für Selbständige gilt...

LG

Erdbeertiger

Beitrag von lebelauter 06.05.10 - 12:33 Uhr

ja, aber die frau ist ja selbstständig. und das mutterschutzgesetz ist ein gesetz zum schutz der arbeitnehmerin...

also erst informieren, dann schreiben.

nachzulesen im MuschuG:

§ 1 Geltungsbereich

Dieses Gesetz gilt

1. für Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen.

LG

LL

Beitrag von erdbeertiger 06.05.10 - 10:43 Uhr

Hallo Tanja,

in deinem Fall kontrolliert das niemand, da Du gar keinen gesetzlich vorgeschriebenen Mutterschutz hast, weil die Richtlinien des Mutterschutzgesetzes nur für abhängig Beschäftigte gelten. Auf Selbständige findet das MuSchuG keine Anwendung, insofern kannst/darfst Du soviel arbeiten wie Du lustig bist!

LG

Erdbeertiger

Beitrag von muffin357 06.05.10 - 12:41 Uhr

danke, -- das war so nicht in meinem hirn, dass es "nur" für angestellte gilt, - aber jetzt wo du es sagst, - hast recht... danke.

Beitrag von lebelauter 06.05.10 - 12:34 Uhr

als selbstständige geniesst du leider keine schutzfristen.

Beitrag von muffin357 06.05.10 - 12:42 Uhr

ja -- stimmt -- aber bei mir ist es kein leider, weil ich monatliche festbeträge habe und froh bin, dass ich die weiter einkassieren darf --- und nur ein paar stunden die woche verteilt ran muss -- ich kann trotz monatlicher pauschalen ne menge auf januar "verschieben", - auch wenn ich dann im januar/februar das doppelte machen muss

Beitrag von lebelauter 06.05.10 - 13:57 Uhr

dann hast du verhandlungsgeschick bewiesen :-)

ich bin in dergleichen situation gewesen (selbstständig & schwanger/ kleines Kind)
LG

Beitrag von dazz 06.05.10 - 17:31 Uhr

Hallo Tanja,

wie du schon gelesen hast, gilt der Mutterschutz fuer Angestellte.

Bin auch selbstaendig, und in einer aehnlichen Lage wie du ... und kann dir empfehlen, so viel wie moeglich vor der Geburt abzuarbeiten! Denn bei uns war es so, dass ich die ersten Wochen absolut nichts (!) auf die Reihe gebracht habe ;-) ... und es ging mir gesundheitlich supergut!! ... aber war richtig "benebelt" ... konnte nicht mal telefonieren, oder andere Kleinigkeiten machen ...

Also alles was du vorher noch erledigen oder delegieren kannst ... mach's
;-)

Alles Gute
dazz

Beitrag von jeannylie 07.05.10 - 12:29 Uhr

Hi,
du kannst machen was Du willst.
Ich habe zwei Wochen nach KS wieder im Büro gesessen.
Kann ich aber nicht wirklich empfehlen...

LG

Beitrag von rixxi2 07.05.10 - 22:37 Uhr

Also,
ich binauch selbsständig und finde diesen Zustand in der Zeit um die Geburt und im sog. Mutterschutz ziemlich blöd. Die 6 Wochen vorher kann ich aus finanziellen Gründen nicht zu Hause bleiben. Uns zahlt keiner was, wenn wir nicht arbeiten gehen und die laufenden Kosten gehen ja auch weiter. Nach der Geburt "gönne" ich mir meinen Jahresurlaub von 3 Wochen. Mehr ist nicht drin, sonst bin ich pleite, bei mir hängen auch noch Angestellte mit drin, die meine Arbeit aber nicht übernehmen können. Einen Vertreter kann ich nicht einstellen, da viel zu teuer- das trägt mein Laden nicht. Also muss ich nach 3 Wochen wieder ran sonst kann ich Insolvenz anmelden. So einfach ist das mit Vorarbeiten auch nicht.
Tja, wir sind schon gekniffen und die angestellten Frauen wissen manchmal echt nicht wie gut sie es haben.
Trotzdem, freu dich aufs Kindchen, wir packen das schon.!
Lieben Gruß
Rixxi