Experten gefragt(Hörgeräte): MDK und wieder Ablehnung der Krankenkasse

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von julie80 05.05.10 - 18:16 Uhr

Hallöchen,



ich bin ja hochgradig schwerhörig mit mittlerweile Neigung zum Ertaubten.

Hab auch 80% Schwerbehinderung mit dem Zeichen GL.

So, ich hatte ja damals eine Zusage vom Integrationsfachamt bekommen das die meine neuen Geräte (digital, da ich noch analog hatte) zu 80% übernehmen und den Rest die KK.

Antrag ausgefüllt, einige Geräte getestet usw.

Schließlich wurden es welche von Phonak im Wert von 5000 Euro, die aber wegen meiner schlechten Hörleistung so iemlich die einzigen waren die sich mit meiner Arbeit und den Kindern vereinbaren ließen.

1200 Euro übernahm die KK sofort, nur der Integrationsdienst durfte es laut eines neuen Gesetzes nicht mehr.

Die sagten, das die KK das voll bezahlen muss.

Natürlich lehnte die KK dankend ab :-[.

Seitdem kämpfte ich wie eine blöde, auch der MDK sagte der KK das die Geräte für mich nicht notwendig wären und ich ja auch die der KK nehmen könne.

Diese Geräte sind aber nicht auf meine Leistung zugeschnitten, die haben fast keine Wirkung gebracht, ich wurde unsicher im Straßenverkehr, mein Tinnitus nahm zu, ich bekam starke Kopfschmerzen wegen der minimalen Hörleistung.

Bei der KK sagte man mir, ich müsse eben damit leben wenn ich Geräte von denen nehmen würde.


ich finde das einfach sch.... Da ist man mit so einer Behinderung eh schon gestraft und muss sowas noch hören. Soll die doch froh sein das sie gesund ist :-(.


So, heut hab ich beim Schwerbehindertenbeauftragten aus meinem Bezirk angerufen und ihn gefragt was ich noch machen könne. Da es ja auch ein neues Gesetz vom Sozialgericht gibt, das es komplett übernommen werden MUSS von der KK. Auch hier kam eine Ablehnung.

Der meinte nur, die KK wartet drauf das sich jemand traut in die 1. Instanz beim Sozialgericht geht, und die anklagt. Das hat er schon oft erlebt, das die KK dann plötzlich zahlt.

Ich sollte auch bei der VdK anrufen,dort wurde mir gesagt, was ich nun schreiben soll bei der KK und der Mann dort meinte, ich solle drauf bestehen das der MDk mich persönlich untersucht und das gegebenenfalls ändert.


Also was meint ihr????


Hab ich irgendwie reelle Chancen? Wer hat gleiches durch und kann mir Tips geben wohin ich mich noch wenden kann??

Soll ich noch einen Hörtest machen lassen um zu zeigen wie schlimm es derzeit mit meiner Hörleistung steht??? Es rutscht nämlich immer weiter ab :-(.


Danke Euch für jeden brauchbaren Tip


Julie

Beitrag von genuine 05.05.10 - 20:58 Uhr

Hallo!

Was genau für ein Phonak System trägst du?
Was für eine Schwerhörigkeit hast du (vielleicht hast du die Diagnose der ohrenärztlichen Verordnung zur Hand?)?

Erfahrungsgemäß lehnen sämtliche Behörden erstmal alles ab... Wie war das mit dem Integrationsamt? Hast du die Zahlungszusage von 80% schriftlich oder leider nur wörtlich?
Hat dein Akustiker mal etwas schriftlich für die Ämter fertiggemacht, ausser dem sog. Anpassbericht?
Was ist mit deinem behandelndem HNO?

Wäre schön noch ein paar genauere Infos zu bekommen!

LG, genuine

Beitrag von julie80 05.05.10 - 21:04 Uhr

Hallo,


ja solche Berichte wurden natürlich erstellt. Der HNO hat sich auch reingehängt, genauso der Akkustiker, weiß nicht wie oft ich bei denen war.

Ich hab das Phonak Savia 311 dSZ.

Also mit dem Integr. Amt: die waren an meinem Arbeitsplatz wegen unstimmigkeiten seitens meines damaligen Chefs, und haben festgestellt das meine analog nicht gut sind für den Arbeitsplatz.

Dann meinte sie, leider wörtlich, das ich mich um neue kümmern soll, die übernehmen 80 und die KK 20. Ich war sooo froh drum. Und dann ging es nicht, und ich saß auf den 3800 Euro.

Ich hab weiß nicht wie oft Widerspruch eingelegt. Ohne Erfolg. Wobei der SChwerbehindertenbeauftragte ja meinet, die legen es auf eine Anklage an und zahlen dann ganz schnell.

Ich hab eine hochgradige Schwerhörigkeit beidseits, jetzt mittlerweile bin ich Gehörlos mit angrenzender Taubheit.

Meinst DU, ich sollte nochmal zu meinem HNO Arzt gehen und evtl. nochmal einen Hörtest machen lassen??? Wobei ich ja wollte das das der MDK macht um sich selbst ein Bild zu machen. ISt die Frage, wenn die plötzlich meinen das es doch ok ist, und das der KK melden, ob die dann noch zahlen???

Beitrag von genuine 05.05.10 - 22:27 Uhr

Ist schwierig... Was machst du beruflich? In wie weit haben sich Akustiker und HNO reingehängt. Haben die Schriftverkehr mit dem Amt gehabt?

Es gibt ggf. den schweren Weg über die Rentenversicherung. Da gibt es aber einiges zu beachten. Wenn es für dich okay ist, mache ich mich morgen mal schlau. Eine meiner Kundinnen hat den Rechtsweg eingeschlagen. DAs läuft noch und da ich ja zur Zeit in Elternzeit bin, hat meine Kollegin das übernommen. Ich melde mich morgen bei dir über VK!
Bis dann!

Beitrag von julie80 06.05.10 - 07:38 Uhr

Danke Dir, freut mich....


Bei der Rentenversicherung, das war das erste was mir die KK bei dem ersten Ablehnungsbescheid gesagt hat, das die das machen müssen.

Dorthin gewendet kam nur der Kommentar: Das macht die KK.

:-[

Ein hin und her gereiche und das seit 3 Jahren.

Mich macht es mürbe.


Ich arbeite in einem Büro, bin Sekretärin, und hab mit Kindern und Lehrkräften zu tun. Hab eine große Geräuschlkulisse (deswegn auch das mit dem Integrationsamt) und muss mich schon arg konzentrieren um was zu verstehen wenn jemand mit mir redet, aber gleichzeitig noch andere Dinge im Vordergrund sind. Und wenn ich mit denen schon so meine Mühe habe, wie soll das dann mit Geräten funktionieren die nichts für mich sind???

Ausserdem hab ich noch 2 Kinder, und muss den Alltag alleine bewältigen.

Bin gespannt auf Deine Nachricht.

#liebdrueck