Tiere kein Recht auf Leben?

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Beitrag von danja1983 05.05.10 - 20:07 Uhr

Hallo,

viele haben ja die tragische Geschichte mitbekommen:
http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E9152EDE04146431E87B80B09B47C85E2~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Heute Mittag bei Punkt 12(bitte keine Diskussion um mein Fernsehprogramm) wurden Menschen auf der Strasse befragt ob dieser Hund ein Recht auf Leben in einer anderen Familie hat.
Es wurde ja ein Wesentest gemacht und er würde wohl "keine Gefahr" darstellen.
Es antwortet Einige darauf, das es unmöglich wäre und dieser Hund eingeschläfert werden müsste.
Was denkt ihr darüber?

Meine Meinung:
Die Geschichte ist wirklich traurig aber ich empfinde tiefen Respekt der Familie gegenüber, die einer Vermittlung in eine andere Familie zustimmen.
Ich kann diesem Tier keine Schuld geben und will auch nicht die Besitzer dafür verantwortlich machen, diese müssen ihr Leben lang mit dieser Last leben.
Aber schlimm finde ich über ein Lebewesen zu richten, mit dem Tode zu strafen. Viele sagen jetzt das kann man nicht vergleichen:
Ein Kinderschänder, Mörder...bekommt sein Leben lang Vollverpflegung und Leben im "Staatshotel" und das Tier wird getötet?
Verstehe ich nicht.

LG
Dani

Beitrag von suedseeinsel 05.05.10 - 20:20 Uhr

Hallo,

da das Tier den Wesenstest bestanden hat, spricht doch nichts dagegen, es in ein anderes zu Hause zu geben. Ich würde es jetzt nicht unbedingt wieder in eine Familie mit kleinen Kindern geben, aber einschläfern lassen finde ich zu crass. Aber ich bin auch allgemein gegen das Einschläfern aggressiver Hunde, denn die können ja nichts dafür. Vielmehr sollte man die Halter bestrafen, indem man sie zwingt für die adäquate Versorgung und Verpflegung ihres aggressiven Tiers finanziell aufzukommen, und zwar bis dieses Tier irgendwannmal das zeitliche segnet!

Und noch meine Meinung zu den Eltern: Die tun mir überhauptnicht leid.

Beitrag von limetta 05.05.10 - 23:07 Uhr

Ist das jetzt Ironie oder ernstgemeint? #gruebel

Beitrag von lahme-ente 06.05.10 - 11:23 Uhr

wie bist du denn drauf?? das baby ist gestorben!!! obs jetzt nun vom hund tot gebissen wurde oder nicht, der tod eines babys oder überhaupt eines familienmitglieds ist immer tragisch.

Beitrag von kja1985 05.05.10 - 20:28 Uhr

Ich verstehs nicht. Täglich werden abertausende Kühe, Schweine, Hühner etc. unter grausamsten Bedingungen gefoltert und geschlachtet und bei einem Hund, der ein Baby getötet hat kommt der große Aufschrei wenn man ihn einschläfern will, was ja nun wirklich der einfachste alle möglichen Tode ist.

Mir ist einfach egal was mit dem Hund passiert. Er hat ein Baby getötet und ich denke aus Menschensicht und nicht aus Hundesicht. Und aus dieser Sicht ist es nun mal MORD, nicht Beutetrieb, nicht Jagdtrieb oder sonst was. Und ich würde den Hund einschläfern lassen.

Wenn mein Hund mein Kind töten würde müsste ihn niemand mehr einschläfern. Dem würde ich eigenhändig die Kehle durchschneiden.

Und ja, ich bin mir durchaus der Tatsache bewusst, dass der Hund gemäß seinen Instinkten gehandelt haben. Also gestehe ich mir das auch zu und wer ein Baby meiner Art bedroht ist ein Risikofaktor der ausgeschaltet gehört.

Wem tuts denn weh wenn der Hund tot ist? Ihm sicher nicht, er hats dann hinter sich. Und sonst? Es sitzen nun wirklich genug Hunde im Tierheim. In den meisten Ländern werden die liebsten Tierheimhunde nach einer kurzen Gnadenfrist getötet und wir füttern einen Hund durch, der ein Baby auf dem Gewissen hat???

Beitrag von pizza-hawaii 05.05.10 - 21:59 Uhr

Wie kann man so einen Schwachsinn zusammen schreiben wenn man doch weiss das Hunde nicht bewusst handeln?

Und zum Thema Mord solltest Du Dir noch mal die Definition durchlesen, wenn Du es schon unbedingt vergleichen musst, dann nenn es Totschlag!

Beitrag von kja1985 05.05.10 - 22:05 Uhr

Natürlich können Hunde auch bewußt handeln. Wenn dem Hund ausreichend klar gemacht worden wäre dass er den Welpen von der Oberwölfin nicht anzurühren hat hätte er ihn trotz Beutetrieb nicht angefallen. Hunde sind keine Sklaven ihrer Triebe, wenn man ihnen Alternativen bietet. Beagle z.B. stehen im Verruf sofort abzudüsen, wenn man sie ableint und - oh Wunder - mit ein bisschen Erziehung kann meiner auch im Wald noch frei laufen.

Letztendlich ist es einfach nur ein Hund, warum ist der wertvoller als das Schwein, dessen Schinken gerade zum Abendessen verputzt wird?

Ist doch scheiß egal ob er es aus bösem Willen gemacht hat oder nicht. Das Baby ist tot und das auf eine sehr grausame Weise. Und MIR steht meine eigene Art näher als irgendein blöder Hund. ICH möchte diesen Hund nicht in meiner Nachbarschaft wissen.

Beitrag von pizza-hawaii 05.05.10 - 22:10 Uhr

Ja klar, lass den Hund ruhig leiden für die Fehler die seine Besitzer gemacht haben, tolle Einstellung!

Danke für Deine Meinung, zur Kenntnis genommen!

Beitrag von kja1985 05.05.10 - 22:18 Uhr

Warum denn leiden?? Narkose, Einschläferungsspritze, fertig. Dem ginge es besser als den meisten alten Leuten, die langsam dahinsterben müssen.

Beitrag von windsbraut69 06.05.10 - 15:22 Uhr

Du schriebst von "Kehle durchschneiden" womit Du Dich dann allerdings unter das Level eines gut erzogenen Beagles (die gelten ja als nicht sonderlich intelligent) begeben hast....da man denen ja den Instinkt wegerziehen kann im Gegensatz zu Dir :)

Beitrag von kja1985 06.05.10 - 15:26 Uhr

Man kann Instinkte wegerziehen? Aha.

Beitrag von limetta 05.05.10 - 22:06 Uhr

Für wie dumm hältst du denn die Tiere eigentlich?
Der Hund hat immerhin ganz bewusst gewartet, bis er mit dem Säugling allein war.

Beitrag von pizza-hawaii 05.05.10 - 22:12 Uhr

So ein quatsch! Warst Du dabei? Hast Du gesehen was passiert ist? Hast Du gesehen wie der Kinderwagen umgekippt ist?

Kein Hund stösst absichtlich einen Kinderwagen um das dadrin liegende Kind zu töten!

Beitrag von limetta 05.05.10 - 22:14 Uhr

Ach nein?
Warst du dabei? Hast du gesehen was passiert ist? etc....

Natürlich stoßen Hunde ggf. Kinderwagen um, um das darin liegende Kind zu töten, wie naiv bist du denn? #klatsch

Beitrag von pizza-hawaii 05.05.10 - 22:17 Uhr

Die Frage ist wohl eher wie unwissend DU bist!

Beitrag von kja1985 05.05.10 - 22:20 Uhr

Wieso unwissend? Hunde können durchaus vorsätzlich handeln. Das bestätigt mir mein Hund oft genug, wenn ich ihn grundsätzlich nur im Schutz der Dunkelheit dabei erwische aus dem Katzenklo zu fressen oder wenn er so tut als würde er alle Kätzchen lieben und sobald ich den Raum verlasse jagt er sie den Kühlschrank hoch. Oder Sohn isst einen Keks, Hund schläft auf der Couch und sobald ich außer Sichtweite bin hör ich Sohn brüllen, weil der Hund ihm den Keks geklaut hat. Sowas passiert NIE wenn ich dabei bin.

Beitrag von pizza-hawaii 05.05.10 - 22:26 Uhr

Ein Hund tötet nicht einfach so ein Baby -domestizierte Hunde töten bewusst entweder weil der Jagdtrieb "aktiviert" wurde oder weil man sie drauf abgerichtet hat.
Desweiteren kann es nach Beissattacken zum Tode kommen weil der Hund einfach ein grosses Blutgefäß erwischt hat o.ä. nur ein Bruchteil aller Beissattacken geschieht grundlos -darüber gibt es eine interessante Doktorarbeit im Netz.

Aber kein Hund denkt sich: "Jo, jetzt sind sie weg, ich werf schnell den Kinderwagen um und töte das Baby!"

Beitrag von limetta 05.05.10 - 22:30 Uhr

Was weißt du denn, was sich Hunde "denken"?
Wenn der Hund - was ich nicht weiß, aber annehme - den Säugling als Lästling empfunden hatte (aus Gründen die wiederum in mangelnder Sozialisierung, fehlendem Vertrautmachen mit der neuen Situation etc. zu tun hat) - dann ist es sehr wohl vorstellbar, dass er seine Lust, diesen Störfaktor Baby zu beseitigen auf einen Moment verschoben hat, wo er ungestört herankonnte.

Du scheinst eine sehr eindimensionale Ansicht von den intellektuellen Möglichkeiten eines Hundes zu haben.

Beitrag von pizza-hawaii 05.05.10 - 22:38 Uhr

Ja ist klar - ich bin jetzt raus aus der Diskussion, ich werd sonst nur ausfallend wenn ich noch mehr von Deinen Beiträgen lese!

Beitrag von limetta 05.05.10 - 22:58 Uhr

Ui, das ging ja schneller als gedacht #freu

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 10:23 Uhr



Das widerspricht sich

Beitrag von pizza-hawaii 06.05.10 - 10:29 Uhr

Das widerspricht sich nur dann wenn man nicht versteht wo der Unterschied ist bzw. was der Grund für die Aktion ist!

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 10:31 Uhr

Nicht Grundlos, aber nicht vorsätzlich...#aha Aha

#rofl

Beitrag von limetta 05.05.10 - 22:26 Uhr

Genau, so was wollte ich auch gerade anführen. Fast jeder unserer Hunde hatte das drauf. Warten bis keiner hinguckt oder er allein im Raum ist und dann... was auch immer eigentlich "verbotenes" machen.

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 10:33 Uhr

Eben. Und da kann mir dann keiner erzählen, das sei nicht "vorsätzlich"