Flat Coated Retriever

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von 1und1macht3 05.05.10 - 22:07 Uhr

Hallo!

Wir möchten uns demnächst wieder einen Hund anschaffen und nun bin ich am kucken, welche Rasse am besten zu uns passen würde. Der Australian Shepher und der Border Collie (meine bisherigen Lieblinge) scheiden aus, da ich denke, dass ich ihren Ansprüchen nicht immer gerecht werden kann.

Ich bin nun auf den Flat Coated Retriever gestoßen, der genau zu meiner optischen Vorstellung eines Hundes passt #verliebt

Nun möchte ich aber gern wissen, wie das Leben mit dieser Rasse ist, was man bieten muss, was man beachten muss, usw. Ist es ein Familienhund? Wir haben eine Tochter (32 Monate) und wollen keine weiteren Kinder.

Danke und LG

Beitrag von aussiegirl600 05.05.10 - 23:31 Uhr

Ich denke, dass sich diese Rassen rein von der Auslastung nicht so viel schenken. Also wenn du glaubst, dass du Border oder Aussie nicht auslasten kannst, dann würde ich mir das mit dem Flat nochmal überlagen.

Was ich über Flats weiß: Es sind sehr aktive, intelligente Hunde, die sich mit reinem Gassigehen kaum zufrieden geben. Besonders geeignet ist natürlich Dummytraining, aber auch Fährten, und die meisten anderen Sportarten sind geeignet. Außer Hüten und Schutzdienst.

Im Vergleich zu Aussie und Border haben sie natürlich keinen Hütetrieb. Im Vergleich zum Aussie wohl auch erheblich weniger Schutztrieb. Ich denke, dass sie durch ihre retrievertypische Offenheit im Alltag manchmal leichter zu handhaben sind.

Wenn der Flat gut geprägt ist, genug geistig und körperlich ausgelastet wird und von dem Kind nicht geprägt wird, dann ist er auch familientauglich. Aber ihr müsst eben überlegen: habt ihr Zeit JEDEN Tag bei jedem Wetter 2h rauszugehen UND den Hund geistig auszulasten. Das sind Spaziergänge, wo ein Kinderwagen oder Kleinkind oft stört, weil man sich auf den Hund konzentrieren muss.


Was für Anforderungen stellt ihr denn an euren Hund? WIe groß, was für Fell. Wie stark sollen Hüte-, Jagd- und Schutztrieb sein. Wieviel Zeit habt ihr für Gassigehen und Auslastung? Soll der Hund zu Fremden eher superbegeistert sein oder lieber zurückhaltend? Soll der Hund richtig arbeiten wollen, oder wollt ihr außer Erziehung, Gassi und ein bisschen Ball werfen eher nichts machen? Soll es ein Welpe sein oder geht auch ein erwachsener Hund?

Beitrag von farina76 06.05.10 - 09:13 Uhr

Ich denke der Flat und der Aussie sind in der Auslastung zu vergleichen. Sie sind beide keine Workaholiks wie der Border aber trotzdem sehr aktive Hunde.

Allerdings denke ich ist so ein Flat leichter auszulasten. Wenn ihr im Verein einmal die Woche Dummytraining macht und das dann zu Hause weiterführt und zusätzlich noch viel lauft mit dem Hund sehe ich eigentlich kein Problem.

Ich denke aber auch ein Aussie aus einer eher Showzucht wäre kein Problem auszulasten bei einer aktiven Familie. Ich kenne Aussies die sind 3 mal lahmarschiger als ein Retriever. Es sollte halt keine Leistungszucht sein. Bei uns haben viele einen Aussie aus Kronach, die sind total gemütlich. Ein anderer Züchter hier züchtet welche vom ursprünglichen Typ und die arbeiten auch am Vieh, die sind dagegen totale Racketen. Aussie ist nicht gleich Aussie.

LG Sabine

Beitrag von 1und1macht3 06.05.10 - 09:24 Uhr

Danke für eure Antworten!

Natürlich werden wir genug Auslastung möglich machen, das ist ja selbstverständlich, sonst brauche ich auch keinen Hund!

Mit dem Aussie wäre ich 1 - 2 Mal die Woche zum Agility gegangen. Dazu kämen die normalen täglichen Spatziergänge oder auch mal Radfahren.
Und spielen tut man ja zuhause auch noch. Beim Aussi wäre ich nur nicht sicher, ob ihm das vom Wesen her ausreicht.
Beim Retriever hab ich gelesen, dass er gern Apportiert und schwimmt - wäre ja mit dem passendem Sport auch zu machen.

Das einzige was ich nicht möchte ist, dass wenn ich mal in einer Woche nicht so viel Zeit habe wie sonst, er mir aus Langeweile die Bude zerlegt!

Wir tendieren zum einen wegen unserer kleinen Tochter und auch durch unsere Wohnsituation (große Eigentumswohnung) eher zum Welpen, damit er sich mit den unterschiedlichen Geräuschen im Treppenhaus bekannt macht und nicht jedes Mal bellt.
Da wir vor haben, innerhalb 5 Jahren ein Haus zu kaufen, wäre die Sache mit dem Garten auch nicht fern.

Aber die Entscheidung steht ja noch aus ;-)

Beitrag von aussiegirl600 06.05.10 - 10:27 Uhr

Mit dieser Art von Auslastung sollte sich ein Flat, der nicht aus einer jagdlichen Leistungslinie kommt, durchaus zufrieden geben. Und die meisten Hunde, die ich kenne, können auch mal ne Woche lang zurückstecken, solange sie halt noch n bisschen rauskommen und geknuddelt werde. Und bei dir habe ich nicht den Eindruck, dass es daran scheitern sollte.

Was für euch noch interessant wäre: in welchem Stockwerk ist eure Wohnung denn? Hunde sollten bis sie ausgewachsen sind so wenig Treppen steigen wie möglich. Flat sind nicht gerade klein, also wird das ab ein paar Monaten recht beschwerlich zum tragen. Außerdem, je höher ihr wohnt, desto lustiger wird das schnelle raustragen, damit der WElpe stubenrein wird. Es ist absolut nicht unmöglich, aber wenn ihr zB im 4. Stock wohnt, dann wird das schon anstrengend.

Wenn ihr tatsächlich recht hoch wohnt, dann würd ich eher noch warten mit dem Hundekauf. Wenn man dann nämlich Hund UND Kinderwagen rauf- und runtertragen muss und der Hund dringend muss, dann ist das wenig vergnüglich.


Was für andere Hunderassen würden euch denn noch interessieren?

Beitrag von 1und1macht3 06.05.10 - 13:55 Uhr

Wir wohnen im 2. Stock. Allerdings ist es eine Maisonette-Wohnung #schwitz
Hm, vielleicht sollte es doch eine Nummer kleiner werden ;-)
Leider gibt es keine kleineren Hunde, die uns gefallen. Naja, mir würde ein Cocker Spaniel gefallen, aber mein Mann mag keine Hunde mit so langen Ohren! Und ein Westi ist für ihn ein Omahund.
Die Optik eines Retrievers oder eines Aussis ist schon das, was uns vorschwebt. Natürlich käme auch ein Mischling infrage, aber da weiß man ja nie so genau, was dabei rauskommt, es sei denn, der Vater ist bekannt.
Kleiner als ein Cocker sollte er nicht sein, ab der Größe fängt bei mir ein richtiger Hund erst an ;-)
Ich hab im Internet schon bei den ganzen verschiedenen Rasse gekuckt, aber irgendwie ist nichts Richtiges dabei. Entweder es sind Jagthunde oder Arbeitshunde.
Hast du einen Vorschlag, an den ich noch nicht gedacht hab?

Beitrag von aussiegirl600 06.05.10 - 16:37 Uhr

Was eine Überlegung wert wäre: ein junger erwachsener Hund, vielleicht so 2 Jahre alt. Da kann man dann abchecken ob die Gelenke okay sind, dann gehen Treppen. Außerdem ist dann auch ein Mischling besser möglich, weil beim erwachsenen Hund ja klar ist wie stark Jagdtrieb etc ausgeprägt sind.

Cocker wäre durchaus ne Idee - bei den Ohren ist viel Fell dran, das kann man abschneiden ;-)

Es gibt auch noch einen kleineren Retriever, den Nova Scotia Duck Tolling Retriever, aber der steht Border Collies in Aktivität in nichts nach, deshalb eher nicht geeignet.

Super geeignet wäre ein Pudel. Ich weiß, Omahund und so. Aber wenn man sich die Geschichte des Pudels anschaut, dann sind die so was ähnliches wie ein Retriever. Ein Kleinpudel wäre glaub ich Cockergröße- schau dir mal hier die Bilder an (http://www.dogspot.de/hund/odi1/) Da sind Pudel mit normaler Frisur.

Wie wäre denn ein Mittelschnauzer? Oder vielleicht ein Großspitz? Oder ein Collie? Da hättet ihr das sensible Wesen eines Hütehundes, aber mit erheblich weniger Stress was Auslastung angeht. Ich finde zB diese Collies besonders schön, sind wohl vom Typ her amerikanisch, nicht britisch (http://www.monika-chacora.de/).

Ich hab auch mal über den Irish Soft Coated Wheaten Terrier nachgedacht. Vernünftige Größe und wohl ihm Vergleich zu anderen Terriern erheblich weniger dickschädelig und auch mit erträglichem Jagdtrieb.


Ich finde es auf jeden Fall schonmal spitze, dass ihr euch richtig Gedanken macht, das ist wahnsinnig wichtig! Ihr könntet ja zB auch schauen ob ihr einen erwachsenen Flat findet. Zugebenermaßen könnte das etwas dauern, aber es ist einen Versuch wert.

Beitrag von 1und1macht3 07.05.10 - 10:02 Uhr

Danke für deine Vorschläge. Wir haben ja noch Zeit, einen geeigneten Hund zu finden.
Mir ist es wirklich wichtig, dass er zu uns passt. Klar, am Anfang sagt jeder, er geht gaaaaanz viel Spatzieren und macht viel Sport, aber sind wir doch mal ehrlich, irgendwann lässt die Euphorie nach und dann leidet der Hund - das wollen wir ja auch nicht!
Mal sehen, ob ich meinem Mann den Cocker noch schmackhaft machen kann, weil einen Pudel will er auf gar keinen Fall!

Beitrag von farina76 06.05.10 - 19:40 Uhr

Wie wärs denn mit einem Sheltie?

Klein aber oho!

Oder ein Mini-Aussie?

Beitrag von 1und1macht3 07.05.10 - 10:05 Uhr

Hallo!

Den Shelti hab ich auch schon in Erwägung gezogen, aber der hat auch so enorm viel Fell... zumindest die beiden die bei uns in der Nähe wohnen.
Aber auch der Mini-Aussie muss ausgelastet werden, die unterscheiden sich ja nur in der Größe oder?

Beitrag von aussiegirl600 07.05.10 - 10:53 Uhr

Ich denke auch, dass Mini-Aussie und Aussie sich in der Auslastung nicht viel schenken.

Beim Sheltie gibts Linien mit mehr und mit weniger Fell. Ich hab auch mit einigen Sheltie- und Collie-Besitzern geredet und die meinen alle, dass das Fell überraschend leicht zu pflegen ist. Besonders wenn ich das jetzt mit Cocker vergleiche - da muss man auch ordentlich viel bürsten UND man muss zum Hundefriseur. Das fällt beim Sheltie weg.

Ansonsten: du weißt, dass es einen Kurzhaarcollie gibt, oder?

Beitrag von 1und1macht3 07.05.10 - 13:15 Uhr

Hm, also ein Kurzhaarcollie gefällt mir so gar nicht, mittellanges Fell gefällt mir da schon am besten.
Klar müsste man mit einem Cocker hin und wieder zum Hundefriseur, aber ich traue mir zu, dass auch allein hinzubekommen (wächst ja zur Not wieder nach ;-)).
Aber wenn es bei den Sheltis auch welche mit etwas weniger Wolle gibt, wäre das natürlich prima.
Müssen wir uns einfach mal erkundigen, wir haben ja noch Zeit!

Beitrag von kja1985 07.05.10 - 20:50 Uhr

Cocker finde ich klasse. Das ist im Vergleich eine eher anspruchsarme Jagdhunderasse (also im Vergleich mit anderen Jagdhunden), dabei aber sehr freundlich und gehorsam. Es gibt nur so eine spezielle Krankheit die rote Cocker befallen kann, dazu solltest du dich zuerst erkundigen.

Ansonsten wäre ein Spitz oder ein Pudel vielleicht noch eine Alternative?

Ich hätte in ein paar Jahren vielleicht gern einen Deutschen Pinscher als Zweithund, aber der wird dir zu kurzhaarig sein.