Meine Freundin und ihr Sohn...ADHS und Co. *etwas länger*

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von luc224 05.05.10 - 22:21 Uhr

Huhu!
Wo fang ich an..
Also ich habe seit knapp 8 Jahren eine gute Freundin. Wir haben uns damals im "Hechelkurs" kennengelernt. Ihr Mann und Papa von dem Sohn ist schon in der Schwangerschaft schwer krank geworden, psychisch. Er ist in einer geschlossen Einrichtung und hat keinerlei Kontakt mehr zu meiner Freundin und seinem Sohn. Er wird voraussichtlich nie mehr gesund werden und meine Freundin ist somit alleinerziehend aber war dass schon immer und es ist ok für sie. Ihr Sohn war meines Erachtens nach schon immer sehr auffällig. Er war als Säugling schon sehr unruhig und irgendwie anders als andere Kinder. Später wurde er zunehmend aggressiv und konnte kaum Kontakt zu anderen Kindern aufbauen. Überall ist er aufgefallen. Ich mochte meiner Freundin nie sagen dass ich denke dass was mit ihrem Sohn nicht stimmt. Zeitweise waren Treffen beinah unmöglich weil ihr Sohn meine Tochter geschlagen hat und es überhaupt nicht möglich war sich ruhig mit ihm zu beschäftigen. Meine Tochter wollte auch nicht mehr zu ihm. Der Kontakt blieb trotzallem immer bestehen und ich würde sie als eine sehr gute Freundin bezeichnen.
Nun sind unsere Kinder im letzten Sommer eingeschult worden und es kam wie es kommen musste...nach ein paar Wochen kam das erste Gespräch mit der Lehrerin dass L. (so nenn ihn ihn jetzt mal) nicht tragbar für die Schule sei. Er kann nicht am Unterricht teilnehmen, nicht still sitzen, ist aggressiv und teilweise abwesend. Dann fingen eine Reihe von Untersuchungen im Kinderhospital statt...das ganze zog sich über Monate, immer in Kontakt mit Schule und Ärzten. Irgendwann dann das Ergebniss "Ihr Sohn hat ADHS"...das Kind hatte also einen Namen. Er bekam die verschiedensten Medikamenten bis endlich was angeschlagen ist. Der Junge war zu dem Zeitpunkt psychisch schon ziemlich am Ende. Die Tabletten wirkten schnell und gut. L. kam in der Schule wieder besser mit und alles schien sich zu normalisieren. Jetzt ein paar Monate später der Rüchschlag...in der Schule geht gar nichts mehr. Der Junge entwickelt Zwänge, hat viel abgenommen, keinen Hunger mehr, schläft keinen Abend vor 23 Uhr... Er malt düstere Bilder, kann kaum noch lachen, ist in sich gekehrt. Habe heut 2 Std mit meiner Freundin telefoniert, sie ist völlig fertig weiß nicht mehr was sie machen soll. Die Ärzte raten schnell zu einer Kur oder sogar stationären Aufnahme in einer Kinderpsychatrie. Meine Freundin ist berufstätig, weiß gar nicht wo ihr der Kopf steht. Sie tut mir einfach leid und ihr kleiner Sohnemann sowieso..
Sorry, ist etwas lang geworden aber ich habe mich noch kurz gefasst sonst würd ich hier morgen noch sitzen und schreiben.
Wer hat denn Erfahrung mit "so etwas" und was kann man denn da bloß tun??Kann ihr Sohn überhaupt nochmal gesund werden?Im Hort wo er tgl bis 16 Uhr nach der Schule ist hat man übrigens keine großen Auffälligkeiten festgestellt. Die Erzieherin meinte dass L. ein schlaues Kerlchen wäre und besondere Förderung bräuchte, mehr nicht...
Schon merkwürdig aber ein Strohhalm an den meine Freundin sich klammert dass eben doch nicht alles so schlimm ist.. Ich seh das allerdings schwarz...:-(

Beitrag von connie36 06.05.10 - 08:19 Uhr

kann leider auch nicht weiterhelfen, denke aber das was deine freundin so fertig macht,ist der gedanke, das sich die psych. störung ihres mannes weitervererbt hat auf ihren sohn. was durchaus möglich ist.
oftmals habe ich gelesen, gehen adhs und zb. eine (teil-)hochbegabung hand in hand.
viell. ist ihm im unterricht wirklich nur langweilig, die forderung fehlt. ist das mal untersucht worden?
ich vermute das er ein medikament alá ritalin bekommen hat, das ja auch bei manchen so dämpft, das sie schier valium sind.
ist auch nicht der sinn.
ich würde, bevor er viell. stationär auf eine psychatrische kommt, das mt der hochbegabung ausschliessen.
lg conny und dem sohn deiner freundin alllllllllles gute

Beitrag von luc224 06.05.10 - 08:42 Uhr

Also es wurde ein IQ-Test gemacht der auch gut ausgefallen ist aber nicht überdurchschnittlich. Allerdings denke ich manchmal wirklich dass der Junge hochbegabt ist. Er weiß wahnsinnig viel und interessiert sich für soooo viele Dinge. Außerdem hat er ein wahnsinniges Gedächtniss, kann sich fremdbegriffe merken die man selber kaum aussprechen kann.
Aber wie gesagt so ein Test wurde gemacht und es war nix Auffälliges

Beitrag von connie36 06.05.10 - 09:46 Uhr

hi
was ist aber, wenn er keinen bock auf den test hatte, und nur das nötigste mitgemacht hat, oder er hat für bestimmte dinge eine teilbegabung. würde das viell noch einmal unabhängig verfolgen.
es gibt doch auch so kinder unikurse, bei uns zumindest.
viell.wäre das was für ihn, er wäre mehr gefordert, ausgelastet. viell. wird er dann automatisch ruhiger. bei adhs soll auch oft ein sportverrein hilfe bringen,weil sich die kinder dort auspowern können, also ich meindamit viell. nich unbedingt hallenhalma, sondern etwas was ihn wirklich ermüdet.
lg

Beitrag von arkti 06.05.10 - 08:21 Uhr

Da kann man nicht viel zu sagen.
Wieviele Medikamente bekommt er dann am Tag bzw bis wieviel Uhr steht er unter Medikamenten?

Beitrag von luc224 06.05.10 - 08:44 Uhr

Das kann ich Dir gar nicht so genau sagen.
Ich meine die heißen Concerta oder so.
Die werden jetzt aber wieder abgesetzt weil diese Zwänge wohl auch eine Nebenwirkung sein können. Nun bekommt er ab morgen wieder andere...wie die heißen weiß ich nicht.

Beitrag von luka22 06.05.10 - 08:28 Uhr

Deine Freundin und ihr Sohn - beide machen eine wirklich schwere Zeit durch. Wenn ich mir das so durchlese, dann ist mein erster Gedanke, dass der Sohn vielleicht die psychische Krankheit des Vaters geerbt hat.
Für mich hört es sich an, als ob L. eine schwere Depression hat. Auch bei Kindern gibt es das! Auf jeden Fall muss er professionell betreut werden.

Schön, dass du in all den Jahren zu deiner Freundin gestanden hast. Es war sicher oft nicht leicht!

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von danymaus70 06.05.10 - 08:50 Uhr

So ähnlich ist es bei uns auch. Mein Sohn hat auch ADHS.........
Wir warten seit Anfang Dezember auf einen Platz in der UNI Frankfurt. Schnell geht hier in Deutschland gar nichts........

LG Dany

Beitrag von manavgat 06.05.10 - 08:50 Uhr

Unbedingt eine stationäre Aufnahme.

Ritalin und ähnliche Mittel können Suizidgedanken (auch bei so jungen Kindern) auslösen. Das ist eine der möglichen Nebenwirkungen.

Hier muss ein Klinikaufenthalt genutzt werden, um eventuell ein anderes Medikament einzustellen und um eine Verhaltenstherapie in Gang zu setzen. Psychiatrische Kinderkliniken sind heutzutage wie eine Jugendherberge, die Kinder gehen dort auch zur Schule.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von 3erclan 06.05.10 - 13:10 Uhr

Hallo

hab auch 2 ADHS Kinder.

Deine Freundin soll ma bei adhs-anderswelt schauen.

Da sind nur betroffene drinnen.

lg