Kind und Hund niemals allein lassen

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von kja1985 05.05.10 - 22:34 Uhr

Hallo,

aktuell hört man wegen des "Huskys aus Cottbus" häufig die Empfehlung Kinder und Hunde niemals allein zu lassen.

Daher möchte ich nachfragen für wie realistisch ihr das haltet?

Ganz klar, ich versuche auch immer ein Auge auf Kinder und Hund zu haben, aber ich mach mir nichts vor. Es finden auch immer wieder unkontrollierte Zusammenkünfte statt. Immerhin bewegen sich die drei nicht grundsätzlich synchron und ich sitze auch nicht den ganzen Tag mit meinem Arsch auf dem Sofa so dass ich wenigstens den Hund bei mir halten könnte.

Ich gehe mal zur Haustür, sogar in den Wäschekeller, ich mach Haushalt (kochen, bügeln, Wäsche aufhängen/zusammenlegen, staubsaugen, wischen, Müll raus etc. etc.) und hüpf auch mal fix unter die Dusche, wenn die Zeit knapp wird (normal dusche ich wenn die Kinder im Bett sind) und in dieser Zeit sind Kinder und Hund allein. Ich habe mich ganz bewußt für eine Rasse entschieden, die beinahe aggressionslos ist. Eigentlich finde ich diverse Gebrauchshunderassen interessanter, aber mir war eben sehr wichtig dass mein Hund so gut wie kein Risiko für meine Kinder dar stellt.

Ein Baby würde ich in Anwesenheit eines Hundes niemals auf den Boden legen, aber ich würde auch nie damit rechnen, dass mein Hund mein Baby aus dem Kinderwagen holen könnte während ich das Geschirr rein trage. Das hätte mir also auch passieren können.

Ich vermute, dass jetzt Steine fliegen werden. Aber wenn ich lese was für Vorwürfe diesen trauernden Eltern jetzt gemacht werden werde ich wütend. Ich bin der Ansicht, dass das fast jedem Hundehalter passieren können hätte. Weil einfach nicht alles 100 Prozent kontrollierbar ist. Weil man mal sorglos ist oder seinem Hund auch vertraut.

Ich kann nur raten sich gut zu überlegen welche Rasse man sich mit Babys und kleinen Kindern ins Haus holt, denn meiner Meinung nach gibt es schon Rassen, die aufgrund ihres Verwendungszwecks ein höheres Risiko darstellen als andere.

Und allen "die Eltern sind schuld, lasst Bingoleinchen leben" - Rufern kann ich nur raten mal zu versuchen sich in die Situation hinein zu versetzen und auf ihr Herz zu hören. Ich finde es pervers wie misanthropisch sich die Hundelobby hier teilweise zeigt. Leute, es geht um ein totes Baby. Wenn ihr da kein Mitleid mehr empfinden könnt läuft was schief.

Beitrag von 1und1macht3 05.05.10 - 22:42 Uhr

Schön, wenn du 100%ig weißt, dass euer Hund niemals beißen wird - Hellsehen würde ich auch gern können ... #klatsch

Ohne Worte ...

Beitrag von kja1985 05.05.10 - 22:43 Uhr

Setzen, sechs. Nochmal lesen.

Beitrag von 1und1macht3 05.05.10 - 22:55 Uhr

Danke, aber ich kann ganz gut zwischen den Zeilen lesen!
Möchtest du eine Bestätigung dafür, dass du richtig handelst? Wird dir niemand geben!

Wenn man schreibt, dass man sich extra eine Rasse ausgesucht hat, die ein geringeres Risiko als andere Rassen darstellt, dann ist das für mich Augenwischerei!

Du schreibst nichtmal, was ihr für einen Hund habt. Warum denn? Weil dir jemand was anderes sagen könnte?
Einen Husky hätte wohl bisher niemand als Risiko eingestuft, also warum glaubst du das von deinem?

Beitrag von kja1985 05.05.10 - 23:01 Uhr

Ein Husky ist kein Risiko? Das ist eine sehr ursprüngliche Rasse, näher dran am Wolf als viele andere mit ausgeprägtem Jagd- und Beutetrieb und Wildschärfe. Wir haben einen Beaglemix, als Meutehunde müssen diese Hunde beinahe aggressionslos sein, sonst könnte man sie nicht zu 50 oder mehr halten (versuch das mal mit Huskys). Beagle sind zwar Vollblutjäger mit Beutetrieb, sprich wenn ein Kind panisch kreischend wegläuft läuft der Beagle hinterher und versucht es zu Fall zu bringen. Aber dass ein Beagle tatsächlich beißt ist dann doch eher unwahrscheinlich, weil sie wie gesagt diesbezüglich seit vielen hundert Jahren selektiert wurden. Wobei man mit falscher Erziehung natürlich auch einen Beagle verderben kann und es sicher keine ganz einfach Rasse ist - aber in anderer Hinsicht.

Aber ich habe NIE geschrieben, dass ich meinem Hund 100 Prozent vertraue. Er ist nur ein Hund und es gibt Situationen in denen er beißen würde. Für ihn ist beißen nicht moralisch verwerflich.

Ich habe lediglich geschrieben, dass ich es für Heuchelei halte zu behaupten man könne alle Zusammenkünfte von Kind und Hund kontrollieren/überwachen/steuern.

P.S. Ich brauche niemanden der mein Verhalten gutheißt. Ich bin ein großes Mädchen, ich weiß schon ganz gut selbst was ich mache.

Beitrag von 1und1macht3 05.05.10 - 23:12 Uhr

Sei doch nicht gleich zickig, nur weil dir meine Antwort nicht gefällt - dann hättest du dir deinen Beitrag sparen sollen!

Nach solchen tragischen Ereignissen wie der mit dem Husky, müsste jede Mutter doch erst recht anders denken und handeln - du aber wie´s aussieht nicht und das finde ich nunmal tragisch!

Und ein "Meutehund" ist auf seinesgleichen eingestellt - Beute bleibt für ihn Beute! Und was die Beute ist, ist doch dem Hund egal!

Lass´gut sein, wir haben da eben andere Ansichten!

Beitrag von kja1985 05.05.10 - 23:14 Uhr

Das hat doch nichts mit Ansichten zu tun, sondern mit Realität. Wie will man ein laufendes Kind und einen Hund grundsätzlich und in jeder Situation trennen? Wie soll das funktionieren?

Und nein, Meutehunde wurden auch darauf hin selektiert besonders menschenfreundlich zu sein oder meinst du in einen Zwinger mit 50 und mehr Hunden kann sonst einfach jemand reinspazieren?

Beitrag von kitty1979 05.05.10 - 23:15 Uhr

Hallo!

Wie muss denn eine Mutter, Deiner Meinung nach, nach einem solchen Vorfall handeln?

Bzw. wie handhabst Du das?

Lg Nicole

Beitrag von summersunny280 06.05.10 - 11:05 Uhr

#pro so ist es

Beitrag von kitty1979 05.05.10 - 22:50 Uhr

Hallo!

Alles, was Du geschrieben hast, trifft auch auf mich zu.....

Ich muss auch meinen Hauhalt erledigen, und in den Keller gehen, um Wäsche in die Maschine zu packen. Wenn ich das Wohn- u. Arbeitszimmer wische, müssen Emma und der Hund in den Flur, und wenn ich dann dort wische, kommen die Beiden ins Wohnzimmer. Klar habe ich ein Ohr, und durch die Glaseinsätze in den Türen auch ein Auge auf sie, aber ich bin nicht immer hautnah dabei.

Ach ja, und ab und an gehe ich sogar mal bei geschlossener Tür auf die Toilette.....

Also wie gesagt, ich stimme Dir in allem zu, und denke eine 100%tige Aufsicht ist so gut wie unmöglich!

Lg Nicole

Beitrag von kja1985 05.05.10 - 22:56 Uhr

Danke, du hast verstanden was ich meine. Ich verstehe nur diese Heuchelei nicht, gerade bei anderen hundehaltenden Eltern. Ich denke es ist schlicht nicht möglich, immer ein Auge auf Kind und Hund zu haben.

Mit Hundehaltung geht man immer ein Risiko ein, weil ein Hund ein Hund bleibt und sich nicht an unseren moralischen Maßstäben orientiert. Ich versuche das Risiko zu minimieren, in dem ich sie so selten wie möglich außer Augen lasse, den Kindern den richtigen Umgang beibringe und dem Hund immer wieder seine Position klar mache. Und da verstehen eben auch viele Hundehalter gar nicht, dass der Hund niemals unter den Kindern stehen kann, der ist doch nicht doof. Mein Hund steht unter mir, das demonstriere ich oft genug und er hat meine Jungen nicht zu verletzen, weil sonst sein letztes Stündlein geschlagen hat. Ein Hund ist halt kein lebendes Couchkissen, sondern ein Raubtier.

Beitrag von kitty1979 05.05.10 - 23:10 Uhr

Na ja, im Erzählen sind viele Menschen gut. Und gerade hier im Netz erstaunt es mich, wie perfekt viele sind bzw. es vorgeben.

Ein Hund seine Grenzen zu kennen, und vor allem welche zu haben. Bei uns ist der Hund kein gleichberechtigtes Familienmitglied. Es gibt einfach Bereiche, in denen er nichts verloren hat. Und schon mal gar nicht nachts mit den Kindern im Bett schlafen oder solche Späße.....Und es gibt für ihn, sowie für die Kinder Regeln, die eingehalten werden müssen.

Ich finde, dass ein Tier immer ein Tier bleibt. Es ist kein Mensch, was meiner Meinung nach zu viele Leute vergessen.....

Beitrag von ylenja 05.05.10 - 22:58 Uhr

Hallo,

noch haben wir unseren Hund nicht. Aber bald.
Grundsätzlich würde ich mein Kind niemals (schon gar nicht ein Baby) mit dem Hund alleine lassen.

ABER:

Wie Du geschrieben hast: es gibt Situationen, da handelt "man/frau" anders.
Mir kann auch niemand erzählen, dass ein Kind nie, nie, niemals nicht auch nur für eine Minute mit dem Hund alleine ist.
Es sei denn, der Hund ist angekettet im Hof. Es gibt doch so viele Situationen, wo jeder sich mal denkt: ich hol eben mal, ich mach mal eben, ich geh schnell zur Türe usw.

Mir tun die Eltern wahnsinnig leid. Sie machen sich mit Sicherheit selbst schon Vorwürfe genug, und dann kommen noch die der Umwelt dazu...

Dabei weiß keiner, wie es wirklich gewesen ist. Was hat den Hund dazu getrieben ? Eifersucht ? Beschützerinstinkt ? Keiner von uns war dabei. Demnach sollten wir uns mit Urteilen zurückhalten.

Aber ich denke, dass viele (ich auch) von diesem Fall total geschockt sind, und viele einfach deshalb wissen möchten, wie es passieren konnte.
Dadurch entstehen auch manche Mutmaßungen.
Aber genau wissen werden wir es wohl nie - also können wir nur weiter spekulieren. Spekulieren - nicht urteilen !

LG

Ylenja

Beitrag von dominiksmami 05.05.10 - 23:50 Uhr

Huhu,

ich halte das für äusserst realistisch....denn genau so mache ich das.

Und ja es ist absolut einfach und KEIN Problem und nein ich würde KEINEM Hund und keinem Kind soweit trauen das ich sie unbeobachtet lassen würde.

lg

Andrea

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 07:04 Uhr

Endlich mal jemand der ehrlich ist!

Bei uns kann es auch schon mal passieren, dass Hund und Kind kurz alleine sind.

Wie ich hier schonmal schrieb, ich möchte echt gern mal Mäuschen bei denjenigen spielen, die sagen ihr Hund wäre niemals nie mit dem Kind mal alleine.

Es macht einen Hund doch bescheuert wenn er 10 mal am Tag aus seinem Körbchen aus dem schlaf gerissen wird um für evtl nur 10 sekunden mit in die Küche zu kommen. Oder das Kind jedesmal hinterherschleifen etc etc.

Das würde ich echt gern mal sehen.

Beitrag von maryalex 06.05.10 - 07:32 Uhr

Hallo!
Ich lasse Hund und Kind nicht alleine. Wenn ich aus dem Raum gehe, dann nehme ich meinen Hund immer mit, selbst wenn ich nur das Geschirr in die Küche bringe zum abspülen sage ich "komm mit". Dann trabt er neben mir her und kuschelt sich auf seine Decke in der Küche. Wenn ich dusche, lasse ich die Badezimmertür ein wenig offen und er muss sich davor hinlegen, so dass ich ihn sehe. Das alles obwohl meine Kinder sich fast den ganzen Tag in ihrem Zimmer mit Gittertür befinden, zumindest dann, wenn ich etwas zu tun habe, wo ich nicht dauernd aufpassen kann! Ich kenne zwar meinen Hund sehr gut und meine Kinder können auch an ihm vorbeistolpern, oder über ihn drübersteigen, ohne dass er mit der Wimper zuckt, sie haben ihn auch noch nie belästigt, dass er sie als nervig empfinden könnte, aber mir ists trotzdem zu gefährlich, den Hund kann immer mal irgendetwas stören, auch wenn er bis dahin der perfekte Familienhund war. Ich habe übrigens einen Schäfer-Windhund-Mischling, aber selbst wenn ich einen kleinen puscheligen Havaneser hätte, würde ich das so handhaben.
LG Mary

Beitrag von skywalkerin 06.05.10 - 08:28 Uhr

Hallo zusammen,
ich habe 2 Mischlinge und 2 Kinder.
Meine Tochter ist 10,sie ist mit den Hunden auch mal allein
im Raum oder im Garten.
Mein Sohn ist 2 und er ist mit den Hunden keinen Moment allein.
Es sind nicht nur Hunde unberechenbar,sondern auch Kinder.
Generell sage ich,meine Hunde sind mit Kindern aufgewachsen und
friedlich,nur weiß man halt nicht,wie sie in Extremsituationen reagieren
koennen.
Meine Kinder wachsen mit Tieren auf und wissen,wie sie sie zu behandeln
haben.Eigentlich.
Vor ca. 3 Wochen war ich mit meinem Sohn in seinem Zimmer.Die Hunde
sind sowieso immer da,wo ich bin.
Ich bin zur Kueche,Hunde hinterher,ich drehe mich um um die Kindersicherung
zu oeffnen(habe statt einer Tuer ein Treppenschutzgitter,damit die Katze in
die Kueche kann).
In dem Moment jault einer der Hunde auf.Kurz darauf ist das Auge extrem
angeschwollen,kurz darauf zum Tierarzt,knapp an einer Op vorbei,fast haette
es rausgemusst.
Hat sich rausgestellt,dass mein Sohn ihr den Finger ins Auge gebohrt hat(jetzt bitte keine Vortraege ueber Erziehung,er hat Wahrnehmungsstoerungen).
Zum Glueck hat der Hund in dem Schmerzmoment nicht zugeschnappt,obwohl
ich das sogar verstanden haette.
Aber jedes noch so gut erzogene Kind auch ohne Wahrnehmungsstoerung kann
dem Hund versehentlich Schmerz zufuegen,sei es,ihm auf den Schwanz treten o.a.,ein Hund geht ja nicht immer aus dem Weg.
Und man kann seinen Hund noch so gut kennen,wenn er sich erschreckt oder Schmerzen hat,wird es unberechenbar.
In meinem Fall war ich total verwundert und unendlich erleichtert,dass der Hund nicht geschnappt hat.
Als meine Tochter so alt war wie mein Sohn jetzt,hatte ich einen super lieben Pudel-Schnauzer-Mix,auch die beiden waren nie allein,und sie hatte keine Wahrnehmungsstoerung.

Beitrag von chaoskitty 06.05.10 - 08:26 Uhr

Also, ich bin der Meinung, jede Rasse kann als gefährlich eingestuft werden, vom Dackel bis zur Dogge. Denn die Tiere werden einfach falsch erzogen bzw total verhätschelt.

Wenn ich meinen Hund andauernd Beobachtung schenken würde und immer um ihn rum tüddeln würde, dann würde ich auch ein Kind nicht allein lassen mit dem Hund.
Mein Hund bekommt keine stetige Beobachtung und wird auch nicht hier und da betüddelt. Er weiß wo er seine Grenzen hat und die werden ihm auch laufend auch wieder gezeigt.
Ich lasse meinen Hund mit den Kindern auch alleine,der Kleine legt sich zu ihm, um zu kuscheln etc. Der Hund genießt die Streicheleinheiten und wenn er nicht mehr will, sagt er bescheid und der Kleine geht oder der Hund verzieht sich einfach.

Ich finde, es liegt an dem Halter, wie das Tier reagiert. Und in dem Moment ist es auch egal, welch eine Rasse da vor einem sitzt, denn die können alle gefährlich werden.

Beitrag von farina76 06.05.10 - 08:47 Uhr

Also ich muß sagen, Kind und Hund nie aus den Augen lassen schaffe ich auch nicht. Wäre mir auch zu umständlich.
Aber es kommt viel auf die Situation an, auf das Kind, auf das Alter des Kindes, den Charakter des Hundes usw.

Ich versuch aber immer in Hörweite zu sein. Also wenn meine Tochter friedlich spielt und die Hunde friedlich dösen dann geh ich auch mal in den Keller oder koch in der Küche, da schreck ich meine Hunde nicht hoch. Allerdings bin ich da auch nur einen Raum weiter und hör ja was da abgeht. Allerdings würde ich das bei einem 2 oder 3 jährigen Kind noch nicht machen.

Ein Baby im Kinderwagen draußen mit einem schlafenden Hund mal kurz ja. Mit einem rumtollenden nicht.

Im Alltag ist es manchmal halt echt schwierig alle im Blick zu haben. Neulich hatten wir hier auch ne ganz dumme Situation. Meine Hündin lag unten auf dem Boden und kaute an einer alten Semmel und die 4 Kinder haben gespielt. Vor lauter quasseln und Kaffe trinken haben wir nicht bemerkt wie die Kleinste 1 1/2 unter den Tisch gekrabbelt ist und sich das Brötchen von meiner Hündin genommen hat, da abgebissen hat und es meiner Hündin wieder gegeben hat. Au Backe, das hätte bei einem anderen Hund, egal wie lieb, echt ins Auge gehen können. Man ist halt echt nur Mensch, und man ist nicht immer 24/7 100 % aufmerksam. Und wenn nie was passiert neigt man halt auch dazu schludrig zu werden. Aber ich denke man sollte sich schon immer mal wieder zur Vorsicht ermahnen. Denn wenn dann doch mal was passiert ist der Schaden oft nicht wieder gut zu machen.

LG Sabine

Beitrag von pizza-hawaii 06.05.10 - 08:50 Uhr

Ja klar, alle die jetzt hier schreiben das sie es tatsächlich so handhaben sind Lügner #augen (zu sehen an einer Antwort auf Deinen Thread)

Aber in der Tat, ich käme nie auf die Idee einen Kinderwagen mit drei spielenden Hunden im Garten zu lassen!
Gar nicht mal weil ich denke sie könnten sich sofort über das Baby her machen, sondern weil das Risiko das der Kinderwagen umkippt einfach zu gross ist! Ich bin mehrmals die Woche mit Kinderwagen auf einer Hundewiese, entweder ich bleib am Wagen stehen oder ich nehm mein Kind raus.

Und auch zuhause habe ich ein Auge auf die Beiden, wenn ich den Raum verlasse wird das Kind in den Laufstall gelegt, da kommt unser Hund nicht dran und er kann auch nicht reinspringen!

Wenn mein Kind dann älter ist, wird es in solchen Situationen räumlich vom Hund getrennt, wir haben zum Glück Türen im Haus :-p
Davon mal ab findet es unser Hund auch ganz interessant mal durch den Keller zu schnüffeln, also kann ich ihn auch mitnehmen wenn ich die Wäsche mache. Wobei ich wohl eher mein Kind mitnehmen würde, denn im Gegensatz zum Hund braucht das auch aus anderen Gründen vermutlich Aufsicht!

Übrigens, die Tatsache das man einen Hund nicht als Mörder sondern als Hund sieht, schliesst nicht aus das man Mitleid für ein Baby empfindet. Aber genau das ist ja hier oft der Fall, das viele das nicht auseinander halten können.

Und noch was, hier waren erst kürzlich viele Diskussionen darüber das man Tiere nicht mit Menschen vergleichen kann/darf/soll und sie doch bloss nicht vermenschlichen soll -nun frag ich mich, warum es in so einem Fall okay ist das Tier mit dem Menschen zu vergleichen?

pizza

Beitrag von kja1985 06.05.10 - 09:01 Uhr

Hallo,

ICH habe nie geschrieben dass man Tiere und Menschen nicht vergleichen soll, wobei ich das grundsätzlich ähnlich sehe. Aber ich bin auch nicht bereit meine moralischen Maßstäbe (wie z.B. dass man Babys nicht tötet) zu Gunsten eines Hundes zur Seite zu wischen. Wo käm ich da denn hin?

Ich finde es werden soviele Tiere täglich getötet, die NICHTS getan haben. Warum wird ein Hund der eines unserer Babys getötet hat weiter durchgefüttert? Klar hat er nicht im menschlichen Sinne böse gehandelt. Obwohl - auch Wölfe töten ihre rudeleigenen Jungen in der Regel nicht einfach so. Also lief da was - auch beim Hund - gewaltigt schief.

Du schreibst du hast ein Baby? Klar mit Baby ist es noch einfacher (und auch besonders wichtig) Hund und Kind immer zu trennen. Spätestens wenn es mobil ist wirds schwieriger. Jedenfalls spielen meine Kinder nicht artig zwei Stunden in ihrem Zimmer, so dass ich dieses mit einem Gitter sichern könnte. Die flitzen den ganzen Tag hin und her. Aber ich denke, das wirst du dann schon noch sehen.

Wenn man nicht gerade in einer Ein-Raum-Wohnung wohnt oder tatsächlich den ganzen Tag irgendwo rumsitzt und den Hund neben sich liegen hat halte ich es für unmöglich alle Hund-Kind-Begegnungen zu kontrollieren. Nicht nur für meinen Alltag, ich habe es auch noch nie irgendwo anders beobachten können, dass Hund und Kind immer unter Aufsicht sind.

Mein kleiner Bruder z.B. hat ein Gitter an der Zimmertür, damit der Hund nicht rein kann. Aber er ist schon sieben Jahre alt und kann es natürlich öffnen und deswegen hat ihn meine Mutter morgens im Hundekörbchen gefunden. Soll sie den Hund jetzt jede Nacht in einen Kennel sperren? Oder den Jungen in sein Zimmer wie einen Strafgefangenen?

Beitrag von pizza-hawaii 06.05.10 - 09:11 Uhr

Ich seh das Problem beim Trennen nicht, tut mir leid!

Wenn es nicht gerade regnet zieht es unser Hund vor im Garten zu liegen, aufgrund eines Teiches hat mein Kind da alleine auch nichts zu suchen. Schon sind die Beiden getrennt!

Ich weiss ja nicht wie viel Haushalt Du zu erledigen hast, aber ich mach das für gewöhnlich nebenbei wenn sich mein Kind selbst beschäftigt oder schläft und in solchen Situationen kann man Hund und Kind super trennen.

Wenn mein Kind so weit ist das es hier mehr Action verbreitet als jetzt und keinen Mittagsschlaf macht, dann ist es auch soweit das es in einen Kindergarten geht, dann mach ich meinen Haushalt in der Zeit wo es nicht da ist.
Nachts ist der Hund bei uns, da muss ich mir auch keinen Kopf drum machen!

Beitrag von petra1982 06.05.10 - 09:14 Uhr

Dann wird dien Kind noch älter steht nachts auch mal auf und der Hund reagiert da auch, meiner hat immer gekläfft ;-) Ich denke wenn man Hund und Kind aneinander ranführt, das Kind die Regeln kennt im Umgang mit Tieren sieht sowas ganz anders aus....

Beitrag von pizza-hawaii 06.05.10 - 09:20 Uhr

Unser Hund reagiert nicht auf bekannte Geräusche!

Er reagiert auch jetzt nicht wenn mein Sohn nachts brüllt, so wie andere Hunde das tun, es ist ihm schlicht egal.

Ich denke aber auch das man Kindern Regeln im Umgang beibringen kann und werde dies natürlich versuchen, denn Regeln gelten hier für alle, nicht nur für den Hund!

Beitrag von petra1982 06.05.10 - 09:26 Uhr

Wie alt ist dein sohn? Kam er nachts schonmal? Unser Hund hat auch nicht reagiert wenn die Kinder geheult haben. Die sind aber nur alle 14 Tage einmal über nacht da, deshalb war es für unsern Hund nicht ein normales Geräusch;-)