"ab ins eigene Bett!" Geduld haben oder welche Erfahrungen habt ihr ?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von sophie012 06.05.10 - 08:00 Uhr


Hallo,

hatte schon einmal vor längerer Zeit geschrieben, da ging es aber mehr um eine "Alptraumphase" die unser Kleiner wohl gerade mal mehr, mal weniger durchlebt des Nachts.

Unser Sohn ist knapp 2 schläft seit seinem 2. Lebensmonat in seinem Zimmer ein und wenn er Nachts kam, dann wurde gestillt und die zweite nachthälfte bei uns im Beistellbett verbracht.

Irgendwann war dies zu klein und unser Sohn schlief auch immer öfter durch, abgesehen von kleinen Wachstumsphasen oder sowas.

Wir kennen ihn also als einen problemlosen Einschläfer egal wo er schlafen sollte, ob daheim, im Urlaub oder bei Oma und Opa.

Selbst als wir sein Gitter rausgenommen haben, blieb er in seinem Bettchen liegen, rief wenn erst in den Morgenstunden (so gegen 6h/7h)
"mami, papi" und dann holten wir ihn.

Nun kann er seit einigen Wochen auch unsere Türen in der Wohnung öffnen und seit dem ist nichts mehr wie wir es kannten und wie es mal war ! :-(

Er bleibt einfach nicht liegen, steht auf obwohl er totmüde ist, weint sagt er hat Angst, dann mal Aua, dann mal wieder Angst (meist wird der nachbarshund genannt, der auch sehr viel klefft und das agressiv)....spätestens aber zwischen 0h und 2h steht er dann wieder an unserem Bett und will zu uns !

es gibt kein Durchschlafen mehr, wir sind allerdings auch beide zu müde (berufstätig) und zu faul auch in der nacht nochmal aufzustehen und ihn wieder zurückzubringen.....

Wer kennt sowas oder hatte ähnliches ? Wird die Phase von allein vergehen und er wieder weniger Angst haben und evtl. besser einschlafen und durchschlafen oder ist dass dieser schmal Grad zum "abgewöhen" sonst wird er nur noch bei uns schlafen ?

Sorry war etwas lang aber vielleicht habt ihr ja auch sowas erlebt und einen rat/Tipp

vielen Dank und allen einen schönen tag, trotz dieses blöden Wetter´s

sophie012
mit Sohnemann 22 Monateu uns Babybacuh (27SSW)

Beitrag von bine3002 06.05.10 - 08:31 Uhr

Ich finde es wichtig, die Ängste des Kindes ernst zu nehmen, d.h. darüber zu sprechen, das Kind nicht alleine damit zu lassen etc.

Wie man dann aber damit umgeht, ob man das Kind zu sich holt oder motiviert im eigenen Zimmer zu bleiben, ist sehr individuell. Und sicher gibt es da viele "richtige" Lösungen. Und zwar so viele wie es unterschiedliche Kinder und Eltern gibt.

Die Einen lösen es auf humorvolle Weise und verscheuchen das Monster unterm Bett. Andere sprechen viel darüber. Wieder andere kuscheln einfach eine Weile. Wir haben im Laufe der Zeit alle möglichen Dinge ausprobiert. So haben wir den "Nachtbären" zum Nachbarn geschickt, ich habe eine ganze Zeit im Zimmer meiner Tochter geschlafen, wir haben tolle Bettwäsche gekauft und letztlich habe ich Bilder gemalt mit Elfen und Feen, die jetzt alle auf sie aufpassen. Das war immer situationsabhängig.

Ich denke aber, dass ich dich beruhigen kann und KEIN Kind für IMMER bei seinen Eltern schläft.

Beitrag von christianeundhorst 06.05.10 - 08:33 Uhr

Hallo Sophie,
ich würde ihn in eurem Bett lassen! Er braucht es gerade sehr und zeigt und sagt euch das auch! In dem Alter träumen die Kleinen ganz dolle und - für sie - schlimmes. Kleinkinder haben da über andere Dinge Kummer, wie Erwachsene. Frieda ist verzweifelt weinend aufgewacht und hat gesagt ihre Ute ( eine Puppe ) sei umgefallen.
Wenn Dein Sohn sagt, daß er Angst hat dann stimmt das auch und Du solltest es Ernst nehmen und bei ihm bleiben damit er die Angst wieder verlieren kann. Sonst hat er vielleicht viel länger Angst, weil er lernt, daß dann ja trotzdem keiner hilft auch wenn er das sagt.
Wenn er sagt er hat Aua meint er damit vielleicht, daß es ihm weh tut allein mit seiner Angst bleiben zu sollen. Er spürt, daß Du ihn so wie er grade ist nicht "haben willst" d.h. daß Du möchtest daß er wieder so problemlos schläft wie vorher. Das tut ihm weh. Er braucht Dich gerade ganz doll und möchte, daß Du ganz selbstverständlich für ihn da bist und ihn so wie er jetzt grad ist - also ggf auch anstrengend etc - liebst und annimmst. Solange er spürt, daß Dich was stört ( und Kinder spüren das! Egal wie gut Du das verbergen willst ) wird er darunter leiden.
Geniesse die Zeit, wo er bei Dir schlafen möchte, denn die geht oft schneller vorbei als uns lieb ist. Kinder werden schnell größer und selbständig wollen sie von Anfang an sein. Sobald sie reif genug dafür sind schlafen Kinder von sich aus allein und wollen bloß nicht bei den Eltern sein. Also geniesse Dein Nähebedürftiges Kind und gib ihm die Nähe und Geborgenheit, die er braucht. Er wird dadurch glücklich und selbstbewußt und lernt später auch für andere dazusein. So wie Du für ihn da bist!
Frieda ( 22 Monate )schläft immer bei uns im Bett und sie dankt es uns sehr. Sie hat nun immer mal kleine Phasen, wo sie in ihr eigenes Bett möchte und dann legen wir sie dort hinein und sie schläft dort prima, aber sobald sie wieder zu uns möchte lasse ich sie. Alle geniessen wir das nächtliche Kuscheln und gemeinsame schlafen.:-) Ich hoffe es ist noch lange nicht vorbei.

Konnte ich Dir helfen? Sonst frag gern noch wenn Du noch Fragen hast:-)

Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina

Beitrag von sophie012 06.05.10 - 08:50 Uhr


Danke.....ja ihr habt mir schon geholfen, allein wenn man sieht "man ist nicht allein" und anderen geht es ähnlich und man tut genau instinktiv ja das Richtige.

Letztes WE habe ich nämlich auch bei ihm geschlafen, damit wir alle mal wieder durchschlafen konnten;-) hat auch geklappt.

Über seine Ängste was "felix" angeht (der Nachbarshund) rede ich auch mit ihm und das Felix neben an wohnt aber niemals in seinem Zimmer sein kann !
Man hat nur manchmal seine klitzekleinen Zweifel und fragt sich "naaa ist das jetzt hier ausreizen oder wirkich wieder Angst ins Bett zu gehen"

Trotzdem Danke für eure Erzählungen und Tipps.
sophie012

Beitrag von clautsches 06.05.10 - 09:23 Uhr

Ich schlafe seit fast 1,5 Jahren mit meinem Sohn (3) im selben Bett, weil er mich einfach braucht.
Er muss so viel verarbeitetn, hat oft schräge Träume und möchte nachts einfach "Mama tanken".

Wir genießen das beide sehr und nein, ich habe keine Angst, dass er sich daran "gewöhnt", denn das hat er längst - weil´s einfach schön ist.
Zu glauben, dass ein Kind dann NIE alleine schläft, ist totaler Quatsch. Spätestens in der Grundschule ist bei Mama schlafen doch extreeeeeem uncool! ;-)

LG Claudi

Beitrag von fbl772 06.05.10 - 09:44 Uhr

Wir haben es bislang genau so gemacht wie ihr und sind super gefahren. Ich begleite ihn in den Schlaf, indem ich mich zu ihm ins Bett lege bis er eingeschlafen ist (dauert so 5 - 20). Wir sind auch beide berufstätig und brauchen daher den Schlaf dringend. Unser Kleiner ist auch bald 2 und er hat immer mal kurze Phasen alle paar Monate von ein paar Tagen, wo er nachts plötzlich doch mal aufwacht und weint und zu uns ins Bett will.

Ich hole ihn immer beim ersten Quak zu uns und er schläft dann bei uns weiter. Das klappt ziemlich gut und nach 2, 3 Tagen ist der Spuk wieder vorbei (kann auch mal eine Woche sein). Ich kann auch nicht wirklich den Sinn drin erkennen, dass ich ihn zwingen sollte in seinem Bett zu bleiben, wenn er weint. Wir machen uns alle so viele Gedanken um Fremdbetreuung etc., aber wenn es um die Nacht geht, da soll es plötzlich richtiger sein, Abstand zu halten.

LG
B

Beitrag von punkt3 06.05.10 - 09:45 Uhr

Die Eule schläft auch immer bei uns, wenn sie will. Sie ist jetzt 2 3/4, ihr Bruder kommt irgendwann in den nächsten Tagen (Hoffentlich ;-)) und wir werden nichts verändern.

Sie schläft in ihrem Bett ein und wenn sie wach wird, dann ruft sie und cih hole sie. Meine einzige Hoffnung ist, dass sie irgendwann mal selbst rüberläuft und kommt, sie zu schleppen ist mit dem Bauch doch schwer, aber auch machbar....

Beitrag von howgh 06.05.10 - 11:40 Uhr

Hi sophie, eins fällt mir nur auf...du schreibst von faul und berufstätig..du kommst bald in den Mutterschutz..dann hättest du vllt die Zeit dazu, konsequent zu sein...und übrigens bei uns würde es in diesem Falle ein Türschutzgitter geben und dies würde zu bleiben...das Kind macht eigene tür auf dann ist aber Schluss..

das Problem ist..du hast dann 8 Wochen um es in den Griff zu bekommen, sonst hast du dann einen Säugling und noch sowas dazu...

ah noch was..wenn er angst hat.. habt ihr ihm ein schwaches Licht angelassen ?

LG Howgh

Beitrag von zahnweh 06.05.10 - 14:38 Uhr

hallo, also eine darf zu mir, wenn sie das braucht. häufig schläft sie in ihrem bett durch und manchmal auch nicht. dann darf sie auch bei mir sein.

im gegensatz zu ihr hab ich auch ein paar vorteile, wenn ich nachts wach werde. ich kann das licht anmachen, aufstehen, mir ein buch nehmen oder mich ablenken, ich kann mir selbst was zu trinken holen, ich kann realisieren wo ich bin (auch wenn das nach albträumen auch mal eine halbe stunde dauert), ich kann für mich entscheiden, ob ich selten aber doch das licht zum weiterschlafen anlasse, ich weiß wo ich bin und dass ich groß bin und auch wenn meine eltern nicht da sind, weiß, dass ich nicht alleine bin.

mein kind hat einen schlafsack an, kann nicht raus, könnte wenn sie rauskäme das licht anmachen, aber mit der angst fertig werden oder mit den schmerzen kann sie noch nicht. für sie vermischt sich realitität und träume noch ganz arg, auch weiß sie noch nicht, dass manche schmerzen mit der zeit wieder vergehen...

deswegen gönne ich meiner die zeit bei mir. sie hatte immer wieder phasen, da brauchte sie mehr nähe und manche da wollte sie in ihrem bett schlafen und wehrte sich von einem tag auf den anderen bei mir angekuschelt einzuschlafen.

unsere nächte sind am ruhigsten, wenn sie zu mir rüber darf, ich auf mein bauchgefühl höre und sie einfach da sein lasse.
je mehr gedanken ich mir darum mache oder versuche sie in ihr bett zu legen, desto gestresster sind wir dann beide am folgeden tag.

irgendwann wird der tag kommen, da wird sie mich eh rausschmeißen aus ihrem zimmer und lieber ihren freund bei sich haben wollen. allen möglichen prophezeihungen zum trotz, die ich schon von anderen müttern erhalten habe: ich glaube nicht dran, dass mein kind mi 18 j. noch bei mir schlafen möchte, nur weil ich sie in ihren angst-/zahnungs-/kränkel-/mamamehrbrauch-phasen bei mir habe schlafen lassen.

Beitrag von howgh 06.05.10 - 15:01 Uhr

sorry, warum hast du auf den Button...antowrten bei meinem Beitrag..gedrückt..hängt irgendwie nicht zusammen..oder ?

Aber eins darf man nicht vergessen, dein Luxus kannst du dir leisten..du hast ein Kind..bei zweien sieht es bisl anders aus und in 3 Monaten muss sie vorrangig für das zweite Kind da sein und da muss eine tragfähige Lösung gefunden werden..

Beitrag von christianeundhorst 06.05.10 - 16:15 Uhr

Hallo Du,
".du hast ein Kind..bei zweien sieht es bisl anders aus und in 3 Monaten muss sie vorrangig für das zweite Kind da sein und da muss eine tragfähige Lösung gefunden werden.."
Dazu muss ich sagen, daß es überhaupt kein Problem ist mit einem kleinen Säugling UND einem Kleinkind im Bett zu liegen und das Kleinkind in den Schlaf zu begleiten. Das Baby will bei Mama sein, was es dort kann. Es kann prima eng an Mama gekuschelt liegen und das größere Kind auf der anderen Seite. Das Baby kann problemlos dabei stillen wann immer es will und alle sind zufrieden. Gerade bei 2 Kindern tut so eine Ruhepause sehr gut und ist für die Mutter wohltuend! UND es hat den Vorteil, daß man 2 zufriedene Kinder und eine ausgeruhte Mutter bekommt!;-)

Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 22 Monate

Beitrag von howgh 06.05.10 - 16:30 Uhr

Du chris, ich glaube shcon, dass es gehen kann...alles geht..
ich habe es mir nochmals durchgelesen, wir reden hier von einem Kind, dass seit dem zweiten Monat aber in seinem zimmer geschlafen hat..

Wenn ich in Mutterschutz gehe, habe ich die letzte Zeit, sich besonders dem kleinen zu widmen und versuchen, dies Problem zu lösen...und mit zwei ist für mcih keine lösung, wenn das Kind dann zu mir kommt..

Es hat glaube ich auch mit den Erwachsenen zu tun..Mein Mann würde nicht ertragen, wenn in seinem Bett zwei sprösslinge wären, dazu ist sein Job viel zu hart..

Mein Schlaf war dann zu leicht, um dann noch zusätzliches Kind beausichtigen zu können...

aber es ist ansichtssache..ich hätte gesagt, wenn ein Kind schon einmal schön im Bettchen schlafen könnte und ich erwarte nächstes..würde ich es mir versuchen einfacher zu machen...für die Zeit danach..

Es kann nämlich funktionieren, mus aber nicht...und wenn es dann nicht funktioniert...puuh, das will ich echt nit erleben..

die erste zeit ist hart...

Aber wie gesagt, jedem das seine..

Howgh

Beitrag von christianeundhorst 06.05.10 - 18:00 Uhr

Hallo Howgh,

"würde ich es mir versuchen einfacher zu machen...für die Zeit danach.. "
weißt Du, genau damit Dir beide Kinder ins Bett zu legen machst Du es für alle einfacher. Die Kinder schlafen viel besser, die Mutter muß nicht aufstehen und Mutter und Kinder sind ausgeglichen und zufrieden. Kann ich Dir nur sagen.
Und: es geht nicht darum, daß das Kind schon einmal problemlos in seinem Bett geschlafen hat. Denn diese Situation ist vorbei! Das Kind möchte nun zu seiner Mutter, weil es diese braucht! Es hat einen guten Grund dazu und eigentlich hätte es von Anfang an zu Mama ins Bett gehört. Daß es dort nicht war ist ja ok gewesen, weil das Kind kein Problem damit hatte. Nun hat es das aber. Also sollte man auf jeden Fall das Bedürfnis des Kindes akzeptieren und ihm das geben, was es braucht: Mamas Nähe in der Nacht.

"Mein Schlaf war dann zu leicht, um dann noch zusätzliches Kind beausichtigen zu können... "
Meinst Du, wenn Du dann mitten in der Nacht aufstehen musst und das Baby allein bleibt und ggf dann deswegen brüllt ist es einfacher? Dein Mann hätte auch mehr davon 2 schlafende Kinder im Bett zu haben als 1-2 weinende Kinder und eine Mutter, die dauernd raus muß, weil die Kinder nicht bei ihr sind und die deswegen gestresst ist durch zu wenig Nachtruhe.......

Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 22 Monate

Beitrag von howgh 06.05.10 - 19:39 Uhr

chris, das ist gfenau der Punkt. Menschen sind unterschiedlich und auch die Babys sind unterschiedlich..Unsere Tochter wollte nicht bei mir schlafen, weil ich sie gestört habe und sie mich..und es ist nichts tolles, wenn das kind druch das Schnarchen des ehemannes oder druch das rumdrehen von mir...gestört wird.. und mit 2 Jahren geört das Kind ins eigene Bett..

als dann das zweite kam, da war es am anfang bei uns..und dann ging es auch ins andere zimmer.. die Kinder schlafen druch seitdem sie 9 wochen alt sind (15 W)..

Es existert auch so etwas wie das Elternzimmer, was den Eltern gehören soll...

Ich habe nichts gegen, dass du dich für diese Variante entschieden hast..schlißelich muss jede Mama am Ende die eigenen kräfte einschätzen, das eigene Baby...aber zu generalisieren, dass es für jedes Kind das beste ist..ist Blödsinn..

Schlißelich haben es beide Kinder bei uns bewiesen..wir haben solche probleme nicht (hatten)..

eigene ressourcen überprüfen und dazu die notwendige Strategie ausdenken.

Howgh