KV spricht nicht mehr mit Tochter, weil ich Unterhalt einklage

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von rabbit71 06.05.10 - 08:24 Uhr

Guten Morgen!

Nach 5 Jahren ohne Unterhaltszahlungen, habe ich letzten Monat einen
Anwalt beauftragt, den Unterhalt für meine Tochter einzufordern.
Der KV geht seit der Trennung vor 7 Jahren nicht mehr arbeiten und
lebt offiziel von Hartz IV. Seine Kleidung, seine Handys, seine teuren Fahrräder lassen erahnen, dass er noch anderswo Geld her bekommt.
Der Anwalt hat einen Vollstreckungsbescheid rausgegeben und der Gerichtsvollzieher war schon beim KV vorstellig.

Tja, und nun spricht der KV nicht mehr mit seiner Tochter. Sie hat
ihn zweimal angerufen und nachdem er nicht ans Telefon gegangen ist,
hat sie ihm eine SMS geschickt, ob er nicht mit ihr reden wolle.
Da kam zurück "Ja, das stimmt" Ich kann/ will zur Zeit nicht mit Dir reden.
Deine Mutter kann Dir erklären warum"

Meine Tochter war unendlich traurig und ich bin sowas von wütend!!!
Wie kann ein Mensch nur so armselig sein??
Seine Tochter darunter leiden zu lassen, weil ich mich für ihre finanziellen
Rechte einsetze. Unglaublich!

Wie kann ich ihr die Situation erklären bzw. vielleicht etwas leichter machen?
Habt Ihr einen Tipp???

Liebe Grüße
#hasi

Beitrag von fibila 06.05.10 - 08:51 Uhr

warum wunderst du dich so? er ignoriert eure tochter doch schon so lange (7 jahre ?), in dem er keinen kindesunterhalt zahlt und sich lieber handys & co. kauft. das war doch zu erwarten, dass er nun gekränkt wird, wenn er endlich was abgeben muss. wie alt ist eure tochter? ich würde an deiner stelle eine familienberatung aussuchen, dort kann deine tochter alle ihre sorgen und enttäuschungen äussern und verarbeiten.
vielleicht meldet sich der KV von sich selbst, wenn er es "verdaut", oder dein anwalt kann ihm schreiben, wie es für eure tochter schwierig ist, dass er keinen kontakt mehr haben will, aber er soll bitte unterhalt und umgang voneinander trennen. ob das was bringt, kannst du am besten einschätzen, wir kennen ihn ja nicht. lg

Beitrag von rabbit71 06.05.10 - 09:11 Uhr

es wundert mich daher, dass ich nicht nachvollziehen kann, dass man
sein eigen Fleisch und Blut links liegen lässt, weil man ein "Konflikt"
mit der Mutter austrägt. Aber es zeigt noch einmal sein wahres Gesicht.

Ich hatte bereits einmal die Familiehilfe eingeschaltet. Damals hatte
er sich darüber geärgert, dass ich seine Freundin (die 4. innerhalb
kürzester Zeit) nicht zur Geburtstagsfeier unserer Tochter in MEIN
Haus einlade. Er hat dann auch den Kontakt abgebrochen. Zum Geburtstag gab es eine SMS.
Die Dame von der Familienhilfe konnte leider auch nicht an seine Verantwortung appelieren.

Es tut mir so leid für meine Tochter! Sie wird im Oktober 11 Jahre.

Beitrag von janamausi 06.05.10 - 16:07 Uhr

Hallo!

Den Tip mit der Familienberatung find ich nicht schlecht.

Ich glaube leichter machen kannst Du es ihr nur, wenn sie so schnell wie möglich versteht, dass ihr Vater ein Ar... ist und sie sich nicht zu viele Hoffnungen macht.

Von jemanden der so abgebrüht ist wie dein Ex und der sich so widerlich gegenüber seiner eigenen Tochter verhält kann man wohl nichts mehr erwarten. Selbst wenn er mal wieder bißchen Interesse an seiner Tochter zeigt, ist dies dann wohl nicht ehrlich.

Das er nicht viel Interesse an seiner Tochter hat, hat man ja die letzten 7 Jahre gesehen, aber es dann auch so direkt seiner eigenen Tochter "ins Gesicht zu sagen ohne mit der Wimper zu zucken", geht in meinen Augen noch mal einen großen Schritt weiter und das finde ich ganz schön heftig.

LG janamausi

Beitrag von rabbit71 07.05.10 - 08:24 Uhr

Vielen Dank für die Antwort!

Habe gestern meine Tochter motiviert, ihrem Vater ihre Enttäuschung
per Mail mitzuteilen, damit sie es mal los wird.
Ergebnis war, dass er ihr geschrieben hat: "DU hast dich nicht bei mir gemeldet und nun läuft das von deiner Mutter" Deine Mutter zerstörrt mein Leben, das ist schon alles"

Das muss man sich mal vorstellen, dass ein Vater seiner Tochter so etwas schreibt! Sein eigenes Kind so reinzuziehen und den Kontakt abzubrechen.
Ich habe ihr noch einmal erklärt, dass ich nicht sein Leben zerstörre,
sondern ihren Unterhalt einklage, der ihr nun mal zusteht.
2005 wurde er vom Gericht zur Zahlung verurteilt und trotz mehrerer
Gespräche kam kein Geld. Nun hat der Anwalt eine Vollstreckungsmaßnahme eingeleitet.

Erst lässt er mich auf den ganzen Kosten sitzen und nun schiebt er es auch noch mir in die Schuhe, dass er keinen Kontakt zu seiner Tochter möchte .......................A...........!!!!!

Es tut mir so leid für meine Maus!!!

Beitrag von joggellive 09.05.10 - 07:33 Uhr

Hab da mal ne Frage, wie hast du es denn geschafft , die letzten Jahre ohne UH zu leben , da gings doch wohl auch ?

Beitrag von rabbit71 10.05.10 - 08:23 Uhr

Natürlich ging das auch, aber es entbindet den Vater wohl kaum von seiner Pflicht. Für ein Kind sind beide Elternteile verantwortlich, oder?

Beitrag von manavgat 10.05.10 - 10:47 Uhr

Ich würde ihr sagen: Dein Vater weiß nicht, was er verpasst/was er an Dir hat. Du bist ein wundervolles Kind, vielleicht überlegt er sich das noch.

Und was den KV anbelangt: ich würde jetzt volle Kanne immer auf die 12 hauen und mit einer Strafanzeige wegen Unterhaltspflichtverletzung anfangen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von joggellive 13.05.10 - 09:19 Uhr

Moin,

genau mach ne Strafanzeige die dir ganz genau 0 Punkte bringt.

Strafanzeige = im schlimmstenfalle knast = 0€ UH
Strafanzeige + Knast = Eintrag ins Bundeszentralregister = Schwerer auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar = 0€ UH

Strafanzeige = verlust des jetzigen Arbeitsplatzes ( sofern er einen hat) = 0€ UH

Strafanzeige = im schlimmstenfalle knast = 96€ pro Tag Knastkosten auf Steuerzahler

Strafanzeige = im schlimmstenfalle knast = hohes Ansehen im Knast selber

also wie du siehst wirst du sehr viel erreichen damit.

Ich habe im bekanntenkreis einen selbigen fall gehabt der musste für 6 Monate einsitzen , die KM hat bis heute noch keinen Cent bekommen also erreicht hat sie 0 im gegenteil er gild nun als fast nicht mehr vermittelbar auf grund von knast aufendhalt und solange er keine arbeit hat ist er leistungsunfahig also 0€ UH





Ich habe ja auch nicht gesagt das der Vater von seiner Plicht entbunden werden soll, aber es ging ja vorher auch. Nur hast du nun die konsequenzen mit denen du leben musst du klagst des Geld ein sitzt mit dem Kind aber auch alleine da. Ich finds dennoch traurig in der heutigen gesellschaft das man geld bevorzugt, scheint wohl ein Volkssport zu sein.

Wie gut das ich vom gericht, vom UH befreit worden bin und son misst nicht mehr durchmachen muss ( obwohl ich Arbeite und recht ordentlich verdiene, also auch das ist möglich)

lg

Beitrag von rabbit71 14.05.10 - 13:58 Uhr

Hallo,

ich habe meine Tochter viele Jahre zu Vater gebracht und wieder abgeholt, ihm teilweise Geld gegeben, damit er ihr etwas zu essen kauft.
Das heißt, ich habe meiner Tochter "vorgespielt" das sich ihr Vater für sie interessiert.
Von ihm kam so gut wie gar nichts.............vielleicht mal ein Anruf.
Aber alles was Arbeit macht und Geld kostet, hat er auf meinen Schultern abgeladen.
Jedoch habe ich auch gesehen was er sich von seinem wenigen Geld leisten kann......teure Fahrräder, Handys usw. Und von mir hat er 4 EUR
zurückgefordert, die er UNSERER Tochter "geliehen" hat.

Und nun mache ich ihm das Leben nicht mehr so einfach!
Er kann seine Tochter jederzeit sehen, aber da muss er nun selber für Sorgen und der Unterhalt der meiner Tochter zusteht wird eingeklagt
...auch wenns vielleicht nichts direkt bringt.
Vogel-Strauß-Politik hat noch nie weitergeholfen!!!

Liebe Grüße
Rabbit

Beitrag von joggellive 15.05.10 - 06:06 Uhr

Moin,
deinen letzten Post würde ich fast nicht widersprechen bis auf eine Kleinigkeit. Du redest von " auch wenns nichts bringt" Entweder hast du viel Geld das du dir das leisten kannst oder bist sehr guter Hoffnung. Prozesskostenhilfe gibts nämlich nicht wenn man von vornherein erahnt das ein prozess nichts bringt. Wnen du weist das er nicht Leistungsfähig ist, dann wird dir die Klage rein garnichts bringen, außer einen Pfändbaren titel.

Dann laufen Schulden auf und wenn die UH Pflicht vorrüber ist, meldet er Insolvenz an und schwups lösen sich die UH Schulden in Luft auf. Wenn er auf abänderung des Titels klagt , sind es dann weniger Schulden. Wenn er es so macht wie ichs gemacht habe und nur 20€ Zahlen muss ( trotz gut bezahlten Job) dann habt ihr beider wieder ein Problem. Sicher sollst euer Kind das zustehende Geld bekommen, garkeine Frage nur das wie ist sone Sache. Meine Ex hatte auch gedacht sie könnte das so locker flockig durchziehen und war der meinung Jemand der 1800€ verdient da kann man geld holen, dass ende vom Lied war , sie bekommt 20€ , wo ich auch nicht entscheiden durfte ob ich das annehme oder nicht , sozusagen als Kulanz und das dass Gericht es gerne sehen würde wenn wenigstens 20€ fließen würde, ich hätte auch nein sagen können dann wären es 0€ gewesen. Also solche Sachen können auch nach hinten los gehen.

lg