An die Stillenden Mamas!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von purzel21 06.05.10 - 09:55 Uhr

Hallo und guten Morgen!

Ich wende mich mit einer Sache an euch, die ich schon seit Ewigkeiten einfach nicht hinbekomme.

Mein Sohn ist jetzt 12 Monate alt und ich muss ihn nachts immernoch stillen. Ich habe sehr gern gestillt und sehe da an sich auch kein Problem. Aber ich merke in letzter Zeit, dass ich es einfach nicht mehr kann und will. Mein Sohn schläft abends allein in seinem Bettchen in seinem Zimmer ein (ich muss ihn da aber begleiten in Form von Streicheln) und es dauert allerhöchstens 1-2 Stunden, dann wird er wach und will gestillt werden.

Dann mache ich das, lege ihn wieder in sein Bett und es dauert wieder höchstens 30-60 Minuten, dann wird er wach und will wieder an die Brust. Meist wenn ich dann ins Bett gehe und er wird wach, nehme ich ihn dann mit und er wird wieder gestillt. Doch das geht dann meist die ganze Nacht lang durch...mal mehr, mal weniger...je nachdem.

Ich habe absolut nix dagegen, dass er mit bei mir im Bett schläft...im Gegenteil. Ich möchte einfach nicht mehr stillen...ich merke auch, dass ich eigentlich kaum noch Milch habe. Also am Hunger oder so kanns nicht liegen.

Ich habe auch schon alles Mögliche versucht...ihm Wasser oder Tee angeboten, Kuscheltiere, Vorsingen oder Summen, auf dem Arm tragen usw. aber nix hilft. Er will an die Brust, koste es was es wolle!

Kennt ihr dieses Problem und kann ich dagegen irgendwas tun ohne ihn die ganze Nacht lang brüllen zu lassen? Ich muss dazu sagen, dass ich wieder arbeite und merke, dass mich das nächtliche ständige Aufwachen irgendwie schlaucht. Ich kann dann immer schlecht wieder einschlafen....

Sorry, ist etwas lang geworden, aber ich hoffe auf Tipps von euch! #danke

LG

Beitrag von elistra 06.05.10 - 10:10 Uhr

zuerstmal, lass ihn doch bei dir schlafen, dann brauchst du nicht ständig aufstehen, was dir natürlich mehr schlaf bringt, ansonsten guck mal hier rein: http://www.rabeneltern.org/schlafen/wissen/schlafen-rupp-gordon.shtml vielleicht hilft dir das weiter.

Beitrag von purzel21 06.05.10 - 10:52 Uhr

Danke für den Tipp!

Klingt sehr gut und ich werde es evtl. mal ausprobieren. Mal sehen, wie mein Sohn darauf reagiert...vielleicht bringt es ja einen kleinen Erfolg ;-)

LG

Beitrag von hedda.gabler 06.05.10 - 16:37 Uhr

Hallo.

Ich habe auch meine Kleine mit knapp 1,5 Jahren nachts nach der Gordon-Methode abgestillt (tagsüber wurde dann noch bis zum 2. Geburtstag bei Bedarf gestillt).
http://www.rabeneltern.org/schlafen/wissen/schlafen-rupp-gordon.shtml

Voraussetzung ist Familienbett, zumindest dann wenn man sich selbst hinlegt (meine Kleine schlief zu dem Zeitpunkt schon in ihrem eigenen Zimmer und ich habe sie zu mir genommen, wenn ich selbst ins Bett gegangen bin ... das wurde aus Sicherheitsgründen irgendwann so eingeführt ... Barrieren und ähnliches im Familienbett halfen nämlich nichts gegen rausfallen).
Nach drei mehr oder minder anstrengenden Nächten (in der 1. Nacht hagelte es für mich Ohrfeigen, als ich das Restaurant geschlossen hielt) war das Thema durch ...

... ich hätte den Versuch allerdings abgebrochen, wenn ich gemerkt hätte, dass meine Kleine noch nicht so weit ist ... auf Biegen und Brechen hätte ich sie nicht abgestillt ... wir hatten wohl Glück und haben den richtigen Zeitpunkt erwischt.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von evebaby 06.05.10 - 10:43 Uhr

hallo, das war bei uns ähnlich, der kleine schlief 1. nur mit brust ein wachte nachts ständig auf und wollte milch..

hab dann zuerst angefangen das stillen zum einschlafen wegzulassen (aber das machst du ja nicht)
als dies gut klappte gab ich ihm nachts nichts mehr, es geb geschrei theater, ein paar tage lang, hab ihn in arm genommen, gestreichelt so gut es ging, irgendwann ist er vor erschöpfung eingeschlafen..
so richtiges theater mit geschrei war so 3,4 tage lang, aber max 10 min.

nach einer guten woche hat er es akzeptiert.

haben das dann eine weile so laufen lassen und dann tagsüber abgestillt, da gabs 2 tage stress und dann wars ok..

ich sagte ihm auch die milch ist leer, er hat schon alles getrunken ;-)

seit dem sind wir komplett stillfrei und er schläft nachts durch :-)


lg und viel erfolg

Beitrag von miriamama 06.05.10 - 10:52 Uhr

>>irgendwann ist er vor erschöpfung eingeschlafen.. << #schmoll#schmoll#schmoll#schmoll

Beitrag von woelkchen1 06.05.10 - 11:03 Uhr

Du, ich stille meine Maus auch noch in der Nacht, und bin absolut gegen Schreien lassen. Allerdings empfinde ich die Lösung über dir als nicht blöd.
Jede Mutter hat ein Recht dazu, zu entscheiden, wann es genug ist. Und wenn ein Kind dann weint, dabei in Mama´s Bett und Mama´s Armen liegt, empfinde ich das nicht als Zumutung! Er bekommt dabei doch alle Nähe, die er brauch.

Das ist doch ähnlich, wie wenn meine Maus zum Abendbrot unbedingt Salzstangen will, ich sie ihr nicht gebe. Sie weint, bekommt leckere Alternativen und wird getröstet. Empfindest du das auch als #schmoll#schmoll#schmoll#schmoll?

Beitrag von miriamama 06.05.10 - 11:41 Uhr

Das ist was anderes... natürlich bekommt Charlotte ihren Willen nicht immer.

ABER, mal ehrlich, nur weil die Mutter kein Bock mehr zu stillen hat, muss das Kind mitziehen? Nein, ich finde nicht. An erster Stelle sollte meiner Meinung nach immer das Wohl des Kindes liegen! Und nicht, ob die Mutter einfach nicht mehr stillen möchte. Das Kind begreift nicht, wieso Mama nicht mehr stillen möchte. Mama sollte aber nachvollziehen können, dass das Baby nachts noch gestillt werden möchte! Es ist ein Kind und KANN sowas noch nicht verstehen! Charlotte würde die Welt nicht mehr begreifen! Wieso sollte sie es auch können?

Beitrag von woelkchen1 06.05.10 - 12:26 Uhr

Ja, das Wohl des Kindes ist das Wichtigste. Aber auch Mama´s wohl ist nicht ganz unwichtig. Du und ich können nicht entscheiden, wie unwohl sich die TE mit der Sache fühlt.
Und ein Jahr stillen find ich für den Durchschnitt sehr gut- sie hat ihrem Kind alles gegeben, oder?

Bist du ehrlich der Meinung, dein Kind brauch die Milch????
Also meine nicht mehr. Sie trinkt zwar noch gut in der Nacht, aber BRAUCHEN tut sie die Nähe und Mama´s Kuschelbrust, dessen bin ich mir sicher. Die Milch ist zweitrangig. Und wenn eine Frau keine Lust mehr hat, nachts soooo oft zu stillen, die Nähe aber weiterhin gibt, dann find ich das ok.

Auch ich trage mich mit dem Gedanken, nachts abzustillen, weil ich wieder schwanger bin, und mir ein Kind dauernuckelnd an der Brust reicht. Das heißt ja aber nicht, dass ich meinem Kind was nehme. Momentan schläft Scarlett die meiste Zeit auf mir in der Nacht, das wird sie natürlich auch weiterhin dürfen.

Beitrag von miriamama 06.05.10 - 12:50 Uhr

Ja, Charlotte braucht die Milch def. noch. Sie isst kaum und trinkt viel. Ich hab schon mal versucht am Tag weniger zu Stillen, was aber ihren Appetit nicht anregte. Sie braucht die Milch noch zum satt werden. Aber ich denke, da ist jedes Kind unterschiedlich. Immerhin wurde sie auch 11 1/2 Mon vollgestillt, sowas kommt auch nicht oft vor.

Ich finde es auch okay, wenn Mama keine Lust mehr hat nachts oft zu stillen, aber deswegen muss ein Kind doch nicht die Konsequenz dafür tragen müssen. Das finde ich etwas viel verlangt..

Ich denke schon, dass du deinem Kind was nehmen würdest, wenn du die Brust nicht mehr nachts gibst. Sagen wir es mal so, dass du nnun wieder ss bist, versteht dein Kind ja nicht und begreift deswegen schon lange nicht wieso es nicht mehr die Brust bekommt.

Beitrag von woelkchen1 06.05.10 - 17:22 Uhr

Gut, wenn Charlotte die Milch brauch, Scarlett brauch sie, wie gesagt, nicht mehr.

Seh es mal aus anderer Sichtweise, wenn du es mit "Verstehen" meinst.

Wenn ich Scarlett sage, die Brust ist alle, leer, versteht sie den Sinn schon recht gut. Sie versteht aber nicht, wieso. Wie bei vielem im Leben.

Wenn ich Scarlett sage, zum Abendbrot gibt es keine Salzstangen, versteht sie gar nichts mehr. Das ist doch Essen, dazu schmeckt es sehr gut. Und das die Salzstangen nicht alle sind, weiß sie sehr genau.
Trotzdem untersage ich ihr die Salzstangen, auch wenn sie nicht verstehen kann, wieso.

Das ist Teil der Erziehung.
Ich bin für das Langzeitstillen und kenne alle Vorteile, aber wie bei allem- jeder muß sich damit wohl fühlen!

Beitrag von li123 06.05.10 - 12:56 Uhr

Liebe Miriamama

irgendwie kann ich nicht so ganz nachvollziehen, warum das Kindeswohl derart geschädigt wird, wenn man abstillt und Dinge tut, die das Kind vielleicht noch nicht versteht.

Irgendwann kommt immer irgendwas was sie nicht verstehen...

Und wenn man das Kind mit seinem Unglück, sofern es das denn ist (und nicht nur Wut), nicht grundsätzlich allein lässt, sind solche Entscheidungen durchaus von der Mutter zu fällen.

LG

Li

PS: Falls das der Ansatz "Erziehung vom Kinde aus" sein soll: ich bin auf so einer Schule groß geworden. "Erziehung vom Kinde aus" hat nicht NUR Vorteile für das Kind. (Im Gegenteil: ich denke die Nachteile überwiegen... musste das leider am eigenen Leib erfahren).

Beitrag von miriamama 06.05.10 - 13:10 Uhr

HI!!


Ich meine auch nicht, dass man Kindern jede Entscheidung nehmen sollte, klar muss man einfach vieles für die Kinder entscheiden.

ABER, wenn eine Mutter hier nun gepostet hätte, sie möchte dem Kind den Schnuller nachts abgewöhnen, hätten ALLE "Halt" und "Stopp" geschrieen! Ist ja auch richtig so! Man kann dem Kind doch nicht solche, m.M.n., wichtigen Dinige nehmen! Das ich wie das Kuscheltuch oder der Kuschelhase oder sowas... Charlotte hat beides nicht, sie hat mich. ICH bin die Tröstende und ihr Halt. Und das Gleiche ist es für mich nachts. Wenn sie nachts wach wird, finde ich es vollkommen okay, wenn sie meine Brust möchte um wieder runterzukommen und einzuschlafen. Ein Schnuller ist da nur "billiger" Ersatz... Ich finde nix wichtiger, als das ein Kind beruhigt und seelig einschlafen kann.

Ich selber wurde als Baby und auch später immer viel weinen gelassen und was hab ich jetzt davon?? Starke Einschlafprobleme.. ich bin 22 und kann nicht allein einschlafen! Ich war schon in Therapie, weil ich so starke Probleme hatte (nicht nur wegen dem Schlafen).

LG!

Beitrag von li123 06.05.10 - 13:18 Uhr

Tja und da sitzt glaube ich der Hase (oder wars der Hund?;-)) begraben!

Wir versuchen ja immer genau das gut zu machen, was bei uns selber schlecht war.

Wir müssen nur höllisch aufpassen, dass wir nicht das extreme Gegenteil machen. Denn Extreme sind nie gut.

Ein Mittelweg möge uns allen gelingen...#klee

Liebe Grüße

Li

Beitrag von miriamama 06.05.10 - 13:25 Uhr

Klar, versuche ich es besser zu machen, als meine Eltern es gemacht haben. Ich versuche auch einen gesunden Mittelweg zu finden, aber ich glaube KEINEM ist das das bis jetzt gelungen! ;-)

Beitrag von evebaby 06.05.10 - 13:53 Uhr

ich habe ihn jetzt fast 2 jahre lang gestillt, tag für tag..

ich habe am ende gemerkt das es mir nicht mehr gut tut.

ich war "genervt" wenn er an der brust war, er hat oft gebissen (ja mit absicht) er hat so komisch geschaut gebissen und sich dann schlapp gelacht.

ich fand das keine gute lösung weiter zu stillen wenn es mich selber so stört sobald er an der brust ist, er lag auch nicht mehr "brav"dran, er hat ein 2 schluck getrunken ist dann runter, dann wollte er doch wieder, alles zusammen einfach nur stressig.

das abstillen hat ihm nihct geschadet, im gegenteil, er schläft nachts durch was ihm sehr gut tut.

er fragt auch garnicht mehr nach der brust,-ihm war es ziemlich schnell egal das er sie nicht mehr bekommt.

körperliche nähe bekommt er trotzdem sehr viel, er schläft noch bei mir im bett, wir kuscheln viel, manchmal kuschelt er sich auch zum schlafen in meinen arm, er bekommt alle nähe und liebe die er braucht, aber er wird eben nichtmehr gestillt..


lg eve

Beitrag von purzel21 06.05.10 - 10:56 Uhr

Danke für deine Antwort!

Das Abstillen tagsüber war überhaupt kein Problem. Ich glaub, so mit 8 Moanten waren wir tagsüber komplett stillfrei. Aber eben nachts nicht...

Ich muss sagen, dass ich ihn auch ne ganze zeitlang einschlafgestillt habe. Aber dann konnte er plötzlich auch ohne Brust einschlafen (bin dann bis heute aber immer bei ihm geblieben als Einschlafhilfe).

Es ist vielleicht auch so, dass er es einfach nicht anders kennt und deshalb so darauf behaart. Und wenn ich mit ihm rede, versteht er das ja nun nicht wirklich, was ich von ihm will...

Und ich wäre froh, wenn das Gebrüll nur 10 Minuten dauern würde. Das ist bei uns eben nicht der Fall...er brüllt und brüllt und brüllt bis ich eben dann doch nachgebe. Das weiß er vielleicht auch...

Naja, mal schauen. Ich hoffe, dass ich eine Lösung finden werde.

LG

Beitrag von miriamama 06.05.10 - 11:45 Uhr

Wenn dein Kleiner schon von alleine nicht mehr Einschlafstillt, wird er sich auch irgendwann selbst nachts abstillen... davon bin ich überzeugt!

Beitrag von li123 06.05.10 - 10:44 Uhr

Weil nicht so viele Antworten kommen, schreib ich mal... ich stille zwar nicht mehr, aber eine Meinung bzw. Ideen habe ich vielleicht trotzdem. ;-)

Ich persönlich denke, Du wirst um ein paar "Schrei-Nächte" nicht drumherum kommen... #schrei Dein Kind nutzt Dich und Deine Brust als Nucki... das macht man vielleicht eine ganze Zeit mit, aber wenn Du wieder arbeitest, brauchst Du Deine Kraft.

Die Nächte werden besser, wenn DU eine Entscheidung getroffen hast.

Entscheidest Du Dich, nicht mehr zu stillen, wird es auch Dein Kind akzeptieren. Du darfst nur nicht wanken... (Ich weiß, ist leicht gesagt... #schein)

Bitte Deinen Mann um Unterstützung. Meiner hat das damals so wunderbar mitgetragen und ist auch immer wieder an Inas Bett gegangen, um sie zu beruhigen...

Es ging dann ganz schnell. Ein Abend 20 Minuten Gebrüll, am nächsten nur noch 5 Min.

Dann wars geschafft! #schwitz

Da waren unsere Nächte aber auch nicht so schlimm wie Deine...

Denke, es wird vielleicht ein bisschen länger dauern... aber Ihr schafft das schon!

Alles Gute und viel Erfolg!

Li mit Ina (wird am Sonntag 2 #huepf)

Beitrag von purzel21 06.05.10 - 10:51 Uhr

Danke für deine Antwort!

Da ist das nächste Problem: Mein Partner ist die Woche über nie da...beruflich unterwegs. Deshalb kann er mich da leider nicht unterstützen :-(

Ich muss auch sagen, dass mein Sohn ein ziemlicher Dickkopf ist. Er schreit und brüllt was das Zeug hält, wenn ich ihm die Brust nicht gebe. Er lässt sich dann auch nicht ablenken oder so. Ist gaaanz schwierig...

Ich gebe zu, dass ich schon versucht habe, ihm das Abstillen schmackhaft zu machen mit viel Geduld, aber das artete dann in 1-2 Stunden Gebrüll aus. Mein Sohn hat da viel Ausdauer und meine Nerven sind dann am Ende...

Naja, ich muss mal schauen. Vielleicht ist er auch einfach nicht soweit? Ich möchte es ja auch nicht erzwingen, aber ich weiß vom Gefühl her, dass es für uns beide angenehmer sein würde...

LG

Beitrag von li123 06.05.10 - 11:01 Uhr

Hallo Purzel,

das hört sich ja nicht so gut an...

Es ist sicher schwer das alleine durchzuziehen.

Ich glaube schon, dass Dein Kind so weit ist. Er ist schon 1 Jahr alt und versteht sicher schon mehr als man glaubt.

Wenn es sich nach Hunger oder Durst anhören würde, würde ich ja sagen: lass ihm die Brust noch ein bisschen. Aber ehrlich? Wenn ich lese, wie Du es beschreibst, dann nutzt er die Brust als Schnuller...

Und ich finde, das geht nicht! Es ist weder für Dich gut noch für das Kind.

Ich glaube, eine Mama, die entschieden für sich selbst gut sorgt, hilft mehr als Kompromisse und "es sich für den Moment leicht machen".

#schein

Wenn Dein Mann über Nacht nicht da ist, kannst Du vielleicht eine Freundin oder Deine Mutter oder so bitten?

Wichtig ist, dass Du Dich entscheidest. Das ist mir immer wieder klar geworden: ich kann nur das durchziehen, was ich auch selbst entschieden hab. #pro

Sag mal, nimmt Dein Kleiner denn einen richtigen Schnuller?

Liebe Grüße
Li

Beitrag von purzel21 06.05.10 - 11:10 Uhr

Nein, er nimmt keinen Schnuller. Hat er auch noch nie...er ist ein reines Still- und Brustkind ;-) Genauso wie er nie aus einer Flasche getrunken hat...

Und so möchte ich ihm eigentlich keinen Schnuller mehr angewöhnen (mal davon abgesehen, dass er ihn sowieso nicht nimmt).

Ich denke auch, dass ich für ihn ein Nuckerersatz bin, aber was soll ich dagegen tun? Ich weiß mir selbst keinen Rat mehr, denn alles was ich anbiete, verweigert er strikt.

Meine Mum muss selbst auch früh raus, weil sie arbeiten geht. Sie wäre mir da wohl auch keine große Hilfe.

LG

Beitrag von li123 06.05.10 - 11:27 Uhr

Ich glaube, er braucht kein Alternativangebot.

Du musst "einfach" nur die Brust verweigern. Du wirst sehen, sobald Du in Deiner Entscheidung stark bist, wird er nicht mehr Stunden schreien, weil er merkt, es bringt nichts mehr!

Wir haben Ina damals 5 Minuten schreien lassen (wirklich mit Uhr daneben) und dann eine Minute rein. In der Minute blieb sie aber liegen und wir haben mit ihr gesprochen. Aber keine Sätze wie: Du arme Maus etc... sondern nur: Du bist jetzt schon ganz groß und brauchst nichts zu trinken... Guck mal, jetzt schläfst Du und morgen lacht die Sonne...

Immer positiv reden.

Klar, jetzt wo das geklärt ist, bekommt sie nachts auch was zu trinken (Wasser), wenn sie Durst hat. Aber die ersten Nächte haben wir das durchgezogen.

Ich konnte auch an ihrem Weinen erkennen, dass sie wütend war und nicht traurig oder so. Und Wut ist doch auch mal ok. Müssen die Kleinen doch auch kennenlernen.

Nur: DU bist die Große! DU entscheidest.

Das musst Du Dir immer wieder sagen.

Liebe Grüße

Li

Beitrag von miriamama 06.05.10 - 11:44 Uhr

Ob dein Kind 5 Min schreit oder 30, merkt das Kind nicht! Kinder haben einfach kein Zeitgefühl. Sorry, aber klingt so ziemlich nach JKKSL.... :-[

Und richtig! SIE ist die Große! Sie sollte zurückstecken können! Das muss ein kleines Kind noch nicht können!

Beitrag von li123 06.05.10 - 11:47 Uhr

Was heißt denn JKKSL?

Ich finde ehrlich gesagt man kann so was auch liebevoll machen. Und ehrlich: Kinder alles entscheiden zu lassen... ich weiß nicht. #kratz

LG

Li

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