Paukenröhrchen-OP/Polypen: Zu leicht für OP?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von tania_77 06.05.10 - 10:24 Uhr

Hallo,
ich hab mal eine Frage an diejenigen von Euch, deren Kinder Paukenröhrchen und/oder Polypen entfernt bekommen haben. Unser HNO-Arzt meinte, sie machen die Op ab 18 Monaten und 11kg. Das würden die ja dann wiegen. Unsere Kleine wiegt aberjetzt, mit gut 16 Monaten, erst 8,6 kg und ich glaube nicht, dass sie in zwei Monaten auch nur im zweistelligen Bereich ist. Der Arzt meinte, da müsste man eben abwägen, er würde die OP trotzdem machen. Auf meine Frage, ob denn dann ein größeres Risiko bestände, meinte er nur, naja, sie hätte halt weniger Reserven. Muss ich mir jetzt Sorgen machen? Gabs bei Euch vielleicht auch so ein Leichtgewicht?
Freue mich auf Eure Antworten.

Beitrag von querula 06.05.10 - 11:59 Uhr

Hallo,

meine Tochter hatte damals die Polypen rausbekommen. Da war sie allerdings schon 3,5 Jahre alt. Aber als sie ca. 1,5 Jahre alt war stellte sich raus, dass ihre Schneidezähnchen wohl nicht ganz in Ordnung wären und sie Krönchen bräuchte. Meine KiZa meinte damals, dass wir damit auf jeden Fall noch warten werden, bis sie 2 Jahre alt wäre, weil man OPs erst so ab ca. 2 Jahre vornimmt. Sie sagte aber auch, wenn die Zähne sich verschlechtern würden bzw. Schmerzen auftreten, dann würde man schon früher operieren müssen.

Hab mir dann auch enorm viele Sorgen gemacht und meine KiA um Rat gebeten. Sie konnte mich beruhigen. Es ist wohl normal, dass Ärzte dieses Alter als "Mindestalter" angeben, weil die Kinder dann schon etwas "robuster" wären. Allerdings: Wieviele Säuglinge, Babys gibts, die schon viel früher und viel größere Eingriffe über sich ergehen lassen müssen? Ein Eingriff bleibt ein Eingriff. Es kann auch was passieren, wenn das Alter/Gewicht erreicht wurde. Verstehst du was ich meine?

Liebe Grüße und #pro
Querula mit Tatjana (6,5 Jahre), Hannes (16 Monate) und #ei (9. SSW)

Beitrag von tania_77 06.05.10 - 12:54 Uhr

Vielen Dank für Deine Antwort.
Das mit den Operationen bei viel kleineren Babies habe ich auch gedacht. Dann hab ich aber gedacht, es ist ja eine geplante OP, da wird natürlich anders überlegt. Aber ich glaube, dass diese ständigen Infekte auch mit ein Grund dafür sind, dass die Kleine so leicht ist, denn sie würde sicher besser essen, wenn sie nicht ständig krank wäre... Ihr habt mich auf jeden Fall sehr beruhigt, danke. Jetzt schau ich mal, was die Kinderärztin dazu sagt...

Beitrag von monsti2005 06.05.10 - 12:04 Uhr

Hallo,

also unsere Tochter hat letztes Jahr (da war sie 20 Monate) Paukenröhrchen bekommen und ihr wurden die Polypen entfernt...sie hatte da auch gerade mal 8,6 kg. Bei ihr wurde es zwar stationär gemacht, aber das hat andere Gründe...wären bei ihr nicht die anderen "Baustellen", hätte unser HNO die OP auch ambulant gemacht, trotz des geringen Gewichtes!

Es wird bei Euch ja mit Sicherheit einen Grund geben, warum die OP nötig ist und nicht unbedingt noch länger gewartet werden kann, oder? Wenn Dein HNO wegen des Gewichtes bedenken hat, vielleicht wäre stationär dann ja noch eine Option für ihn?

LG Monsti

P. S. Ansich finde ich es aber schon gut von dem HNO, dass er nicht auf Teufel komm raus einfach losschnippelt, sondern auch ein bißchen abwägt...!

Beitrag von monsti2005 06.05.10 - 12:18 Uhr

wegen OP's die schon früher (vor einem bestimmten Mindestalter/-gewicht, etc.) gemacht werden...! (Habs gerade in der Antwort über mir gelesen, deshalb komm ich darauf!)

Meine Tochter wurde mit 9 Monaten am Kopf wegen einer schweren Erkrankung notoperiert...da hat natürlich keiner auf ihr Gewicht oder ähnliches geachtet...aber da war die Risiko-Nutzen-Verteilung natürlich ganz anders...OHNE diese OP wäre sie nicht mehr am Leben! Andere werden schon als kleine Babys am Herzen, o. ä. operiert, weil es eben sein MUSS!

Eine Paukenröhrchen/Polypen-OP ist aber ja in den wenigsten Fällen wirklich lebensnotwendig und deshalb finde ich es generell schon sehr positiv von Deinem Arzt, dass er die Notwendigkeit vs. seiner Mindestgewichtsgrenze bei OP abwägt!!!

LG Monsti

Beitrag von tania_77 06.05.10 - 12:49 Uhr

Vielen Dank für Deine Antwort, Du beruhigst mich sehr. Ich finds ja vom Grund her auch gut, dass da nicht sofort jeder unters Messer kommt, nur diese schwammige Antwort hat mir doch etwas Sorgen gemacht. Naja, Sorgen mach ich mir sowieso etwas, das ist ja auch normal :-) Wir müssen eine Nacht im Krankenhaus bleiben zur Beobachtung, das ist bei unter 3 Jährigen bei dem Arzt so und das find ich auch gut.
Gründe dafür gibts genug, sie ist ständig krank und hört auch nicht gut, was ja wiederum auch das Sprechenlernen beeinflusst. Und sie schläft superschlecht (das allein wäre natürlich kein Grund für eine OP, aber ich erhoffe mir ja als Nebeneffekt auch ein bisschen ruhigere Nächte)...
Konntest Du denn bei Deiner Tochter eine Besserung feststellen mit den Röhrchen?

Beitrag von monsti2005 06.05.10 - 13:01 Uhr

Hallo,

na wenn es bei Euch eh stationär gemacht wird, seid ihr ja unter Beobachtung...das ist doch schon mal gut!!!

Die Röhrchen sind bei unserer Maus ein Segen, in jeglicher Hinsicht (sie neigt zu MOEs und leider auch zu damit verbundenen Komplikationen)! Was die unruhigen Nächte angeht...seit die Polypen raus sind, ging es Schlag auf Schlag, dass sie angefangen hat durch zuschlafen (vorher max. 2 Stunden am Stück)...obs tatsächlich mit den Polypen zusammen hing, weiß ich natüich nicht, aber es war schon auffällig, dass es plötzlich so viel besser wurde!

Ich drück Euch ganz fest die Daumen, meld Dich doch mal, wie es bei Euch weiter gegangen und die OP verlaufen ist...gerne dann auch per PN!

LG Monsti

Beitrag von tania_77 06.05.10 - 15:02 Uhr

Ganz herzlichen Dank. Ein bisschen Zeit haben wir ja noch (16.7.), aber ich meld mich dann gern. Vielleicht auch nochmal vorher, falls Du nichts dagegen hast und ich doch ne Frage hab.
LG

Beitrag von monsti2005 06.05.10 - 17:21 Uhr

Klar, kannst mir jederzeit gerne schreiben! Wenn Du Fragen hast und ich Dir irgendwie weiterhelfen kann, mach ich das gerne!

LG Monsti