Katze vermutl. angefahren - Unterkiefer ausgerenkt evtl. gebrochen

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von liesschen_1980 06.05.10 - 10:59 Uhr

Hallo zusammen,
unsere 'kleine' Katze -Freigänger, meist auch nachts- wurde vermutlich vorgestern Nacht oder Morgen angefahren/überfahren. Auf jeden Fall hatte sie einen Unfall.
Ich habe sie gestern vormittag gesucht, nachdem ich sie schon vermisst hatte und habe sie dann zusammengekauert auf unserer Terasse gefunden.
Das Bild war für mich ganz schön schrecklich, beide Augen sahen aus, als würden sie blind sein und guckten jeweils nach oben zur Seite weg (wie sich später beim TA rausstellte, kam das 'nur' von der Schwellung am Kopf) und es fehlt in Streifen an zwei Stellen Fell am Kopf, direkt gegenüber. Am Maul oben ein Riss.
Ansonsten kein Blut, alle Beinchen okay, der Körper auch.

Am Telefon meinte der TA, dass es sich anhört, als sei sie überfahren worden, aber hätte nochmal ganz grosses Glück gehabt.
Später stellte er fest, dass der Unterkiefer ausgerenkt ist. Er meinte, wenn der gebrochen sei, sähe es ganz ganz schlecht aus, dann könne er auch nichts machen.
Sie bekam und bekommt heute abend auch nochmal 'Metacam'.

Mittlerweile frisst sie schon etwas, aber nur in Wasser aufgeweichtes und zermatschtes Nassfutter.
Eben hat sie aber vor Schmerz einmal kurz aufgejault.

Hat jemand schonmal Erfahrung damit gemacht?
Hatte eine Katze ähnliche Verletzungen?

Ich hab echt Angst um sie und die Kleine tut mir so leid.

Und ich finde es total merkwürdig, dass nur der Kopf betroffen ist. Mich macht das stutzig. Ich habe Angst, dass irgendwo irgendwer Fallen aufgestellt hat (ich kann mich dunkel erinnern, dass das schonmal im Dorf rumgetratscht wurde).
Nagut, das nur nebenher, ich werde das wohl eh nicht rausfinden.

Heute abends gehts nochmal zur Kontrolle.
Ich hoffe, er gibt Entwarnung. Ich hab ihr versprochen, wir kriegen sie wieder hin ;)
LG Anne

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 11:11 Uhr

Wurde sie zur genaueren Diagnose nicht geröngt?

Das würde ich als erstes machen. Wenn die Schäden zu gravierend sind, muss sie sich ja nicht noch Tage quälen bevor man merkt es bringt nichts.


Und wenn der Unterkiefer ausgerenkt ist, öhm hat er nicht vor das wieder einzurenken?

Beitrag von liesschen_1980 06.05.10 - 11:21 Uhr

Ich habe nur mit dem TA telefoniert, mein Mann war dann mit ihr bei ihm (ich bin krank, daher ist er gefahren). Soweit ich das verstanden habe, hat er nicht geröngt. Ich war auch etwas verwundert.

Aber wie geschrieben, ich war nicht dabei und wir waren alle doch etwas aufgewühlt, da kommts zwischen meinem Mann und mir manchmal zu 'Verständnisproblemen'. Ich glaube, wir haben gestern vor Aufregung wie die Hühner aneinander vorbeigegackert.

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 11:23 Uhr

Ist er nun beim Ta oder zu Hause?

Beitrag von liesschen_1980 06.05.10 - 11:36 Uhr

Arbeiten.
Heute abend soll er nochmal vorbeikommen.

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 11:53 Uhr

Ich meine die Katze ;-)

Wie gesagt, ich würde ihn unbedingt röntgen lassen

Beitrag von liesschen_1980 06.05.10 - 12:20 Uhr

Oh ;-) Ist eine SIE, ihr gehts -soweit ich es eben beurteilen kann- ganz gut. Sie benimmt sich (bis aufs 'schwerfällige' Essen) normal, will schmusen, man darf sogar den Kopf streicheln, springt in ihr Körbchen (dass ich erst unten stehen hatte, aber da hat sie es nicht so akzeptiert, wenns auf dem Stuhl steht, geht sie problemlos rein). Die Augen sind auch wieder normal, die Schwellung scheint also zurückgegangen zu sein. Sie steht sogar vor der Tür und will raus #zitter Aber nein, das gibts nicht.

Kennst du Dich gut mit kranken oder verunfallten Katzen oder Tieren im allgemeine aus?

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 12:25 Uhr

Grob ein bisschen. Ich kann eben nur von dem sprechen, was ich bereits erlebt bzw mitbekommen habe.

Du kannst deine Katze selbst am besten einschätzen, bzw wie es ihr geht.

Hast du und der Tierarzt ein gutes Gefühl, dann wartet erstmal ab. Sollte etwas unklar sein, würde ich doch zum röntgen tendieren um zu sehen wie groß der Schaden ist.

Was mir spontan aber noch einfällt: kann sie aus dem Fenster gefallen sein? Ca 1-2 Stock?

Beitrag von liesschen_1980 06.05.10 - 12:46 Uhr

Bei uns zumindest nicht.
Ich kann aber leider auch nicht sagen, wo sie sich rumtreibt. Vielleicht ist sie ja wo anders runtergefallen?!
Was ich eben einfach nicht so ganz verstehe, ist, dass ihre Beine und auch so der Körper unversehrt sind/ist. Sie war zittrig und ist zittrig gestern, nachdem ich sie gefunden habe, in ihren Korb gekrabbelt. Vor Schreck zittrig meine ich. Nichts an den Knochen ...naja, was ich mir so als Laie eben denke... Hab nacheinander alles gestreichelt (sie hats gleich zugelassen) und sie ist nicht zusammengezuckt. Ich glaub, sie war froh, dass ich sie gefunden habe und sie 'in Sicherheit' war.

Wir werden das mit dem Röntgen nachher ansprechen. Ich möchte ja auch Klarheit haben.
Ich muss meinen Mann auch nochmal fragen, ob der TA den Kiefer wieder eingerenkt hat. War gestern hier tatsächlich wie im Hühnerstall #hicks

Tut mir leid, dass Du da schon so viel mit ansehen musstest und es tut einem auch um die Tiere weh.

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 12:53 Uhr

Du das war mein Beruf, von daher hab ichs mir freiwillig ausgesucht.


Typisch bei Fensterstürzen sind verletzungen am Kopf. Körper und Beine sind meist unversehrt. Das kommt davon, dass Katzen sich in der Luft drehen und auf den Füßen aufkommen. Meist brechen sie sich dabei nichts. Allerdings hat der Kopf als einzigstes noch den Schwung des Falls und kann nicht abgebremst werden, weshalb er auf dem Boden aufschlägt, was zu Kieferbrüchen oder gar Schädelfrakturen, gehirnerschütterungen etc kommen kann.

Unterhalb des ersten Stocks haben Katzen meist nicht genug Zeit sich zu drehen, daher sind da eher gebrochene Beine häufiger, ebenso bei Stürzen ab dem 3. Stock, da sind meist auch die Verletzungen heftiger.

Wie sehen denn die Krallen aus? Sind die gesplittert, abgewetzt?

Beitrag von liesschen_1980 06.05.10 - 13:01 Uhr

Das was ich sehen konnte -hinten zumindest- eben, war soweit normal.
Was mich aber stutzig gemacht hat, dass sie, als ich ihr eines Vorderpfötchen genommen habe, nach mir schnappen wollte und hat meine Hand mit der Pfote weggedrückt. So ein "Lass ich da in Ruhe".
Ob nun nur auf ihre Vorderpfoten bezogen oder allgemein mag ich aber gerade nicht einschätzen.

War übrigens sehr interessant zu lesen. Ich glaube, ich hab sowas vor Jaaaahren auch mal gehört, aber es war nicht mehr abrufbereit ;)

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 13:05 Uhr

Bei Autounfällen sind die Krallen meist (aber nicht immer) gesplittert, da die Katzen sich Reflexartig versuchen festzukrallen, wenn sie weggeschleudert werden und so meist auf dem Asphalt rutschen :-(


Also: Heute nochmal gründlich untersuchen lassen, jetzt wo der erste Schock verdaut ist ;-) Denn egal WIE es passiert ist, jetzt geht darum dass es ihr bald wieder gut geht :-)

Und berichte dann mal.

LG

Beitrag von liesschen_1980 06.05.10 - 13:11 Uhr

"Denn egal WIE es passiert ist, jetzt geht darum dass es ihr bald wieder gut geht"

--> das dachte ich beim Schreiben auch gerade. Du hast Recht! Danke Dir für Deine Hilfe!
Ich melde mich.
LG Anne

Beitrag von liesschen_1980 07.05.10 - 19:29 Uhr

Hallo,
kurzes Update, was ich gerade geschrieben habe:

"Hallo,
danke für die Nachfrage :)
Bin krank, hab gestern schon früh geschlafen, aber jetzt dann der neuste Stand (darum schau ich auch gerade hier rein):
Der TA gab eine kleine 'Entwarnung' und meinte, es sieht soweit alles gut aus, den Umständen entsprechend.
Fieber hat sie keins mehr (hatte sie vorher - konnte mich ja dann gestern doch nochmal 'normal' mit meinem Mann austauschen nach dem ersten Schrecken)
Sie bekommt noch ihre Medizin, hat gestern auch nochmal zwei Spritzen bekommen beim TA.
Das mit dem Kiefer scheint sich 'normalisiert' zu haben (mein Mann hatte es so beim 1ten Besuch verstanden, dass er sich von alleine wieder einrenkt, ich hoffe, er hat es richtig verstanden, ich konnte bei einer -kurzen- Internetrecherche sowas nämlich nicht finden?). Der TA hat aber nur nachgefühlt. Er hat also wieder nicht geröngt. Er meinte, es liegt jetzt nur noch am Essen (so wie mein Mann sagte, denn er war wieder da, denn wie schon geschrieben, ich lag noch krank zu Hause).
Gut, das tut sie, ich würde sagen, sogar sehr gut, sie macht einen guten Eindruck für das, was war.
Wenn ich allerdings merke, dass sich ihr Zustand nicht weiter verbessert, dann werde ich Montag selbst einen anderen TA aufsuchen.
Ich weiss nämlich nicht so recht, mein Mann vertraut ihm voll und ganz.
Laut seinem Ruf ist einer der Besten hier in der Gegend, die Leute fahren teilweise eine 3/4 Std, nur um zu ihm zu kommen... (Arbeitskollegen von uns) Aber, das, was mir in meinem letzten Posting noch alles erklärt wurde zu dem Thema, geht doch relativ 'weit' an dem vorbei, was unser TA da macht - zumindest die Untersuchungsmethode
Ich weiss es nicht, ich habe den Beruf nicht erlernt - stutzig machts mich schon."

Ich wollte doch auch Dich auf dem Laufenden halten. Vielleicht erreiche ich Dich ja hierrüber.
Danke für Deine Hilfe nochmal. Hat mir einiges Verständlicher gemacht.
ich behalte also trotz der Aussage des TA "hauptsache sie isst" die Augen offen, da Du schriebst, das muss nichts heissen....
LG Anne

Beitrag von marion0689 06.05.10 - 11:14 Uhr

Oh nein die arme Kleine :-(

Für mich klingt es auch irgendwie merkwürdig dass "nur" der Kopf betroffen ist.
Bei uns in der Gegend haben ne zeitlang auch irgendwelche total bescheuerten,unterbelichtete Menschen Fallen aufgestellt. Wenn diese zugeschnappt haben, hing eben der Kopf in der Falle drin.

Gott sei Dank wurden die Schweine dann gefasst.

Ich wünsche euch alles alles Gute und dass es der Kleinen bald wieder gut geht!!!

PS: kann man einen Kieferbruch bei der Katze nicht operieren?? Mit Platten stabiliesieren oder so?? Beim hund meiner Schwiemu musste sowas nämlich auch mal gemacht werden.

LG

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 11:22 Uhr


PS: kann man einen Kieferbruch bei der Katze nicht operieren??

Doch kann man.

Beitrag von liesschen_1980 06.05.10 - 11:27 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Ja, ich meine, dass auch mal von solchen Fallen hier die rede war, ist aber schon ein einige Zeit her.
Der 'grossen' Katze ist noch nie etwas passiert, und die streunt manchmal auch mal länger rum als die Kleine. Toi toi toi.

Ich glaube, wir fragen mal den TA, ob das auch so eine Falle gewesen sein könnte, wenn ja, kann man mal die Augen offen halten, unser Dorf ist nicht sehr gross.
Ausserdem fragen wir dann nochmal wegen einer OP im Fall der Fälle - der hoffentlich nicht eintritt. Danke für den Tip, ich kenne mich damit nämlich nicht wirklich aus. Ich bin schon am Googlen.

Sie isst gerade wieder, also denke ich, das wird ein gutes Zeichen sein.
LG Anne

Beitrag von -tinkerbellchen- 06.05.10 - 11:28 Uhr

Das muss kein gutes Zeichen sein. Es gibt Tiere ie verhungern lieber als Schmerzen zu haben und welche die haben lieber Schmerzen als zu verhungern.....