Aktivitätennachweis pro Woche fürs Arbeitsamt

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von julianna03 06.05.10 - 11:22 Uhr

Hallo,

hab mal ne blöde Frage #schein.
Hatte neulich meinen ersten Termin bei meiner zuständigen Beraterin auf dem Arbeitsamt. Habe unter anderem auch so einen Aktivitätennachweiszettel mitbekommen auf den ich pro Woche eine Aktivität eintragen sollte.
Jetzt die Frage: Wenn ich mich jetzt in einer Woche voll dahinterklemme und in dieser Woche mehrere Aktivitäten habe, kann ich dann auch die nächsten Wochen auch mal nichts drin stehen haben? Aber wenn ich es dann im Durchschnitt sehe, dann natürlich wieder mindestens eine pro Woche herauskommt. Quasi vorarbeiten ;-).Geht das denn? Oder wollen die einfach eine kontinuierliche Bemühung sehen?
Meine Beraterin meinte sowieso, dass es bei mir in der Gegend nicht so viele Möglichkeiten gibt, die meinen Anforderungen entsprechen würden.
Ich suche nämlich nur eine Teilzeitstelle für höchstens 15 Stunden (hatte vorher nur 12, aber man muss ja 15 zur Verfügung stehen) und dann auch nur vormittags wegen der Kinderbetreuung.Außerdem helfe ich auch noch in der Pflege meiner Schwiegermutter mit, die ein Vollpflegefall ist.
Nur am Rande zur Erklärung warum ich so wenig arbeite, bzw. jetzt Arbeit suche....bevor irgendwelche netten Kommentare kommen...;-).
Wie gesagt, ich habe hier eben nicht so viele Möglichkeiten wo ich mich bewerben soll und die paar, die mach ich dann einfach alle auf einmal anstatt jede Woche jeweils eins zu machen. Oder soll ich mir das lieber aufteilen?
Vielleicht kann mir ja jemand was dazu sagen.

LG,
julianna

Beitrag von brynlie 06.05.10 - 11:50 Uhr

Hallo,

es kommt sicher viel auf die Beraterin an. Wenn sie schon weiß, dass die Anzahl potentieller AG beschränkt ist, ist das schon mal etwas.
Meiner hat es auch eingesehen, dass um die Weihnachtszeit z. B. einfach weder Auschreibungen herauskommen, noch man ernsthaft damit rechnen darf, mit telefonischen Anfragen auf Gegenliebe zu stoßen. Da waren auch mal 2 Wochen ohne nachweisbare Aktivitäten in Ordnung (OK Stellenbörsen hatte ich trotzdem regelmäßig durchforstst).

Ich denke mal, dass die optimale Strategie wohl darin besteht, dass Du Dich so schnell wie möglich schriftlich (also nachweisbar) bei möglichen AG meldest. Wenn Du dann eine Woche verstreichen lässt, bis Du telefonisch nachhakst, dürfte das auch OK sein.
Und danach solltest Du - und ich denke, das ist auch der Zwecke der Übung - Dir einfach regelmäßig Zeit nehmen, um Stellenbörsen zu checken/Newsletter einzurichten/Anzeigen zu lesen/Recherche zu betreiben, wer evtl. sonst noch als AG in Frage käme.

Schreib Dir für's erste auch auf, wie viel Zeit Du damit verbringst.

LG,
brynlie

Beitrag von mirabelle 06.05.10 - 13:24 Uhr

Eine Bewerbung pro Woche finde ich schon extrem wenig.

Bei einem Durchschnitt von 3-5 pro Woche wird Dein SB wohl zufrieden sein. Das ist auch bei Teilzeitstellen nur Vormittags eine realistische Größenordnung.

Und wenn Du 4 Wochen lang Stellenangebote sammelst, sind die Chancen recht gut, das Du nicht genommen wirst weil die Stellen schon besetzt sind. Ist das der Sinn der Übung???

Die andere Möglichkeit ist natürlich, wenn Du kein ALG beziehst - dann steht es Dir vollkommen frei, worauf, wann und wie oft Du Dich bewirbst.

M.

Beitrag von piep1988 06.05.10 - 13:37 Uhr

Wenn eine pro Woche gefordert ist und der SB so komisch denkt wie Du, dann würde ich an Stelle der Threaderstellerin auch nur eine pro Woche vorlegen.

Beitrag von mirabelle 06.05.10 - 13:40 Uhr

Das glaube ich nicht, das explizit nur EINE Bewerbung pro Woche gefordert worden ist.

Ich halte das für Interpretation der TE.

M.

Beitrag von julianna03 06.05.10 - 16:36 Uhr

Mit deiner Antwort hat sich meine Befürchtung beim Schreiben meines Threads bestätigt, dass es immer wieder Leute gibt, die nicht einfach auf die ursprüngliche Fragen antworten können...#augen.
Wenn ich schreibe, eine Aktivität pro Woche, dann meine ich das auch so. Da gibt es auch an der Aussage der Beraterin nichts misszuverstehen. Ich weiss ja nicht wie das bei dir ist, aber ich verstehe klare Ansagen ;-) und interpretiere da bestimmt nichts hinein......und mit einer Aktivität pro Woche meinte sie nicht mal eine schriftliche Bewerbung, sondern sie lässt auch eine telefonische Nachfrage gelten als Aktivität. Und da ich mit meiner Beraterin geredet hab und nicht du, denke ich, daß ich besser beurteilen kann was sie gemeint hat ;-).
Übrigens, wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, dann hättest du vielleicht selbst erkannt, dass großartig 4 Wochen lang Stellenangebote sammeln gar nicht möglich ist, da wie schon geschrieben, es hier nicht so viele Möglichkeiten gibt.....ausserdem hab ich ja nicht geschrieben, dass ich Angebote sammeln will.....eigentlich logisch, dass man da nicht warten soll,wenn man die Stelle möchte #klatsch.
Es ging eigentlich nur darum, dass wenn keine aktuellen passenden Stellenangebote vorhanden sind, und ich schon einige Initiativbewerbungen geschrieben habe,quasi schon "vorgearbeitet", ob es dann dramatisch wäre, wenn mal 2-3 Wochen nichts passiert.
Und weitere Fahrwege in Kauf nehmen muss ich auch nicht. Und das habe nicht mal ich gefordert, sondern meine Beraterin hat doch tatsächlich von "ganz allein" gesagt, dass sich alles weiter weg für mich dann nicht lohnen würde.....
Ich denke, es macht auch einen Unterschied ob ich jetzt eine Vollzeitstelle suche und voll das Arbeitslosengeld kassiere.....oder bisher wirklich nur ein paar Stunden gearbeitet habe und wieder so etwas in der Art suche. Eigentlich ja nur, damit ich wieder sozialversichert bin. Und das weiss auch meine Beraterin, haben da eigentlich ziemlich offen reden können.

Beitrag von piep1988 07.05.10 - 07:17 Uhr

Wie stehts denn in der Eingliederungsvereinbarung geschrieben, steht da eine pro Woche, oder 4 im Monat, oder gibts am Ende garkeine EGV ?

Falls es keine EGV gibt, kannst Dir den Spaß auch ganz sparen, sofern Du keine Lust hast, weil ohne EGV keine Sanktionsmöglichkeiten.

Beitrag von julianna03 07.05.10 - 08:41 Uhr

Hallo,
danke für deine Antwort.
In der EGV wird eine Aktivität pro Woche gefordert.Außerdem steht noch drin, dass ich zum nächsten Termin eine komplette Bewerbungsmappe mit Anschreiben mitbringen soll.
Unter Saktionsmöglichkeiten verstehe ich doch lediglich Arbeitslosengeldsperrung, oder?
Das ist in meinem Fall sowieso nicht viel, habe ja bisher nur 12 Std. gearbeitet und das gäbe ein ALG von ca. grad mal 300-350 Euro im Monat.
Habe den Leistungsantrag auch gerade erst weggeschickt, mal schauen was die ausrechnen.
Aber falls sie mir aus irgendwelchen Gründen das ALG sperren oder kürzen, krankenversichert bin ich doch immer, oder? Das ist mir eigentlich wichtiger als das ALG, sonst müsste ich mich ja privat oder freiwillig versichern und das wär glaub ganz schön teuer.
Und dann noch ne Frage, wahrscheinlich kommen jetzt wieder irgendwelche netten Kommentare von anderen #bla...
ALG kann man doch bis zu einem Jahr beziehen, oder? Angenommen, ich finde nichts passendes, bzw. lehne auch Angebote ab oder was auch immer, jedenfalls so, daß die mir das ALG sperren, was ja nicht so schlimm wäre, oder ich sage ich verzichte freiwillig auf das ALG und muss keine Aktivitäten mehr vorweisen......bin ich dann trotz allem insgesamt ein Jahr über die Arge krankenversichert oder entfällt das dann auch?
Nochmals danke für Deine Antwort.
LG,
julianna03

Beitrag von piep1988 07.05.10 - 07:14 Uhr

Mehr als 5 im Monat zahlen die eh nicht, weils das Vermittlungsbudget nicht hergibt, von daher sind die Zahlen schon in der Regel sehr gering.