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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von kloos 06.05.10 - 17:21 Uhr

Hallo.

Unser Sohn ist 5 Jahre alt (im November wird er 6). Er ist ein Kannkind und sollte dieses Schuljahr eingeschult werden.
Er befindet sich in einem Frühförderzentrum und bekommt Ergotherapie ( nruhe) und Logopädie (S-Sch Ausprache). Bei der Logopädie macht er Fortschritte und ich denke, dass wir damit bald aufhören können.

Er ist seit seiner Geburt (7 Wochen zu früh) ein sehr unruhiges Baby (Schreibaby) und Kind gewesen und geblieben. Die Ärzte sagen mir mittlerweile das da Anzeichen einer ADHS vorliegen. Ich will es nicht so akzeptieren.

Zu unserem Problem. Das Kindergarten sagt, er soll eingeschult werden.....er wäre den anderen Kindern weit überlegen und sehr intelligent. Das einzige woran es mangelt ist seine Unruhe/Zippeligkeit. Er sollte aber gefördert werden und KEIN weiteres Jahr im Kiga verbringen.

Die Psychologin und sein behandelnder Arzt sind dagegen, erwäre wohl nich so weit. Ich muss dazu noch sagen, das die Psychologin ihn nur 2 mal gesehen hat und Tests durchgeführt hat, was ihn als normalen damals 4 Jährigen eingestufft hat. Sein behandelnder Arzt hat ihn nur einmal gesehen und das andere kennt er nur von Berichten von der Psychologin, Ergotherapeuten und Logopädin.

Bei der Vorschulanmeldung waren wir noch nicht, der Termin ist erst in 2 Wochen. Da verlasse ich mich auch nicht auf die Untersuchung, weil sie die Kinder eh nur ein paar Minuten erleben.

Im Kindergarten kennen die ihn schon länger und können ihn auch besser einschätzen, finde ich....also zählt für mich die Meinung mehr.

Jetzt will der Arzt vom Kinderfrühforderzentrum unseren Sohn in eine Sondervorschule rein stecken. Diese Kinder werden auf die Schule vorbereitet und bei Erfolg in einem oder zwei Jahren in eine normale Schule integriert. Diese Schule nennt sich "Schule mit Förderschwerpunkten Lernen und Sprache". Kinedergartenleiterin rät mir davon ab. Heute rief mich die Psychologin an und wollte mir es auch ans Herz legen, das ich unseren Sohn doch dort anmelden sollte.

Ich bin hin und her gerissen. Ich weiß das unser Sohn nicht einfach ist, aber ich weiß auch, das er nicht blöd ist und sehr intelligent ist. Alle seine Freunde gehen in die Schule und er muss wo anders hin. Er hat es nicht einfach neue Freunde kennen zu lernen.....jetzt hat er aber welche und ich will es ihm nicht nehmen. Er muss gefördert werden, aber vielleicht wäre eine normale Schule auch Förderung genug für ihn, wenn die Klasse klein ist, ist sie auch. Was ist wenn es aber nicht hin haut? Das er wieder das Jahr nachsitzen muss? Was ist wenn diese Förderschule nichts für ihn ist und er daran kaputt geht? Die Sprache ist ja schon viel besser geworden und er gibt sich ja so große Mühe und achtet sehr auf seine Ausprache.

Seine Kindergartenleiterin sagte, das sie noch unruhiger Kinder hat als unserer es ist und die Kinder werden trotzdem normal eingeschult.

Ich weiß nicht was ich tun soll.....was richtig für ihn wäre. Bauchgefühl? Habe ich keinen mehr, weil ich so verunsichert bin.

Kennt sich jemand damit aus oder habt ihr Erfahrungen gesammelt?

Gruß,

kloos

Beitrag von tauchmaus01 06.05.10 - 17:39 Uhr

Was bedeutet denn ***.er wäre den anderen Kindern weit überlegen und sehr intelligent***???

Meine Tochter ist 4 Jahre alt und schreibt schon wie ein Erstklässler im ersten Halbjahr (also auch schon Sätze usw.) Sie lernt unheimlich schnell Gedichte und Lieder auswendig, malt sehr gut usw. Sie ist tatsächlich in ihrer Kitagruppe den anderen gegenüber weit überlegen mit ihrem Können. Aber sie ist doch noch ein Kind was auch in ihrer Märchenwelt lebt und den Tag voller Phantasie verbringt.
Niemals käme ich auf den Gedanken sie allein wegen ihres Könnens als Kann-Kind einschulen zu lassen. Gut, bei ihr kommt das eh nicht in Frage weil sie ein Sommerkind ist, aber auch sonst wäre es nicht passiert.

Meine Große ist ein Winterkind und wurde mit 6 3/4 eingeschult.
In ihrer Klasse sind 2 Jungs die als Kannkinder eingeschult wurden, einer davon Verhaltensauffällig, hibbelig usw.
Er stört massiv das Klassenklima, sorgt für Unruhe und kommt nicht so mit wie die anderen die teilweise ein Jahr älter sind.

Ich würde ein Kind was noch so zapplig und auffällig ist nicht früher einschulen als nötig. Nicht wegen der anderen Kinder, sondern im Interesse des Kindes.

45 Minuten still sitzen, Aufmerskam sein und mitarbeiten müßen Kinder schon aushalten können. Und das mehrmals am Tag. Meinst Du er schafft das?

Warum raten die Erzieher von dieser Sindervorschule ab? Weil das "Sonder" davor steht? Mein Neffe besuchte eine Sondergrundschule aufgrund einer geistigen Störung.Die Klasse war so klein, da wird ja jeder neidisch, echt jetzt#ole und die Lehrer konnten viel besser auf die Kinder eingehen.
Schau Dir doch mal beide Schulen an....ich finde 5 Jahre zu früh


Mona

Beitrag von simsalabim999 06.05.10 - 19:21 Uhr

Hallo,

also ich würde ihn auch nicht einschulen lassen, zumal das wohl auch eher dein bauchgefühl zu sein scheint.
die schule ist eine enorme umstellung und die kinder müssen dann nunmal stillsitzen und sich konzentrieren, der druck auf die kinder wächst stetig. und das einem kind welches erst 5 ist und auch noch zappelig und ads hat. nein.
wir hatten ein fall in der klasse unserer tochter. er hat die ganze klasse gebremst da er viel aufmerksamkeit brauchte, sowohl beim lernen wie auch beim ständigen ermahnen. das führte zu einer ständigen unruhe in der klasse und die stimmung der kinder gegen ihn wurde immer negativer. er hat dann die erste klasse nochmal wiederholt und jetzt wo er knapp 10 ist, ist er wesentlich ruhiger geworden.
was heisst denn "den anderen kindern weit überlegen"?
meine tochter konnte bereits vor schuleintritt lesen und schreiben und dennoch ist sie nie ein einserkind gewesen. nur weil ein kind vorher schon lesen, schreiben oder rechnen kann, heisst das noch lange nicht das ihm die schule leicht fallen wird, das kann ins gegenteil umschlagen.

lass es dir durch den kopf gehen, ich denke ein jahr kindergarten wird ihm nicht schaden, sondern ihn eher die möglichkeit geben ein bissl länger kind zu sein.

LG

Beitrag von 3erclan 06.05.10 - 18:02 Uhr

Hallo

warum gibst ihm nicht seine Zeit.

Er ist nicht mal ein Musskind.

Entweder noch ein Jahr Kiga oder die Vorschule.Schau dir doch die Schule erstmal an.

Die Schule ist richtig hart geworden.wenn er in der 1.Klasse noch keine probleme hat aber meien ist in der 2.klasse und das ist kei nVergleich zu früher.

Ich werde dafür kämpfen dass mein kleiner zurückgestellt wird.Er ist auch total hippelig und kann sich nicht lange konzentrieren.

WArum möchtest du ihn nicht testen lassen auf ADHS??Meine beiden Kinder haben es auch und ich bin froh dass ich weiß wo sie stehen und wie ich ihnen helfen kann.

lg

Beitrag von celina1002 06.05.10 - 19:10 Uhr

Ein Kind das Ergo und Logo bekommt hat so früh nix in der Schule zu suchen. Mann gibt Deinem kind noch ein Jahr und dann braucht es bestimmt auch nicht zur Sonderschule.

Beitrag von brotli 06.05.10 - 19:16 Uhr

hallo

ich würde ihn nächstes jahr ganz normal einschulen.

ich würde weder das eine jahr in der anderen schule jetzt machen, noch ihn jetzt ganz normal einschulen.
wenn überhaupt was, dann das eine jahr an der anderen schule, aber nicht jetzt ganz normal einschulen, aber dies wenn....bezieht sich auf deine gedanken. ich selber würde es nicht machen.
l.g.

Beitrag von kloos 06.05.10 - 19:24 Uhr

Im Kindergarten wird er nicht bleiben können, da müssten wir schon wechseln......ergibt gar keinen Sinn.


Ich habe mir jetzt den ganzen Text (was ich geschrieben habe) noch mal durchgelesen. Mir ist einiges Bewußt geworden. Vielleicht sollte ich mal meine Gedanken öffters aufschreiben;-)
Ich werde ihn nicht einschulen, wir haben ja noch Zeit. Ich werde mich mit dieser Schule noch mal in Verbindung setzen und schauen, was die da für KannKinder anbieten......sonst schaue ich mich noch in anderen Schulen um zwecks Vorschule.

Vielen Dank euch noch mal für die Antworten.

kloos

Beitrag von kasia4 06.05.10 - 20:09 Uhr

Ich würde ihn in die Vorschule geben, wenn du meinst das zusätzliche Kindergartenjahr wäre für ihn eher schädlich als gut. Die Anforderungen sind zumindest in unserer Grundschule sehr hoch. Zusätzlich erschwerend sind die großen Klassen. Ich lese aus deinem Bericht heraus, das du ihn gern einschulen wurdest und den Ärzten nicht viel Vertrauen entgegenbringst.
Was für mich ein schwieriger Aspekt ist, nicht unbedingt sein Logopädisches Problem, sondern eher sein Hang zur ADHS, Konzentration und motorische Unruhe. Das ist schulisch gesehen schon ein Problem. Ich würde ihm in die Vorschule geben, wo kleine Klassen sind, und er so vielleicht einen leichteren Übergang hat. Es zählen nicht nur die kognitiven Leistungen, sprich wie weit er ist und wie intelligent er ist. Das kann ja so sein, aber kann er still sitzen, kann er sich zurück nehmen, wenn es von ihm verlangt wird, läßt er sich leicht ablenken, von anderen oder lenkt er andere ab (das kann auch Unruhe schaffen). Kann er strukturiert arbeiten? Das sind alles sehr wichtige Dinge. Mein Sohn wurde seinerzeit normal eingeschult und bekommt jetzt auch Logopädie, weil seine audiotive Hörverarbeitung beeinträchtigt ist, was Auswirkungen hat auf Merkfähigkeit und Konzentration. Das merkt man auch in den Leistungen. Lass dich nicht täuschen, die Anforderungen an die Kinder in der Schule sind ganz andere als im Kindergarten. Diese Erfahrung hat mich auch mehr als erstaunt, als mein Sohn in die Schule kam.
Wie auch immer deine Entscheidung ausfällt, alles gute für euch beide.
kasia :-)

Beitrag von yamyam74 06.05.10 - 20:37 Uhr

Also für mich hört sich das nicht so an, als ob Dein Kind schulreif wäre.
Er ist zippelig und hat noch Sprachprobleme.

Auf die Meinung der Schuluntersuchung gibst Du nichts und auch nicht auf die der Ärzte.
Unser KiGa würde den Eltern nie raten, ihr Kind ein Jahr früher einzuschulen, wenn es noch Sprachprobleme hat und wahrscheinlich ADHS hat.

Für mich hört es sich eher so an, als suchst Du Bestätigung in dem, was Du gerne hören möchtest. Nämlich das Du Dein Kind einschulen willst.

Mein Sohn soll nächstes Jahr eingeschult werden, da die Stichtage von da an nach hinten verlegt werden. Sprich, er wird im August eingeschult und wird erst im September 6 Jahre. Ich werde auf jeden Fall versuchen, dass er erst übernächstes Jahr eingeschult wird. Denn auch wenn er sprachlich und geistig vielleicht schulreif ist, so finde ich es einfach zu früh. Er ist dazu noch ziemlich klein und zierlich.

Es ist auch erwiesen, dass "Kann-Kinder" in der 3. Klasse Probleme bekommen und zurückgestuft werden in die 2.
Zudem wird er immer der Jüngste sein, kommt dann mit noch nicht mal 16 aus der Schule und es gibt genug Lehrstellen, die sogar erst mit 18 angefangen werden können.

LG