Zeckenalarm - Lasst ihr impfen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von cori0815 06.05.10 - 18:11 Uhr

Diese Woche hatte unser Kindergarten "Waldwoche" und mein Sohn war natürlich jeden Tag dabei (sie durften jeden Tag wählen, ob sie lieber im KiGa bleiben oder in den Wald gehen wollten).

Insgesamt hat er an diesen (bis jetzt) 3 Tagen (jeweils etwas über 2 Stunden) immerhin 3 Zecken mit nach Hause gebracht. Zum Glück konnte ich sie noch immer absammeln, ehe sie sich richtig festgebissen hatten. Sie waren noch so winzig, dass sie aussahen wie Mini-Muttermale. Jetzt finde ich das insgesamt ganz schön viel - zwei Tage kommen ja noch, bin gespannt, was er da noch anschleppt.

Wir wohnen nicht in einem FMSE-Risiko-Gebiet. Aber letztlich ist die Frage, ob es hier GAR NICHT vorkommt oder das Risiko einfach nur geringer ist. Denn dann würde ja bei der Menge an Zecken, die dieses Jahr (scheinbar) unterwegs zu sein scheint, womöglich doch das Risiko anders zu bewerten sein...

Mein Sohn liebt es, im Wald herum zu streunen und wir werden sicher auch im Sommer, wenn es heiß ist, viel im Wald unterwegs sein, weil es da ja doch kühler ist als auf jedem Spielplatz...

Also gebt mir mal einen Tipp: Lasst ihr eure Waldjungen impfen und würdet ihr meinen Sohn impfen lassen?

LG
cori

Beitrag von engelchen28 06.05.10 - 18:13 Uhr

hi cori!

wie du entscheidest, ist deine sache. meine tochter ist waldkind (d. h. jeden tag 4 std. draußen) und wir wohnen nicht in einem risiko-gebiet. sie hat immer mal wieder zecken im frühling, sommer, herbst. meine tochter (und kein anderes kind in unserem kiga) ist gg. FSME geimpft.

vg
julia

Beitrag von 3erclan 06.05.10 - 18:18 Uhr

Hallo
meine kInder sind auf jeden Fall geimpft.ICh möchte mir später nichts vorwerfen.

Leider gibt es nicht gegen Borrerilose(die hatte iCH)

lg

Beitrag von liesschen_1980 06.05.10 - 18:34 Uhr

Hallo,
also um ehrlich zu sein, ich trau mich nicht.
Unsere alte Hausärztin meinte, als wir -abgesprochen- zum Impfen kamen (vor ca. 2 Jahren allerdings), dass sie persönlich das nicht bei unserem Kind machen will, da vorher ein anderes gleichaltriges Kind einen Impfschaden erlitten hatte.
Ich weiss nichts Genaueres (ich weiss also nicht, was in welchem Zeitraum abgelaufen ist), aber sie sagte nur, sie habe dadurch ein kerngesundes Kind zum Idioten geimpft.
Ich hab seitdem schlichtweg Schiss; und nein, ich bin kein Impfgegner und nein, ich will hier auch keinem Angst machen. Gestatte mir aber zu antworten, da Du ja fragst.
Es ist halt so, dass das jeder selbst entscheiden muss.
Wer weiss, hätte sie nichts gesagt, hätten wir impfen lassen und es wäre gar nichts passiert. Jetzt hat sie mir dieses Stimmchen in den Kopf geflüstert, was ich nicht mehr loswerde und übrigens auch nur bei dieser speziellen Impfung höre.
Im Grunde würde ich also doch gerne impfen lassen!!
Unser Grosser hatte bislang glücklicherweise nicht eine einzige Zecke (obwohl gerade im Sommer fast nur draussen und das auch nicht gerade auf asphaltierter Strasse), wir haben bis jetzt immer ein Spray benutzt.
Ich werde das Thema aber sicher nochmal mit der Kinderärztin besprechen, denn ich habe vor einer FSME Erkrankung genauso viel Angst wie vor der Impfung. Mal hören, was sie mir rät.
LG Anne



Beitrag von cori0815 06.05.10 - 20:36 Uhr

hi Anne,
danke für deine Antwort. Ich kanns mir denken, dass du nun im Zweifel bist. Wäre ich wohl auch nach so einer Aussage einer Ärztin. Darum eben wollte ich ja eure Meinung hören. Ich bin sonst auch absolut pro Impfung.
Das mit dem Spray: da habe ich echt ein Problem mit. Ich kann doch mein Kind nicht Insektiziden einsprühen...

LG
cori

Beitrag von miau2 07.05.10 - 10:43 Uhr

Hi,
Insektizide sind für mich (da kann ich falsch liegen) Stoffe, die Insekten töten.

Ein Mittel, das Insekten abschreckt (und das wären die üblichen Sprays gegen Zecken eben) hat damit allerdings nichts zu tun.

Soweit ich weiß kann man Mücken mit den Sprays einsprühen, sie werden sich vielleicht schütteln und garantiert nicht glücklich sein, aber überleben müssten sie es.

Ist für mich schon ein riesengroßer Unterschied zu einem Insektizid, das eben wirklich zum Abtöten gedacht ist.

Wir werden es in der Waldwoche anwenden.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von cori0815 07.05.10 - 13:21 Uhr

hi Miau!
Okay, was ich meine, ist kein Insektizid, sondern ein Repellent. Aber die meisten wirken nur ausreichend gg. Mücken und ähnliche Insekten. Gegen Zecken sind die Repellents doch alle nicht sehr wirksam...
Hmm, eine Lösung scheint es mir nicht zu sein...
Danke trotzdem für den Tipp.
LG
cori

Beitrag von miau2 06.05.10 - 18:35 Uhr

Hi,
ich würde in einem nicht-Risikogebiet und ohne, dass ein Urlaub o.ä. in ein solches geplant ist nicht impfen lassen.

Mein KiA hat mir auf meine dahingehende Frage erklärt, dass heute sogar schon Gebiete als Risikogebiete ausgewiesen werden, die eigentlich selbst gar kein erhöhtes Risiko haben, die aber an ein Risikogebiet angrenzen. Also wenn wir in einem Gebiet wohnen, das kein Risikogebiet ist, das aber an ein Gebiet angrenzt, das als solches definiert ist dann heißt das noch lange nicht, dass es in unserem Nachbargebiet Fälle gegeben hätte - aber in dem Gebiet daneben dann wieder. Nur sind es bis dahin viele Kilometer...Diese Regelung wurde wohl vor ein paar Jahren eingeführt und hat den Verkauf an Impfstoffen deutlich erhöht.

Von daher habe ich meinen Großen nicht impfen lassen und werde es auch dieses Jahr nicht machen lassen.

Man muss es halt auch so sehen: unter den vielen, vielen tausenden von Zeckenbissen sind es in den Hochrisikogebieten m.W. nach ein paar Hundert, die zur Erkrankung führen. Also in den Gebieten mit der größten Gefahr - rechne dir mal aus, wie gering das Risiko dann in einem Gebiet ist, das nicht mal ein Risikogebiet ist.

Bei der Waldwoche (haben wir auch bald) werde ich, wenn das Wetter so gut ist, dass die Kleinen nicht den ganzen Tag mit kompletter Matschgarnitur unterwegs sind meinen Sohn mit Autan Family einschmieren, und hoffen, dass er nicht allzu viele einsammelt. Und natürlich direkt gucken, wenn er heimkommt. Und wenn es keine Matschsachen sind wird er lange Klamotten tragen, die Socken halt mal übers Hosenbein gezogen.

Das Borrelliose-Risiko halte ich für erheblich höher, dagegen gibts ja keine Impfung, aber im Gegensatz zu FSME wird das Borrellioserisiko erheblich reduziert, wenn die Viecher innerhalb kürzester Zeit entfernt werden.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von cori0815 06.05.10 - 20:40 Uhr

ja, dass das Borreliose-Risiko deutlich größer ist, ist mir schon klar. Darum sammele ich ihn abends immer sorgsam ab. Aber komischerweise finde ich die Dinger - obwohl ich abends geguckt habe - erst morgens. Wahrscheinlich kriechen sie dann erst aus irgendeinem Winkel (behaarter Kopf?) hervor und suchen sich ein schmuckes Plätzchen auf der Kinderhaut. Heute abend fand ich wieder eine, die sich aber zum Glück noch gar nicht festgebissen hatte - sie war noch auf der Suche. Bah!
Danke für deine Antwort.
LG
cori

Beitrag von miau2 07.05.10 - 10:40 Uhr

Hi,
kontrollier auch die Kleidung gründlich...auch wenn es fleckentechnisch ungünstig ist ist helle Kleidung dabei hilfreich.

Das mit dem Winkel kann schon sein...abends gründlich duschen? Vielleicht hilft das noch etwas.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von ratpanat75 06.05.10 - 19:01 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist ein Waldkind.
Ich sprühe ihn jeden Tag mit einem pflanzlichen Zeckenschutzmittel ein (klar ist das kein 100%er Schutz, aber es schränkt das Risiko zumindest ein).
Außerdem trägt er immer Kopfbedeckung (auch Nacken) und ich stecke die Hose in die Kniestrümpfe.
Bisher hat er sich so im Kiga noch keine Zecke eingefangen, aber als er mit mir kurz im Wald spazieren war (ohne Kopfbedeckung), hatte er eine auf der Kopfhaut.

LG

Beitrag von schullek 06.05.10 - 21:04 Uhr

hast du dir den link mal angeschaut?
sag mal, nimmst du immer noch zedan, oder jetzt was anderes? meiner hat jede woche nen ganzen waldtag udn da hab ich bisher zedan genommen. gibts noch gute?

lg

Beitrag von claula77 06.05.10 - 20:18 Uhr

Wir haben uns alle impfen lassen und keine Nebenwirkungen gehabt. Nächste Woche sind wir mit der 3. Impfung dran. Unser Max liebt es auch im Wald zu toben. Letztes Jahr hatte er 4 Zecken und nein, wir wohnen nicht in einem Risikogebiet, aber ich denke in ein paar Jahren werden wir auch FSME haben und das alles wird sich ausbreiten. Mein Sohn war im Oktober und Januar jeweils mit Verdacht auf Meningitis im KH, wurde aber nicht bestätigt. Ich will einfach kein Risiko eingehen und vor Zecken habe ich echt Panik.

LG Claudia

Beitrag von kja1985 06.05.10 - 21:53 Uhr

Ne, tu ich nicht. Wir sind Geocacher und viel im Wald unterwegs. Nach einer Tagestour haben wir alle zusammen schon mal 20 bis 30 Zecken. Teil in der Kleidung, auf der Haut rumkrabbelnd oder schon festgebissen.

Beitrag von ...melle... 07.05.10 - 00:51 Uhr

Huhu

wir lassen es machen..

unser Kinderarzt sagt er würde es erst ab 3,5 bis 4 Jahren machen..

mein Hausarzt macht es sofort..

ich selber wurde auch gegen Zecken geimpft. Ganz am Anfang als es getestet wurde. Ich war sozusagen eines der Versuchsobjekte ;-)

und da wir direkt am Feld wohnen und einen Hund mit langen Haaren haben, der regelmäßig Zecken mit heimbringt überlege ich nicht lange..

Grüssle Melle

PS: ob du deinen Sohn impfen lassen sollst, kann ich dir nicht sagen..das muss jeder selber entscheiden..

Beitrag von cori0815 07.05.10 - 13:25 Uhr

hi melle!
Danke für deine Meinung. Mir ist schon klar, dass ich das schon selbst entscheiden muss. Das will ich ja auch gern tun. Ich wollte von euch lediglich wissen, ob ihr impft, geimpft habt und es wieder tun würdet oder wie ihr das Risiko einschätzt und welche Erfahrungen ihr mit der Zeckenbeißfreudigkeit gemacht habt. Danke nochmal.
LG
cori

Beitrag von ares 07.05.10 - 07:02 Uhr

Also ich könnte jetzt wirklich losschimpfen aber ich lass es mal. Auf jeden fall !!JA!!
Dein Kind ist jeden tag im Wald und du fragst dich ob du Zecken impfen sollst? #schock#augen

Also ich kenne wirklich keinen der von einer Zeckenimpfung einen Schaden bekommen hat und finde sie gut verträglich. Wir hatten noch nie irgendwelcht Nebenwirkungen.

Beitrag von cori0815 07.05.10 - 13:31 Uhr

Na, ob dein Bekanntenkreis repräsentativ ist, möchte ich hier mal bezweifeln. Und mein Kind ist nicht jeden Tag im Wald, sondern er ist im Kindergarten jetzt 1x eine Woche im Wald gewesen und sonst generell viel draußen und AUCH im Wald.

"GEGEN ZECKEN" - wie du es ausdrückst - kann man ohnehin ja wohl kaum impfen lassen.
Ich weiß nicht, ob es dir klar ist, aber es gibt ja nicht nur die Folge von FSME, sondern ja auch die Borreliose. Die Gefahr, sich das aufzugabeln, schätze ich persönlich viel größer ein. Und dagegen kann man eh nicht impfen. Ich habe nicht wg. ggf. vorkommender Impfschäden vor der Impfung Angst, sondern ich lasse nur ungern gg. überflüssige Sachen impfen (z.B. Schweinegrippe - erwies sich ja als absolut überflüssig und es war gut, dass ich nicht gleich habe impfen lassen).

Deine Antwort hat mir leider wenig weiter geholfen, aber trotzdem vielen Dank. Und jetzt kannst du von mir aus - wie du schon angekündigt hast - losschimpfen.

LG
cori

Beitrag von 3023 07.05.10 - 07:27 Uhr

Hallo,

das man "gegen Zecken" leider nicht impfen kann weißt du ja schon - das ist eigentlich schade ;-). FSME tritt eigentlich wirklich nur in den Risikogebieten auf, da soweit ich mich erinnere die Regelungen dafür sehr streng sind (es gilt als Risikogebiet wenn in 3 Jahren ein Fall ist oder so). Daher ist dein persönliches FSME -Risiko dann doch eher seeeehr gering.
Das Zeckenrisiko (und damit auch andere Krankheiten) ist natürlich gegeben, lässt sich aber eben nur durch absuchen minimieren.
Die FSME-Impfung ist tatsächlich recht umstritten weil es gerade bei dieser Impfung im Vergleich zu anderen Impfungen häufiger zu starken, bleibenden Nebenwirkungen kommt. Deshalb wird oft erst ab einem gewissen Alter geimpft und natürlich nur wenn das Risiko so hoch ist, dass man die Gefahr der Impfung in Kauf nehmen möchte.

Da wir nicht in einem Risikogebiet wohnen ist die Antwort in unserem Fall (und wir hatten letztes Jahr auch viele Zecken) ein ganz klares Nein!

Grüße,
Sonja

Beitrag von cori0815 07.05.10 - 13:35 Uhr

lol, hi Sonja, ja, ICH weiß, dass man "gegen Zecken" nicht impfen kann (wär aber auch nicht schlecht, gelle ;-)).

Deine Antwort hat mir weiter geholfen, das waren mal Infos, die ich so im Grunde wohl auch hören wollte und die mich in meiner Meinung bestärkt haben, dass es nicht in jedem Fall auf eine Impfung hinauslaufen muss. Bin sonst ja schon für alle möglichen Standard-Impfungen, aber in dem Fall war ich auch eher skeptisch.

Vielen Dank für deine Antwort.
LG
cori

Beitrag von kathrincat 07.05.10 - 13:49 Uhr

ja, ist sie, wie wir alle