Bin am Ende! Meine liebe Mama liegt Schwerkrank im Krankenhaus!

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von peppi80 06.05.10 - 22:20 Uhr

Hallo zusammen!

Meine Mama liegt seit knapp einer Woche im Krankenhaus. Sie ist mit Blaulicht eingeliefert worden, da sie total verwirrt war und keine Erinnerungen an nichts hatte. Dieser Zustand hat sich zum Glück zu 100000mal verbessert. Sie ist wieder die alte...
Doch ein CT und Bluttest brachte Klarheit in das Dunkle, sie hat Krebs...Darmkrebs. Es wäre ja alles nicht so schlimm, aber der hat schon gestreut. Die Leber ist betroffen. Sie ist schon fast doppelt so groß wie normal und besteht fast nur aus Methastasen. Heute habe ich mir die Aufnahmen angeschaut und bin bei dem Arzt zusammen gebrochen. Ich weiß nicht, wie ich das meiner Mutter schonend beibringen kann... Sie wird jetzt am Darm operiert. Wenn sie dann wieder fit ist, hat sie ja auch ein Recht darauf, zu erfahren, wie schlimm es mit der Leber wirklich ist. Ich versuche die ganze Zeit stark für meine Mami zu sein, aber wenn ich dann abends alleine bin, kann ich nicht mehr.... Ich weine wie ein Schloßhund. Ich weiß keinen Rat mehr... Wie soll das nur weitergehen? Vielleicht hab ich heute auch den größten Fahler gemacht, den ich machen konnte. Ich habe den Arzt darum gebeten, mir zu sagen, wie lange ich meine Mutti noch bei mir haben kann. er mochte mir nichts sagen, nur dass sie das Durchschnittsalter definitiv nicht erreicht. In diesem Stadium wären Frauen, die 20 Jahre älter sind wie sie.
Tut mir leid für das viele #bla #bla es tat einfach nur gut, mal seine Angst von der Seele zu schreiben...

LG Peppi

Beitrag von luder2101 06.05.10 - 22:58 Uhr

hallo

kann sehr gut nachempfinden wie es dir geht
habe meine mama letztes jahr im sept an bauchspeicheldrüsenkrebs verloren
wie alt ist denn deine mama? meine ist nur 66 geworden
lg antje

Beitrag von peppi80 07.05.10 - 06:42 Uhr

Hallo Luder!

Meine Mama ist grade mal 55 Jahre jung. Ich kann nicht verstehen, dass es schon bald ein Ende haben soll! Ich bin so traurig.

LG Peppi

Beitrag von criseldis2006 07.05.10 - 08:06 Uhr

Hallo,

ich kann dir sehr gut nach empfinden.

Hier mal mein Thread von vorletzter Woche

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=18&tid=2604061

Hoffe er funktioniert.

Ich möchte Dir keine Angst machen.

Du musst jetzt stark sein für deine Mama und verbringe so viel Zeit wie möglich mit ihr.

Ich drücke Euch ganz fest die Daumen.

LG Heike

Beitrag von kleinemaus873 07.05.10 - 08:20 Uhr

hallo Peppi


Mein Dad bekam letztes Jahr die Diagnose#schmoll Ihm geht es aber wieder super gut:-D Obwohl er T4 war. Die höchste stufe lt dem Arzt. Bei ihm hatte der Krebs auch schon gestreut aber das haben sie in der op gleich mit entfernt..

Er hat für ein halbes Jahr einen Künstlichen Darmausgang bekommen und nach dem halben Jahr wurde er rückverlegt. Ihm geht es super hat sogar wieder 10kg zugenommen.:-)

Wenn du fragen hast oder einfach nur mit jemanden reden bzw schreiben willst meld dich über VK

Ich kann dir so sehr nachempfinden#schmoll Ich war letztes jahr genauso drauf wie du#liebdrueck

Lg Kerstin:-D

Beitrag von kleinemaus873 07.05.10 - 08:20 Uhr

Ich hoffe deiner Mama geht es momentan besser?

Beitrag von mami-5 07.05.10 - 08:47 Uhr

Hallo,

ich möchte ehrlich zu dir sein auch wenn es furchtbar weh tut, ich denke es ist jetzt ganz wichtig , dass du soviel Zeit wie nur irgendwie möglich mit deiner Mutter verbringst, ihr noch all das sagst was du ihr sagen möchtest und trotzdem versuchst das ganze auch in Hoffnung zu kehren, gerade der Krebs ist soetwas von unberechenbar, es gab schon Fälle wie zum Beispiel bei meiner Oma, sie war damals auch mitte 50 , wo bei ihr Darmkrebs diagnostiziert wurde und was soll ich sagen, sie hatte einige Operationen, mit küstlichen Darmausgang, aber sie wurde 86 Jahre alt, wobei die Ärtze damals gesagt hatten, dass sie höchstens noch 5 Jahre hätte, bei meiner Mama hingegen, sah dass ganze nicht so rosig aus, da waren sogar die Ärzte überrascht , dass es so schnell ging, bei meiner Mama wurde am 27.12.09 Lymphknotenkrebs und Schilddrüsenkrebs diagnostiziert, außerdem hatte sie auch schon Tumore im Kopf, sie bekam am Kopf Bestrahlungen, dann begannen die inneren Organe zu spinnen, die Leber beendete ihre Funktion, somit wurde die Flüssigkeit gesammelt, sie sah aus, als würde sie im 12.Monat schwanger sein und selbst durch Punktionen wurde es nicht weniger, am 11.Jänner kam dann die Nachricht, dass sie keine Chemo machen können, weil eben die Organe nicht mitspielten, mein Vater wollte sie noch nachhause holen, damit sie zuhause sterben kann, es war schon alles organisiert, der Transport, das Bett, das Pflegepersonal, aber am 13.Jänner rief das Krankenhaus an,das sie nicht mehr transportfähig ist, ich konnte erst um halb sieben am Abend bei ihr sein, weil ich zuvor niemanden für die Kinder hatte und mein Mann nicht alleine dorthin fahren lassen wollte, aber sie hat gewartet, sie bekam schon Morphiumspritzen, einmal machte sie ihre Augen noch auf und starrte mich an,ob sie mich noch wahr genommen hat, kann ich nicht sagen, aber ich rede es mir ein, um halb zehn kam dann der letzte Atemzug und das war´s. sie wurde gerade einmal 53 Jahre alt.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, es wird sicher keine leichte Zeit, aber glaube mir , deine Mama weiß auch so was los ist!
Ich schicke dir ganz viel Energie und drücke dir sämtliche Daumen, dass ihr noch viele schöne Jahre miteinander verbringen könnt!


lg. Petra

Beitrag von karna.dalilah 07.05.10 - 10:12 Uhr

Wenn du deiner Mutter helfen möchtest, dann nimm ihr nicht die Hoffnung.
Klar hat sie das Recht zu wissen, was los ist.
Ich würde die Fakten kurz und knapp formulieren und mein Hauptaugenmerk bei dem Gespräch auf die positiven Erlebnisberichte von Erkrankten legen und sie in ihrer Kraft zu bestärken.
Sag ihr dass du weißt das sie die Kraft hat und da wo sie sie mal nicht haben wird, werdet ihr ihr Kraft und Zuversicht geben, gib ihr emotionale Sicherheit!

Viel Kraft und Zuversicht
Karna
(die ihren Vater voriges Jahr verlor)

Beitrag von mucki288 07.05.10 - 11:17 Uhr

Hallo!

Es tut mir sehr leid, ich weiß genau, wie Du dich fühlst...

Meine Mama ist vor 4,5 Jahren schwerst erkrankt, wir haben in den letzten Jahren mehrere Male von ihr Abschied genommen, sie war so stark und hatte so einen grossen Überlebenswillen. Sie hatte keinen Krebs, ihre Krankheit kann nicht wirklich behandelt werden, da sie monatelang keine Probleme bereitet und dann von heute auf morgen einen Patienten intensivpflichtig macht (systemischer Lupus erythematodes mit Lungenbeteiligung). Sie wurde durch die vielen und langen KH-Aufenthalte mit mehreren Wochen im Koma immer schwächer, bekam dann im Dez 09 eine Lungenentzündung, im Januar eine offene TBC und ist im Februar, als sie auf dem Weg der Besserung war und schon auf die Normalstation verlegt worden war, für uns alle völlig überraschend nachts gestorben !

Sei für deine Mama da, zeig ihr, wie lieb du sie hast und sprich offen mit ihr darüber, wie sie - falls die Chemo nicht anschlagen sollte - und vor allen Dingen WO sie sterben will. Ich bin bis heute nicht darüber hinweg, dass ich meiner Mama den Wunsch nicht erfüllen konnte, zu Hause bei uns zu sterben ! Ich wäre soooo gerne bei Ihr gewesen !

Allerdings kann man bei Krebs auch immer etwas optimistisch sein, es gibt so viele Patienten, die sich überhaupt nicht an die Statistik oder Prognose des Arztes halten, und viele viele Jahre weiterleben !

Euch alles Gute!

Sabine