Der erste Muttertag ohne meine Mama

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von mami-5 07.05.10 - 09:00 Uhr

Hallo,

das Trauerjahr hat ja im Prinzip erst begonnen, meine Mama ist an Krebs im Jänner gestorben ( an einem besonderen Tag, denn sie starb am 13.Jänner 2010, an diesem Tag hat meine jüngste Tochter Geburtstag, sie hat sich also einen Tag gewählt, wo man sicher nicht auf sie vergessen wird).
Es sind jetzt beinahe 4 Monate her, aber es tut weh wie am ersten Tag, es macht mich noch immer total fertig, immer wieder überkommt es mich und ich muss zum weinen anfangen.
An diesem Sonntag feiern wir Muttertag und es steht auch die Erstkommunion meines Sohnes an, ebenfalls am Sonntag, und sie ist nicht mit dabei, alles ist einfach anders, mit einem Schlag.
und wieder liegt einem die Frage auf der Zunge, WARUM, warum durfte sie nicht länger bei uns bleiben, warum musste sie sich schon mit 53 Jahren verabschieden, ich weiß es gibt keine Antworten , aber es tut halt doch schon ganz schön weh!

Danke, für´s zuhören, hie und da tut das ganze doch ganz gut, denn bei meinem Mann bekomme ich da nur wenig Zuspruch, da er bereits beide Elternteile verloren hat ( jedoch durften sie ihr Leben leben, sie wurden 76 und 79 Jahre alt), er vergleicht immer , so jetzt musst es selbst erfahren wie weh es tut, dass nützt mir nur nichts, denn dass fühle ich ja selbst.

petra

Beitrag von mucki288 07.05.10 - 11:02 Uhr

Hallo Petra!

Mir geht es genau so wie Dir ! Auch meine Mama ist dieses Jahr gestorben, sie starb am 18.2.2010, auch für uns ist dieser Tag ein ganz besonderer Tag, da mein Vater am 14.2. Geburtstag hat und mein Sohn am 21.2. Und sie starb genau in der Mitte dieser früher immer von positiven, schönen Erlebnissen geprägten Woche.

Wir mussten bereits den ersten Kindergeburtstag ohne sie feiern, das war für uns alle ganz schrecklich, aber wir wollten meinem Sohn die Feier nicht nehmen...und nun kommt Muttertag ! Wann immer ich im TV Werbung für Muttertag sehe, kommen mir die Tränen...ich hatte zwischendurch mal 1 oder 2 Wochen, in denen ich nicht täglich geweint habe, nun aber weine ich wieder mehrmals täglich.... Es tut so unsäglich weh !

Auch wir fragen uns WARUM ?? Sie ist vor 4,5 Jahren so schwer erkrankt, innerhalb weniger Wochen kam sie ins Krankenhaus und lag dann im Koma -wochenlang- ich war schwanger zu der Zeit, war jeden Tag bei ihr auf der Intensivstation, sie überlebte, aber seit diesem Zeitpunkt konnte sie nur noch zuhause sein, nicht mehr ohne Hilfe laufen, immer brauchte sie Hilfe.
Es war so schwer für sie die Krankheit anzunehmen, sie die immer aktiv war, geradelt ist, gewandert...4 Jahre lang kam sie immer wieder ins KH, immer wieder Koma und danach immer schwächer nach Hause...

Es ist so ungerecht !!!! Warum müssen Mütter so jung und viel zu früh sterben ???
Auch mein Mann hat schon als Kind seinen Vater verloren, aber er sagt, als Kind kann man das leichter wegstecken...

Ich kann dich nicht trösten, weil es für den Verlust der Mama keinen Trost gibt, aber denke daran, es gibt Menschen, die das gleiche wie Du durchmachen..

Alles Liebe!
Sabine

Eine #kerze für unsere Mamas !

Beitrag von freckel 07.05.10 - 11:57 Uhr

Hallo,

ich reih mich hier mal mit ein... unsere zwillis sind am 02ten 02ten 1 jahr geworden u da lag meine arme mama schon schwerst krebskrank zu hause... wir waren dann noch da u sie kam karnevalssamstag wieder ins krankenhaus am 22ten starb sie dann an einer lungenentzündung... der körper war zu schwach, zu viele chemos, bestrahlungen u dann der zurückschlagende krebs trotz erfolgreicher stammzellentransplantation über weihnachten, kam er nach 4 wochen gnadenlos zurück... nun der erste muttertag ohne sie... schrecklich,... meine große saß heute morgen auf dem weg zur kita bedröppelt im auto u sagte auf meine frage was sei, ich bin traurug, ich denk an omi...

lg eva u der rest

Beitrag von muspinske 08.05.10 - 11:46 Uhr

Hallo!
Auch ich kann ich gut in euch rein versetzen.
Das leben ist einfach gar nicht so leicht.
Meine Mama ist auch an Krebs gestorben wobei sie zum schluss weihnachten 2008 eine lüngenentzündung bekam und durch die chemo und bestrahlund halt keine kraft merh hatte und dann sehr abgebaut hat.
konnte danach nicht mehr laufen nicht alleine essen nichts und da die lungenentzündund sie so runtergerissen hat, konnte die chemo danach nciht mehr weiter gehen weil ihr körper zu schwach war.

Nun hat sie morgen an Muttertag ihren ersten Todestag! Schon ein jahr ist sie nicht mehr bei uns!!


Ich wünssche dir alles alles gute und ganz ganz viel kraft für das erste Trauerjahr!!!


Gruss steffu