Geschwisterchen planen, wie lange dazwischen? elterngeld?

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Beitrag von lillyana78 07.05.10 - 09:20 Uhr

hallo guten morgen,
meine kleine ist mom. 8 monate alt und wir sprechen desöfteren über ein geschwisterchen für die kleine. nur bin ich mir überhaupt nicht sicher, wie es jetzt am besten wäre, kurzer abstand oder langer.....
bei meiner kleinen hats 2 jahre gedauert bis es geklappt hat und jetzt bin ich mir unsicher... wenn es diesesmal wieder so lange dauert...

an erfahrene mamis:
was sind die vor und nachteile bei kurzem abstand d.h. große ist ca. 2 jahre wenn geschwisterchen kommt bzw. älter?

wie läuft das eigentlich mit d. elterngeld/mutterschaftsgeld sollte ich während der elternzeit entbinden (ich habe vorerst 2 jahre beantragt, im august läuft das elterngeld aus, dann wollte ich eigentlich auf 400 euro arbeiten), wird da der zeitraum vor der elternzeit berechnet, also da hab ich noch vollzeit gearbeitet oder während der elternzeit (das elterngeld?).

Lieben Dank für Eure Hilfe
Lilly

Beitrag von elistra 07.05.10 - 09:30 Uhr

welcher der optimale abstand ist, hängt ganz individuell von der familie ab. die einen finden kurze abstände toll, die anderen mögen es lieber mit größeren pausen.

wegen dem elterngeld. es gibt ja nur für 12 monate elterngeld und auch nur diese zeit wird nicht mit eingerechnet. wenn du also direkt im anschluss an den elterngeldbezug (also nach 12monaten) das nächste kind bekommst. dann kriegst du wieder das volle elterngeld, berechnet nach deinem gehalt vor der ersten geburt. plus den geschwisterbonus.

wenn du 2 oder mehr jahre abstand hast und nicht arbeiten warst, kriegst du nur die 300€ plus 75€ geschwisterbonus (den aber auch nur bis zum dritten geburtstag des ersten kindes, also wenn das schon nach einigen monaten 3 wird, gibt es auch nur für diese paar monate den geschwisterbonus).

also wenn du wieder volles elterngeld willst, müßtest du einen ganz kurzen abstand haben oder eben erstmal wieder ein jahr arbeiten gehen.

Beitrag von barberina_hibbelt 07.05.10 - 09:44 Uhr

Hallo Lilly,

meine sind 23 Monate auseinander und ja- es ist auch manchmal anstrengend. Aber erst, seitdem der Kleine nicht mehr so viel schläft und seine Umgebung immer mehr bewusst nimmt. Andersrum ist der kleine Bruder seitdem auch wesentlich interessanter, weil er lacht, wenn man Quatsch macht etc. Einen geringeren Abstand könnte ich mir persönlich jedoch nicht vorstellen.

Bzgl. Elterngeld: Ich hatte mir das Geld vom Ersten auch auf 24 Monate spiltten lassen. Nach Ablauf der ersten 12 Monate kannst du dies jedoch jederzeit stornieren und bekommst dann den Restbetrag vollständig ausbezahlt. Ich habe das auf Anraten der Elterngeldstellemitarbeiterin so gemacht, damit sich Elterngeld 1 + 2 nicht überschneiden und sich im schlimmsten Falle gegenseitig aufheben.
Die neue Elterngeldzeit wird dann ab dem Moment gerechnet, in dem du ohne Bezüge bist. Für die Elterngeldstelle bist du das IMMER nach bereits 12 Monaten, denen ist egal, ob du splittest oder nicht. Dann werden die Monate genommen, bis zum Beginn der MuSchu Frist von Kind 2. Sind das unter 12 Monate werden die noch fehlenden Monate aus der Zeit vor dem MuSchu von Kind 1 genommen. So gesehen ist ein geringerer Abstand von Vorteil. Würdest du das zweite Kind z.B. nach 13 Monaten bekommen, würdest du Elterngeld auf der selben Basis bekommen wie bei Kind 1...

Bei mir wurden 9 Monate keine Bezüge und 3 Monate Gehalt gerechnet. Das geteilt durch 12 und davon dann die 67%. Weil das wiederum unter irgendeiner Grenze liegt, gibt es einen weiteren Berechnungsschlüssel, sodass ich tatsächlich nicht 67% sondern 97% bekomme. Ich hatte mit den 300 Euro gerechnet und bekomme jetzt fast 150 Euro + Geschwisterbonus mehr. Hat mich sehr gefreut :-)

Hoffe, ich konnte dir helfen.
lg B.

Beitrag von lillyana78 07.05.10 - 11:34 Uhr

lieben dank für deine antwort! wie gestaltet sich der alltag, wenn das 1. noch so klein ist? hab halt bammel, da das 1. dann auch noch nicht so selbstständig wäre, später stell ich mir das echt schön vor, da sie viel miteinander anfangen können, aber die anfangszeit? danke und glg!

Beitrag von barberina_hibbelt 07.05.10 - 20:01 Uhr

wie gesagt, gerade die Anfangszeit war bei uns total entspannt. Der kleine hat überwiegend geschlafen, somit hatte ich fast genauso viel Zeit für den Großen wie vor der Geburt. Ich habe ihn auch z.B. beim Wickeln helfen lassen, für das Stillen hat er einen extra "Stillkoffer" bekommen, der kommt nur zum Stillen raus und bleibt somit spannend. Das meiste davon kann ich auch mit einer Hand. Überwiegend schauen wir aber ein Buch an.
Ja, manchmal reizt er gerade die Situation "Mama-kann-nicht-aufstehen-und-mir-nach" auch aus und macht Dinge, die er nicht (alleine) darf. Da wird dann im Waschbecken geplantscht bis alles unter Wasser steht oder mit dem Bobby Car gegen Türen gefahren o.ä. Oft kommt das aber nicht vor und gefährliche Dinge fallen ihm GsD nicht ein #schwitz. Da würde ich aber auch sofort das Stillen unterbrechen.
Klar, der Haushalt bleibt eher nebensächlich. Mir war/ ist es einfach wichtiger, weiterhin für den Großen da sein zu können. Da sind dann die Betten nicht gemacht etc. An manchen Tagen darf hier auch keiner unangemeldet reinkommen #schein

Und jetzt wird es einfacher, weil der Kleine mehr mitbekommt und der Große mehr mit ihm anfangen kann. Und wir betonen natürlich auch, dass er der Große ist und was er schon alles kann und darf. Damit fahren wir bislang wirklich gut #freu Und der Kleine ist immer da, wo wir sind- auf einer Decke daneben, auf meinem Arm oder im Tuch.

Richtige Eifersuchtsdramen hatten wir GsD auch nicht. Schon so manche Kleinigkeiten, die aber auch bald aus der Welt waren. Es war teilweise schon schwer, die Balance zwischen "ich versteh ihn-muß aber schimpfen" zu finden. Ich habe mich dann immer an den Satz meiner GVK- Hebi erinnert: "Stell dir vor, dein Mann käme eines Tages mit einer Schönheit heim und würde sagen <Schatz, das ist xy, sie wohnt ab sofort bei uns>". Und seit der Kleine auf den Großen reagiert sind die Eifersüchteleien so gut wie weg #schwitz

Dann hätten wir nur noch das Thema Trotzphase. Aber die kommt ja nicht durch die Geburt vom Bruder. Da hätten wir auch so durchgemusst ;-)

Ich warte auch immer auf den Tag, an dem es über mir einstürzt #schwitz#zitter Aber noch läuft es echt super. Kein Wunder bei zwei so tollen Jungs #verliebt

lg B.

Beitrag von lillyana78 08.05.10 - 19:15 Uhr

vielen lieben dank für deine antwort, er stimmt mich wirklich positiv und untermauert meinen wunsch bald wieder mit d. babyplanen anzufangen, wer weiß wie lange es dauert ;) glg und alles gute!!

Beitrag von jbw 07.05.10 - 10:28 Uhr

Hallo,

ich erwarte Nr. 4, und wir haben kurze Abstände: Zwischen Nr. 1 und 2 sind es 17 Monate, zwischen Nr. 2 und 3 auch, und zwischen Nr. 3 und 4 werden es 20 Monate sein. Wir wollten das so, aber das muss jeder fuer sich entscheiden.

Zum EG kann ich Dir sagen, dass der Zeitraum, in dem Du EG bezogen hast, nicht zu den 12 Monaten gezählt wird. Beispiel:

Du arbeitest voll bis Aug
Im Sept/Okt/Nov bist du in Mutterschutz und bekommst Dein 1. Kind
Du bekommst EG bis Okt des Folgejahres, wenn Dein Kind 1 Jahr alt wird
Du arbeitest im Nov, Dez, Jan, Feb, März und gehst dann in Mutterschutz für Dein 2. Kind

--> Die 12 Monate, aus denen das durchschnittliche Einkommen berechnet wird, sind die 5 Monate Nov - März, sowie die letzten 7 vor Deinem 1. Kind. der Zeitraum, wo Du EG bekommen hast, zählt nicht mit.

Viel Erfolg!
J.

Beitrag von lillyana78 07.05.10 - 11:31 Uhr

lieben dank für deine antwort!
wenn wir jetzt loslegen würde und es würde tatsächlich klappen, wären meine kleinen ca. 18/19 monate auseinander, ich mache mir gedanken, ob das ein größere stress ist, da die große ja auch noch fast ein baby ist ;) mein mann und ich haben auch keine oma in der nähe d.h. wir häten auch keine entlastung. wie war es bei euch?
nochmal wg. elterngeld (komm da nicht ganz mich ;))
zu meinem fall:
ich bekomme elterngeld bis august diesen jahres, sagen wir das geschwisterchen würde juni nächsten jahres auf die welt kommen, was würd in diesem fall berechnet? danke und glg!

Beitrag von jbw 07.05.10 - 15:24 Uhr

Nochmal hallo!

Alles hat seine Vor- und Nachteile. Wir haben auch keine Oma oder sonstigen Babysitter in der Nähe, und die Betreuung durch unsere Kinderfrau/Tagesmutter war immer nur zum Abdecken meiner Arbeitszeit. Mit anderen Worten, ich habe entweder gearbeitet oder die Kids betreut.
Das ist natürlich schon stressig, aber die Vorteile von engen Abständen sind für mich:
- Eifersucht ist noch nicht so stark ausgeprägt
- Die Kids können später richtig gut zusammen spielen (und zanken :-[)
- Es ist ein Abwasch. Ich könnte mir zum Beispiel nicht vorstellen, nach 5 Jahren oder so nochmal mit Wickeln und dem ganzen Babykram anzufangen.
- Bei uns werden Spielzeuge, Klamotten gar nicht erst in den Keller geräumt, sondern direkt weitergereicht. Gibt zwar gelegentlich #heul, wenn Nr. 3 plötzlich den Lieblingspulli von Nr. 2 trägt, der diesem aber DEFINITIV zu klein geworden ist, aber da müssen alle durch.

Ich habe selbst zwei Brüder, der eine ist 14 Monate und der andere 2.5 Jahre jünger als ich. Meine Eltern haben uns z.B. immer zusammen vorgelesen, ohne den einen wesentlich zu langweilen und den anderen wesentlich zu überfordern. Auch so Debatten, dass der eine was im Fernsehen sehen darf, wozu der andere aber noch viel zu klein ist, gab es bei uns nicht. Wir wurden eben alle ziemlich gleich behandelt. Ich denke, das vereinfacht das Leben!

Zum EG:
Wenn Du ab September wieder arbeitest, dann wären die 12 Monate aus denen das Durchschnittseinkommen genommen wird
Sept, Okt, Nov, Dez, Jan, Feb, März, April (Mai und Juni wärst du dann im Mutterschutz), also diese 8 Monate, plus die letzten 4 Monate vor Deinem ersten Mutterschutz - glaube ich jedenfalls.

Alles Gute!
J.

Beitrag von lillyana78 08.05.10 - 19:11 Uhr

vielen lieben dank! deinen beitrag, der hat mir sehr weitergeholfen ;)) glg!