Was denkt ihr: kann die Psyche das schwanger werden beeinflussen?

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von miss_manu 07.05.10 - 10:39 Uhr

Hi!

Ich habe gestern gepostet, dass meine beste freundin in meiner Kiwu-Zeit (schon 4 Jahre) nun zum zweiten Mal schwanger ist.
Psychisch bin ich nun wieder ziemlich down, obwohl ich eh versuche, mich nicht so hängen zu lassen. Heute treffe ich mich sogar mit besagter Freundin.

Nun ist es so, dass ich grad im Clomizyklus stecke und dieses Wochenende ES haben müsste.
Da kam mir der Gedanke, dass es vielleicht gar nicht klappen kann, wenn man psychisch gerade bedient ist und sich umso mehr Druck macht.
Andererseits - wie geht das dann, dass irgendwelche drogenabhängige Teenager ungewollt schwager werden, denen es seelisch auch nciht immer gerade gut geht?

Wie ist das bei euch? Denkt ihr, dass die Psyche dem Eintreten einer Schwagnerschaft hinderlich sein kann?
Eure Meinungen würden mich interessieren und ich freue mich auf eine lebhafte Diskussion!
lg manu

Beitrag von shiningstar 07.05.10 - 10:43 Uhr

JA!

Meine FÄ sagte schon früher zu mir immer:
"Die Angst davor, nicht schwanger zu werden, ist das beste Verhütungsmittel". Hat was mit dem Körper zu tun, wenn Du Dich nicht auf "schwanger" einstellen kannst.

Das hat nichts mit Teenagern zu tun, die andere Probleme haben -die machen sich keinen Kopf ums Kinder kriegen.

Beitrag von mardani 07.05.10 - 10:58 Uhr

Hallo

Ich für meinen Teil sage mal "Ja".

Denn ich habe ES jahrelang mit einer Inbrunst versucht, dass ich hinterher ein richtiger Kiwuzombie war.

Als sich mein Leben dann komplett änderte, der Fokus erstmal nicht mehr auf dem Kiwu lag, wurde ich plötzlich ganz ohne Hilfe schwanger...
Insgesamt 3x in zwei Jahren, wo ich vorher 10 Jahre lang gewartet hatte.

LG

Beitrag von kleinehexe88 07.05.10 - 10:50 Uhr

Ich glaube auch JA, weil wenn man oft hier liest, "Ich habe die Hoffnung schon aufgegeben und ZACK- es hat geklappt mit dem Schwanger werden".
Also spielt es wohl eine sehr große Rolle

Beitrag von cosy-80 07.05.10 - 10:56 Uhr

Ich glaub da nicht dran.

Denn das sieht man auf dieser Seite so oft. Es gibt so viele die schwanger werden wollen und es auch werden.
Das Verhältnis zu denen bei denen es nicht klappt ist relativ gering.

Und selbst wenn man in die KIWU-Klinik geht: wieviel wollen denn da schwanger werden und werden es auch? Da würde ja kein Kinderwunschzentrum Erfolg haben.

Und wieviele Kinder würden gezeugt werden, wenns nur darum ginge: zufällig, ungeplant oder unbedacht schwanger zu werden? Also dass sind weit mehr, die das wirklich wollen als umgekehrt.

Also ich kenn eine, die hat sich nur Stress gemacht und Angst gehabt nicht schwanger zu werden und dass vom Tage der Absetzung ihrer Pille und ist im 3. ÜZ schwanger geworden.

Ich glaube, dass dies alles rein medizinischer Ursache ist und des Timings auch sehr stark.

Beitrag von caro23 07.05.10 - 10:56 Uhr

Hmmmm ich würde mal sagen JEIN!
Teils teils!

weil du musst auch mal so denken,dann dürfte KEINE ausn Urbia SS werden,denn die,die hier vertreten sind,machen sich doch alle große Hoffnungen... und können ned so wirklich "abschalten"
und es sind genügend täglich im KIWU Forum die Positiv testen!

Es spielt sicher eine Rolle,aber der Hauptgrund dafür wird es sicher nicht sein

LG

Beitrag von daisydonnerkeil 07.05.10 - 11:00 Uhr

Ich würde mit einem entschiedenen Jein antworten. Ich kenne so viele Frauen, die unter schlechten Bedingungen - psychisch wie physisch - schwanger geworden sind, dass ich nicht wirklich daran glaube. Andererseits ist es selten hilfreich, wenn man verkrampft und verbissen durchs Leben geht.

Letztlich glaube ich, dass sich ein Kind, das kommen will, weder von Frust noch Alkohol noch zu wenig Vitaminen in Muttis Blut abhalten lässt.

Alles Gute,
Da.

Beitrag von nike1972 07.05.10 - 11:00 Uhr

Hm...ich bin mir da nicht so sicher. Dass die Psyche starken Einfluss hat, auf nahezu alles was wir angehen ist sicher. Aber ich kann diesen Satz "du darfst dich nicht zu sehr darauf versteifen, dann klappt es nie" echt nicht mehr hören. Sowas kommt meist von Leuten, die sich übers Schwanger werden nie Gedanken machen mussten.
Ich bin in meinem Leben 4x schwanger gewesen. Das erste Mal war ein Unfall (aber kein Drama) und würde somit für deine These sprechen. Die folgenden drei Male hab ich mich total wahnsinnig gemacht mit Persona, Ovu Tests, Kurvendiskussion und Temperaturmessung. Ich bin nun mal so ein Kontroll freak. Es hat aber trotzdem 2x im ersten Versuch und 1 mal im zweiten Versuch geklappt. Leider sind (bis auf die erste) alle schwangerschaften sehr unglücklich geendet, so dass wir jetzt seid 5 Monaten am fünften Mal schwanger werden arbeiten. Und es will ums Verrecken nicht klappen, aber ich bin auch körperlich einfach nicht so gut drauf.
ich glaube, dass der psychische aspekt beim schwanger werden eine ohnehin schlechte Ausgangslage noch verschlechtert. Aber bei einer guten medizinischen Ausgangslage kann auch die schlechte psychische ausgangslage die Empfängnis nicht verhüten.
Gruss
Nike

Beitrag von wunschmama83 07.05.10 - 11:21 Uhr

Hallo Manu!

Ich denke das kann man nicht so pauschal sagen.

Wenn es medizinisch nicht möglich ist wegen keiner Spermien etc. ist die Psyche wohl "Nebensache".

Bei uns war es so dass ich keinen Eisprung hatte. Im ersten Versuch mit Stimulation und GV nach Plan hat es geklappt #freu Obwohl uns der doc keine große Hoffnung gemacht hat. Als Louis ein Jahr alt wurde haben wir beschlossen bevor wir wieder in die Kiwuklinik gehen versuchen wir es einige Monate einfach so.

Tja, und was soll ich sagen?! Wir haben das Kondom weggelassen und es hat geklappt #freu
Elias ist 9 Wochen alt.

Bei mir war es beide male so dass ich überhaupt nicht damit gerechnet habe schwanger zu werden. Und es hat beidesmal beim ersten Versuch geklappt. Ich bin mir durchaus bewusst wieviele Faktoren für eine Schwangerschaft zusammenspielen müssen. Umso mehr bin ich verwundert dass ich nun zwei Kinder habe. Vor 3 Jahren hat man mir keine großen Hoffnungen gemacht jemals spontan schwanger zu werden...

Wenn Du Dich zu sehr versteifst, denk ich schon dass die Psyche da eine große Rolle spielt. Aber natürlich muss dann hormonell etc. alles in Ordnung sein. Oftmals liegts ja an einem "kleinen" Problem. Aber wenns natürlich nur mit IVF oder ICSI funktionieren kann, denk ich nicht dass da die Psyche schuld ist. Das hat ja meist einen Grund.


lg! Und viel Erfolg für Euch alle #blume


Michi - die vor 3 jahren nicht gedacht hätte überhaupt mal Mama werden zu können...
Inzwischen glückliche Mama von zwei gesunden Kindern #verliebt

Beitrag von deenchen 07.05.10 - 11:22 Uhr

Zu eigener Kiwu Zeit hab ich das für ausgeschlossen gehalten.
In Laufe der Jahre gab es aber immer wieder Fälle, die mich zum zweifeln gebracht haben.
Das eine schliesst das andere ja nicht aus. Klar wird man auch schwanger wenn die Umstände schwierig sind wie bei einer KB.
Auf der anderen Seite glaub ich inzwischen aber fest daran, das es einfacher ist wenn man sich nicht so in den Wunsch reinsteigert oder in einer Kiwu Behandlung steckt.
Ich selber bin ein solch Beispiel - beim 1. Kind hat es 4 ICSIs gebraucht und viele Nerven und Tränen und Kind 2 kommt jetzt einfach so hinterher trotz OATIII Diagnose und nicht eingestellter Schilddrüse... Wir haben halt nicht damit gerechnet weil man uns auf natürlichen Wege nur eine 1% Chance gegeben hatte...

Beitrag von netty693 07.05.10 - 11:23 Uhr

Hallo manu,

mein Prof. hat mir gesagt das es nicht stimmt - es soll wohl sogar eine Statistik geben die besagt das es lediglich bei 5 % der Frauen an der Psyche liegen KÖNNTE.

Wieviel Frauen werden mit Hilfe von KB schwanger?! Die Stimuzeit bis zum BT ist für die Psyche mehr als belastend.

Alles Gute
netty



Beitrag von jenita 07.05.10 - 12:04 Uhr

hallo manu,

sicher ist eine zu verkrampfte einstellung nicht sinnvoll.. und irgendwoher müssen ja auch diese vielen frauen kommen, die nach jahrelangem probieren dann doch so schwanger werden (s.o.),

ABER
was ich auch mal gesagt haben möchte: wenn man sich nun mal sorgen macht (ich bin auch eine der damen), dann macht man sich die halt. und vielleicht sind diese sorgen auch nicht immer unbegründet. und vor allem: sie gehören zu einem. und man sollte sie akzeptieren lernen. denn was nützt es einem, wenn man sich die ganze zeit auch noch dafür fertig macht wenn man hibbelt? und "jetzt hab ich ja schon wieder ans wunsch-bebe gedacht, ich dumme nuss" ist sicher kein hilfreicher gedanke und bewirkt ja eher noch mehr verbissenheit.

meine FA, meinte auch, dass es quatsch ist mit diesem ewigen gepredige, dass man locker lassen soll damit es klappt. da setzt man sich dann noch zusätlich unter druck, dass man sich ja nich unter druck setzten darf... haha! wie wenn man versucht abzunehmen. da denkt man auf einmal auch nur noch ans essen. mehr als vorher! auf jeden fall hat mir das echt gut getan, dass mal zu hören. ich kann halt nich locker lassen und nun muss ich mich nicht weiterhin auch noch ständig dafür fertig machen und stressen.
WARUM soll man denn auch nicht mehr dran denken? wenn es doch der größte wunsch von einem ist. das zeigt doch nur wie sehr ich mich auf das kleine freue. und das es sehr willkommen ist. und endlich gibt es wieder schöne gefühle beim "hoffen und bangen". und nicht mehr nur gequälte "das solltest du doch nicht" gedanken.

vielleicht hilft das ja auch allen anderen hibblerinnen, die sich stressen, dass sie hibbeln.


mir fällt es auch sehr schwer, aber man muss dinge versuchen zu akzeptieren wie sie sind. in der heutigen konsumgesellschaft ist man es zwar gewohnt das zu bekommen was man will, und wann man es will... aber der KiWU is eine der wenigen sachen, die da nicht zu zählen.

ich drück euch allen von ganzen herzen die daumen #klee

eine wild hibbelnde jenita im ersten zyklus nach der BS
#hicks

Beitrag von cosy-80 07.05.10 - 12:23 Uhr

Ich muss Jenita vollkommen Recht geben:

Man kann doch seine Gedanken und Gefühle nicht kontrollieren, egal wie gerne man es möchte. Hatte eine Phase in der ich mir selbst versucht habe, meinen Kinderwunsch auszureden und mir einreden wollte, wie schön ein Leben ohne Kinder sein kann. Ich hatte echt viele Argumente und letztendlich habe ich diesen innerlichen Kampf verloren, denn dagegen gabs nur ein Argument: mein Herz. Ich wünsche es mir vom ganzen Herzen, da kann es noch so toll sein ein Leben ohne Kinder.

Und so ist es auch mit dem Wunsch: warum sich irgendetwas aufzwängen, wenn es doch natürlich ist, einen Kinderwunsch zu haben? Das ist doch von der Natur so konzipiert.
Daran ständig zu denken und zu hoffen und 50-mal seine Daten in den Eisprungkalender und Geburtsterminrechner einzugeben. Schließlich ist es so ein Einschnitt in unseren Körper und unsere Seele und unser Leben, dass ist klar, dass die Psyche plötzlich hellauf wach wird, bei so einer Entscheidung.

Gruß C

Beitrag von julchen09 07.05.10 - 22:07 Uhr

Das hast du echt wunderschön gesagt. #verliebt#verliebt#verliebt
Mir kamen fast tränen!!!

Wir sind nun auch schon über 2jahre am üben und haben nächsten Zyklus unsere 1. ISCI. Ich mach mir natürlich auch gedanken drüber, wie es mit den spritzen is, der entnahme etc.
Da kam mir auch wieder der "gute satz" in den sinn und hab natürlich angst das ich mir zu viel gedanken darum mache und damit alles vermassele.

Doch du hast recht, die gedanken gehören dazu wenn man sich ein kind wünscht und dies durch umwege bekommt.
Es ist ein teil von mir und das kind wird es auch sein. So sind wir nun mal.

Ich dank dir für die aufmunternden worte und kann nur jedem raten ganz normal weiter zu machen ;-)

Beitrag von kate23 07.05.10 - 13:16 Uhr

Hallo!
ich glaube, da ist wohl was dran. Bekannte wurden nach 11 (!) Jahren Kiwu-Zeit, beide sind wohl körperlich gesund, ss in dem Zyklus als die Entscheidung zur Adoption gefallen war. Jeder kennt wohl solche Stories...
Ganz ehrlich: Du kannst es wahrscheinlich aber selbst nicht beeinflussen und schon gar nicht wenn man das "Problem" permanent im Kopf hin u. her wendet. Ich weiss wie verdammt schwer das ist!
Drücke dir die Daumen, dass es bald klappt u dass du einen guten Weg für dich findest!
Ich wurde nach TF übrigens sehr krank u habe 1 Woche nur geweint, weil ich dachte: Das ist nix geworden! Und? beide Krümel waren angewachsen... Da war ich sowohl körperlich als auch psychisch mehr als angegriffen #schwitz
Alles Gute!
Lg, Kate:-)

Beitrag von miniplacebo 07.05.10 - 13:21 Uhr

Hier gibt es ja schon viele Antworten...

was ich dazu noch schreiben kann :

In meinem stimulierten Zyklus (Synarela und Puregon) hatte ich leider nur 2 Folikel.

Jetzt, einen Zyklus danach, habe ich VON GANZ ALLEINE unglaubliche
2 Folikel !!!

Tja, ob das nun mit der Psyche zu tun hatte / hat ???

Ich glaube fast wohl.
Sonst kann ich mir das nämlich nicht erklären.... #zitter

Beitrag von freyjasmami 07.05.10 - 15:30 Uhr

JAAAAAA!

Davon bin ich fest überzeugt.

Bei mir selbst war es so, das ich erst nach 3 Jahren ss wurde, als wir uns dazu entschlossen hatten erst ein paar Monate später (nach meinem 25. Geburtstag) eine IVF zu machen.
Gleichzeitig ging es privat aufwärts.

Der private Stress (Schwiegereltern) war sicherlich ein sehr großer Faktor, das dauernde warten auf eine SS nicht ganz so groß.
Beides zusammen hat aber in meinen Augen eine Rolle gespielt.

Auch bei anderen Geschichten hier liest man immer wieder davon.

LG, Linda

Beitrag von bunny2204 07.05.10 - 18:59 Uhr

NEIN!

Ich bin bei meinem Sohn schwanger geworden, als es mir psychisch ganz ganz schlecht ging. (so schlecht wie lange zuvor nicht)

LG BUNNY #hasi mit Maximilian (6,5 J.)

Beitrag von cosy-80 07.05.10 - 21:53 Uhr

Aber die Frage geht ja in die Richtung, ob der stetige Gedanke an den Kinderwunsch einen nicht die erhoffte Schwangerschaft kaputt macht.

Ich bin auch einmal schwanger geworden, als ich viel geraucht habe, viele Energies getrunken habe, wegen der Aufnahmeprüfung viel gelernt und wenig geschlafen habe.

Und ich bin der Überzeugung, dass der Psyche viel zu viel Bedeutung zugemessen wird und wenn der Körper gesund ist, man schwanger wird, früher oder später. Egal wie oft man dran denkt.

Beitrag von bunny2204 07.05.10 - 21:56 Uhr

Also ich war 5x schwanger (2x FG) - und ich 4 Fällen war ich absolut oberhibbelig und hab an fast nichts anderes gedacht. Und trotzdem hat es geklappt. Gerade wenn man , wie ich, eine Hormonbehandlung hat, ist es ja sehr schwer an etwas anderes zu denken.

Wenn man das mit der Psyche beeinflussen könnte, wäre ich mit Sicherheit immer noch kinderlos.

LG BUNNY #hasi