Welche Heizung?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von mm1902 07.05.10 - 11:28 Uhr

Hallo!

Wir haben das Haus meiner Schwiegermutter geerbt.

Wohnfläche ca. 220 qm
Ladengeschäft im EG ca. 80 qm

Die Ölheizung ist 28 J. alt (!!!) und nun stehen wir vor der Frage, ob wir weiter mit Öl heizen sollen - natürlich mit einer moderneren Anlage - oder auf Gas umstellen.

Im internet habe ich auch von anderen Heizmethoden gelesen:
Pellets
Infrarot
Erdwärme
Fernwärme
Solar
usw. #gruebel

Leider ist das Haus nur unzureichend bis gar nicht gedämmt, aber eine Dämmung scheitert momentan wohl an den hohen Kosten. :-(

Welche Erfahrungen habt ihr mit oben genannten Heizungstypen gemacht?

Unser Installateur rät zu einer Gasheizung oder einer modernen Ölanlage, der Schornsteinfeger meinte, er würde bei Öl bleiben evtl. in Verbindung mit Pellets.
Im Wohnzimmer gäbe es auch die Möglichkeit einen (Kachel?)Ofen einzubauen.

Könnt ihr uns weiter helfen...? #schwitz

LG, M.

Beitrag von wemauchimmer 07.05.10 - 12:48 Uhr

Wenn Ihr das Haus nicht sehr gut dämmen könnt, könnt Ihr Erdwärme, allgemein Wärmepumpen sowie solarunterstützung fürs Heizen gleich vergessen. Damit kriegt Ihr - bei hohen Anschaffungskosten - die Hütte niemals warm. D.h. diese Varianten kommen nur in Frage, wenn Ihr zuvor die Dämmung stark verbessert.
Infrarot = Stromheizung = teurer Spaß = Finger weg.
Gas setzt voraus, daß das Haus einen Gasanschluß hat oder ans öffentliche Stadtgas angeschlossen werden kann. Je nachdem können da ein paar Tausender Anschlußkosten zusammenkommen. Ansonsten ist es eine saubere und günstige Sache. Wenn ihr von Flüssiggas redet - laßt es (teuer).
Pellets haben den Vorteil, daß Ihr (im Ggs zu Öl und Gas) langfristige Liefersicherheit habt. Es gibt m.W. allerhand Fördermittel dafür. Der Platz, den bisher der Öltank einnahm, kann für die Pellets verwendet werden. Ein Risiko liegt in zukünftig zu erwartenden Verschärfungen der Feinstaubgrenzwerte, die evtl zu teuren Nachrüstungen führen könnten.
Geht Ihr auf Gas oder Pellets, müsst Ihr den Öltank entsorgen lassen. Das bliebe Euch erspart, wenn Ihr beim Öl bleibt. Allerdings müsst Ihr mittelfristig eh vom Öl weg, weils in ein paar Jahren zu teuer wird zum Verheizen.
LG

Beitrag von mm1902 07.05.10 - 12:55 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort!!! #herzlich

Uns raucht schon der Kopf, weil wir nicht wissen, für welche Heizung wir uns entscheiden sollen... #schwitz

Also würdest du eher zu Gas raten?

Es müsste dann eine Leitung von der Straße zum Haus gelegt werden - dürfte aber kein Problem sein.

Wir müssten uns mal erkundigen, wieviel eine Dämmung kosten würde, aber rechts und links sind gleich die Nachbarhäuser und man könnte deswegen nur die Vorder- und Rückfront dämmen.

LG, M.

Beitrag von wemauchimmer 07.05.10 - 13:07 Uhr

Also ich würde erwarten, daß der durchschnittliche Ölpreis kontinuierlich und relativ schnell steigt.
Daß die Gaspreisentwicklung in absehbarer Zeit von der Ölpreisentwicklung abgekoppelt wird, und die Gaspreise wegen besserer Versorgungslage (Amis stehen mehr auf Öl) nicht ganz so schnell steigen.
Und daß die Pelletspreise ziemlich konstant bleiben.
Deshalb würde ich an Eurer Stelle mal diese beiden Varianten (Gas / Pellets) genauer durchrechnen, also was muß ich unterm Strich (mit Anschlußkosten, mit Fördermitteln) für beide investieren. Und wenn das mit den Pellets nicht wahnsinnig viel teurer ist, würde ich das eher machen.
LG (übrigens wir haben Gas).

Beitrag von mm1902 07.05.10 - 14:17 Uhr

#danke noch mal!

Das hilft mir schon sehr weiter! :-D


Dann werden wir uns gleich am Montag darüber informieren, damit das recht bald über die Bühne gehen kann.

LG, M.

Beitrag von taenscher 07.05.10 - 13:50 Uhr

Wärmepumpen scheiden aus den genannten Gründen der nicht vorhandenen Dämmung aus. Von Öl würde ich abraten.

Ich würde mich beraten lassen hinsichtlich:

Gas und Solarunterstützung für Warmwasser aufs Dach.
Eventuell könnt ihr zusätzlich über einen wasserführenden Kaminofen nachdenken. Die kosten für diesen Ofen liegen bei ca. 8000 inkl. Außenkamin und Verrohrung. Du könntest somit im Winter, dein Haus und das Wasser mit Holz erwärmen.
Mit ca. 20.000-30.000 müsst ihr da aber schon rechnen.
Wo ist das Haus?
Wir bauen gerade und haben einen Heizungsbauermeister an der Hand, der uns ein sehr gutes Angebot gemacht hat. Wir werden eine Wärmepumpe mit zusätzli. wasserführendem Kamin einbauen.
LG Taenscher

Beitrag von mm1902 07.05.10 - 14:12 Uhr

Hallo!

Vielen Dank für deine Antwort! #herzlich

Gas und Solar hört sich gut an! Nur die Kosten sind natürlich immens... #schwitz

Über einen wasserführenden Kamin muss ich mich mal schlau machen.

Im Wohnzimmer gäbe es die Möglichkeit für einen Ofen, dann bräuchten wir keinen Außenkamin, oder?

Das Haus ist in RLP - Nähe Ludwigshafen.

LG, M.

Beitrag von kathrincat 07.05.10 - 13:51 Uhr

luftzirkulations wärme,

Beitrag von mm1902 07.05.10 - 14:13 Uhr

Hallo!

#danke

Kannst du mir mehr darüber berichten?
Habt ihr das?

LG, M.

Beitrag von kathrincat 07.05.10 - 14:52 Uhr

ja haben wir, und wir sind super zufrieden damit, wir haben im schnitt 27c in dem haus, weil ich es so warm liebe, die heiskosten ink. warmwasser waren vorriges ja bei 500 euro. ein lüftungsystem hängt auch noch mit daran, so muss man nicht mehr lüften, dann da verschieden einstellungen machen, wie stark belüftet das haus werden soll, auch verschieden lüftungzeiten kann man einstelleun und im sommer, gibt es die möglich kein einzustelle, das wenn in der nacht eine bestimmt temp. draussen ist, das sich das haus runter kühlt. echt toll

wir haben fussbodenheizug dazu und wandflächenheizung in den schlafräumen, was ich aber nicht mehr machen würde, ich finde es fühlt sich zu kalt an, obwohl 22c sind, da braucht man ca. 5 min um zu merken dass es warm ist. man kann die heizung auch ohne fussboden und wandflächenzeizung machen, so haben es unsere nachbarn, da läuft es alles über die lufttung.

Beitrag von mm1902 07.05.10 - 15:08 Uhr

Habt ihr einen Neubau oder nachträglich modernisiert?

Beitrag von kathrincat 07.05.10 - 16:12 Uhr

neu, es müsste aber auch bei altern häusern gehen

Beitrag von wuestenblume86 07.05.10 - 14:47 Uhr

Hallo!

Also von Öl würde ich abraten #schwitz wer weiß schon wo nächsten Winter die Ölpreise sind...und sie steigen tendenziell.

Es ist wichtig und da solltet ihr zu allererst ein Augenmerk drauf legen zu dämmen....es wird euch viele kosten sparen.

Und dann würde ich eine Kombination aus Gasheizung und Kachelofen vorschlagen!
Die Pellettechnik ist sehr störanfällig und hat sich nicht so durchgesetzt.

In einem Neubau oder wenn das Haus kernsaniert werden soll, dann eine zirkulierende Umluftheizung wie es schon eine Vorschreiberin vorschlug :-)#pro

lg

Beitrag von mm1902 07.05.10 - 15:06 Uhr

Hallo!

#danke für deine Antwort! #herzlich

Ja, dämmen wäre natürlich schon sehr wichtig, wobei es ``nur`` in 2-3 Zimmer richtig kalt ist im Winter.
Evtl. könnte man vorerst versuchen, von innen etwas zu dämmen. #gruebel

Kernsanierung wäre hier das Allerbeste, wenn nur die Kosten nicht wären... #schmoll

Ein Kachelofen würde mir schon sehr gefallen, meine Cousine schwärmt mir immer von ihrem vor. :-)
Weißt du zufällig, mit was man da rechnen müsste?

LG, M.

Beitrag von wuestenblume86 07.05.10 - 15:15 Uhr

Vorsicht beim Dämmen von Innen #zitter damit holst du dir unter Umständen den Taupunkt ins Zimmer und es kommt zu Schimmelbildung! #aha

Beitrag von mm1902 07.05.10 - 15:30 Uhr

Danke für deine Info! Wir haben das Haus ja geerbt und müssen nun sehen, wie wir das alles auf die Reihe kriegen, es ist leider nicht im besten Zustand... #schmoll.

Ich kopiere mal meine Antwort auf deine PN, da du keine Nachrichten empfangen möchtest:



Ihr habt ein Haus in Kanada...? #huepf

Da sitzt dein Freund ja quasi an der Quelle... super...! #freu

Meine Schwester hat so einen modernen Kaminofen, aber der macht nur im Umkreis von 2-3m so richtig warm.
Ein Kachelofen wäre da bestimmt um ein vielfaches effizienter!

Ja, von Frankfurt bzw. dem Odenwald wohnen wir nicht sooo weit weg! ;-)
Wir wohnen in der Nähe von Ludwigshafen.

GLG, Melanie

Beitrag von noflower 07.05.10 - 20:55 Uhr

Hallo,
ich würde Dir Infrarotheizung empfehlen weil
- günstig in der Anschaffung
- im Verbrauch nicht teurer als Öl oder Gas (die Aussage: Mit Strom heizen
ist teuer ist ein uralter Zopf und stimmt einfach nicht mehr !!!)
- keine Abgas- und Leitungsverluste (gerade in älteren Häusern)
- keine Wartungskosten
- Keine Schornsteinfegerkosten
- keine Lagerkosten
- keine Heizkostenabrechnung (solltet ihr den Laden vermieten wollen)
- gesunde und angenehme Strahlungswärme
- formschöne, platzsparende Heizplatten
- kinderleichte Montage ohne Dreck

Ich glaube ich sprenge hier gerade den Rahmen ;-) ich könnte noch seitenweise Vorteile nennen.
Melde dich einfach, wenn du noch was wissen willst.

LG Birgit