Bitte helft mir. Werde aus den Elterngeld nicht schlau

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von hascherl84 07.05.10 - 11:41 Uhr

Hallo,

hab heute endlich jemanden von der Elterngeldstelle erreicht.
Doch die liebe Frau konnte mir nicht richtig weiterhelfen.
Was mich sehr verärgert weil sie auch sehr sehr pampig war.

Unser Baby kommt am 11.9.10 vorraussichtlich.
jetzt hatten wir gemeint, heiraten wir noch vorher wegen der Steuerklasse.
Doch jetzt wurde mir von einer Freundin gesagt ich solle aufpassen, wenn ich vor der Geburt wechsle, weil sich die 67%vom letzten Einkommen auf die Steuerklasse dann auswirke.

Bei der StKl 1 bekomme ich 700,00 rum und bei der 5 ja dann noch weniger oder?

Jetzt wenn wir im August heiraten, hab ich ja dann die 5, dann bekomm ich weniger Elterngeld oder?

Ich hoffe ihr könnt mir mal helfen, blicke echt nicht mehr durch.

lg Melanie

Beitrag von deschnegge 07.05.10 - 11:45 Uhr

Oder du nimmst die Stkl 3. Wird aber nicht mehr viel bringen. Weil der Zeitraum zu kurz ist.

Aber de 3 wäre ne Möglichkeit. Könnt ja dann wieder zurück wechseln.

Beitrag von seikon 07.05.10 - 11:50 Uhr

Das würde ich nicht machen, da man nur einmal im Jahr wechseln kann. Wenn sie also in 3/5 gehen, dann können sie vor Ablauf des Jahres nicht mehr wechseln. Das heisst der Mann müsste dann mindestens bis Dezember in der ungünstigen 5 bleiben. Ausserdem wirkt sich das nicht auf das Elterngeld aus, da die Zeitspanne viel zu kurz wäre.

Beitrag von lumidi 07.05.10 - 12:49 Uhr

Kann man nicht zwei mal im Jahr die Steuerklassen wechseln? #gruebel

Beitrag von vanessalein 07.05.10 - 11:46 Uhr

Hallo Melanie,

diese Überlegung haben wir auch gerade!
Kann schon sein das es so ist, aber dafür hat Dein Mann doch dann mehr auf dem Lohnzettel!!!!!

LG Vanessa

Beitrag von caya-marlene 07.05.10 - 11:46 Uhr

Hallo,

das Elterngeld errechnet sich aus dem Durchschnitts-Netto Verdienst der letzten 12 Monate vor der Entbindung.
Wenn du also im August heiratest und im September entbindest, wird der Unterschied nicht so ins Gewicht fallen.

Gruß

Beitrag von hardcorezicke 07.05.10 - 11:47 Uhr

huhu ist richtig.. du bekommst 67 % vom nettolohn der letzten 12 monate... hast du 10 monate auf steuerklasse 1 gearbeitet bekommst du von steuerklasse 1 67% und 2 mon von steuerklasse 5...

mein mann und ich haben die steuerklassen getauscht.. er ist auf 5 gegangen und ich auf 3... auch wenn mein mann der haupt oder meistverdiener ist.. es rechnet sich hinterher wieder mit der lohnsteuer... und ich bekomme um einiges mehr an elterngeld als wenn ich auf 5 geblieben wäre

Beitrag von zisus 07.05.10 - 11:48 Uhr

Also, ich würde sagen, da sich das Elterngeld aus den letzten 12 Monaten vor der Geburt berechnet und euer Kind im September kommt, hat der August (in dem ihr heiraten wollt) keine großen Auswirkungen - also nur 1/12. Du hast also 11 Monate ein hohes Netto und nur einen Monat niedriger - so würde ich das sehen. Übernehme aber keine Garantie! ;-)

Aufpassen müsst ihr irgendwie nur dann im nächsten Jahr bei der Steuererklärung - aber da kenne ich mich auch nicht so wirklich aus. Hast du einen Steuerberater, den du fragen kannst?

Ansonsten vielleicht eine Stelle wie ProFamilia?

Beitrag von seikon 07.05.10 - 11:48 Uhr

Ausschlaggebend für die Elterngeldberechnung sind die 12 Monate vor der Geburt, bzw. vor Beginn des Mutterschutzes. Wenn also dein Baby Mitte September kommt, dann Beginnt dein Mutterschutz ja Anfang August. Das würde bedeuten, dass du von August 2009 bis Juli 2010 deine Einkommensnachweise vorlegen musst. Und aus diesem durchschnittlichen Nettoeinkommen wird dann dein Elterngeld berechnet.
Wenn ihr im August heiratet und die Steuerklassen wechselt, dann wirkt sich das also nicht mehr auf deine Elterngeldberechnung aus.

Aber ihr solltet das wirklich überdenken und mal durchrechnen, ob ihr wirklich schon in 3/5 wechseln sollt. Da das Elterngeld sich auf die Progression auswirkt muss dein Mann sein Einkommen dann mit einem höheren Steuersatz versteuern. Wenn er durch Steuerklasse 3 ohnehin schon weniger Steuern gezahlt hat, dann kann es sein, dass ihr eine nicht unterhebliche Steuernachzahlung leisten müsst. Das müsst ihr bei der ganzen Sache bedenken und entweder noch in 4/4 bleiben bis dein Elterngeld ausgelaufen ist, oder eine gewisse Summe auf die Seite packen für eine etwaige Steuernachzahlung.

Beitrag von hascherl84 07.05.10 - 11:55 Uhr

Hallo,

Danke für die Antworten.

Also wir sind beide in der Steuerklasse 1 noch.

Also wärs besser beide in die 4/4 zu gehen nach der heirat und wenns Kind da ist in die 3/5 oder?

lg Melanie

Beitrag von seikon 07.05.10 - 12:08 Uhr

Es kommt stark drauf an, wie viel dein Mann verdient.
Sieh es mal so. Wenn ihr in 4/4 seid, solange du Elterngeld beziehst (also die vollen 12 Monate), dann bekommt dein Mann zwar monatlich etwas weniger raus (eigentlich genau so viel wie jetzt in Steuerklasse 1, bzw. etwas mehr weil er den Pflegezuschlag nicht mehr zahlt und einen Kinderfreibetrag auf der Karte hat), aber er zahlt monatlich schonmal mehr Steuern vorab.
Wenn er in der Steuerklasse 3 ist während du Elterngeld bekommst, dann zahlt er vorab ja weniger Steuern und hat so mehr Netto monatlich raus. Aber dieses höhere Nettoeinkommen muss er ja dann durch die Progression noch viel höher versteuern als normalerweise.

Bei uns war es so, dass wir während der Elterngeldzeit (habe aber auch über 800 Euro Elterngeld bekommen) in 4/4 geblieben sind. Dadurch haben wir am Ende etwa 3000 Euro Steuern wieder bekommen. Wären wir gleich in 3/5 gegangen, dann hätten wir etwas über 1000 Euro nachzahlen müssen.

Je nachdem wie ihr es handhaben wollt könnt ihr beides machen. Aber ihr solltet auf jeden Fall (gerade bei 3/5) 1-2 Monatsbeträge von deinem Elterngeld für die Steuer zurück legen, falls eine Nachzahlung kommt.

Beitrag von hascherl84 07.05.10 - 12:17 Uhr

Danke das hab ich gemeint. Hast genau den Punkt ggetroffen.

Kann man sich über das Thema auch im Finanzamt informieren?
Oder brauch ich da extra ein Steuerberater?

lg Melanie

Beitrag von seikon 07.05.10 - 12:38 Uhr

Du kannst dich sicher beim Finanzamt informieren. Aber du kannst eure Daten auch einfach mal z.B. in das Elsterformular oder eine andere Steuersoftware eintragen und den Betrag überschlagen. Das ist natürlich keine endgültige Aussage, aber man kann schon ne grobe Tendenz erkennen.

Also wenn ihr mit dem aktuellen Gehalt deines Partners und deinem zukünftigen Elterngeld gut über die Runden kommt, dann würde ich in jedem Fall nach der Hochzeit die 4/4 wählen.
Ich denke, damit fahrt ihr besser wegen Lohnsteuerjahresausgleich. Und wenn du kein Elterngeld mehr bekommst, dann könnt ihr dann in 3/5 wechseln, wenn du dann weiterhin zuhause bleiben möchtest.

Beitrag von tigerbaby82 07.05.10 - 11:48 Uhr

Hallo!

Also es wird das Gehalt berücksichtigt welches du 12 Monate vor dem Mutterschutz bekommen hast und zwar das Nettogehalt. Also wenn du in die Steuerklasse 5 kommst, wird auch dein Nettogehalt kleiner. Allerdings errechnet die Elterngeldstelle ein Durchschnittsnettogehalt anhand der 12 Monate vor Mutterschutz und davon dann 67%.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Wünsche dir noch eine schöne Schwangerschaft.

LG

tigerbaby#hund

Beitrag von reamaus 07.05.10 - 11:50 Uhr

Hallo :-)

also, du bekommst die 67% von deinem Nettogehalt der 12 Monate vor der Geburt. Welche Steuerklasse du dann während des Bezuges vom Elterngeld hast, ist dabei total egal! EG wird ja nicht direkt versteuert. Es ist eine Lohnerstazleistung, die du dann bei der Steuererklärung angeben musst und dann leider auf das Gehalt deines Mannes angerechnet wird - so ist es whrscheinlich, dass ihr im Nachhinein Steuern nachzahlen müsst, wenn dein Mann in Klasse 3 geht währen du EG bekommst (Progression)
Ich habe jetzt die 3 weil ich mehr verdiene als mein Mann, wechsel aber während es EG Bezuges in 5 und er in 3. Müssen dann wie gesagt allerdings im Nachhinein mit einer Steuernachzahlung rechnen :-[
Haben aber unterm Strich mehr Geld, während ich EG bekomme.
So ist das leider mit dem lieben EG....

LG, Reamaus

Beitrag von zaubermaus2001 07.05.10 - 12:06 Uhr

Hallo,

also ich versuche, das mal zu entwirren:

Ihr seid jetzt beide STK 1, nach der Hochzeit würde das für beide STKL 4 bedeuten (gleicher Steuersatz wie Kl. 1). Wenn ihr aber erst im August heiratet, wird die Lohnsteuerkarte

1) eh erst zum 01.09. geändert und

2) spielt das für Elterngeld keine Rolle mehr, da für die Berechnung die letzten 12 Monate VOR DEM MUTTERSCHUTZ herangezogen werden. Im August bist du ja schon längst im MS, also fürs Elterngeld unerheblich.

Ich frage mich jetzt nur gerade, wann der beste Zeitpunkt ist, auf 3/5 zu wechseln, ohne das du Nachteile beim Mutterschaftstgeld vom Arbeitgeber hast...#kratz, da der AG ja nach Steuerklasse berechnet, wohl erst nach Ende des Mutterschutzes...

Das mit der Progression wurde ja schon erwähnt, also nicht alles schon ausgeben ;-)!

LG

Beitrag von muffin357 07.05.10 - 12:25 Uhr

du kannst ja auch erst nach der Geburt wechseln. -- steuerlich wird es sich dann in eurer steuererklärung dann schon fürs ganze jahr aus
(wäre eine frage, nachzurechnen, ob es sich überhaupt lohnt zu wechseln). -- dann hast du das höhere netto für das elterngeld zumindest noch in den monaten vor der geburt..

ist doch ne ganz einfache frage, die man superleicht beantworten kann? -- was arbeiten denn da für "fachkräfte".... tztztzt....

lg
tanja