Pleite zum x.Male -- Verständnisfrage

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Beitrag von syldine 07.05.10 - 12:40 Uhr

Hallo zusammen,
wahrscheinlich werden sich hier einige wegen der nun folgenden Frage kringelig lachen - aber ich habe wirklich ein Verständnis- bzw. Logikproblem.
Ich verstehe nicht, wie ein überschuldeter Staat einem anderen überschuldeten Staat überhaupt noch Geld leihen kann? Woher bekommt denn der "leihende" Staat das Geld? Er hat doch eigentlich selbst nichts mehr.
Und um die Frage perfekt zu machen: bei wem haben die Staaten denn überhaupt die Schulden? Man hört immer, welcher Staat verschuldet ist... es ist doch nun überhaupt kein Staat mehr da, der nicht mehr verschuldet ist und bei dem man sich dann - logischerweise - noch Geld leihen könnte?
Gibt es irgendwo eine überirdische Macht, die über finanzielle Mittel verfügt und sie "der Welt" zur Verfügung stellt ;) ?
Fragen über Fragen in der Hoffnung auf eine verständliche Antwort ---#schwitz#gruebel

Beitrag von .doctor-avalanche. 07.05.10 - 12:49 Uhr

"Ich verstehe nicht, wie ein überschuldeter Staat einem anderen überschuldeten Staat überhaupt noch Geld leihen kann?"

Wenn sich diese Frage auf die Finanzhilfen der EU und des IWF an Griechendland bezieht, bei der Deutschland in etwa 1/5 der Gesamtsumme als Kredit über die KfW zur Verfügung stellt, wie kommst Du auf das schmale Brett, z.B. Deutschland sei überschuldet?!?

Beitrag von syldine 07.05.10 - 12:55 Uhr

ok, statt überschuldet hätte ich vielleicht verschuldet schreiben sollen? Aber trotzdem hat ja Deutschland noch Schulden - also woher kommt das Geld?

Beitrag von .doctor-avalanche. 07.05.10 - 13:04 Uhr

Das Geld leiht man sich üblicherweise bei Banken.

Beitrag von ostsonne 08.05.10 - 10:31 Uhr

#rofl#rofl#rofl#rofl

Ja klar.....die haben ja keine Probleme....

Beitrag von ostsonne 08.05.10 - 10:35 Uhr

....und ach ja....wieso wollten sich dann die Banken erst nicht an dem Hilfsprojekt für Griechenland beteiligen ?
Erst sollte der Staat alleine zahlen, nicht die Banken .... erst mit Druck auf die Banken, haben die dann nachgegeben.
Und da ist die Frage berechtigt: Woher nimmt unser VERschuldeter Staat dieses Geld, wenn im eigenen Land ständig die Rede davon ist, wie schnell die Uhr der Staatsverschuldung Deutschlands doch läuft !

http://www.staatsverschuldung.de/schuldenuhr.htm

Beitrag von boncas 07.05.10 - 13:11 Uhr

Ich schließe mich der Frage einfach mal an.

http://www.steuerzahler.de

Pro Sekunde nimmt die Staatsverschuldung um knapp 4.500 € zu.
In der Zeit, die du brauchtest um bis hierhin zu lesen: 31.500 €

Eigentlich sitzt Deutschland in der Schuldenfalle und selbst ein Peter Zwegat würde an seine Grenzen stoßen. Wie kann man da noch Milliardenkredite vergeben, von denen man weiß, dass sie nie zurückgezahlt werden können?

Beitrag von nakiki 07.05.10 - 13:20 Uhr

Das mit der Verschuldung sieht Frau Koch-Mehrin jedoch anders:

http://www.youtube.com/watch?v=1gVSRXrJVjk #rofl

Aber das würde wenigstens erklären, warum die FDP der Meinung ist, die Steuern senken zu können!

Gruß nakiki

Beitrag von le-cochon 07.05.10 - 13:13 Uhr

Vielleicht hilft dir das:
http://www.wdr.de/tv/quarks/global/pdf/Q_Geld2.pdf

Beitrag von syldine 07.05.10 - 13:20 Uhr

ein riesengroßes Danke - so versteh sogar ich die ganzen Zusammenhänge ein bisschen besser!

Beitrag von h-m 07.05.10 - 13:18 Uhr

Überschuldung ist ein Insolvenzgrund (neben Zahlungsunfähigkeit).

Deutschland ist verschuldet, aber nicht überschuldet.

Staaten können Kredite aufnehmen, nicht nur bei Banken direkt, sondern auch über den Kapitalmarkt, indem sie z.B. Anleihen begeben. Diese können von Banken, aber auch von Unternehmen, Fondsgesellschaften oder Privatleuten gekauft werden. Derjenige, der solch ein Wertpapier ex Emission erwirbt, gibt dem Staat dann den Kredit. Wenn die Anleihe dann fällig ist, wird der Kredit sozugsagen zurückgezahlt.

Auch Du kannst Deutschland einen Kredit gewähren, wenn Du Bundesschatzbriefe oder Bundesanleihen kaufst.

Beitrag von ostsonne 08.05.10 - 10:38 Uhr

< Auch Du kannst Deutschland einen Kredit gewähren, wenn Du Bundesschatzbriefe oder Bundesanleihen kaufst.<

Und wenn wir dann irgendwann mal vielleicht genauso pleite sind, wie die Griechen, bin ich mein Geld los oder besitze ein Teil Deutschlands ?

Beitrag von .doctor-avalanche. 08.05.10 - 13:55 Uhr

Nien, Du kannst Dein Geld auch zinslos unter'm Kopfkissen parken.

Niemand wird gezwungen, Kredite zu vergeben, weder an Länder, noch an Banken oder sonstwem......

Bundesschatzbriefe z.B. mit üblicher 10-jähriger Laufzeit sind - ob Du das nun wahrhaben möchtest oder es einfach ignorierst - die sicherste Geldanlage, die man verzinst bekommen kann.

Beitrag von h-m 08.05.10 - 20:31 Uhr

Im schlimmsten Fall kann es dazu kommen, dass die Anleihen nicht zurückgezahlt werden, bzw. nur ein geringer Teil zurückgezahlt wird. Das ist ja bei Argentinien passiert.

Diese Kredite sind nicht besichert, also wirst Du dann nicht einen "Teil Deutschlands" erhalten.

Aber es kann Dir bei JEDER anderen Geldanlange genauso ergehen, dass Du Dein Geld am Ende los bist...

Und bei fast allen anderen Anlageformen wird das sogar ein klein wenig wahrscheinlicher beurteilt, als bei Bundeswertpapieren. Das erkennt man an den Ratings der großen Agenturen und an den geringen Renditen der Bundeswertpapiere. Eine höhere Rendite bedeutet im Allgemeinen auch, dass die Mehrheit der Marktteilnehmer eine höheres Risiko sieht.

Was für den einen eine Geldanlage ist, ist für den anderen eine Kreditaufnahme (bzw. Bereitstellung von Eigenkapital z.B. bei Aktien). Wenn Du Dein Geld auf ein Sparbuch einzahlst, was macht wohl die Bank damit? Wenn sie's nur in den Tresor legen würde, könnte sie Dir keine Zinsen zahlen. Sie verleiht also das Geld, bzw. einen Großteil davon.

Beitrag von nusch 07.05.10 - 15:04 Uhr

Hi Du,

ich find Deine Frage überhaupt nicht zum kringelig lachen - ich stelle mir dieselbe Frage.

Wenn Deutschland jetzt 22 Mio. EUR verleiht, woher nimmt es das Geld denn, wenn es selbst verschuldet ist? Macht es, um Geld zu verleihen, selber wieder Schulden?

Also nicht, dass ich damit sagen will, den Griechen solle oder solle nicht geholfen werden, aber mir ist das Prinzip auch überhaupt nicht klar.

Wo leiht man sich denn Billionen von Geld? Ist das überhaupt wirklich existent oder sind das alles nur Luftschlösser/-buchungen?

Grüße
Nusch

Beitrag von zeitblom 07.05.10 - 15:19 Uhr

Nur, um die Relationen richtig zu stellen: es geht um 22 Mrd= 22000 Mio.=0.022 Billion...

Solange der Finanzmarkt anderen europäischen Ländern wie z.B. Dtl Kredite gibt, können die z.B. Griechenland weitergegeben werden.
Dass die hohen Schulden ein Problem sind, ist bekannt und wird beklagt. Doch wenn es darum geht, selber Abstriche zu machen in seinen Ansprüchen, dann sieht die Sache wieder anders aus.

Beitrag von nusch 07.05.10 - 15:51 Uhr

Die Billionen bezogen sich auf die Schulden von Deutschland ...

Beitrag von vorblau 07.05.10 - 19:26 Uhr

http://www.youtube.com/watch?v=kEABXT-e7Nw

Beitrag von lauserle67 07.05.10 - 21:56 Uhr

vor dem Hintergrund, das Deutschland seit mehr als 60 Jahren jedes Jahr neue Schulden macht, das Deutschland mittlerweile fast 2 Billionen Euro Schulden hat (entspricht 2.000 Milliarden Euro Schulden), das der Haushalt der BRD letztes Jahr zu einem Viertel aus Schulden bestand, ist es müssig, darüber zu diskutieren, ob das Land verschuldet oder überschuldet ist. Wir sind einfach pleite, besser pleite geht nicht.

Beitrag von ostsonne 08.05.10 - 10:39 Uhr

Das war aber nicht die Frage..... woher kommt dann das Geld für Griechenland von uns ?

Beitrag von .doctor-avalanche. 08.05.10 - 13:50 Uhr

Klasse Beitrag!

Weiter unten nötigst Du die Mitleser mit Deinem Herumgehopse auf eine bekannte Schundgazette des Springer-Konzerns zu mässigem Beifall - um nun lauthals in das gleiche Horn unnötiger Panikmache zu tröten.

Nur für den, der bar jeglicher Kenntnisse um ökonomische Zusammenhänge einfach mal mitreden möchte, entgleiten solche Sätze wie "egal, ob verschuldet oder überschuldet - Hauptsache pleite".

Nach Deiner verzwergten Sichtweise müssten vermutlich Hunderttausende braver deutscher Hausbesitzer mit der üblichen Hypothekenfinanzierung den Gang zum Insolvenzrichter antreten.

Das ist das Kreuz mit der Meinungsfreiheit: Jeder Schnarchsack, der halbwegs der deutschen Sprache mächtig ist, darf sein Geseier zum Besten geben...

Beitrag von h-m 08.05.10 - 20:48 Uhr

Zitat: "Jeder Schnarchsack, der halbwegs der deutschen Sprache mächtig ist, darf sein Geseier zum Besten geben."

Danke für Deinen Beitrag. Du sprichst mir aus der Seele.

Wenn ich bei Urbia lese, frage ich mich echt manchmal, ob in Deutschland wirklich Schulpflicht herrscht...

Beitrag von lauserle67 08.05.10 - 20:53 Uhr

Tut mir leid, aber auf dieses hundserbärmliche Niveau, das Sie hier zeigen, will ich mich nicht herablassen. Die Zahlen, die ich genannt habe, sind einfach Fakten und Tatsachen, da werden Sie und ich nix dran ändern. Ich wiederhole mich zwar, aber Ihre Beiträge sind Wischi-Waschi und sinnfrei, außer Oberlehrer spielen können Sie schlichtweg nichts. Ihnen geht es lediglich darum, andere Forumsteilnehmer in die Pfanne zu hauen, weil diese angeblich meilenweit von Ihrem geistigen Niveau entfernt sind. Sie sind beleidigend, anstandslos, arrogant, belehrend und meinen, allen anderen Menschen geistig um Welten überlegen zu sein. So tief wie Sie möchte ich nie sinken.

Beitrag von .doctor-avalanche. 09.05.10 - 15:15 Uhr

Mehr als mein Niveau, sollten Dir Deine sogenannten "Fakten" Sorgen machen.

Halbgares Gefasel wie "Deutschland hat mittlerweile fast 2 Billionen Euro Schulden" ist bei einem tatsächlichen Schuldenstand von rund 1,67 Billionen Euro entweder eine unerträgliche Panikmache oder das snobistische Addieren von ein paar Hundert Milliarden, auf die es wahrscheinlich Dir und Deinesgleichen nicht ankommt.

Und Du hast den Nerv, anderen Usern Wischi-Waschi-Beiträge zum Vorwurf zu machen?

Leg' Dich lieber wieder hin und nimm' Deine Medizin als Dich hier weiter zum Obst zu machen. Um mitreden zu können, bedarf es doch ein wenig mehr als lediglich dem Festhalten an eine verkrampfte Andrede in der Sie-Form.
BTW: In einem Forum, in dem das "Du" Usus ist, wirkt es zuvorderst nicht höflich, sondern erstmal nur albern.

Beitrag von lauserle67 09.05.10 - 19:13 Uhr

So, jetzt mein letzter Beitrag zu Ihrer Person. Deutschland hat in diesem Moment genau 1.704.724.170.092 € Schulden. Ob die Differenz zu den von mir angegebenen fast 2 Billionen so unmenschlich groß ist, darüber kann sich jeder sein eigenes Urteil machen. Politik wird in diesem Lande so gemacht, das 2 Billionen in Kürze Vergangenheit sein werden.
Bei der Art und Weise, wie Sie Ihre Beiträge erstellen, fallen mir nur zwei mögliche Ursachen ein. Entweder Sie sind in der Klapse bzw. stehen kurz davor, oder Sie legen in diesen Momenten selber Hand an unter der Gürtellinie, um auf diese Art und Weise sonst nicht vorhandene Befriedigung zu finden.

In diesem Sinne noch viele Spässe !

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