Habe ich ein Recht auf alten Arbeitsplatz nach der Elternzeit (2Jahre)

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von monye 07.05.10 - 14:27 Uhr

Hallo!

Hoffe auf Rat von Euch!
Ich arbeite als Verkäuferin (Großes Unternehmen mit verschiedenen Filialen).
Habe vorher Vollzeit gearbeitet, und kann jetzt nur noch Teilzeit arbeiten. Möchte jetzt gerne wieder in der Filiale arbeiten wo ich vorher war. Arbeitgeber sagt aber, das es nicht geht, und ich kein Anspruch auf diese Filiale habe. Das heißt, das die Firma mich versetzten kann?
Was sagt oder wisst ihr darüber? Ist das so? Oder habe ich Recht.

Danke und Gruß Monett

Beitrag von kati543 07.05.10 - 14:34 Uhr

Du hast nicht Anspruch auf den selben Arbeitsplatz. Zumal du ja auch TZ willst und damit einen neuen AV schaffst. Ja, er kann dich versetzen. Es muß allerdings noch in akzeptablen Bereichen bleiben. Also innerhalb der selben Stadt oder auch nur geringere Entfernungen ist durchaus akzeptabel. 300km weiter weg, ist es nicht. Aber wie gesagt, das würde nur gelten, wenn du VZ weiter arbeitest. Du willst TZ - das ist ein neuer AV mit neuen Bedingungen. Da kann alles geändert werden.

Beitrag von myimmortal1977 07.05.10 - 16:49 Uhr

Nö, mit der Entfernung irrst Du Dich. Mir wird sogar ein Arbeitsplatz in 360 km Entfernung zugemutet. Und der AG ist damit im Recht.

Er darf den AN lediglich nicht schlechter in Sachen Qualifikation und Entgelt stellen.

LG Janette

Beitrag von kati543 07.05.10 - 18:15 Uhr

Naja, was bedeutet im Recht. Natürlich kann er dir das zumuten, aber dann sollte er auch dafür aufkommen, dass du entweder umziehen musst oder dort jede Woche hinfährst und im Hotel unterkommst. Wenn du dann kündigst, sollte dir eigentlich sogar eine Abfindung zugute kommen.
Aber der AN darf in schlechterer Quali arbeiten. Nur nicht wesentlich schlechter.

Beitrag von skbochum 07.05.10 - 20:10 Uhr

Das habe ich noch nicht gehört, das das rechtens ist. So kann man ja fast jeden AN loswerden, in dem man ihn einfach mal so weit weg versetzt.

Bei uns im öffentlichen Dienst geht das auf keinen Fall und das ist auch gut so.

Beitrag von myimmortal1977 07.05.10 - 21:16 Uhr

Im öffentlichen Dienst gibt es auch kein "Wunschkonzert". Ich kenne selbst 2 Berufssoldaten und die sind schon etliche Male sehr weit weg versetzt worden.

Der Bund schafft dann aber gewisse Rahmenbedingungen, die die Versetzung erträglicher machen. Z. B. begünstigte Wohnungen, etliche Zuschüsse, ggf. Hilfe bei Jobwechsel des Partners usw.

Ich erinnere mich auch noch gut an die ganzen Leute der Telekom, die auf einmal von Bonn nach Berlin mussten..... Beispiele gibt es da viele. Auf Einzelschicksale wird da selten Rücksicht genommen.

LG Janette

Beitrag von skbochum 07.05.10 - 23:05 Uhr

Im öffentlichen Dienst gibt es aber klare Verträge und besonders für Berufssoldaten gibt es einen Paragraphen, der die Versetzungen vorsieht und auch finanziell ausgleicht.
Da kann sich ja jeder entscheiden, ob er einen Vertrag möchte oder auch nicht.

Das gilt für AN einer Supermarktkette aber nicht.

GrussGruss Susanne



Beitrag von windsbraut69 08.05.10 - 07:58 Uhr

Doch, auch in Supermarktketten gibt es klare Verträge, die örtlich flexiblen Einsatz regeln können.

Gruß,

W

Beitrag von skbochum 08.05.10 - 10:44 Uhr

örtlich flexibel ist mir schon klar;-) also innerhalb einer Stadt oder eines Landkreises, aber ich meinte eher die Aussage, dass 360 km da auch völlig rechtlich sind. Das glaube ich halt nicht so ganz in Bezug auf Verkäuferinnen einer Supermarktkette.



Beitrag von windsbraut69 08.05.10 - 07:56 Uhr

Klar ist das - je nach Arbeitsvertrag möglich!

Gruß,

W

Beitrag von sassi31 08.05.10 - 03:11 Uhr

Das ist einer Kollegin von einer Freundin auch passiert. Der hat man eine Stelle (TZ) angeboten, die "nur" 3 Stunden Autobahnfahrt von hier entfernt ist. Mit dem Hinweis, sie könne ja umziehen. Das ihr Mann hier vor Ort eine VZ-Beschäftigung hat, war denen schnuppe.

Beitrag von kerstini 07.05.10 - 16:13 Uhr

Hallo Monett,

in deinem Fall hast du keinen Anspruch auf deinen alten Arbeitsplatz.

Dein Chef ist nicht verpflichtet den selben Posten mit dir wieder als Halbtagskraft zu besetzen. Dann müsste er ja mit Sicherheit alle anderen Kolleginnen umorganisieren.

Ich drück dir die Daumen das sich trotzdem was passendes findet.


Kerstin mit Madita & Leo *08.09.09+ und Krümel 12.SSW (26.01.10)