Frage zur integrationskraft im Kiga

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Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von schmusi03 07.05.10 - 14:28 Uhr

Hallo ihr lieben
Binn hier eine eher stille mitleserin und lese desöfteren von der möglichkeit einer Integrationskraft im kiga.Nun frage ich mich was für eine Diagnose es braucht um so eine fachkraft zu bekommen??
Mein Sohn Lukas ist 4Jahre und 5 Monate er hat große schwierigkeiten mit der Fein und Grobmotorik weswegen wir schon in ergotherapeutischer Behandlung sind.Auserdem hat er großr annähreungsprobleme mit anderen kinder n er streitet nur mit ihnen hat also große defizite im sozialen Bereich die Erzieherin im Kiga hat auch gesagt mein Sohn wird öfters ausgelacht weil er ständig hinfällt:-[ das alles tut mir schrecklich weh und ich bin einfach so machtlos weiß nicht wie ich ihm helfen kann.
Meint ihr ich könnte auch so eine Kraft beantragen und was muss man dafür tun?
Wäre für Antworten sehr dankbar
Grüssle Steffi und lukas

Beitrag von kati543 07.05.10 - 14:42 Uhr

Naja, irgend ein Arzt muß dich schon mal darauf hingewiesen haben bzw. musst du mal den KiA darauf ansprechen. Es ist generell so, dass man eine I-Kraft nicht so einfach bekommt, sondern sowohl das Kind, die Eltern und der kindergarten bestimmte Bedingungen erfüllen müssen. Hat dein Kiga denn schon mal so etwas erwähnt? Wenn nicht, dann nimmt er vielleicht gar keine I-Kinder an und der I-Status wäre dann mit dem Kiga-wechsel verbunden.
Voraussetzung bei uns ist ein Empfehlung des SPZ und regelmäßige Berichte des SPZ. Ohne SPZ gibt es keinen I-Status. Dann brauchst du noch alle Therapie- und sonstigen Arztberichte. Du füllst den Antrag auf Eingliederungshilfe (so nennt sich das im Beamtendeutsch) aus. Der Kiga muß einen Förderplan erstellen und eine Gruppe entsprechend vorbereiten. Bei uns dürfen in der I-Gruppe (bei einem I-Kind) nur 20 Kinder komplett sein. Dann muß der Kiga natürlich auch eine I-Kraft beschäftigen.
Wie du es schreibst, klingt es schon so, dass dein Sohn Anspruch darauf hat. Mal so ganz grob gesagt. Aber wie du es schreibst, klingt es auch so, dass dein Kind im Kiga nicht ganz angenommen wird und bei seinem Alter ist er ja schon länger dort. Habt ihr denn mal über einen Kiga - Wechsel nachgedacht? Wenn die Kinder ihn bisher ausgelacht haben, dann wird sich das durch die I-Kraft nicht ändern.

Beitrag von schmusi03 07.05.10 - 14:52 Uhr

Hallo Kati
Also die Erzieherinnen haben mich schon darauf angesprochen das er ständig stolpert und vermutlich Wahrnehmungsstörungen hat auch der Kia hat das festgestellt deswegen bekommen wir ja ergo waren auch beim Augenarzt er hat auf beiden Augen +2,0Dioptrien.Es ist bereits der 2.Kindergarten in dem wir sind wir waren allerdings im ersten sehr zufrieden mussten aber vor einem halben jahr wechseln da der alte kindergarten geschlossen wurde

Beitrag von kati543 07.05.10 - 18:29 Uhr

Ich meinte nicht, dass sie dich auf die Wahrnehmungsstörung angesprochen haben, sondern auf den I-Platz.
Ihr seid nicht bei einem SPZ in Behandlung, oder?

Beitrag von krokolady 07.05.10 - 20:24 Uhr

Das kann der KiGa nicht bestimmen obs I-Kinder nimmt oder nicht.
Dafür ist die Gemeinde bzw. der Landkreis zuständig.

Dafür muss dann eine extra ausgebildete Erzieherin eingestellt werden und der Betreuungsschlüssel muss verändert werden!
Ein I-Kind nimmt den Platz von 3 Regel-Kindern ein!

So wie sich das liest hat Dein Sohn sicher Anspruch auf einen I-Platz. Aber dann halt in einem anderen KiGa.
Diesbezüglich musst dich mal an euer Gesundheitsamt wenden

Beitrag von kati543 08.05.10 - 12:31 Uhr

Das macht nicht das Gesundheitsamt, sondern das Amt für Arbeit und Soziales. Das Gesundheitsamt wird dann von diesem Amt eingeschaltet.

Beitrag von krokolady 08.05.10 - 12:37 Uhr

bei uns muss man erst zum Gesundheitsamt um "testen" zu lassen ob ein I-Platz gerechtfertigt ist.

Bei uns hat die vom Gesundheitsamt selbst direkt beim Sozi angerufen und denen gesagt das dort nen Antrag reinkommt wegen I-Platz.

Bin dann zum KiGa, und die machten den Rest.....ich selber musst nur noch unterschreiben.

Ist vielleicht unterschiedlich gehandhabt in den Landkreisen.

Beitrag von kati543 09.05.10 - 18:47 Uhr

Lol...bei uns ist es genau andersrum. Man schreibt den Antrag ans Sozi und die sagen dem Gesundheitsamt. Dann ruft das Gesundheitsamt bei mir an und will dass wir da vorbei kommen.

Beitrag von visilo 09.05.10 - 22:05 Uhr

Sprich erstmal mit eurem Kinderarzt und hol dir dann einen Termin im SPZ ( dauert hier so ca 6 Monate#schwitz) die testen dann dein Kind und falls die die Notwendigkeit für einen I-Platz sehen bekommst du ein Schreiben das deinem Kind nach § 54 so was zusteht, dann mußt du nur noch eine Kiga mit einer I-Gruppe finden, dort wird er dann entsprechend gefördert. Beantragen müssen wir den Platz jährlich beim Sozialamt, da die das auch bezahlen, der Kiga erledigt das aber immer für uns.

Wir finden besonders positiv das die Theraphien im Kiga stattfinden und nicht mehr außerhalb. Lukas hat auch Probleme mit der Feinmotorik und soziale Anpassungsschwierigkeiten. Das ist in den 1,5 Jahren I-Gruppe wesentlich besser geworden. Ich würde schauen das dein Kind nicht nur eine Integrationskraft zur Seite gestellt bekommt ( das ist meist nur Stundenweise) sondern direkt einen Platz in einer entsprechenden Gruppe suchen, davon hat dein Sohn mehr.

LG
visilo

Beitrag von kati543 09.05.10 - 22:55 Uhr

"Wir finden besonders positiv das die Theraphien im Kiga stattfinden und nicht mehr außerhalb. "
Das hat aber nichts mit dem I-Platz zu tun, sondern eher mit besonderen Therapieverträgen der Therapeuten mit den Krankenkassen. Normalerweise dürfen die nämlich im Kiga so ohne weiteres nicht therapieren. Unsere Therapeuten sind nicht im Kiga :-(

"Ich würde schauen das dein Kind nicht nur eine Integrationskraft zur Seite gestellt bekommt ( das ist meist nur Stundenweise) sondern direkt einen Platz in einer entsprechenden Gruppe suchen, davon hat dein Sohn mehr."
Bei uns beinhaltet ein I-Platz automatisch einen Platz in der I-Gruppe im Regelkiga + eine I-Kraft für 15h/Woche. Aber das ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.

Beitrag von visilo 10.05.10 - 18:09 Uhr

Das die Theraphien im Kiga stattfinden dafür mußte ich kämpfen, als ich unserer Krankenkasse mit Kündigung drohte haben sie die Theraphie dort bewilligt, bei uns bekommen seid dem alle I-Kinder ( wenn sie es wollen) die Theraphie im Kiga.
In der Gruppe meines Sohnes sind 15 Kinder und 2 Erzieher ( also nicht nur Kinderpfleger) und eine Heilpädagogin. So sind maximal 5 Kinder pro Erzieher und die haben viel Zeit und können wirklich helfen wenn das nötig ist. In der Gruppe sind im Moment 4 I-Kinder, davon 2 geistig behinderte Kinder, mein Sohn mit Sprach und Verhaltensproblemen und ein Mädchem mit extremen Verhaltensproblemen.

Beitrag von kati543 10.05.10 - 22:21 Uhr

Ich bin einen anderen Weg gegangen über die zusätzlichen Betreuungsleistungen.
Bei uns der Kiga ist ein Regelkiga mit derzeit 2 I-Kindern in 2 Gruppen. Wenn ich unserer KK mit Kündigung drohe, freuen die sich nur, wir sind in der PKV und die Jungs sind extrem teuer...