katzen paarweise halten?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von herzensschoene 08.05.10 - 16:18 Uhr

hallo,

was mich hier immer wieder verwundert ist die meinung, dass man katzen nie als einzelkatze halten sollte. das kann ich nicht nachvollziehen. katzen sind einzelgänger. schon immer gewesen. die einzige ausnahme sind löwen. alle anderen raub- und wildkatzen sind absolute einzelgänger und kommen nur zur paarung zusammen.

ich habe schon immer mehrere katzen, aber nur aus dem grund, weil ich sie mag und genug platz habe. sicherlich bleiben sich wurfgeschwister lange treu und es gibt auch hin und wieder katzen, die miteinander freundschaft schließen. wirklich brauchen tun sie das aber nicht.

katzen haben auch in der kleinsten wohnung für menschen oft nicht erkennbare reviere, deren grenzen sich auch mal überschneiden können, die aber feststehen und auch verteidigt werden. sogar auf dem sofa sind die grenzen klar gesteckt. unsere katze würde sich niemals auf die seite des katers legen.

viele grüße maren

Beitrag von k_a_t_z_z 08.05.10 - 16:32 Uhr



Das ist so nicht richtig - Katzen sind zwar keine Rudeltiere aber auch keinesfalls Einzelgänger.

Wer sich öfter in südlicheren Ländern aufhält kann das eindrucksvoll beobachten - man sieht fast nur Gruppen von Katzen auf den Strassen.

Ein Freigänger hat auch regelmässig Kontakt zu anderen Katzen und natürlich Freund - und Feindschaften.

Unser alter Kater hat seinen ebenso alten Katerkumpel sogar immer mitgebracht, so lange bis er bleiben durfte.

Meine Katzen haben z.B. auch keinerlei abgesteckte Reviere in der Wohnung - jede liegt mal an jedem Platz.


Eine allein in eine Wohnung gesperrte Katze wird NIE wieder Kontakt zu Artgenossen haben - das ist für mich Tierquälerei.


LG, katzz

Beitrag von herzensschoene 08.05.10 - 16:41 Uhr

das mit den katzengruppen im süden ist mir auch bekannt. wir haben ein foto gemacht auf malta, da rekeln sich 11 katzen auf einem bild in der abendsonne.

solange die machtverhältnisse untereinander geklärt sind, ist es auch kein problem, dass die reviergrenzen nicht eingehalten werden.

ich bin aber der festen überzeugung, dass eine alleingehaltene wohnungskatze bei der rcihtigen beschäftigung und der richtig eingerichteten wohnung nicht leidet.

es gibt viele vermieter, die das halten von zwei katzen nicht erlauben. sollen diese mieter keine katzen halten dürfen. ich finde persönlich mehrere katzen immer schön, weil jede seinen eigenen charakter hat, aber die bedingung stellen, katzen nur zu zweit oder als zweitkatze zu vermitteln nicht richtig.

viele grüße maren

Beitrag von k_a_t_z_z 08.05.10 - 17:03 Uhr



Ich habe genug verhaltensgestörte Einzelkatzen gesehen um das abzulehnen.

Wer an einen solchen Vermieter gerät sollte entweder die Wohnung ablehnen oder eben keine Katze halten.
Alles andere ist nur menschlicher Egoismus.

Kein Mensch und noch so tolles Spielzeug kann einen Artgenossen ersetzen.

LG, katzz

Beitrag von -tinkerbellchen- 08.05.10 - 18:10 Uhr

Da eine Katze nicht reden kann, werden wir das nie wissen.

Aber wenn Freigänger mit ausreichend Abwechslung sich schon Gesellschaft suchen, dann hat das Bedürfnis eine Wohnungskatze doch erst Recht.

Beitrag von herzensschoene 09.05.10 - 02:32 Uhr

hm, ich habe nie erlebt, dass meine freigänger sich andere katzen als gesellschaft gesucht haben.

maren

Beitrag von pechawa 08.05.10 - 22:26 Uhr

Zitat "Eine allein in eine Wohnung gesperrte Katze wird NIE wieder Kontakt zu Artgenossen haben"
Du hast Recht! Wir haben vor 13 Jahren 1 Katzenbaby bekommen und im Haus gehalten, weil wir kurz zuvor eine uns zugelaufene Katze im Straßenverkehr verloren haben. Nach 1 Jahr sind wir in ein neues Haus umgezogen, wunderschön am Waldrand, nun hatte unsere Katze Freilauf! Aber dieses 1 Jahr reichte aus, um "die Katzensprache zu verlernen"! Sie wurde 2 mal schwer gebissen und seit dem Zeitpunkt geht unsere Katze nur raus, wenn wir im Garten sind. Sie ist absolut unverträglich mit anderen Katzen, weil sie sofort aggressiv reagiert, sobald sich eine fremde zu uns verirrt! Lediglich der Kater einer Freundin aus der Nachbarschaft wird - fauchend - geduldet, weil dieser sich ihr gegenüber sehr "demütig" verhält,

LG

Beitrag von canadia.und.baby. 09.05.10 - 13:26 Uhr

Mein großer wird dieses Jahr 5 Jahre als und ist seit der Trennung vom Wurf eine EinzelWohnungsKatze.

1Mal im Jahr machen wir ein verlängertes Wochenende bei Freunden.
Da ist der Kater dann bei meiner Mutter die momentan 3 Katzen hat.

Da ist nie was passiert , im gegenteil.

Beitrag von pechawa 10.05.10 - 12:28 Uhr

Das ist schön :-)
Bei unserer Katze vermute ich auch, dass die beiden Beißereien mit Schuld daran sind, dass sie keine fremde Katze mehr in ihrer Umgebung zulässt. Was damals passierte und ob meine Katze die andere heraus forderte, weiß ich nicht genau. Ich bin nur jedesmal dazwischen gegangen, weil der fremde Kater sich in unsere verbissen hatte und ein riesen Geschrei war. Unsere war beide Male so verletzt, dass ich zum Tierarzt musste.
Aber jede Katze hat auch ihre eigene Persönlichkeit und ich denke, es gibt gesellige Katzen und auch welche, die keinen Kontakt mögen,

LG

Beitrag von lililulu 08.05.10 - 17:16 Uhr

Katzen in der Wohnung zu halten grenzt an Tierquälerei.

Egal ob es eine oder 25 sind...

Beitrag von sternenzauber24 08.05.10 - 17:47 Uhr

"Katzen in der Wohnung zu halten grenzt an Tierquälerei"

Das kann man aber auch nicht so dahin stellen, es gibt Katzen die gar kein Interesse haben groß rauszugehen..

Beitrag von lililulu 08.05.10 - 17:50 Uhr

Weil sie nicht raus dürfen, oder nicht wollen?

Beitrag von sternenzauber24 08.05.10 - 17:54 Uhr

Nicht wollen..

Ich habe so eine.. meine Türkisch Angora geht nur mit mir raus ( ohne Leine, sowas mach ich nicht).

Auch hatte ich früher meinen Birma Kater der ohne mich nicht ging, Tinka geht raus, wenn ich rausgehe.

Beitrag von lililulu 08.05.10 - 17:58 Uhr

Das ist ja was anderes. Sie DÜRFEN ja raus. Ich fände es ganz übel wenn sie nicht dürften.

Beitrag von sternenzauber24 08.05.10 - 18:01 Uhr

o.k. dann habe ich es falsch verstanden...

Aber ist es gleich Tierquälerei?

Manche haben nun mal nicht die möglichkeit, oder nen Garten und dann wären ja kaum Katzen vermittelt..

sehe ich jetzt jedenfalls so #grübel

Beitrag von lililulu 08.05.10 - 18:04 Uhr

Ich finde wer seinen Katzen keinen Freigang gewähren kann, sollte auch keine halten.

Und ich kann doch Katzen nicht in nicht artgerechte Haltung vermitteln, was Wohnungshaltung für mich ist, nur damit sie vermittlet sind...

Beitrag von sternenzauber24 08.05.10 - 18:12 Uhr

Ja, du siehst das natürlich schon richtig.

Aber da hätten Tierheime es z.B. sehr schwer, weil ja wahrscheinlich sehr wenig Bewerber einen Garten etc. hätten..

Ich denke wenn man wenigstens dann zwei nimmt, dann kann es funktionieren.. Tierquälerei ist für mich ein Thread mit dem geschundenem Hund unter uns. Katzen drinnen zu halten ist dann nicht artgerecht, aber keine Tierquälerei..

denn das hätte kein Ende.. hunde in der Bude wäre Tierquälerei etc.

Ich halte es dann eher für eine nicht so artgerechte Alternative, und was ist heute noch artgerecht?

Draussen ist es auch teils quälerei.. zwischen denn Autos, Giftködern etc.

Beitrag von lililulu 08.05.10 - 18:15 Uhr

Das sehe ich anders als Du.

Beitrag von herzensschoene 09.05.10 - 02:29 Uhr

warum sollen denn katzen unbedingt rausgehen?

maren

Beitrag von lililulu 09.05.10 - 11:23 Uhr

Ist die Frage ernst gemeint?

Beitrag von herzensschoene 09.05.10 - 19:33 Uhr

ja na klar. die betonung liegt auf unbedingt. was ist draußen so unschlagbar besser, das ein aufenthalt nur drinnen tierquälerei wäre.

die frage sollte keine provokation sein.

maren

Beitrag von la_flatterie 09.05.10 - 16:33 Uhr

Du meinst also, dass rund 85% aller Deutschen keine Katzen halten dürfen?
Und findest es richtig, dass die Tierheime aus allen Nähten platzen?





Beitrag von k_a_t_z_z 09.05.10 - 18:02 Uhr



Ist die Menge falsch gehaltener Katzen eine Legitimation dafür es zu tun?


Vor 100 Jahren gab es auch noch viele Kinder die in Bergwerken arbeiteten - heute weiß man auch das besser.

Beitrag von la_flatterie 09.05.10 - 19:33 Uhr

Zu allererst: Kinder, Bergarbeit... WTF? Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

Und was willst du tun, wenn die Verstädterung so weit fortgeschritten ist, dass fast 100% der Bundesbürger in Städten und an Autobahnen leben? Alle Katzen ausrotten, weil ihnen kein anständiger Freigang mehr geboten werden kann?
Du denkst da ein bisschen in die falsche Richtung. In 100 Jahren wird die Mehrzahl der gehaltenen Katzen in Wohnungen leben.

Klar, ist es schöner wenn Katzen rausdürfen, aber wenn es derartige Quälerei wäre Katzen in Wohnungen zu halten, hätte es sich nicht einmal im Ansatz so durchsetzen können, weil die armen Tiere vor lauter Verhaltensstörungen reihenweise als unhaltbar gelten würden. Mit Empathie, Aufmerksamkeit und Respekt kann man auch Wohnungskatzen ein schönes, nahezu artgerechtes Leben bieten.

Btw: Ich hoffe doch bei deinen radikalen Ansichten bist du wenigstens auch so konsequent und verbietest deinen Kindern jeden Zoobesuch, weil die Tiere dort nun wirklich weit entfernt von artgerechtem Leben sind...

Aber back to topic:
Wenn ich meine Katzen rauslassen würde, würden sie als erstes am Rattengift im Hinterhof sterben und danach von Rasern überfahren werden, ganz zu schweigen von dem kaum vorhandenen Grün, an dem sie sich erfreuen könnten, weil das meiste eben zugebaut ist. - Ist ein solcher Freigang etwa "artgerecht" in deinen Augen?
Jetzt wirst du sicher einwenden: Wenn dein Umfeld so aussieht, hättest du die Katzen nicht anschaffen dürfen.
Tja, nun - dann wären es vielleicht drei mehr von den rund 4500 Berliner Straßenkatzen oder eben Neuzugänge fürs permanent überfüllte Tierheim bzw. die Katzenschutzstationen.
Übrigens sind meine Katzen alle vom Tierschutz, samt Vor- und Nachkontrolle, Tierschutzvertrag und allem Pipapo. Und du wirst auch bei keinem Tierschützer die Ansicht finden, dass Wohnungshaltung Quälerei sei. Das ist schon eine dreiste Verharmlosung vom echten, täglichen und millionenfachen Katzenelend.

Ich halte deine Meinung für extrem kurzsichtig und - Gott sei Dank - überholt. Und sie widerspricht der täglichen Erfahrung von Millionen von Mensch und Katze.
Jeder, der sich mit den heutigen Realitäten von Katzenhaltung und Tierschutz auseinandergesetzt hat, wird sich nicht mehr so äußern.
Aber es ist natürlich eine sehr bequeme Art derart selbstgerecht über jeden zu richten, der sich mit der Realität auseinandersetzt und bemüht ist Lösungen zu finden, die nicht im Wolkenkuckkucksheim stattfinden.

Und: Klar, Tierquälerei kann in Wohnungshaltung passieren. Eben, wenn die Halter Menschen sind, die unfähig bleiben sich den Ansprüchen ihrer Tiere zu widmen. Aber die Gefahr besteht bei Freigängerkatzen genauso.
Es gibt genug Halter von Freigängerkatzen, die ihre Tiere vernachlässigen, was Ernährung, medizinische Versorgung und Zuwendung anbelangt, und das dann als "natürliche Lebeweise" verkaufen.
Im Übrigen kommt mir regelmäßig die Galle hoch, wenn ich sehe wie viele Katzen - bei schönstem Freigängerleben - elendig krepieren, weil unzählige Bauern es nicht für nötig halten sich um ihre Mäusefänger zu kümmern - gibt ja genug Katzen auf dem Land. Da macht's nichts aus, wenn von 30 Tieren 20 sterben. *kotz*

Beitrag von sharlely 08.05.10 - 17:23 Uhr

Hallo,

für mich grenzt die Einzelhaltung von Katzen an Tierquälerei, zumindest wenn es eine Wohnungskatze ist!

Es ist ein Irrtum zu glauben, das Katzen Einzelgänger sind. Es gibt auch bei uns in Deutschland noch "echte" Wildkatzen und diese leben im Verband zusammen. Damit meine ich keine ausgesetzten Streuner, sondern diese hier: http://www.wildkatze.info/index.php?id=19

Eine Katze zeigt nur kein Rudelverhalten.

Ich kenne nur eine Katzen Art die Einzelgänger ist und das ist der Leopard!

Eine Freigänger Katze hat genug Kontakt zu Artgenossen. Man merkt ja auch, als Halter einer Einzelkatze, wenn diese raus darf, das Katzen den Kontakt untereinander suchen.
Wir haben hier vier Katzen, unterschiedlichen alters und aus unterschiedlichen Würfen, wenn da mal eine länger wegbleibt, merkt man den anderen an, das sie unruhig werden!

LG S.

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