Was würdet Ihr machen? Kinderarzt/Psychologe/ oder abwarten??? länger.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jui782 08.05.10 - 20:31 Uhr

Ich mache mir Sorgen um meine Tochter (sie ist letzte Woche 5 geworden). Ich habe Euch mal den Auszug eines Briefes angehängt, den ich meiner urbia Freundin geschickt habe. Ich würde gerne mal Eure Meinung dazu hören, ob ich in die Sache zu viel hineininterpretiere oder ich ernsthaft handeln solte. Vllt. kennt die eine oder andere ja meine Sorge...


Mir geht es heute gar nicht so gut.:-( Ich mache mir Sorgen um Romy. Ich beobachte sie nun schon länger und als meine Oma und Mama mich heute darauf ansprachen, dass Romy nicht gut zufrieden sei, hätte ich heulen können.#heul Sie wirkt machmal so wahnsinnig traurig und abwesend. Sie ist sehr introvertiert und jetzt schon ein totaler Kopfmensch. Ich weiß gar nicht, wo anfangen soll, Dir das zu beschreiben.
Vielleicht weißt Du ja auch, was ich meine!?
Romy ist sehr sehr schüchtern und zurückhaltend, was Erwachsene angeht. Sie sagt nichtmal zu unsren Nachbarn hier im Haus "Hallo". Und ich finde, so etwas kann man durchaus von einer 5-jährigen verlangen. Ich zwinge sie da nie zu, weil ich weiß, dass es dann nur schlimmer wird. Es ist so tagesform abhängig bei ihr. Neulich beim Einkaufen sagte sie zu mir:"Mama, ich habe gar keinen Lutscher gekriegt. Ich gehe hin und frage nochmal die Frau!" Sie hin zur Kasse ganz alleine gefragt und stolz wie Bolle mit Lutscher wiedergekommen. Auf ihrem Geburtstag aber konnte sie nichtmal "Danke" sagen, wenn ihr jmd. gratuliert hat oder ihr ein Geschenk gegeben hat.
Als ich gerade mit ihr im Bett noch gekuschelt habe, habe ich sie mal gefragt, was sie heute schön und was sie nicht so toll am Tag fand. Sie sagte, was sie nicht toll fand, war, dass wir von Oma nach Hause fahren mussten. Und als ich sie fragte, warum, es sei hier bei uns doch auch schön, sagte sie allen ernstes:"Ich will aber lieber bei Oma bleiben." Das hat mir schier das Herz rausgerissen und seitdem bin ich nur am Heulen.#heul
Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich zu streng mit ihr? Romy, ich komme mir so einsam gerade vor. Marc ist auch mal wieder nicht da, so dass ich hier alleine hänge...#schmoll
Ich bin wirklich am Überlegen, ob ich nicht mal mit Romy zu einem Kinderpsycholgen soll oder das mal mit unserem Kia besprechen soll. Ich habe bei Romy manchmal das Gefühl, bevor sie etwas aus dem Bauch raus tut, überlegt sie erstmal, was evtl. die Konsequenz ist. Sie ist nicht unbeschwert fröhlich wie andere Kinder, finde ich. Manchmal.
Romy liebt Leni über alles und passt auf sie auf wie auf ihren eigenen Aufgapfel. Wenn jmd. Leni mit irgendwas füttern will, kriegt derjeneige verbal dermaßen einen Einlauf von ihr, dass man sich das Lachen verkneifen muss. Ist das denn normal?#kratz Leni hier, Leni da, sie übernimmt schon von sich aus so viel Verantwortung, dass ich sie manchmal ausbremesen muss. Wenn ich mit Leni schimpfe (weil sie z.B. mal wieder die Blumenerde aus dem Topf kramt;-)), schimpft sie auch nochmal und ich muss ihr erklären, dass es ausreicht, wenn ich als Mama das mache... Wie ist denn das bei Euch?


LG
Jui

Beitrag von urmel09 08.05.10 - 21:02 Uhr

Hallo,

las deiner Tochter noch was Zeit....mein Sohn ist inzwischen 6 Jahre und hat sich im letzten Jahr gerade bei den oben beschriebenen Dingen gewaltig weiter entwickelt. Mit 5 hat er sich fast nichts getraut und inzwischen ist er wie ausgewechselt - ich höre nur noch das mache ich alleine....bei dem Sohn meiner Freundin inzwischen fast sieben merkt man erst jetzt das er sich weiterentwickelt und selbstbewusster wirkt...
Ich habe meinen Sohn immer wieder aufgefordert Dinge alleine zu erledigen z.B. bei seinen Freunden spielen - ohne das Mama da belieben muss, alleine Brötchen kaufen - Mama wartet vor der Tür, im Supermarkt alleine Dinge ein, zwei Gänge weiter suchen, alleine Jemanden anrufen und sich verabreden,....

Es hat zwar lange gedauert und es waren viele kleine Schritte, aber jetzt läuft es super...

Er überlegt heute noch immer bevor er etwas macht, meine Tochter ist dafür genau das Gegenteil- immer vorne weg und gar nicht schüchtern. Oftmals schiebt der Große mit 6 Jahren sogar seine Schwester drei Jahre vor...

Bemuttern tut er seine Schwester nicht, aber schimpfen mit mir und Partei für sie ergreifen sehr wohl - inzwischen schimpfen Beide abwechselt mit mir und nehmen den anderen in Schutz. Dieses Fürsorgliche Verhalten zeigt dafür seine Freundin bei deren Schwester und sogar bei allen Kleinen im Kindergarten, ich glaube da schlagen die weiblichen Gene durch...

Wenn du dir ganz unsicher bist, spreche doch mal mit den Erziehern im Kindergarten - die erleben deine Tochter täglich ohne das du in der Nähe bist...und ich denke wenn es ernsthafte Auffälligkeiten gäbe hätten sie dich schon angesprochen.

Über den Wunsch mit der Oma würde ich mir keine größeren Gedanken machen, so Phasen hatten meine Beiden zwischendurch auch schon mal obwohl ich sonst immer nur Mama hier und da höre.

Ich hoffe ich habe nicht so ganz chaotisch geschrieben..

Beitrag von froehlich 08.05.10 - 21:05 Uhr

Hallo Du! Gerade lese ich Dein Posting....leider kann ich nicht so ausführlich antworten, weil hier noch ein bisschen Halligalli ist......:-).

Lass Dich einfach mal drücken. Viele Dinge, die Du von Deiner Romy beschreibst kenne ich von meinem älteren Sohn (6) auch......gerade eben auch als 5-jähriger kam er mir oft furchtbar unglücklich und verletzlich vor. Das geht an die Nieren, ich weiß! Ich denke, daß Kinder in diesem Alter einfach noch mal einen richtigen Entwicklungsschub durchmachen, der ihnen nicht leicht fällt: vom Kindergartenkind zum Schulkind......nicht mehr klein und doch noch nicht wirklich "groß". Das kann Kindern schon zu schaffen machen - und jede(r) steckt das anders weg, das ist sicherlich auch Temperamentssache. Den Satz: "Ich will aber lieber bei Oma bleiben" würde ich am wenigsten tragisch an der ganzen Sache nehmen...;-). Ach, Du: was meinst Du, wie oft mein Sohn das schon zu mir gesagt hat?! Das heisst doch nicht, daß Du etwas falsch machst........; drückt vielleicht eine momentane Befindlichkeit aus oder ist provokativ gemeint (nicht in verletzendem Sinne provokativ, eher unbewusst, denke ich!) und heisst GANZ BESTIMMT NICHT, daß Deine Tochter GRUNDSÄTZLICH nicht lieber bei Dir ist! Sieh mal: Omas haben's doch einfach immer leichter, WEIL sie eben nicht die Mama sind, an der man sich als Kind halt einfach reibt - und reiben MUSS! Mein Sohn hat schon mal seinen Rucksack gepackt und groß getönt, er suche sich andere Eltern....war richtig süß zu sehen, wie er betont selbstbewußt aus dem Haus marschierte, nur um dann 10 Minuten später wiederzukommen und sich selig an uns zu kuscheln. Ich muss jetzt leider weiter....aber: mach Dir nicht einen zu großen Kopf, Deine Romy ist nicht die einzige, die's manchmal "rumhaut".

Ganz liebe Grüße! Babs

Beitrag von cherry19.. 08.05.10 - 21:29 Uhr

ach gott, wie süüüüüß... wollt sich neue eltern suchen.. hab grad gut gelacht :-)

im übrigen kann ich zu dem thema leider nicht viel sagen, nur, dass du deiner tochter zeit geben solltest. lass sie viel alleine machen, motiviere sie dazu. zu einem psychologen oder arzt würde ich nicht gehen. ich denke, dass ihr verhalten recht normal ist. ich hab auch ein sehr sensibles kind. mein sohn. der überlegt auch sehr oft vorher, bevor er was tut und is grad mal drei. meine tochter hingegen, denk ich, wird mal n tick anders. sie is jetzt schon weltoffener, wenn man das so sagen kann, als er es war. zwischen den beiden liegen welten, obwohl sie die gleichen eltern haben. jedes kind hat seinen eigenen charakter.
versuch, sie nicht unter druck zu setzen, aber fordere sie mal ein wenig heraus.
und das mit der omi: das sollte dich eher zum schmunzeln bringen und nicht zum weinen! #liebdrueck

Beitrag von maschm2579 08.05.10 - 21:42 Uhr

Hallo,

ich kann DIr nur von meiner Nichte berichten. Sie hat im Altern von 5 Jahren lieber auf Ihr Weihnachtsgeschenk verzichtet als jemanden Danke zu sagen.
Sie wollte nie mit anderen sprechen, man durfte sie nie in den Arm nehmen und sie war einfach nur total schüchtern.
Zur Begrüßung in den Arm nehmen ging überhaupt nicht, sie wollte nie bitte und danke sagen und hätte nie jemanden angesprochen.

Beim Einschulungstest wurde meine Schwester darauf hingewiesen das sie meine Nichte mehr zur Selbständigkeit erziehen muß und in dem Jahr viel passieren muß.

Was soll ich sagen? Meine Nichte wurde 6 im August und eingeschult. Sie saß in der ersten Reihe und sprach ins Mikro als der Direktor fragte auf was die Kinder sich freuen.
SIe tanzt auf Straßenfesten in der ersten Reihe und ist offen und liebevoll. Sie drückt und kntuscht mich und ist total aufgedreht.

Das ganz hielt 2 Jahre an und jetzt heißt es bei uns: herzlich willkommen pupertät #schock #schwitz

Das mit dem Lutscher war schon richtig und dann solltest Du sie ganz doll dabei unterstützen auch mal über Ihren Schatten zu springen. Sie soll sich nicht um die Kleine Schwester kümmern sondern selber kind sein.

Euch alles gute
Maren

Beitrag von janamausi 09.05.10 - 19:02 Uhr

Hallo!

Mir ist ein Satz ins Auge gestochen:

<<Marc ist auch mal wieder nicht da, so dass ich hier alleine hänge...<<

Warum "hängst" Du alleine rum, nur weil Marc (ich denke das ist dein Mann?) nicht da ist? Mach dir doch einen schönen Tag/eine schöne Zeit alleiene mit den Kindern! Warum empfindest Du es als "rumhängen" nur weil er nicht da ist?

Wie soll denn deine Tochter sich wohlfühlen, wenn Du dich selber nicht wohlfühlst?

LG janamausi

Beitrag von jui782 09.05.10 - 19:49 Uhr

Wo soll ich denn abends um halb neun noch mit den Kindern hin???#kratz

Beitrag von janamausi 09.05.10 - 20:25 Uhr

Ich meinte tagsüber einen schönen Tag mit den Kindern und Abends, wenn die Kinder schlafen, halt einen schönen Abend alleine, z.B. schön baden, in Ruhe ein Buch lesen, stundenlang mit einer Freundin tratschen etc. Man muß doch nicht rumhängen, nur weil der Mann nicht da ist.

Beitrag von 444444444444444 09.05.10 - 19:55 Uhr

Hallo
Hast du schon mal überlegt dein Kind in einen Verein zu geben? Das Kind meiner Schwester geht in den Handballverein.. ( Muss ja nicht sein) und blüht voll auf.
Ist auch sicherer geworden anderen Menschen gegenüber und es hat etwas was ihm Spass macht und sieht auch "Erfolge".