Abbruch nach in der 23. Woche

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von kc2009 08.05.10 - 21:23 Uhr

Hallo,

leider haben wir am vergangenen Freitag eine sehr schlechte Diagnose bei der Feindiagnostik erhalten und müssen nun am Montag nach einer zweiten Meinung / Bestätigung der Diagnose eine Entscheidung für oder gegen unser Baby treffen.

Wisst ihr wie ein Abbruch in so einen Stadium gemacht wird? Gibt es eine stille Geburt oder muss man das Baby lebend zur Welt bringen? Wer hat Erfahrungen?

Bitte greift uns nicht an, die Situation ist so schon schwer genug für uns.

Vielen Dank
KC

Beitrag von nuckenack 08.05.10 - 21:47 Uhr

Hallo
oh das ist eine sehr schwere Entscheidung. Ich wünsch euch schonmal alles Gute.

Da es ja recht na an der SS-Woche ist bei der die Kinder überleben, wird euer Kind wohl noch im Bauch eine Spritze bekommen bei der es stirbt. Dann wirst du es "normal" gebären müssen. Falls es leben würde wären die Ärzte "gezwungen" das Leben erstmal zu erhalten.

Die Alternative ist dass ihr eure Kind "behaltet" d.h. es selber entscheiden lasst wann es gehen will. Unter Umständen stirbt es in ein paar Wochen im Bauch oder eben nach der Geburt und ihr könnt es schön verabschieden.

Wie du vielleicht merkst tendiere ich eher zur zweiten Möglichkeit...

Was für eine Diagnose habt ihr denn bekommen? Ich würde dir auch raten mit einer Seelsorgerin (gibt es meistens bei den Geburtskliniken die damit Erfahrung haben) zu reden.

Nochmal alles Gute für eure schwere Entscheidung

nuckenack#klee

Beitrag von fiona2008 08.05.10 - 23:07 Uhr

Hallo,

das tut mir schrecklich Leid für euch. Und es ist ein sehr schwierige Entscheidung. Ich bin Sonderpädagogin und habe täglich mit Menschen und deren Eltern zu tun, die eine Behinderung haben. Denke daran, dass es dein Kind ist und dass auch eine Behinderung daran nichts ändern wird ! Natürlich kann es auch sehr belastend für die Familie sein und ich kenne ja die Diagnose nicht und die späteren Ausmaße. Lasst euch im KH Adressen von Beratungsstellen geben und entscheidet dann´, was ihr für richtig haltet.

In diesem Stadium der SS wirst du dein Kind leider auf natürlichem Weg entbinden müssen - also mit Wehen und allem drum und dran. Du bekommst eine Spritze oder Medikament, dass das Baby töten soll und wirst es dann tot zur Welt bringen müssen. denke auch daran, dass die Kinder in dieser SS-Woche schon eine gewisse Größe haben und schon alles dran ist und ob du diesen Anblick ertragen kannst.

Wie auch immer die Entscheidung ausgeht - ich wünsche euch viel Kraft !

Alles Gute yvonne

Beitrag von brummeli67 09.05.10 - 09:50 Uhr

Ich finde deine Antwort unverantwortlich und unverschämt.
Wie kannst du hier anfangen, mit dem erhobenen Zeigefinger Angst zu erzeugen???
Die Diagnose ist erstellt, die Entscheidung getroffen. Du hast keinerlei Erfahrung, warst niemals in einer solchen Situation.

Unmöglich, denk mal drüber nach! (da ändert auch nichts dran, dass du Sonderpägagogin bist)

Beitrag von little.miss 09.05.10 - 21:43 Uhr

also sach mal was soll den das nur weil sie ehrlich geschreiben hat ????


ich finde es sowas von schlimm das sogar hier so angegriffen wird...

es ist doch nur ehrlich eine abteibung egal in welcher woche und mit was für einer geschichte ist schrecklich und was ist daran falsch wenn sie schreibt töten es ist doch so ...

es wird immer mehr aussortiert es wird in die natur eingegriffen es wird gott gespielt über leben und tot endschieden ...

ich finde in so einer situation kann ma gar nicht klar denken was gut was schlecht ist ...

man muss sich beide seiten anhören auch wenn diese sehr schmerzhaft ist...

und noch was die vorschreiberin arbeitet jeden tag mit besonderen mensch und ich glaube jeder der ein besonderes kind hat ( was ja leider nicht mehr oft der fall ist ) weis wie schwer das ist aber man kann in so einer arbeit auch die freude sehen und nicht nur das leid ich habe in meinem umfeld viele menschen die einschrenkungen haben , ich habe selbst ein kind verloren was sehr krank war ich würde es aber sofort wieder bekommen nur um das wunderschöne lächeln nochmal zu sehen ...

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so von mir gibt es keinen zeige finger oder der gleichen



du bist du es ist dein leben und du wirst mit deiner endscheidung leben müssen...

egal wie diese aussieht...

du kannst so viele leute nach ihrer meinung fragen da wird dir jeder was anderes sagen , denn jeder hat seine sicht vom leben jeder hat seinen glauben jeder fühlt anders...

es ist so schwer da passende ratschläge zu geben hör einfach auf dein herz und du wirst das tun was das richtige für dich ist ...

es ist egal wie ein kind stirbt es ist immer die hölle....

vieleicht währe für euch noch eine adoption ein weg wenn das kind lebensfähig ist und ihr sagt ihr könnt oder ihr schaft das nicht ...

es gibt aber auch viele hilfe stellungen wenn ihr euch dafür endscheidet...

und wenn ihr euch dagegen endscheideet gibt es trauergruppen ...

du siehst du hast viele möglichkeiten überstürz nichts lass dir zeit deine endscheidungen zu treffen ....

ich wünscsh dir alles alles liebe und ganz viel kraft du schaffst das

wenn du magst kannst du gern auch per pn scheiben wenns dir hilft

lg verena

Beitrag von swahili 09.05.10 - 13:19 Uhr

Du solltest dich mit deiner Antwort am Besten zurückhalten, du arbeitest zwar mit Menschen mit Handicap, hast jedoch (zum Glück) wohl nie selbst in dieser Situation gesteckt! Ich finde es unverschämt sich anzumaßen, mit deinem Wissen eine Meinung zu äußern!

Beitrag von aldina 08.05.10 - 23:03 Uhr

#schmollDas macht mich sehr traurig ,weil es mich an unsere Geschichte erinnert.#schmoll.Wir mussten in der 15 ssw mit der schlimmen Diagnose umgehen und haben uns für einen Abbruch entschieden.#schmollIch drücke euch ganz fest die Daumen,das die nächste Diagnose gut ausfällt.Ich drücke ganz fest die Daumen.#schmoll



Aldina mit #kerze#baby fest im Herzen

Beitrag von kc2009 09.05.10 - 15:02 Uhr

Wir danken Dir sehr!

Beitrag von aldina 09.05.10 - 15:53 Uhr

Hallo kc2009#schmoll.Ich denke jeden Tag an unsere kleine Babymaus.#schmoll.Wir würden auch heute noch so endscheiden,obwohl es einen das Herz zerreisst.#schmoll.Wann habt ihr denn die nächste Untersuchung?Ich zünde eine Kerze für euch an#kerze.Ganz viele glücksbussis schicke ich euch#klee#klee#klee



Aldina mit #stern#schrei ganz fest im Herzen(03.02.2010)#heul

Beitrag von kc2009 09.05.10 - 17:52 Uhr

Hi Aldina,
unsere nächste Untersuchung ist morgen und da wird dann auch genau besprochen was jetzt wie passiert.

LG

Beitrag von hannah.25 09.05.10 - 00:12 Uhr

hallo,

lass dich mal fest drücken! #liebdrueck

ich bin gerade sprachlos und ziehe den hut vor euch, dass ihr eventuell diese entscheidung trefft. das ist mit abstand das schwerste, was man entscheiden kann und ich habe großen respekt vor eurer eventuellen entscheidung. den dazu gehört mut und auch kraft.

wie das genau abläuft, kann ich euch nicht sagen. mein sohn ging in der 22. woche und war bereits verstorben, als er auf die welt kam (stille geburt).

ich möchte euch ganz viel kraft und zusammenhalt wünschen und hoffe, dass die zweite meinung vielleicht doch eine andere diagnose bringt.

euch alles, alles gute und ganz viel glück!

liebe grüße
hannah mit #stern niklas und #stern sarah im herzen und #ei (4./5.ssw)

Beitrag von nele27 09.05.10 - 12:19 Uhr

Hallo,

es tut mir sehr Leid, was Ihr erfahren musstet. Ich will und kann zur Sache auch gar nichts beitragen.

Ich möchte nur, dass Du weißt, dass Du in so einer Situation nicht allein stehst: Wende Dich am besten an den Pastor des Klinikums (Krankenhausseelsorge). Der oder die kann Euch mit Trost in der schweren Zeit begleiten, egal wie die letzendliche Entscheidung ausfällt.

Außerdem steht Dir Hebammenbetreuung (soweit ich weiß auch nach einem evtl. Abbruch) zu. Forsche da mal nach, und falls ich recht habe, nimm sie auch in Anspruch!

Alles Gute
Nele

Beitrag von danimitben 09.05.10 - 12:55 Uhr

Liebe KC,

es tut mir sehr leid, dass ihr vor so eine schwere Entscheidung gestellt werdet. Niemand hier kann euch bei dieser Entscheidung helfen, schon gar nicht wenn man das Ausmaß der Diagnose nicht kennt.

Ich bin froh, dass ich nicht wusste das mein kleiner Engel so schwer krank war. Ich hätte mich aber sehr wahrscheinlich dafür entschieden, dass er gehen darf, wenn er soweit ist. Denn bei jeder Diagnose kann die Wirklichkeit anders aussehen, letztlich weiß man erst nach der Geburt wie schwer das Baby erkrankt ist.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr am Montag eine eindeutige Diagnose bekommt, so dass euch diese schwere Entscheidung vielleicht etwas leichter fallen kann.

Ich kann euch noch ein anderes Forum empfehlen. http://www.rehakids.de Dies ist ein Forum für besondere Kinder. Vielleicht erfahrt ihr hier etwas mehr über die Erkrankung eures Babys. Vielleicht gibt es hier Familien mit ähnlichen Fällen und ihr könnt euch ein wenig austauschen.

Egal wie ihr euch entscheidet, es ist richtig!
Ich wünsche euch viel Kraft für die kommende Zeit!

DANI mit BEN im Herzen *29.06.08 +08.07.09 (Morbus Alexander)
http://www.ben-sternenkind.de

Beitrag von 4engelchen 10.05.10 - 15:51 Uhr

Hallo, ich finde deine Antwort toll. Ich denke genauso, und ich glaube das es sehr wichtig ist, zu sagen, egal wie die Eltern sich entscheiden, es ist richtig!
Nur die Eltern dürfen so eine Entscheidung treffen. Und egal wie die ausfällt. Sie ist richtig!

Beitrag von kerstini 09.05.10 - 16:05 Uhr

Liebe KC,

es tut mir sehr sehr leid das ihr jetzt die schwerste Entscheidung Eures Lebens treffen müsst.

Die kann Euch leider niemand abnehmen. Lasst Euch etwas Zeit und denkt darüber nach.

Ich habe meine Zwillinge Madita & Leo auch zur selben Zeit verloren und ich habe heute noch daran zu kabbern. Sucht Euch auf jeden Fall von Anfang an Beistand und Hilfe in dieser schwierigen Situation.

Meine Tochter war bei der Geburt bereits tot und unser Leo musste oder durfte noch eine Stunde bei uns sein. Ich weiß leider nicht wie das bei einem geplanten Abbruch ist. Aber vielleicht wäre es für Euch wirklich eine Alternative Euren Bauchzwerg selbst entscheiden zu lassen wann er geht.

Ach in so einer Situation kann man gar nicht wirklich gute Ratschläge geben!

Ich wünsche dir alles, alles Gute für die nächste Zeit! Ihr seit nicht allein!


Kerstin mit Madita & Leo *08.09.09+ und Krümel 12.SSW (26.01.10)



Beitrag von honolulumieze 09.05.10 - 21:28 Uhr

Du hast nicht geschrieben, um welche Diagnose es sich handelt. Ich habe aber letzte Woche ein Erlebnis gehabt, das mich sämtliche Diagnosen von Ärzten in Frage stellen lässt. Mein Opa lag laut Ärzten sterbend auf der Intensivstation. Pfarrer etc. alle da gewesen. Ein Mensch mit dieser Krankheit könne nicht überleben.
Eine Woche später: Mein Opa lebt. Er hat es überlebt. Niemand hat daran geglaubt. Wir wollten die Geräte abstellen lassen. Wir haben über sein Leben geurteilt. Es wäre falsch gewesen. Er wollte leben und so wie es aussieht, wird er es schaffen. Ich bin total erschüttert darüber, dass Ärzte sich so irren können.
Ich wünsche dir ein ähnliches Wunder!

Beitrag von biene21083 10.05.10 - 13:40 Uhr

Hallo,

ich stand vor 9 Jahren vor der selben Entscheidung. Aufgrund erheblicher Fehlbildungen und keine Überlebenschancen nach der Geburt hab ich mich für den Abbruch entschieden.

Ich habe meine kleine Lea auf normalem Wege zur Welt gebracht. Sie ist schon nach der ersten Wehe in meinem BAuch verstorben. Und von dieser Spritze war bei mir auch nie die rede.

Ich durfte sie leider nur kurz im Arm halten, dann wurde sie mir aus den Armen gerissen.
Ich werde sie nie vergessen, auch wenn sie nicht bei mir ist!

Ich war in der 26.SSW, in der 22. Woche wurde mir die Diagnose mitgeteilt.

Wer dich in dieser Situation angreift, hat keine Ahnung, was in dir vorgeht!
Ich wünsche dir alles alles Liebe und ganz viel Kraft für die bevorstehende Zeit!

Lg Maja