Geburtsbericht bekommen und immer noch Fragen

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von meak07 09.05.10 - 12:19 Uhr

Hallo Mädels

Habe nun endlich mal eine Kopie meines Geburtsberichtes bekommen.
Es macht mich ein wenig traurig, dass es nie ein Nachgespräch gab.
Im Geburtsbericht steht nur (sofern ich das alles richtig interpretiere), dass alles reibungslos lief und die Plazenta ok war.

Jetzt habe ich immer noch das Gefühl, dass es nicht nötig war, die Maus zu holen.
Ich denke nur, dass kein FA mit mir offen und ehrlich darüber sprechen wird.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=43&id=1970479

Habe leider immernoch so viele Fragen. An wen könnte ich mich denn wenden?



LG Mel

Beitrag von diana1101 09.05.10 - 15:05 Uhr

Hallo Mel,

du könntest dich an deine Hebamme wenden. Und auch an deine FÄ, denn alle sind verpflichtet dir die Wahrheit zu sagen.

Aber ich muss ehrlich sagen, ich kann es nicht verstehen warum sie so früh geholt worden ist.
Und warum bei dir keine weiteren US gemacht worden sind.

Es gibt soviele Gründe warum sie zu klein und leicht war. Vielleicht war die Blutversorgung nicht gut..vielleicht ist es aber auch völlig in Ordnung so gewesen.. wie groß seit ihr beide?

Meine Tochter ist bei 39+4 geboren. Also Termingerecht. Von der Größe her war sie immer in der Norm.
Vom Gewicht her war sie immer zu leicht - sie wurde in der 38.SSW auf 2960g geschätzt.
Ausserdem hing sie mit ihrem Kopf-Bauch-Durchmesser bis zu 3 Wochen zurück.
Aber ich habe regelmäßig einen US bekommen, war 4x zur Feindiagnostik.
Im Endefekt war sie 52cm groß und 3040g schwer.

Deine Kleine ist fast 5 Wochen zu früh geboren, sie hätte noch Zeit gehabt zu wachsen und an Gewicht zuzulegen.

Ich würde drauf bestehen, das man mir die Wahrheit erzählt.

LG Diana

Beitrag von mini-sumsum 09.05.10 - 22:03 Uhr

Hi,

ich bin nicht vom Fach, und will daher auch nicht vermuten, warum die Ärzte so entschieden haben.

Ich kann mich aber noch gut an meine erste SS erinnern. Mein Sohn kam bei 40+0 mit folgenden Maßen zur Welt: 48 cm, 2.800 g. Klar, er war (für 40 vollendete Wochen) klein, aber eben nicht zuuu klein. Es gibt eben große und kleine Baby's. Und gerade bei den Kleinen sollte man ihnen Zeit geben, zu wachsen. Natürlich immer nur dann, wenn man sagen kann, dass das Baby trotzdem gut versorgt wird. Und das kann man meines Wissens nach mit einem Doppler-US (oder wie das genau heißt) doch recht gut darstellen.

Von daher bin ich dir auch keine große Hilfe. Ich würde mich aber dennoch nochmal an eine Hebamme, oder einen FA wenden, und mir alles erklären lassen.

Vielleicht gab es ja doch einen speziellen Grund, warum es so gekommen ist.

LG
mini-sumsum

Beitrag von mama08012002 10.05.10 - 08:54 Uhr

Also ich würde mich auch an die Hebamme und deine Ärztin wenden, wie hier schon gesagt wurde, sie müssen dir die Wahrheit sagen.

Meine Tochter kam am ausgerechneten Geburtstermin zur Welt, also wirklich punktgenau und wog nur 2.690 g. Also wie du siehst, ganz klein und leicht für 40 Wochen Schwangerschaft. Aber mir wurde nie gesagt, sie ist zu klein oder es stimmt etwas nicht. Ich bin auch eher klein, von daher kein Wunder.

LG

Beitrag von linagilmore80 10.05.10 - 09:29 Uhr

Hallo Mel,
ich habe den Eindruck, dass man an Dir Geld verdienen wollte.

Ich musste bei meiner großen Tochter auch für einige Tage im KH bleiben. Eigentlich bin ich reingegangen, damit ein Doppler gemacht wird (meine Tochter ist ein leicht hysterisches Kind und hat dementsprechend auch den Herzschlag gehabt). Und eh ich mich versah, wurde mir Blut abgenommen und bin mit einer Zuckerlösung im Arm auf der Station gelandet. Nach der Lösung wurde mein Blutzucker gemessen und oh wunder, der war ja viiiiiel zu hoch.
Ich habe gemotzt und ich habe gezetert, aber ich bin nach der zweiten Nacht nach Hause gegangen und hatte in der Tat keine SS-Diabetis.

Was ich mit der Geschichte sagen will: Manchmal muss man seinem Gefühl trauen, seinen Kopf entsprechend durchsetzen und ich hätte mich an Deiner Stelle selbst entlassen und wäre zu einem anderen Arzt und zu einem anderen KH gegangen.
Nun, jetzt kann man nichts mehr dran ändern, aber wenn Du das Gefühl hast, die haben einen Kunstfehler gemacht, dann solltest Du Dich an einen Anwalt wenden.

LG,
Lina

Beitrag von susasummer 10.05.10 - 21:50 Uhr

Normalerweise hätte deine FÄ das in der 30.woche sehen müssen,das stimmt schon.Aber das beurteilt auch wieder jeder arzt anders.
Ich hab ab der 30.woche zig male US gehabt,weil mein sohn zu klein sein sollte.Ich wurde dann 2 wöchig überwacht und so konnte man sehen,das er stetig wuchs und zunahm.
Eingeleitet wurde dann 10tage vor termin und er war zwar zierlich mit 50cm und 2940g,aber alles ok.
Ich finde das sehr schade,wie es bei dir gelaufen ist,ich meine mein sohn war in der woche ca. auch so groß.Aber man kann schlecht was dazu sagen.
lg Julia

Beitrag von becca04 11.05.10 - 12:54 Uhr

Hallo,

ich kann Deine Ratlosigkeit gut nachvollziehen.

Also: Meines Wissens liegen die Ultraschalluntersuchungen oft daneben und das umso häufiger, je weiter die SS fortgeschritten ist: Die Kinder "passen" nicht mehr so gut auf den Schirm.

Ich finde, bei Dir ist die Frage nicht, ob Deine Tochter zu klein war (das war sie nicht, vergleiche den unten angegebenen Link mit den Tabellen) sondern, ob sie weiterhin gewachsen ist. Ein Wachstumsstillstand könnte auf eine Unterversorgung des Kindes hindeuten.

ABER: Wenn man davon ausgeht, dass Deine Frauenärztin schon sorgfältig gearbeitet hat, dann hat sie in der 30. Woche nichts Auffälliges festgestellt und daraufhin es nicht für notwendig erachtet, danach noch einen Ultraschall zu machen.

Allerdings hat sie jetzt das Problem, dass ein im Prinzip ihr vorgesetzter Arzt festgestellt/ behauptet hat, dass das Kind zu klein sei - sie muss sich also rechtfertigen, damit Du nicht auf die Idee kommst, bei ihr nachzuhaken bzw. sie sogar zu verklagen wegen unterlassenen medizinischen Untersuchungen.

In meinen Augen - wie gesagt, ist Dein Kind jedoch nicht zu klein für die Schwangerschaftswoche (du findest in der Tabelle in der äußeren rechten Spalte den Spielraum, den das Gewicht der Babies in der entsprechenden SSW aufweisen können). Es bleibt nur die Frage, ob das Kind seit der 30. SSW gewachsen (Länge und Gewicht) ist.

Ging aus dem Geburtsbericht eindeutig hervor, dass das Kind seit der 30. SSW sich nicht "zeitgerecht entwickelt" hat?

Falls nein, würde ich noch einmal in der Klinik nachhaken. Wenn sie sich nur auf die in ihren Augen (!) geringe Größe/ das geringe Gewicht berufen, dann könnte der möglicherweise medizinisch nicht notwendige KS an Körperverletzung grenzen.

Du könntest evtl. eine Zweitmeinung einholen - das Problem ist aber, dass ein Arzt das Urteil seines Kollegen (v.a. wenn es ein Chefarzt ist...), nicht in Zweifel ziehen wird...

Liebe Grüße - und Dir und Deiner Tochter trotz der traumatischen Geburt von Herzen alles Gute,
Becca.

http://www.bluni.de/index.php/a/schwanger_bio_gewicht

Beitrag von henja 16.05.10 - 17:58 Uhr

Hallo,
dann fordere noch mal den GeburtsVERLAUFSbericht an und besprich ihn mit deiner neuen Frauenärztin oder deiner Hebamme. Denn im Geburtsbericht steht nicht viel, das ist der für die behandelnden Ärzte, wenn sie dich zur Nachuntersuchung da haben. Aber der Geburtsverlaufsbericht enthält mehr Aufzeichungen und Begründungen warum welche Entscheidungen getroffen wurden!
Drück dir die Daumen, dass du damit Frieden schließen kannst!
Alles Liebe und eine wunderschöne Zeit mit deiner Tochter!
Henja