So viele Fehlgeburten

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von putzmuffel0802 09.05.10 - 18:29 Uhr

Hallo Ihr,

ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich schreibe hier nicht über mich sondern über meine Freundin Maureen aus Holland.

Meine Freundin und Ihr Mann versuchen sein ca. 2,5 Jahren ein Baby zu bekommen. Sie wird auch immer wieder schwanger allerdings verliert Sie die kleinen meistens in der 6-11 SSW. Dies ist Ihr jetzt bereits zum 8 mal passiert.

Sie war auch schon in Holland bei einer Spezialklinik die meinten die beiden seien völlig in Ordnung und kerngesund.

Heute rief Sie wieder an das es mal wieder nicht geklappt hat. 9 SSW.

Ich selber habe eine kerngesunde Tochter die vor kurzem den 1. Geburtstag gefeiert hat.

Ich kann bald echt nicht mehr mit meiner Freundin telefonieren Sie ist immer so deprimiert.

Habt Ihr nen tipp was Sie noch machen kann damit die Würmchen bleiben?

LG Jessika

Beitrag von mauha2001 09.05.10 - 19:04 Uhr

Hallöchen, ich hab auch ne liebe Bekannte der es genauso geht.... Frag deine Freundin doch bitte mal, ob sie auch ihr Blut auf eine Gerinnungsstörung hin untersucht haben... Denn wenn sie das hat, dann ist es quasi unmöglich für sie das Kind zu halten... Denn durch diese Gerinnungsstörung ist ihr Blut zu dick und das Kind wird nicht genug mit Nährstoffen versorgt und stirbt ab...
Ansonsten weiß ich leider auch nicht woran es liegen könnte... Nimmt sie denn Utrogest?
Ach ja, und diese Gerinnungsstörung kann man gut behandeln... Da muss man sich dann irgend so ein Medikamt spritzen ... Ich glaub des heißt Heparin (bin mir aber nicht sicher)
lg manu

Beitrag von lieke 09.05.10 - 22:42 Uhr

Hallo,

ich wohne auch in Holland und vieles wird hier einfach anders gesehen und beurteilt. So auch der Sinn und Nutzen von Utrogest. Im Allgemeinen halten Gynäkologen das hier für Quatsch.

Man muß etwas hartnäckig sein...nach 2 FGen habe ich es bekommen und das Kind auch behalten. Vielleicht wäre das noch was?

Ansonsten sind sie hier ja mit IVF und so wesentlich schneller dabei als in Deutschland und die Kasse zahlt ja auch. Finde es eigentlich schon ungewöhnlich, dass das noch nicht angesprochen wurde. Wie alt ist sie denn?

LG,
Lieke

Beitrag von lieke 09.05.10 - 22:48 Uhr

Pardon, das war natürlich ein grober Denkfehler, IVF schützt ja nich vor FGen.
Was ich meinte ist, dass man hier viel schneller in diese "Schiene" Fruchtbarkeitsbehandlung gerät, habe selber gerade eine Freundin in ähnlicher Situation, wo auch das Austragen der SS das Problem ist.
Meinst du das mit "Spezialklinik"? Welche soll das sein?

LG

Beitrag von -tinkerbellchen- 10.05.10 - 06:38 Uhr

Auch wenn ich mich damit in die Nesseln setze: Ich würde es lassen.....

Wenn ich in manchen VKs lese, wie viele Fehlgeburten einige hatten und das dann auch in späten SS, Totgeburten etc.. frage ich mich immer, warum man es nicht einfach lässt....

Das hat nichts damit zu tun, dass ich schon ein Kind habe.. Hätte es nicht geklappt, hätten wir es gelassen, es stand nämlich mal im Raum, dass es da evtl Probleme geben könnte, hat sich aber zum Glück nicht bestätigt

Beitrag von oldtimer181083 10.05.10 - 09:55 Uhr

Hallo,

das is ja mal ne klasse Theorie,wenn man eine Fg hat,dann dreht man sich um und lässt es einfach.
Es gibtvllt. Frauen die trotz Fg es nicht einfach lassen können,weil sie net einfach aus Spaß schwanger werden,sondern das ein Wunsch ist.
Es gibt Frauen die gehen daran kaputt wenn sie keine Kinder bekommen,schonmal da dran gedacht?!?
Also dein Rat find ich einfach nur dämlich, denn wenn deinem kind was passieren würde,und jemand käme und sagt "Schau mal eins ist schon tot,lass es einfach" wie würdest du dich fühlen?

Beitrag von -tinkerbellchen- 10.05.10 - 12:01 Uhr

Ich rede nicht von einer FG, sondern von mehreren.

Und dazu hat eben jeder seine eigene Meinung

Beitrag von komma246 10.05.10 - 19:46 Uhr

Auch bei mehreren FG gibt es kein Grund zum schnellen Aufgeben, da normalerweise erst nach der 3ten FG sämtliche Tests nach Gründen gemacht werden. Bei mir wurde jetzt nach der 3ten FG festgestellt dass ich ein kompliziertes Septum und Blutgerinnungsprobleme habe. Bei beiden Problemen gibt es Lösungen: Op und Medikamente.

Also ist es sehr daemlich jemanden der mehrere FGs hatte und noch nicht das GLück hattenwie du ein Kind zu haben den Ratschlag zu geben aufzuhören.

Ich bin naemlich immer noch sehr zuversichtlich dass es auch nach 3 Fg oder mehr noch klappen könnte. Meine Mutti hatte auch 3 FGs und hätte sie danach aufgehört würde es mich und meine beiden Schwestern heute nicht geben!!

Beitrag von 4engelchen 10.05.10 - 14:54 Uhr

Hallo tinkerbellchen,
ich kenne deine Geschichte nicht und möchte dir auch nicht zu nahe treten, aber hier handelt es sich um ein sehr heikles Thema.
Ich weiß das Fehlgeburten für die Gesellschaft nicht so ein Thema sind, denn FG's kommen recht häufig vor und auch viele Mediziner sind ja der Meinung, das da noch kein richtiges Kind war.
Aber all das ist für die werdenden/verwaisten Eltern kein Trost, sondern macht das ganze noch viel schlimmer. Denn die Eltern haben sich auf ihr Kind gefreut, und zwar von Beginn an. Und haben jetzt das Recht zu trauern. Viele Paare wissen es gar nicht zu schätzen was für ein großes Glück es ist, ein eigenes Kind in den Armen zu halten.
Die meißten glauben, man wird schwanger und nach 40 Wochen bringt man ein gesundes Kind zur Welt, klar, eine FG kann schon mal vorkommen, aber dann war das Kind halt nicht lebensfähig, und beim nächsten Mal klappt es dann wieder.
So ist es aber leider nicht!!!!!!
Und auch die Ursachenforschung bringt einen oft nicht weiter, und so müssen sich viele Betroffene damit abfinden, das man nicht weiß woran es lag. Aber da bleibt der Wunsch nach einem Kind und die Hoffnung, das man doch irgendwann auch mal Glück haben muß.
Es ist ein harter steiniger Weg, dem ich wirklich niemandem wünsche!
Die Entscheidung, ob das Paar es weiterversucht oder nicht, darf immer nur vom Paar getroffen werden. Wenn man wirklich und ernstgemeinst helfen möchte, dann gibt es nur eins: Zuhören und mitweinen. Das ist das einzige was hilft!
Ich hoffe das ich dir nicht auf die Füße getreten bin.

Beitrag von -tinkerbellchen- 11.05.10 - 06:55 Uhr

Nein, das bist du nicht.

Ich kann eben nur meinen Standpunkt äußern und wenn ich hier in manchen VKS lese (nicht persönölich auf irgendwen gemünzt) dass meherer Kinder nicht früh, sodnern teilwesie erst recht spät verloren wurden, frage ich mich warum man sich und den kindern soetwas antut und es nicht einfach lässt.


Aber ich denke hier denkt jeder einfach anders.

Beitrag von 4engelchen 11.05.10 - 07:18 Uhr

Leider weiß man nie im vorhinein was passiert.
Und ich kann nur sagen, wenn es einen dann trifft, dann versteht man die Welt nicht mehr. Soetwas passiert eigentlich immer nur anderen, aber niemals einem selbst. Aber dann wird man wach und stellt fest, das man leider nicht geträumt hat, sondern der Alptraum Wirklichkeit ist.

Mir z.B. fällt es sehr schwer zu verstehen, wenn ich Schwangere sehe, die rauchen, trinken, Medikamente nehmen (wenns auch anders gehen würde), schwer heben, aufstehen obwohl sie Bettruhe halten sollten, usw. zu verstehen, weshalb einige von uns ihre Kinder hergeben mußten, obwohl sie alles für ihr Kind getan haben und hätten, und die jenigen, die Risiken eingehen am Ende der Schwangerschaft ein gesundes Kind in den Armen halten. Aber dann sind wir schon wieder bei der Frage nach dem WARUM. Und die stellt man besser nicht, denn darauf gibt es keine Antwort. Diese Frage macht nur krank.
Aber du hast recht. Hier kann jeder seine Meinung äußern und die ist nunmal oft sehr unterschiedlich.

Beitrag von -tinkerbellchen- 11.05.10 - 10:52 Uhr

Da geb ich dir recht, das kann ich auch nicht verstehen.

Weißt du.. mir ging es einmal so.. da hab ich eine VK angeschaut mit mehreren Sternenkidnern, die allerdings teilweise Frühgeburten waren und gekämpft haben. Mehrere sind verstorben. Da hab ich mich gefragt: warum lässt man es nicht einfach :-(


Aber ich denke der eine hat eine etwas hoffnungsvollere Einstellung als der andere.. ich bin bei sowas allgemein ziemlich "hart"

Wünsche dir trotzdem noch alles Gute!

Beitrag von 4engelchen 11.05.10 - 11:14 Uhr

das ist nicht so einfach. Wenn du dein Kind zur Welt gebracht hast, bist du voller Hoffnung. Und ich habe mich damals, als sich die Frühgeburt abzeichnete sehr intensiv damit beschäftigt. In einer Broschüre stand z.B. das 90% der Kinder die vor der 30.SSW das Licht der Welt erblicken später ein selbstbestimmtes Leben führen können. Das ist doch Wahnsinn, ein Kind das über 10 Wochen zu früh geboren wird hat heute echt super Chancen alles unbeschadet zu überstehen.
Aber ich glaube dir fehlt noch eine andere Info. Die Ärzte müssen alle Kinder die ab der 24. SSW die lebend geboren werden, medizinisch behandeln, ob die Eltern dies wollen oder nicht. Ob das gut ist oder nicht, ich weiß es nicht. Ich bin aber dankbar, das unserem Michael damals die Gelegenheit geboten wurde zu kämpfen, auch wenn ich gerne den Kampf für ihn übernommen hätte. Er ist aber einen anderen Weg gegangen und das müssen wir akzeptieren. Aber man weiß halt nie im vorhinein wie alles ausgeht. Das ist gut. Hätte ich vor den Geburten meiner Kinder gewußt was mich erwartet, ich wäre dran zerbrochen, ehe es passiert wäre. Aber ich bin dankbar für alle Erinnerungen, sie haben mich zu einem anderen Menschen gemacht und vielleicht war das der Sinn, ich weiß es nicht.
Hört sich alles sehr konfus an, aber so fühle ich mich auch, mal stark mal schwach, mal glücklich mal unendlich traurig, mal voller hoffnung, mal hoffnungslos........

Beitrag von -tinkerbellchen- 11.05.10 - 17:48 Uhr

Ich wünsche dir für die Zukunft alles gute und kann verstehen, dass man wenn es einen selbst betrifft, evtl einfach anders denkt

Beitrag von lena84 10.05.10 - 09:10 Uhr

hallo,

erstmal tut es mir echt leid, wenn ich sowas lese. aber ich hab mal gelesen, dass eine schwangerschaft verhindert/abgebrochen wird, wenn zwei immunsysteme (von mann und frau) nicht zusammenpassen. also wenn einfach ein sehr schlechtes immunsystem (beim baby) entstehen würde.

es wäre damit nicht lebensfähig und daher beendet der körper die ss vorher.

fragt mich nicht genau wie das geht, bin zwar krankenschwester aber kein genetiker und da hört mein medizinisches verständnis auch auf =) aber vielleicht ist das wirklich ein grund.

waren denn die embryonen gesund??

kann mich der letzten threadschreiberin teilweise anschließen, wenn 8 FG passieren, dann würd ich auch fragen ob es vielleicht so sein soll...

klar kann man als "selbst nicht betroffene" schwer darüber urteilen, aber nach sovielen FG...mmh... wie alt sind denn die betroffenen?

vielleicht hat sie ja doch irgendwann glück!

lg
lena

Beitrag von brigittchen 10.05.10 - 12:42 Uhr

Hi Jessika,

wurde deine Freundin schon mal auf eine Schilddrüsenunterfunktion getestet? Das könnet nämlich auch der Grund dafür sein.

Lg Brigitte

mit 2#stern ganz fest im #herzlich