2011 Kommunion und kein Geld für ne große Feier :-(

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von lauras_stern 09.05.10 - 19:09 Uhr

Hallo

ich war heute zu einer Kommunion eingeladen und es war auch sehr schön. Allerdings geht mir nun folgendes durch den Kopf:

In genau 12 Monaten hat meine Tochter Kommunion. Klar, für das nötigste wie Kleid, Gesangbuch, Kette usw. ist Geld da bzw. muß da sein.
ABER wie soll ich so eine Feier mit 3 Gängen Finanzieren???

Ich geh Teilzeit (25 std. / Woche) arbeiten und bekomme ergänzend ALG II.
Davon bleibt ja jetzt aufgrund das ich noch was abzahlen muß für 2 Jahre nie was übrig.
Selbst wenn ich jetzt anfange mir mtl. 10 Euro auf Seite zu legen, und mehr geht wirklich nicht, wenn überhaupt, dann komm ich auf nur 120 Euro. Das reicht ja grade mal für´s Kleid.

Familie fällt bei un flach. Meine Mutter ist verwitwet, also da ich kein Geld. Papa auch nicht, Onkel und Patentante schenken gerade mal 5 Euro zu Feierlichkeiten wie Einschulung usw.

Ich komme auf ca. 20 Gäste.

Ach man, auf der einen Seite würd ich am liebsten mit meiner Maus an dem Tag allein wegfahren, aber jetzt hat sie die Feier gesehn und die Geschenke usw. und freut sich auf ihre eigene Feier.


Wie finanziert ihr AE so eine Feier? Wie gesagt, selbst wenn ich jetzt anfange was weg zutun, es wird nicht reichen. Komm so schon immer nur knapp über den Monat.

Wie würdet ihr es machen?

Danke für eure Vorschläge!

Laua

Beitrag von lililulu 09.05.10 - 19:33 Uhr

Hi,

warum immer so eine große Feier?

Erstens hast Du noch 1 Jahr zum sparen, und ein nettes kleines Grillfest mit der Familie tut es auch!.

lili

Beitrag von ppg 09.05.10 - 19:36 Uhr

Ich geh Teilzeit (25 std. / Woche) arbeiten und bekomme ergänzend ALG II.
Davon bleibt ja jetzt aufgrund das ich noch was abzahlen muß für 2 Jahre nie was übrig.

Du mußt gar nix abzahlen! ALG II ist Existenzminimum. Davon kann auch nichts mehr gepfändet werden.

Du nimmst Deiner Tochter die Existenzgrundlage, von einer Feier wollen wir mal gar nicht reden.

Deine Not ist Hausgemacht, stell den Abtrag ein , dann bleibt auch was zum leben übrig und villeicht auch für ein gesellschaftliches leben. Das bist Du Deiner Tochter schuldig.
http://www.finanzfrage.net/frage/schuldenrueckzahlung-eines-hartz-4-empfaengers

Ute

Beitrag von lauras_stern 09.05.10 - 21:21 Uhr

Hallo

Genrell weiß ich ja das ich beim dem Geld nix abzahlen muß, aber zum einen möchte ich gerne irgendwann Schuldenfrei sein und zum andern hab ich wahnsinnige Angst vor einer Lohnpfändung. Ich arbeite selber für eine Bank, und mir wäre das suuuper peinlich.
Zum andern, hab ich panik das es kurz vorm 1. ist, ich eh schon pleite und dann am ende ne Kontopfändung!

Oh Gott...wären diese Ängste nicht, dann würde ich auch lieber ne Pause machen mit abzahlen bis es wieder besser ist .

Oder gibt es wege ne Pfändung zu verhindern?

Beitrag von simone1811 09.05.10 - 19:41 Uhr

Ach Mensch,
das ist aber auch traurig! Ich kann Dich gut verstehen. Mache es doch einfach bei Euch zu Hause.
Zaubere ein tolles Buffet mit vielen sebstgemachten Dingen (z.B. Frikadellen, Salate, kleine Schnitzel, Käseigel usw.) schmeckt viel besser als ein 3- Gänge Menü! Jeder kann das essen was er mag.
Wenn Du Dir jetzt 10 Euro beiseite legst hast Du 120 Euro evtl. ja auch nocht etwas mehr, davon kannst Du ein tolles Buffet machen.
Das ist sicherlich auch noch viel schöner und lustiger als in einem steifen Restaurant.

Und das die Paten nur 5 Euro geben finde ich eine einfach unglaublich, die sollten sich schämen! Nenn mir deren Namen und Adresse und die können sich auf ein prägendes Gespräch mit mir einrichten!!!

Ich wünsche Dir alles Gute!



Beitrag von janamausi 09.05.10 - 20:40 Uhr

Hallo!

Die Idee mit der Feier daheim finde ich gut und so etwas ist oftmals schöner als irgendein 3-Gänge-Menü in der Gaststätte.

Kannst Du nicht deine Gäste bitten, evtl. was da zu zu geben? Es muß ja nicht viel sein! Und wenn die es dann nicht für nötig halten, FÜR deine Tochter einen kleinen Geldbetrag beizusteuern, würde ich überlegen, ob es die richtigen Gäste sind.

Hast Du dich schon mal erkundigt, ob der KV nicht etwas dazu beisteuern muß (Sonderausgaben)?

LG janamausi

Beitrag von zwiebelchen1977 09.05.10 - 21:07 Uhr

Hallo

Unter Umständen müsste der KV.Aber ich denke nicht, das er für eine grosse Feier belangt werden kann. Zumal er dann auch entscheiden kann, wieviel.

MAx für die Anziehsachen müsste er was beisteuern. Feiern ist keine "Notwendigkeit". Man kann es auch zu Hause schön machen. Und man muss halt scheuen, ob man soviel einladen muss

Bianca

Beitrag von janamausi 09.05.10 - 21:12 Uhr

Hallo!

Aber wenn der Vater z.B. etwas für die Anziehsachen beisteuern muß (und auch wenn es nicht viel ist), spart man sich als Mutter dann das Geld und kann es für die Feier ausgeben.

LG janamausi

Beitrag von windsbraut69 10.05.10 - 10:34 Uhr

Er kann auch Naturalien beisteuern :)

Beitrag von 16061986 09.05.10 - 20:53 Uhr

Ich hab das gleiche "Problem" im juni weil da meine kleine getauft wird.
Bei uns gibts danach kaffee und kuchen und fertig. und ich rechne mit 40!! personen(nur familie).
Da die Kommunion ja vormittag ist würde ich auch ein buffett machen. Bei uns ist das so,das jeder in der familie mit hilft, ein paar machen kuchen, andre bringen kaffee...
Bei der taufe der großen haben wirs auch so gemacht nur abends dann noch gegrillt da haben dann ein paar noch brot gebracht und salate und ich hab fleisch und getränke besorgt,das wars. aber jetzt denke ich kaffee und kuchen reicht vollkommen aus und wems ned passt der muss ja ned kommen

Beitrag von lilaluise 09.05.10 - 20:54 Uhr

hallo
meine Mutter ist zweifache alleinerziehende Mutter und wir hatten zwei ganz tolle KOmmunionen!
Bei meiner hatte sie noch nicht so viel Geld und trotzdem sie war schön...weiß ich heute noch obwohl es ja jetzt schon länger her ist!
Wir haben damals zu hause gefeiert..meine Mutter hat das Wohnzimmer leer geräumt und Bierbänke aufgestellt mit schöner Tischdecke und Deko drauf....da hatten alle Verwandten Platz...Kuchen hat jeder was mitgebracht...es war viel zu viel da!
Zum Mittagessen hat ein Freund der Familie gekocht- 3 Gänge sehr lecker...meine Patin hat damals GEld zum Essen dazugeben! Und abends gabs kalte Platten selbst hergerichtet von meinen Tanten....all das was wir gerne Essen!
Alle waren zufrieden- sogar der Pfarrer!
ich werde diesen Sommer heiraten und wir werden auch nur ganz bescheiden feiern, jeder bringt etwas mit...viel wichtiger ist dass man sich gut versteht und spaß mit einander hat...dann hat auch dein Kind etwas davon...ach übrigens mein KOmmunionkleid war gebraucht...aber es war das schönste von allen!

Beitrag von asimbonanga 09.05.10 - 23:02 Uhr

Schöner Beitrag.

Beitrag von anyca 09.05.10 - 21:14 Uhr

Kann nicht jeder der Gäste was zum Buffet beisteuern - Salat, Kuchen etc.?

Beitrag von grundlosdiver 09.05.10 - 21:20 Uhr

Meine Eltern waren noch zusammen als ich Jugendweihe hatte, aber trotzdem gab es bei uns kein 3-Gänge-Sterne-Menü!
Wir haben die wichtigsten Menschen eingeladen und ein bisschen gegrillt, dazu gab es Salate! Ich fand meine Jugendweihe sehr schön!

Vielleicht kannst Du mit Deinen Verwandten sprechen, dass jeder einen Salat o.ä. mitbringt! Das sollte doch machbar sein!!! Und wenn nicht, dann gibt es eben keine riesige Feier, sondern dann machst Du Dir mit Deiner Tochter einen schönen Tag!!!

Beitrag von hedda.gabler 09.05.10 - 21:24 Uhr

Hallo.

Feiert doch zu Hause ... mach ein Buffet, das kostet nicht die Welt:
- Salate
- Brot
- ein bißchen Käse
- eine Suppe
- und Kuchen.

Die engsten Familienangehörigen würde ich bitten, dass sie die Getränke beisteuern.

Als meine Kleine getauft wurde, war ich auch im Alg II-Bezug (hatte zu dem Zeitpunkt allerdings noch Elterngeld).
Wir haben bei meiner Mutter gefeiert (hatte den Vorteil, dass Platz war und die auf viele Kinder eingestellt ist ... bei mir wäre es aber zu Not auch gegangen). Ich habe ein Vorspeisenbuffet bei einem Caterer bestellt, das hat mich 100,- gekostet, meine Mutter hat die Getränke und den Hauptgang spendiert (wurde selbst gekocht).

Es muss doch nichts dolles sein ... Deine Kleine möchte nur ihre Liebsten um sich (und Geschenke;-)) ... was es zu essen gibt, ist Ihr doch egal.
Und nachdem wir einige große Familienfeiern inzwischen zu Hause hatten, muss ich sagen, dass die immer am Schönsten waren ... klar hatten wir auch schon einige in Nobel-Restaurants, aber das war nicht so nett.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von patchworkfamily007 10.05.10 - 09:12 Uhr

Hallo,

ich kann dich gut verstehen :-) Das Problem hatte ich vor 3 Jahren auch...allerdings hatte ich gleich 2 Kommunionkids :-)

Bei den Buben war es mit der Kleidung nicht so feierlich, da sie ja auch die Kutte anziehen mußten...

Und ich habe sie gefragt, was sie gerne haben wollen...eine Feier mit den Erwachsenen oder eine richtige Kinderparty...sie entschieden sich für letzteres....so durfte jeder 5 Freunde einladen und ab ging die PArty :-)

Meine Freundin hat es bei ihrer Tochter ein Jahr davor genauso gemacht...sie durfte sich Freundinnen einladen, dann gab es Mittagessen ( Nudeln überbacken und Salat ) , Kaffee und immer wieder Spiele, Spiele, Spiele....und es wurden Kerzen verziert zum Mitnehmen...

Wäre das evt eine Alternative für dich ? :_)

LG
Bine

Beitrag von lisasimpson 11.05.10 - 11:34 Uhr

Hallo!

Ich bin nicht allein erziehend und meine kinder sind nicht mal getauft- ich möchte dir dennoch gerne schreiben.
Wende dich doch bitte an deine gemeinde/ den pfarrer und schildere dein problem und frag nach, ob er nicht wüßte, wo du evtl. Hilfe dafür herbekommen könntest.
ich denke, da wird man dir sicher helfen können- vielleicht nicht die ganze feier, aber es gibt doch sicehr nen topf für solche hilfen

ansonsten denke ich auch, daß es sinnig ist, jeden zu bitten etwas mitzubringen, nen kuchen, getränke, .. ist ja nicht dramatisch.
vielleicht gibts jemanden, der gerne kocht- der kann ja dann das menü übernehmen?!

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von manavgat 11.05.10 - 12:21 Uhr

Also ich finde, man muss keinen Prunk haben!

Hast Du keine Freundinnen, die Dir helfen würden ein Buffet zu machen???? Als ich geheiratet habe, hatten wir 100 DM für Essen und Getränke (das war 1988) und wir hatten ein wundervolles Fest mit all unseren Freunden. Das die Ehe nicht gehalten hat, lag zumindest nicht an der Feier...

Du kannst den Pfarrer um Unterstützung bitten, das Gemeindehaus oder einen anderen Raum könnte er ohne Berechnung zur Verfügung stellen (wenn Deine Wohnung zu klein ist) und vllt. gibt es ja eine kleine Spende. Fragen kostet nichts.

Gruß

Manavgat