Tochter sagt zu beiden Männern Papa!

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von danawagner 09.05.10 - 22:48 Uhr

Ich habe eine Frage und hoffe das ihr mir weiterhelfenn könnt.meine tochter ist 3 jahre alt und hat kontakt zum leiblichen vater.wir haben uns getrennt als ich im 3 monat schwanger war.seit kurzem bin ich nun mit meinem neuen partner verheiratet und meine kleine sagt zu ihm auch papa,sie hat eben 2 papas,einer der sie immer abholt und einer der immer da ist(so ihre worte!).mein ex freund macht aber schwierigkeiten denn er will das nicht und versucht ihr jedes mal aufs neue einzureden das er nicht ihr papa ist sondern einfach nur I.
kann er das verbieten????????????????
ich denke eigentlich das er keinerlei recht dazu hat unserer tochter sowas zu verbieten.dennoch ist es ein ewiger kampf,denn jedes mal wenn sie von ihrem leiblichen vater wiederkommt,sagt sie das papa gesagt sie darf I. nicht mehr papa nennen,sie hat nur einen papa.
er sieht seine tochter einmal im monat,in der zwischenzeit ruft er nicht ein einziges mal an um nach seiner tochter zu fragen...und dann stellt er solche ansprüche und versucht ihr irgendwas einzureden.sie ist doch total durcheinander....
hat er das recht ihr das zu verbieten?????????

Beitrag von tomama 09.05.10 - 22:53 Uhr

Hallo,

ich finde es auch nicht gut, wenn ein Kind zu zwei Menschen Papa sagt. Denn der Papa existiert ja nunmal im Leben der Kleinen (auch wenn sie sich nur einmal im Monat sehen) und jeder Mensch hat nur einen Papa. Wie würdest Du es denn finden, wenn Deine Tochter noch zu einer weiteren Person Mama sagen würde. Fühlt sich nicht richtig an, oder?

lg tomama

Beitrag von danawagner 09.05.10 - 23:00 Uhr

Wenn sie aber schon von sich aus sagt das sie einen papa hat der sie immer abholt und einen papa der immer da ist...dann wäre es doch falsch ihr zu verbieten das sie meinem mann papa sagt oder nicht?sie ist 3 jahre alt und hat ihren eigen kopf...
ich werde ihr das nicht ausreden weil es von ihr alleine kam.es ist doch dann ihre eigene einschätzung...wenn sie das so fühlt kann ich ihr das doch nicht ausreden.sie kennt ja den unterschied zwischen beiden männern.und bis vor einer woche hat sie meinen mann auch noch beim vornamen genannt aber von jetzt auf gleich war es ein papa für sie..sollte man nicht dem kind die entscheidung überlassen???????????

Beitrag von tomama 09.05.10 - 23:08 Uhr

Hallo,

wahrscheinlich gibt es hierbei wie bei den meisten zwischenmenschlichen Problemen kein Patentrezept. Ich kann da nur mein eigenes, persönliches Gefühl beschreiben. Ich finde, daß eine dreijährige das nicht alleine entscheiden sollte. Sie soll ihren Stiefpapa ruhig lieben. Und vielleicht ist er ihr sogar näher, weil er ihr Leben viel enger begleitet. Aber er ist nicht der leibliche Vater. Das würde ich meinem Kind sage. Ich würde sagen, I. ist nicht Dein Papa, Du hast nur einen Papa wie jedes Kind. Entweder nennt sie ihn dann beim Vornamen oder ihr überlegt euch einen ganz persönlichen Kosenamen, der nur ihr und Deinem Ehemann gehört.
Was wäre denn, wenn Deine Tochter auf einmal zu einer weiblichen Bezugsperson, die sie auch sehr liebt anfangen würde, Mama zu sagen. Würdest Du sie das alleine entscheiden lassen, weil sie dann ja so möchte oder würdest Du ihr das auch erklären, daß es eben nur eine Mama gibt.

lg tomama

Beitrag von petra1982 10.05.10 - 07:04 Uhr

Es wird ihr aber doch nicht eingeredet, und sie ist klein und sieht es doch so, sie hat zwei papas. Das es dem leiblichen wehtut kann ich verstehen. Die Kinder meines Mannes meinten am anfang auch nun haben wir zwei Mamas, hab das aber gleich unterbunden weil ich es nicht wollte.

Beitrag von dominiksmami 09.05.10 - 23:43 Uhr

Hallo,

ich denke wie du dass das Kind das eigentlich nach seinem Gefühl entscheiden sollte.

Ist irgendwie eine sehr schwierige Situation *seufz* und da gibts sicherlich kein Patenrezept.

Mein Sohn kennt seinen Erzeuger gar nicht, weil dieser sich einen Dreck um ihn schert und er sagt selbstverständlich Papa zu meinem Mann, die beiden lieben sich heiß und innig.

Ich bin froh wenn die Adoption endlich abgeschlossen ist, dann kann niemand mehr behaupten mein Mann wäre nicht der Papa meines Sohnes.

Für mich gehört einiges mehr als ein paar Samenzellen dazu ein "Papa" zu sein.

lg

Andrea

Beitrag von danawagner 10.05.10 - 13:13 Uhr

Na gott sei dank gibt es jemanden der mich einwenig versteht.
Ich bin auch der meinung das eine menge mehr dazu gehört um papa zu sein,da hast du vollkommen recht.deshalb reagiere ich ja auch so.
mein ex hat mich sitzen lassen in der schwangerschaft wegen meiner stimmungschwankungen obwohl wir uns gemeinsam für das kind entschieden haben.die ganze schwangerschaft über hat er sich nicht gekümmert und mal gefragt.als die kleine dann da war hat er sich nach lust und laune mal sehen lassen...er hat nichts von ihr mitbekommen und auch gar nicht gefragt...erst als sie älter wurde und nicht mehr so anstrengend war(wie er es sagte!) kam er an und wollte sie sehen auch übers wochenende.aber ich musste immer in der nähe sein denn wenn die kleine geweint hat und er sie nicht beruhigen konnte hat er mich angerufen und ich musste sie abholen wenn er sie nicht zu seiner mutter abgeschoben hat und abgeschoben sage ich bewusst denn wenn die maus mal übers we da war und er zur disco wollte dann hat er die kleine seiner mutter gegeben.er hat nicht mitbekommen wie sie die ersten zähne bekommen hat,wie sie das erste mal gekrabbelt ist,wie sie anfing zu laufen und zu sprechen.er ist nicht da wenn sie krank ist.weisst du was ich meine?und jetzt will er ansprüche stellen????jetzt wo sie so schön reden und zuhören kann versucht er sie in gewissem maße zu manipulieren?was ist das denn??????

Beitrag von froehlich 10.05.10 - 15:06 Uhr

HALLO?! Das wird ja immer schöner....also unter DEN Umständen sehe ich ja erst recht nicht ein, daß Dein Ex-Partner Druck macht. Einfach IGNORIEREN, sorry!! Ein Mann, der sich so verantwortungslos und unreif verhält, kann kein richtiger Papa sein, tut mir leid. Laß Dir nix einreden und unterstütze Deine Tochter. Du, Dein Mann und Deine Tochter - Ihr seid die Familie, die für Dein Kind zählen und Ihr müsst in erster Linie ein gutes Gefühl haben und zusammenhalten und zusammenwachsen und Euch wohl fühlen. Nicht Dein Ex. Der hat sich nämlich - tut mir leid - schon während der Schwangerschaft disqualifiziert.

Beitrag von lila85 10.05.10 - 07:13 Uhr

sehr schieriges thema. meine eltern haben sich getrennt da war ich 7... ich wurde gezwungen zu den neuen mann von meiner mutter papa zu sagen sie verlangt das auch heute noch.
zu meinem leiblichen papa hat ich immer kontakt wenn manchmal auch nur 1 x mal im monat.ich finde auch man hat nur einen papa und eine mama. find ich total wichtig!!
als beispiel auch wenn du dich nochmal trennst und wieder einen neuen partner hast hat deine tochter ja dann schon 3.papas!
wenn sie nicht papa sagt heißt das ja nicht das sie deinen neuen mann nicht auch sehr liebt...
ich schließe mich meiner vorrednerin an....würdest du es toll finden wenn deine tochter zu einer anderen frau mama sagt??
auch wenn deine tochter ihren vater nur einmal im monat sieht...es ist ihr papa.und auch du musst sowelche aussagen einfach weglassen...das kind kann nix dafür!

Beitrag von grundlosdiver 10.05.10 - 08:33 Uhr

Natürlich hat er nicht das Recht ihr das zu verbieten!

Warum sieht er Eure Tochter nur einmal im Monat und für wie lange?

Versetz Dich aber mal in SEINE Lage! Das Kind darf nicht bei ihm leben, er hat es nur zu "Besuch" und zahlt womöglich Unterhalt (?). Dann kommt irgend so ein Neuer daher, den DU nun gerade als Partner ausgewählt hat und der natürlich immer da ist. Sie sagt zu dem Typen auf einmal Papa! Ich hätte auch einen Hals!

Wie würde es DIR gehen, wenn Dein Ex eine Neue hätte, die DEIN Kind MAMA nennt??? Ich als Mutter würde das echt besch*** finden!

Natürlich geht es um das Wohl des Kindes und ich finde es toll, wenn sie bei Euch eine kleine Familie hat und der Papa sich ebenso kümmert.
Aber IHR werdet auch einen Anteil gehabt haben oder habt ihr IMMER gesagt, "das ist der I."??? Kann es nicht sein, dass ihr irgendwann den Papa-Quatsch angefangen habt?

Mein Mann hätte es gerne, dass meine Stieftochter zu mir Mama sagt! Ich will das aber NICHT, da sie eine Mutter hat. Ich kann dennoch eine liebevolle Stiefmutter sein, die eben mit ihrem Vornamen angesprochen wird! Ich würde es ebenso wenig toll finde, wenn meine Stieftochter zum neuen Freund ihrer Mutter Papa sagt!
Er ist nicht ihr Papa! Er ist nur da, weil ihre Mutter ihn als neuen Partner auserwählt hat und das Kind nun mal leider bei ihrer Mutter wohnen muss.

Beitrag von danawagner 10.05.10 - 13:03 Uhr

Hmmm nun ja...von uns hat sie es nicht denn ich spreche meine mann nur mit dem vornamen an.ich denke das es aus dem kindergarten kam denn sie bekam eine neue erzieherin und die wusste nicht bescheid,sagte aber immer zu ihr das der papa sie abholt(mein jetzigermann!) und irgendwann sagte sie dann das sie nun 2 papas hat.für uns war es schwer ihr das zu erklären aber wir haben es versucht und sie sagt ja auch papa I. zu ihm und zu ihrem leiblichen papa sagt sie eben nur papa.wie gesagt sie kennt den unzterschied schon sehr genau.natürlich würde ich es zu kot.. finden wenn die neue von meinem ex plötzlich die mama ist aber das haben wir auch schon alles durch...denn die vorherige partnerin von meinem ex wollte das auch so und meine kleine hat bereits zu ihr mama gesagt weil es ihr von freitag bis sonntag eingebläut wurde.also die kleine ist immer einmal im monat von freitag bis sonntag dort.wir wohnen 240 km auseinander und finanziell lässt sich das nicht anders regeln.selbstverständlich bin ich da auch ausgerastet aber das war ne andere sache denn die ex von meinem ex hat es ihr einreden wollen.mein jetziger mann hat da ja nie ansprüche gestellt...er war eben immer der I. und jetzt ist er papa I.
ich finde es nicht wirklich schlimm wenn sie es von sich aus macht nd wie ich schon schrieb haben wir ihr so gut es ging versucht zu erklären wer was für sie ist aber trotzdem sagt sie es.
soll ich sie dafür bestrafen nur weil sie meinen mann papa nennt?
das wärte mehr als falsch meiner meinung nach.wir sind nunmal verheiratet und mein mann hat hat die verantwortung für sie genauso wie ich. mein ex partner hingegen nicht.jedenfalls nicht in dem sinne.

Beitrag von lisasimpson 10.05.10 - 11:45 Uhr

nun ja- offenbar stört es den leiblichen vater- und das soltle doch thema sein.

Man kann kinder nsehr gut und früh klar machen, daß e unterschiedliche Väter gibt.
es gibt biiologische, soziale, juristische, ... diese können alles in einem sein, oder eben wie bei euch unterschiedliche personen sein.

Ich fände es für das kind wie für die väter sinnvoll daher unterschiedliche namen zu haben. also Papa und Papi oder sowas.
zu zwei menschen "papa" zu sagen ist für alle ungünstig und verwirrend.

ich würde euch daher raen euch zusammenzusetzen und als erwachsene versuche neine lösung zu finden- dann dies mit der tochter regeln und ihr erklären, daß ein papa, der gene mit ihr teilt eben einen anderen namen hat als ein papi(?), der das frühstück jeden morgen mit ihr teilt...

lisasimpson

Beitrag von froehlich 10.05.10 - 13:22 Uhr

Hallilhallo! Ich vertrete eine etwas andere Meinung als die meisten hier. Laß uns festhalten: Du und Dein Ex-Freund habt Euch getrennt, als Du mit Eurer gemeinsamen Tochter schwanger warst. Sprich: als die Kleine zur Welt kam, gehörte Dein Ex-Freund bereits nicht mehr wirklich zu Eurem gemeinsamen Alltag. Zweitens: Dein Ex-Freund sieht sein Kind offenbar nicht sehr häufig....aus welchem Grund auch immer. Du hast aber einen neuen Partner und Du, Deine Tochter und er seid jetzt eine Familie. Eigentlich ist es für mich da absolut logisch (vor allem aus Kindersicht!), daß Deine Tochter Deinen neuen Partner "Papa" nennt - denn rein emotional (und auch familientechnisch) IST Dein neuer Partner für sie ja auch ein Papa - in einem sehr eigentlichen Sinne des Wortes. Ich halte nichts davon, auf biologischen Vätern herumzureiten, wenn diese im Leben des Kindes keine große Rolle mehr spielen. Der soziale Vater ist es, der zählt! So wird's ja auch Dein Partner sehen. Und wenn Du mit Deinem neuen Mann weitere Kinder bekommst, werden ALLE zu ihm Papa sagen - wäre doch komisch und auch sehr traurig für Deine Tochter, wenn sie die einzige wäre, die Deinen Mann mit dem Vornamen anspricht. Also: ich würde dem Instinkt meines Kindes folgen und die Kleine lassen.....sie wird sich's sowieso nicht verbieten lassen. Ich finde, Du und Dein neuer Partner solltet Ihr Rückendeckung geben: Deine Kleine hat eben wirklich 2 Papas, ich weiß nicht, was daran verwirrend für ein Kind sein soll! Offenbar hat sich Deine Tochter das ja ohnehin schon selbst recht gut für sich zurechtgelegt. Laß Deinen Ex-Freund reden. Wenn Deine Tochter größer wird, wird sie sich sowieso nicht mehr verbieten lassen, die liebsten Menschen um sie herum so anzureden, wie sie es will!

Gruss, babs

Beitrag von stefkad 10.05.10 - 13:49 Uhr

so sehe ich das auch :-)

Beitrag von coffea 10.05.10 - 15:51 Uhr

Hallo!

ich kenne einen Vater, der nicht so Vater sein darf, wie er gerne möchte. Seine Tochter wird vom neuen Partner der Mutter gezwungen, diesen Papa zu nennen. Das geht meines erachtens gar nicht!

Ebenfalls kenne ich einen Vater, der Papa genannt wird und dieses Mädel nennt auch den neuen Partner Papa, diesem *richtigen* Papa ist das aber "egal" sprich, er weiss, er wird immer de Papa sein und gut ist.

Andersrum, stell Dir mal vor, Dein Ex hätte ne neue Partnerin und möchte nach kurzer Zeit (wie lange seid ihr denn zsuammen?) das eure Tochter ihr Mama sagt. Wie wäre das für Dich?

Ich denke nicht, das er ihr das verbieten kann, Deinen neuen Partner Papa zu nennen, aber ich denke, es wäre vielleicht auch schön, mit ihm mal zusammen zu sitzen und zu erkären, das es auch nicht darum geht, ihm den "Papa" streitig zu machen! (Verstehst Du, wie ich das meine??)

Alles gute für euch
coffea

Beitrag von rose79 10.05.10 - 21:59 Uhr

Hallo,

ich bin in etwa in der selben situation.
mein sohn sieht seinen leiblichen pap alle 4 wo,da dieser 500km weit weg wohnt.
seinen zweiten papa kennt er seit er 2 ist.(jetzt 5 ) . irgendwann fing er alleine mit dem wort papa an,was sicherlich auch vom kiga her kommt.
natürlich weiß alex ,wer sein leiblicher papa ist.
ich hätte es ihm niemals erzwungen,aber es kam von alleine.
bei uns versucht der leibliche vater auch negativ dagegen zu reden,aber alexander stört das nicht wirklich. er ist manchmal stolz,das er eben 2 papas hat.

einer der ihn mit erzieht und für ihn sorgt und der andere,der ihn nur mit materialien zukleistert.

aber ich werde meinem sohn nicht verbieten,papa zu sagen.

er weiß bescheid und die entscheidung überlasse ich ihm.

verbieten kann er ihr das nicht wirklich,nur einreden klappt meistens super.

alles gute

sandra

Beitrag von xxtanja18xx 11.05.10 - 06:22 Uhr

Wenn deine Tochter, das von sich aus macht....sollte ihr keiner reinreden, solange dein Mann nichts dagegen hat....was der Kv denkt ist ja nun mal neben sache...da es eine "kindesentscheidung" ist....

Meine Jungs nennen meinen Freund Daniel....er ist ihnen viel wichter als der Erzeuger...dieser Meldet sich mal holt sie nie...noch nicht mal zum geburtstag gab es was...deswegen bekommt mein Freund von ihnen auch was zum "vatertag" weil er ihnen viel wichtiger ist...dem Kv wollen sie nichts basteln....Die Kinder suchen sich aus, wer Ihnen wichtiger...

Gruß