Liebe Mamis: Bitte Babys nicht hinsetzen!!

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Forum: Baby

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Beitrag von italyelfchen 09.05.10 - 22:57 Uhr

Hallo ihr lieben Mamis,

ein Weilchen war ich nicht hier, mittlerweile ist meine Maus schon 2,5 Jahre alt! Jetzt bekommt sie bald ein Brüderchen und so stöbere ich auch immer mal wieder hier im Baby-Forum!

Vorweg: Ich will hier nicht verurteilen, sondern nur hinweisen! Vielleicht wissen ja einige Mütter schlicht nicht, was ich jetzt gleich beschreibe:

Ich lese immer wieder von Müttern, die ihre Babys hinsetzen, bevor sie sich selbst hinsetzen können, oder Mütter, die sich wundern, warum ihre Zwerge auf dem Popo durch die Gegend rutschen und irgendwie nicht krabbeln wollen und oft kommt auf Nachfrage auch raus, dass die Knirpse nicht selbst in diese Ausgangslage, also den Sitz, kommen, sondern hingesetzt werden. Natürlich gibt es auch Babys, die sich über die Seite aufsetzen und dann losrutschen, da kann man als Mutter dann kaum drauf einwirken und es bleibt nur die Hoffnung, dass sie trotzdem noch krabbeln.

Bitte setzt eure Kinder nicht hin, laßt sie das selbst lernen! Ihr nehmen einen ganz wichtigen Entwicklungsschritt vorweg!
Ich weiß aus eigener Erfahrung, die nervenaufreibend die Zeit ist, in der die Babys nur auf dem Bauch liegen können oder eben auf dem Rücken und sehr sehr schnell quengeln. Aber gerade diese missliche Lage, über die sie sich beschweren, ist die entscheidende Motivation für die weitere motorische Entwicklung. Sie wollen sich aus ihr befreien und kommen so zum Robben und in den Vierfüßlerstand, von da in den Sitz und zum Krabbeln.
Ich weiß ebenso, wie sehr man sich freut, wenn das Kind wieder einen wichtigen Schritt gemacht hat und etwas neues lernt! Aber mit dem Hinsetzen erlernen sie vielleicht das freie Sitzen, aber man hemmt einfach weitere Entwicklungsschritte. Das Krabbeln zum Beispiel ist sehr sehr wichtig für die Gehirnentwicklung, genauer für die Verknüpfung der Gehirnhälften. Das wirkt zum Beispiel auf das logische Denken oder das Einschätzen bewegter Objekte.
Außerdem ist die Rückenmuskulatur, welche die Wirbelsäule stützt, meist erst dann ausreichend ausgebildet, länger (als ein paar Minuten zum Füttern im Hochstuhl) zu sitzen, wenn auch der Vierfüsslerstand und das selbstständige Aufsitzen möglich ist! Wer sein Baby vorher hinsetze, riskiert Rückenschäden, die dann erst in vielen vielen Jahren zum Vorschein kommen, wenn sie schon nur noch Fachleute mit eben diesem zu frühen Sitzen in Verbindung bringen.

Natürlich nimmt lange nicht jedes Kind, welches zu früh sitzt, merkliche Schäden. Natürlich bekommt nicht jedes Kind sofort Rückenprobleme. Viele Babys gehen auch trotzdem den Weg der normalen Entwicklung, Rollen, Robben und Krabbeln irgendwann. Und auch nicht jedem Kind, welches das Krabbeln überspringt, sieht man irgendwelche Schäden an. Die sind auch schlecht festzustellen, weil ja keiner weiß, wie sich das Kind entwickelt hätte, wenn es eben einen anderen Weg gegangen wäre. Es gibt außerdem Kinder, die das Krabbeln und damit die Überkreuzbewegung nachholen, zwar dann nicht so ausgeprägt, aber immerhin. Ich möchte nur anmerken, dass eben die begründete Gefahr besteht, dass es eben doch zu Folgen kommt! Ich würde das Risiko nicht eingehen wollen und stehe lieber wieder die quengelige Zeit in Bauchlage durch!

Ich will hier keinen verurteilen! Wenn jemand um diese Problematik weiß, und halt der Meinung ist, dass man das alles nicht so eng sehen sollte, dann hat sie natürlich das absolute Recht dazu! Das muss jeder für sich und sein eigenes Kind entscheiden!

Ich spreche mit diesem Beitrag die Eltern an, die eben NICHT um diese Problematik wissen!

Ich wünsche euch eine wunderschöne Babyzeit mit euren Mäusen! Es sind so wertvolle Monate an die wir uns unser ganzes Leben erinnern werden! #verliebt

Liebe Grüße
Elfchen

Beitrag von widowwadman 09.05.10 - 23:08 Uhr

Ausgemachter Bloedsinn. Natuerlich sollte man ein Kind nur sitzen lassen wenn es nicht zusammensackt sondern sich auch selbst halten kann, aber diese seltsame Obsession dass das Kind das auf jeden Fall zuerst von alleine machen muss ist nicht auf Fakten basierend, und scheint auch nur in Deutschland so verbreitet zu sein.

Kinder entwickeln sich nun mal unterschiedlich. Und wenn ein Kind ein Po-Rutscher ist anstelle zu krabbeln ist das auch nicht schlimm.

Beitrag von italyelfchen 09.05.10 - 23:14 Uhr

Hallo Widowwadman,

"Ausgemachter Bloedsinn."

Selbst wenn Du nicht meiner Meinung bist, was gibt Dir das Recht, meine als "Blödsinn" abzustempeln?

Und mal abgesehen davon, auf was stützt Du Deine Ansicht?

Ich habe 11 Semester Sportwissenschaft studiert und dort war die Entwicklung von Babys und Kindern immer und immer wieder Thema! Es gibt etliche Experten, vor allem Physiotherapeuten, die der selben Meinung sind wie ich!

Aber gut, ich wollte ja nur informieren und jeder darf mit diesen Informationen anfangen, was er möchte...

Viele Grüße
Elfchen

Beitrag von mar3950 09.05.10 - 23:19 Uhr

"Es gibt etliche Experten, vor allem Physiotherapeuten, die der selben Meinung sind wie ich! " - na auch eben etliche Experten, die einer anderen Meinung sind.

aber deine Meinung dazu kannst ja trotzdem schreiben, das ist ja nicht aus der Luft gegriffen

Beitrag von italyelfchen 09.05.10 - 23:34 Uhr

Huhu,

hast Du dazu Quellen? Handfeste? Also mehr als nur Aussagen von einzelnen Kinderäezten, die einfach finden, dass manche das zu eng sehen!
Studien, die belegen, dass vorzeitiges Hinsetzen keinerlei Folgen für die Entwicklung der Babys oder ihre Wirbelsäule haben?
Sowas habe ich nämlich noch nicht gefunden!
Ich hoffe, Du verstehst das nicht als Stichelei, ich bin wirklich ernsthaft an solchen Quellen interessiert!

Gruß
Elfchen

Beitrag von widowwadman 10.05.10 - 07:52 Uhr

Ich wuerd doch gerne mal die Studien sehen die belegen, dass vom Hinsetzen bevor das Kind das alleine macht langfristige Rueckenschaeden entstehen.

Beitrag von italyelfchen 10.05.10 - 09:39 Uhr

Guten Morgen!

Klar, gern, werde ich gleich mal raussuchen! Wie gesagt, muss ich da erst an die Skripte von den Vorlesungen ran, aber wenn Sophia Mittagschlaf macht, suche ich mal die Referenzen raus!

Beitrag von italyelfchen 10.05.10 - 13:13 Uhr

Huhu, hier mal zwei Referenzen, auf die in der Uni hingewiesen wurden und von denen ich jetzt auf die schnelle Online-Versionen gefunden habe:

B. Zukunft Huber: Die ungestörte Entwicklung ihres Babys. Wie Sie die natürliche Bewegung unterstützen und Fehlhaltungen vermeiden. Ludwigsburg: Trias, 2002.

http://books.google.de/books?id=VBt98Nahp5AC&pg=PA9&lpg=PA9&dq=B.+Zukunft+Huber:+Die+ungestörte+Entwicklung+ihres+Babys.&source=bl&ots=2jAzLte9T3&sig=np4veRcqpDbh3JVFPlhfhHXA8rg&hl=de&ei=NefnS5CPCsqIOO6QyMIE&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=2&ved=0CBoQ6AEwAQ#v=onepage&q&f=false

Seite 61: "Mit einem halben Jahr greift das Kind auf dem Rücken ständig nach seinen Füßen und spielt dabei mit ihnen. Dabei hebt es seinen Po auch von der Unterlage, wobei es seine Lendenwirkbelsäule dehnt. Seine Bauchmuskeln werden dabei immer kräftiger."

und

"Tip für die Eltern:
Setzen sie ihr Kind nicht frei hin. Jedes Hinsetzen nimmt dem Kind sein Bauchmuskeltraining und staucht unnötig die Wirbelsäule, vor allem den Lendenwirbelsäulenbereich, der im Liegen optimal gedehnt wird."

Seite 63: "Beim Auge-Hand-Mund-Fuß-Zusammenspiel findet eine Körpergewichtsverlagerung statt. Das Kind verlagert sein Gewicht zum Kopf. Dabei dehnt sich aktiv vor allem seine Lendenwirbelsäule. Wenn Sie jetzt Ihr Kind frei hinsetzen, so wird die Lendenwirbelsäule des Kindes vor allem im unteren Bereich der Wirbelsäule gestaucht. Fehlhaltungen der Wirbelsäule könnten die Folge sein. Auf dem Rücken liegend trainiert es von ganz alleine seine Muskeln für das spätere Sitzen. "

und

"Tip für Eltern:
Setzen Sie Ihr Kind nicht frei hin. Die Lendenwirbelsäule könnte unnötig gestaucht werden."

Seite 200: "Das Kind hat den sog. Langsitz über das Krabbeln selbst entdeckt. Jetzt darf es hingesetzt werden.
Früher wurde angenommen, daß ein Kind zwischen dem 6. und 7. Monat sitzen könne und viel hingesetzt werden soll. Dabei kann es sich zwar für ein paar Sekunden hingesetzt halten, aber es kommt noch nicht alleine zum Sitzen.
Warnhinweis: Zu frühes Hinsetzen nützt nichts, es fördert sogar Haltungsfehler der Wirbelsäule."


P. Zinke-Wolter: Spüren - Bewegen - Lernen. Handbuch der mehrdimensionalen Förderung bei kindlichen Entwicklungsstörungen. Dortmund: Borgmann, 5. Aufl. 2001.

"Mit 10-12 Monaten richtet sich das Kind zum Sitz auf. Es tut das auf verschiedene Art und Weise. Entweder es rollt sich in die Bauchlage und kommt über den Vierfüßlerstand und Seitsitz in den freien Sitz. Oder es rollt sich zur Seite und bewegt sich über einen Ellbogen zum Handstütz hoch. Der Kopf zieht den Rumpf mit in die Senkrechte, und das Kind kommt mit gebeugten Beinen in den Sitz.
Durch die Sitzposition erlebt das Kind erstmalig die propriozceptive Wahrnehmung, die vom Kopf über die Wirbelsäule zu den beiden Sitzbeinknochen geht. Durch diesen Druck lernt es, seine Wirbelsäule und seinen Rücken aufzurichten. Bei der Betrachtung des Entwicklungsablaufs wird klar, daß wir eine Haltungsschwäche und eine fehlerhafte Sitzhaltung provozieren, wenn wir ein Kind hinsetzen, bevor der Rumpf so gut ausgebildet ist, dasß es sich selbst aufrichten kann. Heute haben viele Menschen Rückenschmerzen, weil sie viel zu früh, mit sechs Monaten, in Kissengestützt, gesetzt wunrden.
Mancher Erwachsene muß deshalb später in vielen Therapiestunden lernen sein Skelett wieder zu benutzen, auf den Sietzbein knochen zu sitzen, auf den Füßen zu stehen und sein Gewicht an den Boden abzugeben, anstatt verkrampft und mit viel Muskelkraft an seiner Haltung festzuhalten." (S. 83)

. Polinski: PEKiP: Spiel und Bewegung mit Babys. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2001.

Ab Seite 147:
"Über das Sitzen:
Häufig wird gesagt, dass Kinder das Sitzen vor dem Krabbeln lernen. Wenn sich das Kind an den angebotenen Händen hochzieht, denken viele Eltern dass es sich jetzt hinsetzen will. Dieses Heranziehen ist eine normale Armraktion im fünften bis sechsten Monat, mit der das Baby alles, was es erreichen kann, zu sich zieht, z.B. auch seine Füße. Bevor das Kind sitzen kann, kernt es die Bewegungen, die notwndig sind, um in die Sitzhaltung zu gelangen und sie wieder zu verlassen.
Ein vorzeitiges Hinsetzen behindert die normale Entwicklung.
Zu diesem Zeitpunkt nämlich sind weder seine Rücken- noch seine Bauchmuskeln ausreichend entwickelt. Auch hat das Baby noch nicht gelernt, sich beim Sitzen auf einer Hand abzustützen. Infolgedessen kippt es zur Seite oder nach hinten, oder es beugt den Körper immer weiter nach vorn. Es ist mühevoll für das Baby, sich aufrecht zu halten. Um sich vor Umfallen und Wehtun zu schützen, bleibt es steif sitzen. Manche Eltern stützen das Kind durch Kissen. Damit verhindern sie zwar das Fallen, aber nicht die möglichen Schäden der Wirbelsäule. Alle Bewegungen, die das liegende Baby übt, wie Rollen, Robben, Wälzen, Recken, Strecken, mit den Füßen spielen usw. , sind dem sitzenden Kind nicht möglich."

Grüßle
Elfchen

Beitrag von italyelfchen 10.05.10 - 13:14 Uhr

Sorry, hatte erst auf meinen eigenen Beitrag geantwortet! Ich kopiere:

Huhu, hier mal zwei Referenzen, auf die in der Uni hingewiesen wurden und von denen ich jetzt auf die schnelle Online-Versionen gefunden habe:

B. Zukunft Huber: Die ungestörte Entwicklung ihres Babys. Wie Sie die natürliche Bewegung unterstützen und Fehlhaltungen vermeiden. Ludwigsburg: Trias, 2002.

http://books.google.de/books?id=VBt98Nahp5AC&pg=PA...+ungestörte+Entwicklung+ihres+Babys.&source=bl&ots=2jAzLte9T3&sig=np4veRcqpDbh3JVFPlhfhHXA8rg&hl=de&ei=NefnS5CPCsqIOO6QyMIE&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=2&ved=0CBoQ6AEwAQ#v=onepage&q&f=false

Seite 61: "Mit einem halben Jahr greift das Kind auf dem Rücken ständig nach seinen Füßen und spielt dabei mit ihnen. Dabei hebt es seinen Po auch von der Unterlage, wobei es seine Lendenwirkbelsäule dehnt. Seine Bauchmuskeln werden dabei immer kräftiger."

und

"Tip für die Eltern:
Setzen sie ihr Kind nicht frei hin. Jedes Hinsetzen nimmt dem Kind sein Bauchmuskeltraining und staucht unnötig die Wirbelsäule, vor allem den Lendenwirbelsäulenbereich, der im Liegen optimal gedehnt wird."

Seite 63: "Beim Auge-Hand-Mund-Fuß-Zusammenspiel findet eine Körpergewichtsverlagerung statt. Das Kind verlagert sein Gewicht zum Kopf. Dabei dehnt sich aktiv vor allem seine Lendenwirbelsäule. Wenn Sie jetzt Ihr Kind frei hinsetzen, so wird die Lendenwirbelsäule des Kindes vor allem im unteren Bereich der Wirbelsäule gestaucht. Fehlhaltungen der Wirbelsäule könnten die Folge sein. Auf dem Rücken liegend trainiert es von ganz alleine seine Muskeln für das spätere Sitzen. "

und

"Tip für Eltern:
Setzen Sie Ihr Kind nicht frei hin. Die Lendenwirbelsäule könnte unnötig gestaucht werden."

Seite 200: "Das Kind hat den sog. Langsitz über das Krabbeln selbst entdeckt. Jetzt darf es hingesetzt werden.
Früher wurde angenommen, daß ein Kind zwischen dem 6. und 7. Monat sitzen könne und viel hingesetzt werden soll. Dabei kann es sich zwar für ein paar Sekunden hingesetzt halten, aber es kommt noch nicht alleine zum Sitzen.
Warnhinweis: Zu frühes Hinsetzen nützt nichts, es fördert sogar Haltungsfehler der Wirbelsäule."


P. Zinke-Wolter: Spüren - Bewegen - Lernen. Handbuch der mehrdimensionalen Förderung bei kindlichen Entwicklungsstörungen. Dortmund: Borgmann, 5. Aufl. 2001.

"Mit 10-12 Monaten richtet sich das Kind zum Sitz auf. Es tut das auf verschiedene Art und Weise. Entweder es rollt sich in die Bauchlage und kommt über den Vierfüßlerstand und Seitsitz in den freien Sitz. Oder es rollt sich zur Seite und bewegt sich über einen Ellbogen zum Handstütz hoch. Der Kopf zieht den Rumpf mit in die Senkrechte, und das Kind kommt mit gebeugten Beinen in den Sitz.
Durch die Sitzposition erlebt das Kind erstmalig die propriozceptive Wahrnehmung, die vom Kopf über die Wirbelsäule zu den beiden Sitzbeinknochen geht. Durch diesen Druck lernt es, seine Wirbelsäule und seinen Rücken aufzurichten. Bei der Betrachtung des Entwicklungsablaufs wird klar, daß wir eine Haltungsschwäche und eine fehlerhafte Sitzhaltung provozieren, wenn wir ein Kind hinsetzen, bevor der Rumpf so gut ausgebildet ist, dasß es sich selbst aufrichten kann. Heute haben viele Menschen Rückenschmerzen, weil sie viel zu früh, mit sechs Monaten, in Kissengestützt, gesetzt wunrden.
Mancher Erwachsene muß deshalb später in vielen Therapiestunden lernen sein Skelett wieder zu benutzen, auf den Sietzbein knochen zu sitzen, auf den Füßen zu stehen und sein Gewicht an den Boden abzugeben, anstatt verkrampft und mit viel Muskelkraft an seiner Haltung festzuhalten." (S. 83)

. Polinski: PEKiP: Spiel und Bewegung mit Babys. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2001.

Ab Seite 147:
"Über das Sitzen:
Häufig wird gesagt, dass Kinder das Sitzen vor dem Krabbeln lernen. Wenn sich das Kind an den angebotenen Händen hochzieht, denken viele Eltern dass es sich jetzt hinsetzen will. Dieses Heranziehen ist eine normale Armraktion im fünften bis sechsten Monat, mit der das Baby alles, was es erreichen kann, zu sich zieht, z.B. auch seine Füße. Bevor das Kind sitzen kann, kernt es die Bewegungen, die notwndig sind, um in die Sitzhaltung zu gelangen und sie wieder zu verlassen.
Ein vorzeitiges Hinsetzen behindert die normale Entwicklung.
Zu diesem Zeitpunkt nämlich sind weder seine Rücken- noch seine Bauchmuskeln ausreichend entwickelt. Auch hat das Baby noch nicht gelernt, sich beim Sitzen auf einer Hand abzustützen. Infolgedessen kippt es zur Seite oder nach hinten, oder es beugt den Körper immer weiter nach vorn. Es ist mühevoll für das Baby, sich aufrecht zu halten. Um sich vor Umfallen und Wehtun zu schützen, bleibt es steif sitzen. Manche Eltern stützen das Kind durch Kissen. Damit verhindern sie zwar das Fallen, aber nicht die möglichen Schäden der Wirbelsäule. Alle Bewegungen, die das liegende Baby übt, wie Rollen, Robben, Wälzen, Recken, Strecken, mit den Füßen spielen usw. , sind dem sitzenden Kind nicht möglich."

Grüßle
Elfchen

Beitrag von brille09 10.05.10 - 13:49 Uhr

11 Semester? Sportwissenschaft? Und da bist du jetzt stolz drauf? In der Zeit bekommen andere ein Medizinstudium hin. Sorry, das ist jetzt vielleicht ein bisschen böse, aber ich kanns mir grad nicht verkneifen, besonders wenn sichs wer "so raushängen" lässt, dass er studiert hat.

Beitrag von italyelfchen 10.05.10 - 14:29 Uhr

Hallo,

also erstens, habe ich auf das Studium nur hingewiesen, als mein Fachwissen und mein Erfahrungen in Frage gestellt wurden, genau wie andere auf ihre Ausbildung als Kinderkrankenschwester oder Physiotherapeutin hinweisen! Darf man ein Studium da irgendwie weniger erwähnen als eine Fachausbildung? Für mich ist beides gleichermaßen gerechtfertigt, der eine Bildungsweg ist mehr praktisch, der andere theoretischer ausgelegt! Warum ist ein Studium zu erwähnen Angeberei, eine Ausbildung aber nicht?

Zweitens frage ich mich, ob Sportwissenschaft irgendwie ein "minderwertiges" oder besonders einfacher Studium ist, in Deinen Augen? Es beinhaltet die verschiedensten Gebiete von der Pädagogik (bei mir Schwerpunkt), Psychologie, Physiologie, Medizin, Didaktik usw und natürlich die sportliche Praxis.

Und damit ich Dir für das "raushängen lassen" auch eine wirkliche Grundlage gebe: Ich habe nicht "nur" Sportwissenschaft studiert, sondern auch Mathematik, beides mit Bestnote abgeschlossen mit anschließendem Stipendium vom Land für das Promotionsstudium und werde im September meine Dr.-Arbeit (Dr. rer. nat) in theoretischer Informatik abgeben! :-p

So JETZT habe ich Dir wirklich einen Grund gegeben, Dich über meine arrogante Art auszulassen! Ist sonst absolut nicht meine Art, ich habe es in 5 Jahren Urbia und bei 3417 Beiträgen noch nie erwähnt um mich irgendwie in den Vordergrund zu stellen, aber bei solchen Vorwürfen werde ich doch leicht säuerlich... Konnte ich mir jetzt auch nicht verkneifen!

Gruß
Elfchen

Beitrag von canadia.und.baby. 10.05.10 - 14:42 Uhr

Respekt , soviel energie weisen die wenigsten auf!!!

Beitrag von kadiya 10.05.10 - 21:02 Uhr

Sauber ;-)

Beitrag von jessi273 10.05.10 - 20:25 Uhr

komplett??? das ist ja lächerlich...

Beitrag von jessi273 09.05.10 - 23:21 Uhr

das stimmt so nicht. es gibt studien, die belegen, dass kinder, die nie gekrabbelt sind öfter an legasthenie und dyskalkulie leiden. bzw. legastheniker im babyalter nie gekrabbelt sind.
was deine nicht vorhandenen fakten angeht, es gibt zich bücher die dieses thema sogar erörtern#aha

B. Zukunft Huber: Die ungestörte Entwicklung ihres Babys. Wie Sie die natürliche Bewegung unterstützen und Fehlhaltungen vermeiden. Ludwigsburg: Trias, 2002.

L. Polinski: PEKiP: Spiel und Bewegung mit Babys. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2001.

usw., usw.#cool

Beitrag von italyelfchen 09.05.10 - 23:30 Uhr

Huhu,

danke! Das nächste Mal sollte ich wohl auch direkt mit Quellenangaben arbeiten! Ich krame morgen mal die alten Skripte raus, da sind sicher einiger Studien drin zitiert...

Liebe Grüße
Elfchen

Beitrag von blockhusebaby09 10.05.10 - 06:46 Uhr

Hallo

Oh wei da spricht aber viel Naivität aus dir #schock
Gerdade solche Mütter wie Du sind ein Beweis das es gar nicht genug solcher wertvollen Beitäge gibt.

LG


Beitrag von italyelfchen 10.05.10 - 09:40 Uhr

Danke für die Unterstützung!

Beitrag von littleangel20 09.05.10 - 23:09 Uhr

Hmmmm....

Ich sag jetzt nur dazu....JEDE Mutter muss selber Wissen was für ihr Kind gut ist.....

Solche Beiträge finde ich persönlich zum kotzen....

Aber ist ja nur meine Meinung....

Beitrag von jessi273 09.05.10 - 23:14 Uhr

sehr clever#gruebel

sie sagt doch, dass sie nur die ansprechen möchte, die garnicht wissen, dass es problematisch ist#kratz


*

Beitrag von italyelfchen 09.05.10 - 23:16 Uhr

Danke! Aber ich habe schon befürchtet, dass auch solche Antworten kommen! Ich komme damit schon klar ;-)

Mehr als darauf hinweisen, dass ich NICHT verurteilen, sondern nur INFORMIEREN will, kann ich nicht...

Beitrag von littleangel20 09.05.10 - 23:17 Uhr

Ja kann ja schon sein... ich vertrete allerdings die Meinung, dass eine gute Mutter schon selber weiß was ihrem Kind gut tut und was nicht...
Und solche "schlauen" Kommentare.... von einer Mutter die ALLLES weiß, müssen nicht sein...

Lg

Beitrag von jessi273 09.05.10 - 23:24 Uhr

es gibt einige bücher zu diesem thema. das ist ja nicht aus der luft gegriffen.

und warum müssen diese kommentare nicht sein?

und muttis wissen eben NICHT immer, was ihren kindenr gut tut;-)

*lg*

Beitrag von italyelfchen 09.05.10 - 23:27 Uhr

Wo haben ich geschrieben, dass ich ALLES weiß?? Ich habe genau in diesem Bereich aufgrund meiner Ausbildung ein gewisses Fachwissen und genau das habe ich hier beschrieben! Ich weiß ganz sicher nicht ALLES, aber DAS weiß ich...

Beitrag von blockhusebaby09 10.05.10 - 06:41 Uhr

Aha und woher???war bei deinen Kind eine Gebrauchsanleitung dabei#kratz
Ich hab gerade mein 4.Kind bekommen und hab eine Ausbildung als Kinderkrankenschwester bin aber trotzdem immer wieder dankbar wenn ich was lerne und erfahre was für die Entwicklung meines Kindes gut sein kann.
Man lernt nie aus das gilt auch für Mütter.

Lg