soll ich oder nicht?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von babybaer4 09.05.10 - 23:21 Uhr

Hallo,

meine Freundin und ich waren 17j die besten Freunde,aber nachdem sie sich von ihrem Lebensgefährten getrennt hat(war dringend nötig)musste ich unsere Freundschaft kündigen.
Sie lernte ein Frau kennen und lieben ,was mich anfangs auch sehr gefreut hat .
Diese Frau hat massive Probleme(Borderliner,Alkoholsucht und wohl auch Bullimie.Meine Freundin veränderte sich stark,konnte nachts nicht mehr ohne Schlaftabletten schlafen und diese haben sie auch über den Tag "ruhiggestellt".Sie hat ihre Kinder(14 und 15) oft übers Wochenende komplett alleine gelassen und ja auch unsere Freundschaft arg vernachlässigt.Sie konnte auch wegen ihrer Nerven nicht mehr arbeiten gehen.
Ebenso verdrängte sie oder suchte viele Ausreden für das Fehlverhalten ihrer Lebensgefährtin(sie geht öfters fremd und diverse andere Sachen)Früher hätte sie ihrem Partner die Augen ausgekratzt ,wenn er nur jemand angerschaut hätte. Kurz gesagt sie wurde mir völlig fremd.Anfangs versuchte ich mit ihr zu reden,aber alles half nichts.Ich merkte das ich völlig überfordert,hilflos,wütend...wurde ,es mir immer schlechter ging,nur grübelte und musste einen Schlußstrich ziehen und brach den Kontakt ab.
Anfangs fragte ich mich ,warum ich mit einem solchen Hass auf alles reagierte was ich von ihr über Dritte hörte.Inzwischen weiß ich das ich alles was sie angeht nicht an mich rankommen lassen wollte,damit ich nicht mit ihr leide und es mir dadurch wieder schlecht geht.
Aber seid dem ich dieses Erkannt habe kommt das schlechte Gewissen das ich ihr nicht helfe!!!
Sie war jetzt für ein paar Tage freiwillig in einer Klinik(wäre sonst Zwangseingelierfert wurden)wegen ihrer Nerven.Diese hat sie aber verlassen da die Lebensgefährtin mit Selbstmord gedroht hat.
Nun überlege ich ständig, ob ich nochmals Versuche mit ihr zu reden und ihr zu helfen.Weiß aber nicht ,ob ich das durchstehe#zitter
Was würdet ihr mir raten?Kann ich ihr überhaupt helfen oder muss sie die Erkenntniss das die Lebesgefährtin ihr nicht gut tut selber finden?

Lg Sabine

Beitrag von katha-rine 10.05.10 - 06:44 Uhr

Das ist natürlich keine schöne Sache, wenn man ein einen nahstehenden Menschen so am Abgrund taumeln sieht und man sich selber fühlt, dass man hinter einer Glaswand steht und einem praktisch die Hände gebunden sind.

So ging es uns mit einer Bekannten in der Familie auch. Sie stand unter Druck ihres Mannes und wurde von ihm geschlagen. Wenn sie sich trennen wollte, hat er ebenfalls mit Selbstmord gedroht. Allerdings hatte keiner was in der Hand, dass man ihn hätte anzeigen können und so bliebt nichts anderes übrig, um zu warten, dass sie selber Initiative ergreift..
Sie hat den Absprung letztendlich aus eigener Karft geschafft.

Ich denke, es kommt auch immer auf den Willen und die Einsicht der betreffenden Person an.

Du hast geschrieben, dass deine Freundin sich nach langer Zeit von ihrem Partner getrennt hat und es auch bitter nötig war.. Hat sie denn auch so gelitten wie jetzt? Verfällt sie immer den gleichen Muster Mensch, den sie "liebt"?

Sicherlich könntest du mit ihr nochmal reden, aber du würdest die Situation wieder so nah an dich ran lassen.

An deiner Stelle würde ich mich kundig machen, inwiefern sie bereit ist, aus diesem Teufelskreis auszubrechen, den ersten Schritt mit der Klinik hat sie ja schon gemacht... Dann kannst du ihr vielleicht helfen.
Ansonsten muss sie leider erst zu dieser Erkenntnis gelangen, sonst hilft auch gutes und langes Eingerede nichts...

Alles Gute..

Beitrag von babybaer4 10.05.10 - 11:00 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.
Zu deiner Frage,ja meine Freundin hatte schon immer den Hang dazu viel ertragen zu müssen egal ob sie glücklich war oder nicht.
Ich glaube sie ist verdammt gut im verdrängen .
Sie sagt sie ist glücklich mit ihrer Lebensgefährtin und sie glaubt auch wirklich daran.
Aber wenn sie die Frau noch ist ,die ich 17j gekannt habe,dann stimmt es nicht!!!
Sie zerbricht an ihr,diesmal aber richtig.
Mir wirft sie vor eifersüchtig zu sein,was anfangs auch stimmte.Jeden Rat den ihr ihr gab wurde abgeschmettert und ich konnte nur zusehen wie sie in ihr Verderbniss rannte.
Ich habe Dinge vorrausgesagt die mit ihr passieren werden,weil ich sie so gut kenne die auch passierten.
Das sie in die Klinik gegangen ist fand ich auch sehr gut,aber mit ihrer Lebensgefährtin hat sie keinerlei Chanchen dieses auch durchzuziehen.
Meine Freundin hat nur noch ihre Lebensgefährtin.Keinen anderen mehr der ihr sagen könnte was falsch läuft.Aber ob ich die Richtige bin,die diesen Job übernehmen sollte weiß ich nicht.

Lg Sabine