Tochter 3 ..... ignoriert uns total....

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von babsi1785 09.05.10 - 23:29 Uhr

Ich habe 3 Kinder alles Mädchen

Meine älteste ist 6, dann haben wir eine 3,5 Jährige und ein 2 Monat altes Baby.

Das "Problem" mit der mittleren fing schon ca. vor einem Jahr an. Wenn wir ihr was gesagt haben z.B. "raum das weg" .... oder "zieh das an" hat t sie einen immer nur dumm angeschaut wir wiederholten es mehrmals aber sie machte es nicht. Wir dachten immer sie würde uns nicht verstehen.

Jetzt wird es immer schlimmer und unsere geduld immer weniger. Egal was man ihr sagt sie sitzt einfach da und tut es nicht oder albert irgend wie doof rum. Auch wenn ich sie anspreche und sie auffordere es zu wiederholen was ich gesagt habe macht sie nicht. Wenn ich dann schon mal lauter werde und mit etwas drohe z.B. mit keine "Gute-Nacht-Geschichte" dann ruft sie zwar schon mal "Neeeeein!" sie tut danna uch so als ob sie das dann machen will was ich verlange aber sobald ich kurz abgelenkt mit von den Geschwistern beschäftigst sie sich auch mit was anderem.

Dann dachte ich mir mal ob das evt. einfach nur ein schrei nach mehr aufmerksamkeit ist. Also habe viele Tage mich besonders mal um sie geümmert nur mit ihr alleine Frühstück gemacht, sie durfte mir beim kochen helfen, mit ihr gebadet, mit ihr alleine gespielt. Aber auch da war es so sobald ich irgend etwas verlangte wurde es einfach ignoriert.

Jetzt geht es los das die große auch noch damit anfängt....

Weiß mir einfach keinen Rat mehr.

Eine Freundin meinte ich solle sie dann auch einfach ignorieren aber das finde ich bei einem 3,5 Jährigen kind nicht gut. Eigentlich bei gar keinem Alter gut. Was könnt ihr mir denn empfehlen?

Beitrag von sunflower.1976 09.05.10 - 23:35 Uhr

Hallo!

Hm, schwierig...
Du schreibst, dass Du schon mal das Gefühl hattest, dass Deine Tochter Dich nicht versteht. Ist dieses "Ignorieren" von Anweisungen denn immer - oder fast immer - so? Also auch bei Dingen, die sie gerne macht (Aufforderung, ihr Lieblingsspiel zu spielen o.ä.)?
Wie ist denn ihren sonstige Entwicklung und wie wie verhält sie sich, wenn sie im KiGa oder bei anderen Bezugspersonen zu etwas aufgefordert wird?

LG Silvia

Beitrag von babsi1785 10.05.10 - 09:57 Uhr

Ja wir dachten auch erst das sie evt. gar nicht gut hört. Aber als ich dann mal viiiiele Meter weit wegstand und ganz leise gesagt haben "Conni willst du ein eis?" Ohhh da hättet ihr sie mal sehen müssen wie schnell sie da aufgesprungen und Ja gerufen hat.

Es ist egal wer ihr was sagt, ob Eltern, Großeltern sogar im Kindergarten macht sie das jetzt.

Mhhh ja ich werde mich mal wohl noch mehr dranhängen müssen und mich um sie kümmern.... ich kann nur hoffen das es bald ein Ende hat.

Beitrag von sunflower.1976 10.05.10 - 12:58 Uhr

Hallo!

Ich würde trotzdem mal mit dem KiA drüber sprechen. Es gibt Kinder, die zwar gut hören können, aber (ganz vereinfacht ausgedrückt) das Gesprochene nicht 100%ig im Gehirn ankommt (Hörwahrnehmungsstörung). Ich sag nicht, dass Deine Tochter das hat. Aber bevor man es ohne weitere Untersuchungen einfach auf das Verhalten schiebt, fände ich es sinnvoll, genauer zu schauen.

Warum ich das schreibe... Mein großer Sohn (knapp 5) hatt sehr spät angefangen zu sprechen, hat als Baby/Kleinkind trotz normalem Hörvermögen kaum gebrabbelt, kaum Sachen in den Mund genommen usw. Alle - auch die Ärzte - haben gesagt, dass sich das auswächst. Ich hatte trotzdem immer das Gefühl, dass "etwas nicht stimmt". Das hat sich leider bestätigt. Mein Sohn hat eine angeborene Sprachentwicklungsverzögerung (verbale Dyspraxie) und es ist noch nicht klar, ob er zur Regelschule gehen kann. Wie gesagt - trotz normalem Hörvermögen und Intelligenz. Hätten die Ärzte mich ernst genommen, hätte schon mit zwei Jahren eine Therapie beginnen können (die Symptome sprachen nämlich eigentlich deutlich dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist) und nicht erst mit drei Jahren.

Das ist ein ganz anderes Problem als bei Deiner Tochter. Aber durch die Erfahrung bin ich ein bißchen vorsichtiger mit der Aussage, dass sich "etwas noch gibt", es nur an "zu wenig Aufmerksamkeit läge" (was uns von Bekannten auch als Ursache für die Probleme meines Sohnes unterstellt wurde :-[) usw.

LG Silvia

Beitrag von bi_di 10.05.10 - 05:44 Uhr

Hatte sie mal einen Hörtest?

Vielleicht versteht sie tatsächlich nur bruchstückweise was Du sagst. Mein Kurzer hatte ein Jahr lang ständig Paukenergüsse - er hat einen nur verstanden, wenn man direkt vor ihm stand und sehr deutlich und laut mit ihm sprach (was man in der Regel ja spätestens nach der dritten Aufforderungen macht ;)).

Grüsse
BiDi

Beitrag von 444444444444444 10.05.10 - 08:59 Uhr

Hallo
Ich war auch so ein mittleres Kind und ich sehe es auch gerade bei meiner Schwester wieder... Ich hatte immer das Gefühl ich komme zu kurz.. auch wenn es manchmal gar nicht stimmte..

Diese Spielerreien kannte ich von mir sehr gut und ich habe die sogar noch durchgezogen als ich 14 Jahre alt war.. Ich wollte einfach beachtet werden.

Was mir damals sehr gut getan hat einmal wöchentlich oder alle zwei Wochen ein wirklicher Mamatag wo ich ganz alleine mit meiner Mama war. Je nach Alter gibt es eine andere Beschäftigung. Zb ein Spiel spielen was ich auch ganz schön fand ein Eis zu essen, Ins Kino gehen, Schwimmbad.. und der Höhepunkt war wo ich mich auch noch nach 25 Jahren daran erinnere ein ganzes Wochenende wo wir zwei alleine wegefahren sind.

Es war nur wichtig ich mache es "alleine" mit meiner Mama

Beitrag von luc224 10.05.10 - 22:12 Uhr

Witzig...genau dass hab ich auch gerad gedacht als ich den Text gelesen hab.
Ich bin nämlich auch so ein mittleres Kind und im Grunde wurden wir immer gleich behandelt aber irgendwie brauchte ich immer ganz besonders meine Aufmerksamkeit weil ich eben weder "die Grosse" noch "die Kleine" war und allein dass hat mir manchmal Probleme bereitet.
Ist merkwürdig aber als Kind empfindet man das scheinbar so.
Ich hatte noch den grossen Vorteil dass ich das einzige Mädchen bin da ich zwei Brüder hab.
Aber bei jeder Kleinigkeit musst ich meinen Elztern vorwerfen dass sie mich bestimmt nicht so viel lieb haben wie die beiden anderen - was natürlich totaler Quatsch war (und dass wusste ich auch).
Vielleicht hilft dir das etwas Deine mittlere Maus zu verstehen...#liebdrueck

Beitrag von babsi1785 11.05.10 - 09:40 Uhr

Mhhh ja, ich bin ja selber ein Sandwichkind (die 4. von 5 Kindern) aber muss ehrlich sagen das ich so meine Probleme nie hatte. Dafür aber die 2. älteste von uns. (bins heute noch und die wird bald 30)

Ich denke ich werde mal die Ärzte sie mal untersuchen lassen da es noch andere Dinge gibt dir mir bei ihr aufallen und mir auch mal viel mehr GEdanken über mich selber mache.

Vielen Dank für eure Ratschläge.

Beitrag von wort75 10.05.10 - 16:16 Uhr

primär fällt mir auf, dass dich das kind nervt.
"schaut mich dumm an" / "albert irgendwie doof rum" - das sind nicht gerade positive beschreibungen für das eigene kind. da stimmt vielleicht was in der einstellung gegenüber dem mittleren kind nicht. und dagegen hilft auch kein "habe mir mal ein paar tage zeit genommen" denn sie merkt das trotzdem, dass das grundgefühl nicht positiv ihr gegenüber ist....

dass 3 jährige nicht hören, schnell abgelenkt sind und das ICH noch vor das WIR stellen ist dir sicher bewusst, du hast ja schon ein "grosses" Kind. Das finde ich normal.

Lass klären, ob das Kind organische Probleme hat (ohren) oder ob es sprachlich zurück steht - und wenn das alles nicht das problem ist - dann wirds halt eine phase sein.

zwischenzeitlich kannst du ma in einer ruhigen minute in dich gehen und dir überlegen, warum du das verhalten deines kindes so sehr negativ registrierst. ich meine: die probleme, dass ein 3jähiges nicht hört oder nciht immer helfen will, verweigert sich selber anzuziehen oder ähnliches - - das kennen wir ja alle. und es nervt uns alle so wie dich. trotzdem würde ich nicht davon ausgehen, dass jemand den blick seines kindes so negativ empfindet, dass er ihn als "dumm" oder "doof" bezeichnet.

du musst nicht zurückschiessen - ich will dir nur meinen eindruck weitergeben, der zugegebenermassen auch falsch sein kann.

Beitrag von babsi1785 10.05.10 - 16:50 Uhr

wow..... ist mir jetzt selber gar nicht aufgefallen das ich so über meine Tochter geredet habe.

Na ja, warscheinlich ist das alles ein Teufelskreis in dem wir uns mom. befinden. Durch ihre Arzt bin ich genervt duch meine genervtheit ist sie wohl einfach nur komplezierter.

Mhhh.... danke für deine Worte. Werde mir da echt mal meine Gedanken machen. Nein, soll jetzt bloß nicht heißen das ich mir Gedanken machen muss ob ich sie lieb habe - das habe ich natürlich.

Danke.

Beitrag von honeymoon101 10.05.10 - 23:51 Uhr

Du hast recht.
In fast allen Punkten unterschreibe ich Dein Posting, wort75

Threaderöffnerin: Google mal nach dem berühmten Sandwichkind.
Das könnte Dir ein wenig die Ohren bzw. Augen öffnen.

Lg,
SE
















Beitrag von kathrincat 10.05.10 - 18:36 Uhr

ehrlich, wenn ich zu meiner sagen würde , räum das weg, würde sie es auch nicht machen, sie hört auf, würdest du das bitte aufräumen oder bring es mal bitte an seinen platz.
oder ich sagen, wir müssen erst noch aufräumen, bevor wir kuscheln können auf den sofa, oder was neues spielen, oder räum bitte schon mal dieine sachen auf, ich mach schon mal essen,....

befehle und laut werden bringen da bestimmt nichts, ausser das das kind es nicht macht!

Beitrag von marienchenkaefer 10.05.10 - 19:12 Uhr

Würde das auch unbedingt ärztlich abklären lassen...
Und sonst einfach mehr Geduld und Gelassenheit, denn es hat sich ja auch viel geändert, durch das Baby.....

Beitrag von marion2 10.05.10 - 20:05 Uhr

Hallo,

sie könnte auch einen Frequenzausfall haben. Das würde erklären, warum sie geflüstertes hört, gesprochenes aber nicht.

Ab zum Ohrenarzt!

Gruß Marion

Beitrag von raena 11.05.10 - 14:30 Uhr

Also zum einen kann ich mich nur dem Thema "Sandwich-Kind" anschließen.

Zum anderen geh bitte zu einem HNO - Arzt und lass ihre Ohren überprüfen. Ich habe im Familien und Freundeskreis 3 Kinder die schlecht gehört haben und die Eltern waren ALLE überrascht, das es so ist. Bei allen waren die Probleme auch "relativ einfach" zu beheben (Mandel-OP, Polypen raus, Paukenröhrchen) etc, aber alle drei haben schlecht gehört, hörten verschiedene Frequenzbereiche gar nicht oder wie unter Wasser. Sie haben "blablablalbalalballb" verstanden und keine einzelnen Wörter. Da bei allen dreien war es auch so, dass aufgrund der Ursache die Hörfähigkeit nie konstant schlecht war. Wenn sie (ausnahmsweise) mal nix im Gehörgang hatten, hörten sie auch gut, konnte aber am nächsten Tag auch wieder schlechter sein. Da sie aber manchmal hören konnten, dachten die Eltern immer "na die wollen nur nicht hören".

Klar jedes Kind will mal nicht hören .... wenn aber organische Ursachen noch dazu kommen dann wird es bitter.

LG
Tanja