Zusammenziehen

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von scxhwarz 10.05.10 - 09:11 Uhr

Hallo,

bin mit meinem Partner nun 15 Monate zusammen. Er hat bereits 2 gescheiterte Ehen hinter sich und natürlich auch Beziehungen in denen er mit der jeweiligen Partnerin zusammengelebt hat (er ist 16 Jahre älter als ich).

Ich selbst war auch verheiratet, habe eine sechsjährige Tochter. Habe aber mit keinem ausser meinem Exmann zusammengelebt.

Nun stellt sich für mich natürlich auch langsam die Frage an das zusammen ziehen. Wir wohnen nur 7km auseinander und ich schlafe hier jedes Wochenende, mal mit meiner Tochter und auch ohne (sie ist dann bei ihrem Papa). Einmal schlafe ich auch unter der Woche hier. Für mich ist es jedesmal schwer wieder nach Hause zu fahren. Ich fühle mich hier wohl und sehe das Haus meines Partners eher als mein zu Hause an als meine Wohnung. Auch meine Tochter fühlt sich hier sehr wohl.

Nun zu meinem Problem. Mein Partner möchte nicht mit mir zusammen ziehen. Er hat Angst das unsere Beziehung in die Brüche geht wenn wir zusammen leben. Für mich allerdings gehört das irgendwann dazu.

Ich kann natürlich seine Bedenken ein Stück weit nachvollziehen aber irgendwann muß man sich seiner Angst auch stellen.

Was meint ihr dazu? Meine Freundinn meint das er mich nur ausnutzt (ich putze hin und wieder bei ihm und mache auch seine Wäsche - dafür kocht er für mich wenn ich hier bin und zahlt auch wenn wir unterwegs sind) und gar nicht direkt an mir interessiert ist. Ich persönlich sehe das nicht so. Er ist mir gegenüber sehr Aufmerksam und zärtlich. Ich kenne bereits seit einiger Zeit seine Eltern und seine Verwandtschaft. Seine Tochter ist bereits selbst Mutter eines kleinen Sohnes. Trotzdem keimt bei mir langsam das Unbehagen, was ich wenn meine Freundinn recht hat?



Danke

Beitrag von gh1954 10.05.10 - 09:18 Uhr

>>>aber irgendwann muß man sich seiner Angst auch stellen.<<<

Warum? Hier geht es um keine Phobie, die sein Leben beeinträchtigt und der er sich stellen muss. Für ihn scheint es gut zu sein, wie es jetzt ist. Warum sollte er mit Gewalt an diesem Zustand etwas ändern?

Beitrag von scxhwarz 10.05.10 - 09:22 Uhr

Danke erstmal für deine Antwort.

Hättest du nicht das Verlangen irgendwann mit deinem Partner zusammmen zu ziehen?

Wenn man jemanden liebt dann möchte man ihn doch so oft wie möglich sehen.

Beitrag von gh1954 10.05.10 - 09:26 Uhr

>>>Hättest du nicht das Verlangen irgendwann mit deinem Partner zusammmen zu ziehen?<<<

ER hat das Verlangen offensichtlich nicht, er ist bereits ein paar mal auf die Nase gefallen.

Ich selber habe nicht das Bedürfnis, mit meinem Partner zusammenzuziehen.

Beitrag von ich kann verstehen 10.05.10 - 09:38 Uhr

Hallo,

ich habe die umgekehrte Situation. Mein Partner würde gerne mit mir zusammenziehen.

Ich möchte das jedoch nicht. Das hat nichts mit einer Phobie zu tun und auch nichts damit, dass ich ihn vielleicht zu wenig liebe. Aber meine Unabhängigkeit ist mir wichtig. Ich habe eine gescheiterte Ehe hinter mir, das reicht.

Um eine gute Partnerschaft zu führen, muss man nicht ständig aufeinanderhocken. Im Gegenteil. Sehnsucht hält die Liebe frisch.

Zudem bleibe ich auch in einer Partnerschaft ein eigenständiger Mensch, habe eigene Hobbies, Interessen, denen ich ohne Partner nachgehe.

Wenn nun zwei Partner aufeinandertreffen, die so unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe haben und sich nicht einigen können, dann passen die Lebensentwürfe nicht zusammen. Einer von beiden müsste nachgeben, um die Beziehung weiterzuführen. Das kann auf Dauer nicht gutgehen.



Beitrag von binglücklich 10.05.10 - 09:29 Uhr


Also ich kann deinen Freund sehr gut verstehen, warum sollte er Bangen was nach dem zusammen zug passiert wenn das doch auch so alles klappt????

Oder willst du diejenige sein die in paar Monaten oder auch länger hier schreibt hättet Ihr mit dem Zusammenzug gewartet. Ich bin mit meinem Schatz jetzt seit 5 jahren zusammen und Wohnen erst seit 2 Jahren zusammen.... vorher klappte es doch auch so.... und mich störte es auch garnicht.... Haben zwei Kinder, 1 Gemeinsames und 1 hab ich mitgebracht...

lg luci

Beitrag von scxhwarz 10.05.10 - 09:56 Uhr

Hallo,

erstmal danke für deine Antwort.

Hattest du denn in der Zeit in der ihr nicht zusammengewohnt habt keine Angst das ihr euch trennt? Ich denke halt das man sich leichter voneinander enfernt und trennt wenn man nicht zusammen wohnt.

Für mich ist das wirklich schwer dieses Gedankengang zu verstehen nicht zusammen wohnen zu wollen.

Ich liebe ihn.

Beitrag von anyca 10.05.10 - 10:07 Uhr

Man kann sich durchaus voneinander entfernen, einsam fühlen, trennen wenn man zusammenlebt (wie die Vorgeschichte Deines Partners ja beweist).

Angst vor Trennung wäre für mich ein Grund, NICHT zusammenzuziehen - zusammenziehen sollte man, weil es gut läuft und weil man den Alltag miteinander teilen will, nicht als Rettungsversuch für eine Beziehung. Und bei Dir kommt noch das Kind dazu, dem sollte man ja auch nicht mal eben so einen Stiefpapa vorsetzen, der eigentlich lieber für sich leben würde.

Beitrag von asimbonanga 10.05.10 - 17:18 Uhr

<<<Hattest du denn in der Zeit in der ihr nicht zusammengewohnt habt keine Angst das ihr euch trennt? Ich denke halt das man sich leichter voneinander enfernt und trennt wenn man nicht zusammen wohnt. <<<

Du willst absolute Sicherheit--------frag ihn ob er überhaupt eine so enge Beziehung möchte.

Beitrag von anyca 10.05.10 - 09:58 Uhr

Naja, ihr solltet euch halt einig werden, was für eine Beziehung ihr anstrebt - eine Lebenspartnerschaft (ob nun mit oder ohne Trauschein) oder eine "nette-Freizeit-Beziehung".

Man muß ihm ja nicht unterstellen, daß er gar kein Interesse an Dir hat, aber ein Großvater mit zwei gescheiterten Ehen muß auch nicht daran interessiert sein, noch mal die Ehemann-und-Vater-Rolle zu übernehmen.

Redet mal ernsthaft über Eure Lebensplanung, nicht über "wer putzt und wer zahlt im Restaurant".

Beitrag von snoopygirl-2009 10.05.10 - 14:32 Uhr

Mein Freund und ich sind seit über 2 Jahren zusammen, wir haben eine 9 Monate alte Tochter#verliebt.

Wir haben absolut nicht vor zusammenzuziehen, das wäre der Anfang vom Ende.

Am We sind wir bei ihm oder bei mir, jeder zahlt seinen Kram und wenn wir unterwegs sind meistens er---er hat ja mehr als ich:-p. Trotzdem spricht er von "unserem" Auto, "unserem" Geld. Manche zweifeln die Ernsthaftigkeit unserer Beziehung an, in der SS hat sogar jemand gesagt er meint es nicht ernst sonst würde er ja wohl zu mir kommen--- GEMEIN!!! :-[

Noch nie habe ich es mit jemandem so ernst gemeint wie mit ihm.

Ich wünsch euch viel Glück#herzlich

Beitrag von nick71 10.05.10 - 21:18 Uhr

"Mein Partner möchte nicht mit mir zusammen ziehen. (...) Für mich allerdings gehört das irgendwann dazu."

Klassischer Fall von unterschiedlichen Bedürfnissen...passt dann halt irgendwo nicht.