Nackenfaltenmessung - ja oder nein?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von tortenliesel 10.05.10 - 12:06 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich bin in der 11. ssw und hätte am Freitag einen Termin zur Nackenfaltenmessung und Blut abnehmen.

Ich bin mir aber total unsicher.

Mein Freund und ich möchten auf keinen Fall ein behindertes Kind (und ist durchaus bewusst, dass man einen Großteil ohnehin nicht feststellen kann und auch unter der geburt was passieren kann), wenn man das hätte vermeiden können.

Das ist meine 2. Schwangerschaft, in der 1. habe ich nichts nachmessen lassen, mein FA hatte mal so bei nem Standard-Ultraschall nachgeschaut, war alles okay.

Der "Spaß" kostet 180,00 € inklusive Labor, eigentlich können wir uns das grad nicht leisten (Umzug, etc), möchten uns aber keine Vorwürfe machen müssen. Also eine Zwickmühle.

Zudem lese ich immer wieder, die Messung wäre oft fehlerhaft und nicht zuverlässig... ich weiß einfach nicht, was ich machen soll.

LG, Sandra

Beitrag von jahleena 10.05.10 - 12:09 Uhr

Wir haben es nicht gemacht, wir häten das Baby aber auf jeden Fall bekommen.

Wenn du genetisch vorbelastet bist oder dein Freund, dann macht es.. vor allem wenn ihr entschlossen seid das Kind dann nicht zu bekommen.

Wenn ihr beide aber keine auffälligen Familienhintergründe habt.. und beide unter 30 seid.. und evtl doch Bauchweh hättet es bei auffälligen Werten nicht zu bekommen, würde ich es lassen.

Die meisten Auffälligkeiten werden innerhalb der SS festgestellt und führen ggf. schon zu vorzeitigem Abbruch der SS.

Beitrag von maikiki31 10.05.10 - 12:10 Uhr

HEy,

tja WENN ihr kein behindertes (für die die man dort feststellen kann) Kind wollt und diese NFM als 1. Anhaltspunkt möchtet um dann wegen FWU etx zu entscheiden...

ja dann macht die Untersuchungen. Habe ich deswegen gemacht...

Die Untersuchung gilt als bis zu 98% sicher WENN 1. die NF gemessen wird, 2. das Nasenbein auch und in die Untersuchung mit einfliesst und 3. der Blutwert hinzukommt.

WENN etwas herauskommt was momentan negativ ist heisst es das bei weiteren Untersuchungen 80% der Babys DOCH gesund sind.

Also es kommt darauf an was ihr wollt.

LG Maike

Beitrag von muffin357 10.05.10 - 12:11 Uhr

hi,

also die Messungen sind nicht fehlerhaft, sondern es kommt eine WAHRSCHEINLICHKEIT heraus.

Also was bringt es Dir, wenn Du die Wahrscheinlichkeit 1zu300 hast oder 1zu4000, wenn du genau diese eine bist? -- und genau das sagt dir dieser Test nicht.

wenn du in der Familie keine Vorkrankheiten usw.. hast und nicht gefährdet bist, - dann überleg dir, ob du dir so einen Test geben willst ...

also ich persönlich bin der meinung, entweder man macht etwas, das wirklich gesicherte ergebnisse bringt, die wirklich messbar sind (FWuntersuchung zB) oder gar nix, -- denn in eine Kristallkugel kannst du billiger auf dem Jahrmarkt kucken ...

alles gute für eure entscheidung
tanja

Beitrag von wespse 10.05.10 - 12:12 Uhr

Wir haben es auch nicht gemacht.

Das Risiko in deinem Alter ein Kind mit Trisomie 21 zu bekommen ist sehr gering. Und die Gefahr ein falsches Testergebnis zu bekommen ist wesentlich höher als das Risiko eines Gendefektes.

Die meisten Gendefekte, außer Trisomie 21 (Downsyndrom), sind eh nicht lebensfähig...

Beitrag von lataria 10.05.10 - 12:13 Uhr

Hey,

also ich lass die Untersuchung machen. Meine Freundin hat 2 Kinder, die erste Schwangerschaft war total unauffällig, Kind kerngesund alles gut usw. bei der 2ten (sie war 26) war es am Anfang auch so. Dann hatte sie zu viel Fruchtwasser und der kleine wurde per Not-KS geholt. Da haben sie dann festgestellt das er Down hat. Also eine sog. Freie Trisomie, die JEDEN treffen kann.
Die Nackenfaltenuntersuchung ist nur eine Hochrechnung und ein abgleich mit vorhandenen daten. Das kann dir eine Fruchtwasseruntersuchung ersparen. Aus diesem Grund mach ich das.


Meiner Meinung nach sollte das Geld die geringste Rolle spielen wenn es um die Gesundheit deines Kindes geht.

LG
Lataria

Beitrag von wespse 10.05.10 - 12:16 Uhr

Hierbei geht es ja weniger um die Gesundheit sondern um leben und tod des Babys...

Nur mal so am Rande. Will damit auch keinen Angreifen, kann es nachvollziehen, wenn sich jemand gegen ein behindertes Kind entscheidet.

Beitrag von 123456regina 10.05.10 - 12:31 Uhr

Hallo!

Ich bin gerade mit dem zweiten Schwanger und ich bin in beiden Schwangerschaften nicht zu dieser Messung gegangen.

Und zwar ist der Grund ein ganz einfacher:

Man lässt sich auch nicht ausrechnen wann man aller Wahrscheinlichkeit nach einen Unfall hat oder wann man mal stirbt!

Wäre es eine Untersuchung die zu 100 % sagt das das und das vorliegt, okay, aber es ist eine reine Wahrscheinlichkeitsrechnung!

Liebe Grüße

Regina mit Theresa (2) und Baby 18+3 SSW

Beitrag von minkabilly 10.05.10 - 12:39 Uhr

Ich glaube, hier möchte niemand ein behindertes Kind...

und wie du schon sagst...es kam auch im weiteren Verlauf der SS soviel passieren. Davon kann ich eine Geschichte erzählen:
mein 2.Sohn kam zu früh und es stellte sich noch dazu heraus, daß er Autist ist...und trotzdem würd ich ihn nie wieder hergeben wollen.

Zur Nackenfaltenmessung: ich hab sie bei keiner SS gemwcht.

Beitrag von tortenliesel 10.05.10 - 12:47 Uhr

Danke, Ihr habt mir schon sehr weitergeholfen... werde mich heute abend nochmal mit meinem Partner besprechen, denke, aber, dass wir uns auch dagegen entscheiden. Familiäres Risiko betseht bei keinem vom beiden.

LG, Sandra