Eine Woche nach Eileiterschwangerschaft

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von dotti0812 10.05.10 - 13:39 Uhr

Hallo ihr Lieben,

heute Nacht vor einer Woche wurde ich mittels einer Bauchspiegelung operiert und mir wurde mein 7. Wochen alter Dotti entfernt. Sie sass am rechten Eileiter fest...

Mir geht es richtig schlecht, körperlich etwas besser, psychisch noch keinen deut besser....

Ich verhüte seit Dezember nicht mehr, und Mitte März hatte ich das letzte mal meine Periode. Am 21. April dann positiv getestet und total happy...
Danach hat schon die Zeit des Grauens begonnen...
Bin gleich zum Frauenarzt, und da man in der 6. Woche immer noch nichts gesehen hat in der Gebärmutter, hat mein Arzt mir gleich schonend beigebracht, dass höchstwahrscheinlich etwas "nicht stimmt".
Also eine Woche jeden Tag zum Blutabnehmen, der HCG wert stieg, aber nicht entsprechend der 6. SSW sondern der 4.
Mein Gyn meinte, es könne sein, dass mein Eisprung sich verschoben hat und ich in der 4. Woche bin, man aber beim HCG von 2000 spätestens etwas in der Gebärmutter sehen müsste. Wieder gehofft und gebangt, nur leider hatte ich letzten Sonntag auf einmal Bauchschmerzen und Blutungen (Schmierblutung) und mein Freund packte mich und wir fuhren isn Krankenhaus. Untersuchung, Ultraschall, und auf einmal sah man etwas, nur leider an der falschen Stelle, rechter Eilleiter, Blut bereits im Bauchraum und innerhalb weniger Minuten lag ich schon im Op....
Gottseidank konnte alles erhalten werden...

Ich war danach 3 Tage im Krankenhaus, hatte furchtbare Schmerzen da ich auch noch eine Harnwegsinfektion bekam...
Bin jetzt seit 4 Tagen zu Hause, es geht mir wie gesagt gar nicht gut.
Dauernd muss ich weinen und fühl mich zu nichts in der Lage.
Ich bin wütend auf mich selbst, auf meinen Körper, dass er nicht fähig ist, das kleine an die richtige Stelle zu setzen. Ich habe Angst, Angst vor der Zukunft, Angst nicht mehr klar zu kommen...

Wie geht es euch mittlerweile?
Besser?

Das schlimmste ist, das einen niemand wirklich versteht...
Sie verstehen nicht, dass das furchtbarste an der Sache nicht die OP ist sondern einfach das man sein BABY verloren hat... Sprüche wie " es sollte eben nicht so sein" oder " es war ja noch kein richtiges Baby " bringen mich an die Decke! Ich kann es nicht mehr hören!!!!!!
Niemand versteht, dass man ab dem positiven Test sofort eine unbändige Liebe zu dem Kleinen in sich hat!!!
Alle kümmern sich rührend um mich, aber niemand kann wirklich nachvollziehen was in mir vorgeht... Ich versuche stark zu sein, aber innerlich bin total zerrissen...

Wie lange habt ihr gewartet bis ihr wieder Sex hattet??? Wie lange habt ihr gewartet bis ihr es wieder probiert habt mit dem "Kindermachen"???

Habe erst morgen einen Termin beim Gyn zum Fäden ziehen und zur Nachuntersuchung...

Habe auch riesige Angst vor der Zukunft, klappt es, wird alles gut???

Ich hoffe ich treffe hier auf Gleichgesinnte mit denen ich mich austauschen kann...

Vielen Dank fürs "zuhören"

LG

Dotti

Beitrag von loddlluis2007 10.05.10 - 14:34 Uhr

Hallo!

Erst mal ganz fest #liebdrueck

Der Text könnte von mir sein! Bei mir ist es am Sonntag 3 Wochen her.
Körperlich geht es mir einigermaßen besser. Schmerzen hab ich noch, nimmer so schlimm wie die ersten Tage.

Ich fand es ganz schlimm das alles so schnell ging. Innerhalb von 20 Minuten nach Diagnose war ich im OP. Nachts um 1 Uhr.
Ich konnt mich auf nichts vorbereiten, mich nicht an den Gedanken gewöhnen das mein Baby gleich nicht mehr lebt.

Sex haben wir noch keinen und ob ICH es nochmal wage mit einer Schwangerschaft? Keine Ahnung....... Mein Mann ist da zuversichtlicher, aber er hat ja nicht die Schmerzen und alles drumherum.

Ich bin dem Club Eileiterschwangerschaft beigetreten. Viele Fragen haben sich beim Stöbern im Clubforum beantwortet. Kann ich dir nur empfehlen!

Ich wünsch dir alles gute und das du den Mut aufbringst es noch mal zu versuchen!

LG loddl

Beitrag von dotti0812 10.05.10 - 15:05 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort!!!
Es hilft einem sehr, wenn man nicht nur eine von 100 Schwangeren ist, der das passiert sondern Menschen findet, denen es genauso geht wie mir...
Habe jetzt heute schon einen Termin beim Gyn, ich hoffe er zieht mir die Fäden, wenn man diese scheusslichen Pflaster nicht mehr sieht, fühlt man sich bestimmt auch schon besser...
In dem Moment habe ich kaum an das Baby gedacht, ich habe es auch vor der OP das erste mal am US "gesehen", die richtige Traurigkeit kam eigentlich erst seitdem ich wieder zu Hause bin... Wahrscheinlich wegen dem ganzen Trubel im Krankenhaus...
In der wievielten Woche warst du?
Gehst du wieder arbeiten?
Ich kann dem Club leider noch nicht beitreten, habe mich heute erst hier angemeldet...

Ich drücke dich und wünsche auch dir ganz viel Kraft und Mut!!!

Beitrag von loddlluis2007 11.05.10 - 11:50 Uhr

Hi!

Nein ich gehe noch nicht wieder arbeiten. Habe auch zeitweise noch schmerzen. Mal sehen ob ich die nächste Woche gehe.

Ich war bei 7+1. Zu diesem Zeitpunkt hat man bei meinem Sohn das Herzchen gesehen....

Lass dir Zeit zum Trauern, das ist wichtig! Lass sie raus, egal wie....

Bei mir ist es zur Zeit eher Wut.
Dieses Jahr ist bis jetzt so sch....gelaufen und ich trauere nicht nur um meine Sternchen. Das macht es mir nicht einfacher.....

Beitrag von tarra 10.05.10 - 15:34 Uhr

Liebe Dotti

Es tut mir leid was du erleben musstest.

Mir ist es schon zwei Mal so ergangen.

Nach der OP sollte man 3 Zyklen abwarten, wird so empfohlen. Aber Sex kannst du schon vorher haben. Lass dich da von deinem Gefühl leiten.

Es wird besser, es wird immer wieder Zeiten geben in denen es dir nicht so gut geht....aber es wird weiter gehen.

Schön dass die Leute sich um dich kümmern, aber das mit dem Verständnis dafür, hat wohl nur jemand, dem auch so etwas zugestossen ist. Deshalb lass ich ganz #liebdrueck

Weine wenn dir danach ist, sei wütend wenn dir danach ist! Lass es einfach zu!

Ich wünsche dir von herzen alles Gute
Tarra

Beitrag von dotti0812 12.05.10 - 12:53 Uhr

Danke für eure liebe Antworten, es tut so gut zu wissen das man nicht nur eine von 100 schwangeren ist, der das passiert, dass ihr da seit und man sich austauschen kann...
es geht mir körperlich wieder ganz gut, ich habe auch gestern NICHT geweint, aber man isteinfach den ganzen Tag todtraurig und nichts macht einem mehr Freude oder Spass...
Die freundin von meinem kleinen Schwager ist ebenfalls schwanger, mittlerweile im 4. Monat, ich kann den Gedanken kaum ertragen, sie im Winter mit dem Kleinen sehen zu müssen, da mein ET nur 4 Wochen später gewesen wäre...
Ich sehe Babys im Fernsehen und muss sofort wegschalten es ist wirklich furchtbar, aber was erzähl ich euch, es geht jedem hier so... :(
Ich würde am liebsten sofort wieder loslegen, fühle mich so weit auch wieder bereit, ich denke mir wird es erst besser gehen wenn ich wieder schwanger bin und die ersten 12 Wochen rum sind...
Mein FA hat gemeint, auch wenn man innerhalb von den 3 Monaten Pause schwanger wird, und das Kleine an der richtigen Stelle sitzt, ist es quasi egal das man die Pause nciht eingehalten hat.
Wir werden 2 Monate pausieren, nud adnn einfach wie beim ersten Mal, unverkrampft (ich hoffe ich kann das dann) an die Sache rangehen, unter dem Motto wenn es klappt dann klappt es. Ich möchte nicht zum FA gehen und jeden Monat meinen ES nachsehen lassen, ich lgaube da wird man dann gänzlich verrückt...

Ich drücke euch alle ganz fest!

Beitrag von nicoletom 12.05.10 - 15:55 Uhr

Hallo Dotti..

Mir geht es genauso bei mir wurde am Montag eine Eileiterschwangerschaft festgestellt.
Bin mit verdacht auf Blinddarm ins Kh und da wurde ein Test gemacht der Positiv ausgefallen is.
Wurde Montag noch untersucht und man hat im rechten Eierstock etwas entdeckt und im Bauchraum war auch schon Blut.
Wurde den selben Abend gleich Operiert.
Habe auch den Abend noch Blutungen gekriegt.
Bin seid heute wieder zuhause.Es geht mir gut hab zwar noch etwas schmerzen aber ansonsten geht es.
Also ich kann voll verstehen wie es dir geht.
Werde die Wunde jetzt verheiln lassen und dann nochmal neu versuchen.

Drücke dir ganz fest die daumen das du alles gut überstehst.

Gruß nicoletom#liebdrueck

Beitrag von lenilou 13.05.10 - 14:56 Uhr

hallo dotti!

es stimmt nicht, dass dich keiner versteht - WIR hier verstehen dich #liebdrueck und zwar voll und ganz und auch jedes einzelne wort.

bei mir ist es 6 wochen her. ja, es wird langsam besser. körperlich brauchte ich 3 lange wochen um mich zu erholen, seelisch...? naja, ich knabbere noch sehr. aber es wird tatsächlich besser.

sex haben wir seither nur 2 mal gehabt, verhütet natürlich. als es mir danach war. mein mann ist sehr verständnisvoll. ich brauch eine schwangerschaft jetzt nicht gleich wieder. obwohl, nachdem es 12 monate lang nicht geklappt hat wär's eh ein wunder wenn es jetzt gleich wieder funktionieren würde...
meine gyn hat übrigens geraten erst wieder GV zu haben wenn es keine blutung mehr gibt. die besagten blutungen kamen bei mir auch erst nach 1 woche und hielten dann ca. 10 tage an.

wartezeit hat man uns 2-3 monate empfohlen, ich hatte aber auch keine ausschabung.

alles liebe und gute wünsche ich euch!!!
lenilou

Beitrag von dotti0812 19.05.10 - 13:07 Uhr

Ihr lieben Mäuse, danke nochmla für euer Verständnis, ich kann kaum sagen wie gut es tut... es ist bie mir jetzt 16 Tage her, körperlich habe ich mich auch wieder erholt, bin seit montag wieder arbeiten, und es lentk mich auch ab und tut mir echt gut...
zuhause denkt man zu viel nach und sucht auch zu viel im internet rum, eigentlich nicht gut für die psyche, man liest ja eine schlimmere geschichte als die nächste...
war heute nochmal beim FA, und es ist soweit alles schon verheilt, und stellt euch vor, am rechten Eierstock stizt uach schon wieder der Eisprung! ich wurde rechts operiert, des gibts doch nciht nach so kurzer zeit...!!! ich werde jetzt die nächsten 3 monate wieder die pille nehmen, und eben so verhüten, mein FA hat gemeint, dass dann im 5. Monat nach der ELS auch die Pillenhormone wieder raus sind aus meinen Körper, und dann werd ich hoffentlich wieder schnell schwanger und zwar an der richtigen stelle :-)
Das einzige was mich heute irgendwie extrem geschockt hat war, als mir mein FA erzählt hat, dass der fötus quasi obuziert wird, und dann ein abschluss bericht erstellt wird...
ich hätte die kleine lieber "beerdigt" um richtig abschied nehmen zu können, und dann hör ich sowas... furchtbar...
hab auch als ich zuhause war extrem viel im internet gelesen und leider ein furchtbares bild endeckt von einer ELS in der 8. Woche bzw dem Fötus, und der kleine hatte schon richtige ärmchen und beinchen und jetzt muss ich die ganze zeit dran denken... oh mann echt... scheiss kopfkino :(((
wie geht es euch mittlerweile?!
drücke euch!

dotti

Beitrag von jessy1286 09.02.14 - 17:59 Uhr

Hallo Ihr Lieben...
Auch ich hatte vor ca einer Woche eine Op da ich in der 3ssw Schwanger war nur leider war es auch eine Eileiterschwangerschft (Rechte Seite) Leider musste es mir auch enfernt werden...
Ich bin auch sehr trauig darüber warum mir das augerechnet passieren musste :( ich kann es immernoch nicht verstehen.....
Und das ständige gelaber der anderen ´´ sollte vllt jetzt noch nicht sein bla bla´´ oder es war doch noch nix geht mir ziemlich auf die Nerven warum kann das keiner verstehen????
Ich bin jetzt 28....

Mein Freund versteht das überhaupt nicht er reagiert total komisch auf diesen Thema er versteht nicht das ich schwanger war seine Aussage ´´es war doch noch nix´´ wie kann er sowas nur sagen???????

Mit ihm kann ich auch nicht darüber sprechen da er mir darauf keine Antwort gibt weil ihm das thema auf die Nerven geht.. -Zumindest denke ich das- oder es geht ihm am Arsch vorbei..

Jetzt habe ich auch sehr große Angst das mir sowas wieder passiert und mir mein linker eileiter enfernt werden muss und ich überhaupt keine Kinder mehr bekommen kann....