Wenn Kinder gemein sind... eingreifen? (Vorsicht, etwas lang)

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mondgurke 10.05.10 - 13:54 Uhr

Hallo zusammen,

wir hatten gestern ein Erlebnis auf dem Spielplatz, das mir nicht aus dem Kopf geht. Würde gerne ein paar Meinungen von euch hören.

Mein Mann und ich saßen auf einer Bank. Unsere Kleine (fast 3 1/2, ist sehr groß, wird manchmal vom aussehen her auf 5 geschätzt #schock) spielte in der Nähe der Schaukeln, auf denen 2 Mädchen (schätze sie auf 4 und 5 Jahre) saßen. Diese beiden haben sie dann angesprochen und gefragt ob sie auch schaukeln wolle. Sie meinte "ja" und dann fingen sie an sie zu ärgern. Erst haben sie zusammen immer wieder so einen Reim gesungen (er fällt mir jetzt einfach nicht ein, kenne ihn aber selber noch aus meiner eigenen Kindheit.. so was in der Art wie "ei, ei, ei, was seh ich da, ein verliebtes ehepaar..." nur eben war es ein anderer Spruch). Meine Kleine stand da, sah auf den Boden und wußte nicht was sie tun sollte. Dann haben die 2 ihr eine zeitlang an den Kopf geworfen, dass sie nicht schaukeln darf, dass das ihre Schaukeln seien... . Meine Kleine hat immer noch nicht reagiert. Dann stieg die kleinere der beiden ab, hielt ihr die Schaukel entgegen und meinte "Schaukel ist frei!". Meine Kleine direkt ein Grinsen im Gesicht und losgelaufen, die andere schnell wieder drauf gesetzt. Dann haben sie sie erstmal auselacht und dann fingen sie an sie zu beschimpfen, unter anderem mit "Arschloch". Die Schaukel wurde ihr auch noch 3 mal angeboten und dann doch nicht gegeben. Irgendwann (nach ca. 10 Minuten) drehte sich meine Maus dann um und lief ganz schnell zu mir, schmiss sich an mich und wollte direkt weinen.
Ich habe sie dann beruhigt und ihr gesagt, dass diese Kinder einfach gemein sind und, dass sie sich nicht ärgern lassen soll. Sie meinte sie wolle aber gerne schaukeln. Habe ihr dann gesagt, dass man dann einfach weggehen soll, wenn Kinder so fies sind, und was anderes machen. Das habe ich dann auch mit ihr zusammen gemacht.
Mein Mann wollte wärend dieser Situation an der Schaukel mehrmals aufstehen und sich einmischen, aber ich habe ihn zurück gehalten.
Ich meinte halt, dass es solche Situationen immer wieder geben wird in ihrem Leben und, dass da auch nicht immer Mama oder Papa da sind, die sich vor sie stellen.
Nun weiß ich nicht ob das wirklich richtig war.

Was hättet ihr getan, hättet ihr euch eingemischt? Und wenn ja, wie?

Ach so, bevor jetzt kommt "ich hätte die Mütter angesprochen".. das hätte ich im Normalfall auch getan.
Die Mütter saßen beide mit 3 oder 4 anderen Müttern zusammen in einer Bankecke. Sie waren mit rauchen, Kaffee trinken und quatschen beschäftigt. Und sie haben zwischenzeitlich sehr wohl gehört was ihre Kinder da von sich geben, aber es war ihnen wohl egal.
Ich habe auch keine Vorurteile (man muss ja hier alle Eventualitäten berücksichtigen ;) ). Ich rauche nämlich selber, trinke auch Kaffee und unterhalte mich auch gerne. Aber ich würde meinem Kind ein solches Verhalten niemals erlauben.
Meine Kleine ist sicher kein Engel, im Gegenteil! Aber ich bin immer irgendwo im Hintergrund und schreite ein, wenn sie anderen Kindern gegenüber unfair oder gemein wird.
Nun gibt es aber eben Eltern die das nicht tun und es ist mir im Grunde auch egal. Ich werde sicherlich auch keine Grundsatzdiskussion über Erziehung mit irgendwelchen Müttern auf dem Spielplatz vom Zaun brechen, da es eh nichts bringt als noch mehr Ärger.
Ich will nur wissen was ICH in dem Moment tun, oder eben nicht tun kann/soll.

So, wäre echt dankbar für ein paar Meinungen, denn das war sicher nicht die letzte Situation dieser Art.

LG Danie mit Nele

Beitrag von lulu2003 10.05.10 - 14:02 Uhr

Hallo Danie,

ich bin eigentlich auch der Meinung das Kinder solche Sachen selber klären sollen. Wenn es aber soweit geht dass mein Kind mit derartigen Ausdrücken beschimpft wird, würde ich sofort dazwischen gehen. Und mit 3 1/2 Jahren kann sich ein Kind ja dann doch noch nicht so durchsetzen wie ein gleichaltriges.
Neee, neeee. Es gibt schon fiese Kinder. Da blutet einem echt das Mutterherz.

Liebe Grüße
Sandra

Beitrag von mondgurke 10.05.10 - 14:13 Uhr

Hallo Sandra,

danke für die schnelle Antwort.
Ja, es stimmt schon, dass man sich mit 3 1/2 nicht gut wehren kann. Meine Kleine ist auch sprachlich noch nicht sehr gewandt.
Und mein Mutterherz hat geblutet, glaub mal!
Aber WAS hättest du denn gemacht?
Meinen Mann hätte ich nicht "auf sie losgehen lassen", der war sauer. Und ich sage mal, diese Kinder waren ja auch noch ziemlich klein und sie können ja leider auch nichts dafür, dass ihnen anscheinend niemand zeigt wie man sich zu verhalten hat.

Ich hatte ca. eine halbe Stunde später ein kleines Gespräch mit der Älteren der beiden (im beisein meiner Tochter), die dann mit einem schon älteren Mädchen (ca. 7) zusammen vor uns stand und meine Tochter mehrmals fragte wie sie heißt. Meine Kleine schaute wieder nur auf den Boden. Dann fragte die größere mich wie meine Tochter heißt und ich sagtre ihr, dass sie das schon selber sagen könne, und wenn sie das nicht wolle, das auch in Ordnung sei. Schließlich wäre das Mädchen vorhin auch gemein zu ihr gewesen und ich würde auch nicht mit Leuten reden, die gemein zu mir sind. Das Mädchen meinte nur es wäre nicht gemein gewesen. Ich habe ihr dann gesagt, dass das nicht stimmt, und habe ihr auch ein paar Dinge aufgezählt, die sie gesagt hat. Daraufhin sind sie dann abgezogen.

Beitrag von fine2000 10.05.10 - 14:39 Uhr

Nö, da hätte ich definitiv nicht ruhig sitzen bleiben können. Zumindest wenn ich dabei bin, wird mein Kind mit Sicherheit nicht derart geärgert. Ich hätte eingegriffen und mit meinem Sohn anschließend besprochen, wie er reagieren könnte, wenn ich nicht dabei bin.

Lg,
fine

Beitrag von mondgurke 10.05.10 - 15:01 Uhr

Danke für deine Antwort.

Ja, ihr habt wohl Recht. Habe mich auch alles andere als wohl gefühlt dabei, nichts zu tun.
Ich war mir in dem Moment einfach nur total unsicher was ich machen soll.
Wenn ich mal nicht dabei bin muss sie ja dann auch irgendwie ohne Hilfe da durch :(

Danke, Danie

Beitrag von fine2000 10.05.10 - 15:16 Uhr

Naja, ist ja nicht so schlimm #liebdrueck Stimmt schon, dass Deinen Maus solche Situationen irgendwann auch alleine bewältigen muss. Aber dafür musst Du ihr doch erst beibringen, wie man das macht. Beim nächsten Mal würde ich nicht so lange warten. Lass ihr die Chance, die Angelegenheit alleine zu klären. Aber wenn das nicht klappt, hilf ihr! Danach ist immer noch Zeit zu besprechen, wie sie das zukünftig allein hinbekommt.

Lg,
fine

Beitrag von mondgurke 10.05.10 - 15:35 Uhr

Ja, danke, so werde ich das in Zukunft handhaben.

Beitrag von juniorette 10.05.10 - 15:08 Uhr

Hallo,

selbst wenn mein Kind erwachsen ist, würde ich eingreifen, wenn er von mehreren gleichaltrigen oder älteren Erwachsenen "geärgert"/bedroht wird.

Und erst Recht würde ich einem 3jährigen Kind helfen, welches von anderen Kindern geärgert und bepöbelt wird, das muss nicht mal mein eigenes Kind sein.

Situation alleine lösen, klar - als 3Jährige muss sich deine Tochter natürlich schon gegen zwei ältere Kinder durchsetzen müssen #klatsch

Deine Tochter tut mir echt leid. Was hat sie heute gelernt? Dass ihre Eltern ihr nicht helfen, wenn sie in Bedrängnis ist...

J.

Beitrag von mondgurke 10.05.10 - 15:17 Uhr

Ich weiß schon warum ich hier so ungern etwas poste.

Das Problem ist nicht, dass ich nicht mit anderen Meinungen parat komme, sondern wie diese Meinungen hier manchmal zum Ausdruck gebracht werden.

Wie ich bereits schrieb war ich einfach unsicher in der Situation und auch hinterher nicht mehr wirklich überzeugt von meinem Handeln. Das war der Grund für mein posting hier.

Aber es ist schön und beruhigend für mich zu hören, dass nicht alle Mütter so fehlbar sind wie ich und in einer neuen Situation nicht sofort wissen wie sie zu reagieren haben.

Vielleicht sollte ich in Zukunft einfach auch weniger denken und mehr handeln, damit dir mein Kind nicht mehr leid tun muss (was in meinen Augen eine sehr unverschämte Aussage ist von jemandem, der genau EINE Situation aus ihrem Leben geschildert bekommen hat)

Schönen Tag noch

Beitrag von juniorette 10.05.10 - 15:24 Uhr

"Wie ich bereits schrieb war ich einfach unsicher in der Situation und auch hinterher nicht mehr wirklich überzeugt von meinem Handeln. Das war der Grund für mein posting hier. "

Das stimmt doch gar nicht.

Du hast geschrieben, dass dein Mann eingreifen wollte, und du ihn davon abgehalten hast, weil du der Meinung warst, dass deine Tochter mit 3 Jahren in der Lage sein sollte, das Problem alleine zu lösen.

Hättest du geschrieben, dass du einfach nicht wusstest, was du tun sollst, wäre meine Antwort ganz anders ausgefallen.

Beitrag von bezzi 10.05.10 - 15:11 Uhr

Ich hätte nicht "eingegriffen" und die Kinder ermahnt.
Was geht mich die Erziehung anderer Kinder an ?
Ich hätte mein Kind da allerdings auch nicht so lange stehen lassen. Beim ersten blöden Spruch oder Veräppelung wäre ich hin und hätte meinem Kind zu einem anderen Spiel(gerät) animiert.

Beitrag von mondgurke 10.05.10 - 15:44 Uhr

Danke für die Antwort.

So werde ich in Zukunft handeln :)

Beitrag von agrokate 10.05.10 - 15:27 Uhr

Liebe Danie,

ich kann Dich sehr gut verstehen, da es mir öfters ähnlich geht und ich auch nie genau weiß, wie ich mich am besten verhalte:-p!
Ich bin auch der Meinung, daß Kinder (solange sie nicht ernstlich in Gefahr geraten) auch mal alleine solche Situationen meistern müssen.
Doch finde ich in Deinem Fall der Altersabstand zu groß-Deine Maus ist erst 3 Jahre alt;-)!
Ich halte auch nichts davon, andere Kinder zu maßregeln, hätte meine Kleine wahrscheinlich aus der Situation rausgenommen und gut wäre es gewesen.
Wir werden aber fast jeden Tag mit anderen Müttern konfrontiert, die selbst bei Gleichaltrigen immer dazwischen gehen und das finde ich für die Entwicklung des Kindes auch nicht gerade optimal.

GLG,agrokate und laß Dich nicht von einigen Antworten ärgern#liebdrueck!

Beitrag von mondgurke 10.05.10 - 15:40 Uhr

Danke für deine Antwort.

Nein, ich lass mich nicht ärgern. Solange hier der Großteil der Antworten noch freundlich bleibt bin ich ja schon zufrieden ;)

Ja, nun weiß ich ja wie ich das in Zukunft handhaben kann.

Und, natürlich ist sie erst 3 Jahre alt. Aber sie sieht nunmal älter aus und wird somit wohl auch in Zukunft nicht verschont werden von den Großen.

Naja, ich denke sie hat jetzt von dem einne mal keinen bleibenden Schaden davon getragen und ich kanns wieder gut machen ;)

GLG Danie

Beitrag von agrokate 10.05.10 - 15:45 Uhr

Meine Maus (02/08) wirkt auch wesentlich älter und wird auch meist von vielen überfordert#schock!
Und einen bleibenden Schaden bekommt Deine Kleine deswegen nicht;-)!

GLG,agrokate!

Beitrag von woodgo 10.05.10 - 16:32 Uhr

Hallo,

also in so einem Fall hätte ich mir die Kinder mal zur Brust #schein
Ich bin sonst nicht so, aber ich kenne das auch, das Mütter mit den Kippen herumstehen und es Sie einen Dreck interessiert, wie sich Ihre verzogenen Gören benehmen:-[ Ich würde höflich die Kinder fragen: "Haben Euch Eure Eltern nicht beigebracht, daß man solche schlechten Wörter nicht sagt?"
Die Schaukel hätte ich mir dann auch geschnappt und so hätte Deine Tochter auch mal schaukeln können.
Also wie gesagt, in dem Fall würde ich mich einmischen;-)

LG

Beitrag von janamausi 10.05.10 - 16:43 Uhr

Hallo!

Grundsätzlich bin ich der Meingung, die Kinder sollten solche Sachen selber klären.

Das Verhalten der anderen Kinder war nicht richtig, aber ich finde das Verhalten deiner Tochter war auch nicht richtig.

Wenn andere Kinder ein Kind ärgern, sollte das Kind nicht einfach da stehen und es sich "gefallen lassen". Auch umdrehen und weg gehen finde ich nicht richtig sondern es sollte sich wehren.

Ich würde dir raten, dein Kind zu bestärken das es sich wehrt und ihr nicht einfach zu raten es soll sich umdrehen und weggehen. Genau solche Kinder die sich alles gefallen lassen, werden schnell zum Opfer.

Wäre deine Tochter mein Kind gewesen, wäre ich spätestens als die anderen Kinder sie beschimpft haben, dazu gegangen. Hätte zwar nicht die anderen Kinder geschimpft aber mein Kind den Rücken gestärkt und bestärkt dass es sich wehren soll und z.B. sagen soll "ich lass mich von euch nicht ärgern".

Zu den anderen Müttern wäre ich auf keinen Fall gegangen. Das würde sicherlich nichts bringen sondern dann würde sich der Streit von den Kindern sicherlich noch auf euch Erwachsene ausweiten.

Vielleicht haben auch die anderen Mütter gedacht, dass sollen die Kinder unter sich klären?

LG janamausi

Beitrag von landmaus 10.05.10 - 16:45 Uhr

Hallo,

ich finde es immer seltsam, wenn es heisst, Kinder müssen das unter sich aus machen. Wie sollen Kinder denn dann lernen, wie man solche Situationen richtig löst. Das ist ja allerhöchstens Glückssache.

Ich gehe in solche Situationen meistens als vermittler rein. Ich würde mir andere Kinder nie zur Brust nehmen, aber ich stehe meinen Kindern gerne zur Seite und zeige allen Beteiligten auf kindgerechter Ebene, wie man mit so einem Konflikt umgeht.

Liebe Grüße

Beitrag von janamausi 10.05.10 - 16:57 Uhr

Hallo!

Der "Spruch" Kinder müssen das unter sich aus machen kommt daher, weil Kinder am Besten durch Erfahrungen lernen. Aber der "Spruch" heißt ja nicht, dass man sein Kind nicht unterstützen kann und völlig allein da stehen lassen muss.

Das machst Du ja auch. Du vermittelst, aber schreibst den Kindern nicht vor was sie machen müssen oder was sie nicht machen dürfen. Letztendlich klären es sozusagen die Kinder unter sich (mit deiner Hilfe "im Hintergrund").

LG janamausi

Beitrag von metalmom 10.05.10 - 16:51 Uhr

Ich hätte eingegriffen.
Spätestens nachdem sie die Kleine mit der Schaukel verarscht haben wäre ich hingegangen und hätte das andere Kind da weg geholt.
Bei "Arschloch" hätte ich das Kind gepackt und es zu seiner Mutter gebracht und der dann erzählt, wie ihre Tochter sich benimmt.
Ich bin immer erstaunt, wie lange Eltern sich in Ruhe anschauen wie ihre Kinder gedemütigt und verspottet werden.
Klar gibt es auf Spielplätzen Ärgereien, aber doch nicht sowas...
LG,
Sandra

Beitrag von knutschbacke07 10.05.10 - 19:40 Uhr

Was ich gemacht hätte, Danie?
Ich wär sofort zu meinen Kind hingegangen und hätte in ruhiger (!!!) Tonlage gefragt, was los ist. Gemeinsam hätten wir dann das Problem lösen können ohne das es gleich zum Streit entfacht. Wer hat dir den erzählt, dass die Kinder es alleine lösen sollen? Diese Kinder sind zu jung um es zu verstehen.

Also, Kopf hoch #liebdrueck

LG
Melli

Beitrag von littledream 10.05.10 - 20:00 Uhr

Hm .. Du sagst die anderen Mamas haben sich nicht um ihre Kinder gekümmert .. ich finds nicht sonderlich besser, dass du alles ganz genau beobachtet und trotzdem nicht eingegriffen hast.

Deine kleine war doch ganz deutlich mit der Situation überfordert.. warum hast du sie da nicht rausgenommen?
Ich hätts mir nicht mit anschauen können, wie meine Tochter veralbert wird.

Und ich finde auch, dass Kinder nicht immer alles unter sich ausmachen können, gerade wenn sie noch kleiner sind und man dann schon mal vermittelnd eingreifen sollte.

Beitrag von die.kleine.hexe 10.05.10 - 20:46 Uhr

hallo,

ich hätte meinen mann nicht davon abgehalten dazwischen zu gehen !
deine kleine hätte sich niemals gegen die beiden "großen" durchsetzen können !

lg, hexe

Beitrag von gismomo 10.05.10 - 20:49 Uhr

Klar hätte ich eingegriffen und mit den Mädchen geredet. Ich kann es absolut nicht ab, wenn sich Kinder durch Ärgern von anderen Kinder gute Gefühle beschaffen - und um nichts anderes ging es hier.

Es ist ein Unterschied, ob ein Schulkind beispielsweise lernen muss, mit seinen Klassenkameraden klar zu kommen, auch wenn das nicht immer mit Samthandschuhen abläuft... mein Sohn (2.Klasse) wird von einem Klassenkameraden ab und an in der Pause angerempelt und brüllt diesen dann an, er solle ihn in Ruhe lassen. Da würde ich mich nicht einmischen, solange das untereinander geklärt werden kann - auch wenn MEINEM Sohn nie im Traum einfallen würde, jemand anderen anzurempeln, bloß weil er schlechte Laune hat.

Aber die beschriebene Situation? Kann ich echt nicht ab. Natürlich hätte ich eingegriffen und den Mädchen gesagt, dass sie sich fies verhalten und dass man das nicht macht, einem jüngeren Kind die Schaukel hinhalten und wieder wegziehen. Ich hätte darauf bestanden, dass sie deiner Tochter die Schaukel dann auch geben.

Wie weit kommt es eigentlich noch, dass man sich fragen muss, ob man da eingreifen "darf" oder nicht? Und dass die Mütter seelenruhig zugucken, wenn sich ihre Kinder so verhalten? Mein Sohn hätte eine strenge Rüge bekommen, hätte er sich so verhalten. Das geht gar nicht, andere bewusst zu ärgern und sich dadurch als Stärkere bestätigt zu fühlen.

Ich habe keine Probleme damit, bei so was einzugreifen; auch nicht, wenn andere Mütter dabei sind. Ich bin Lehrerin und ich sehe, wozu es führt, wenn die Gesellschaft zulässt, dass man sich auf Kosten Schwächerer profiliert bzw. - ich drück es jetzt mal einfach so aus - "gute Gefühle dadurch holt, dass man andere ärgert oder piesackt." Auch wenns altmodisch ist (oder gerade deswegen): So was macht man einfach nicht. Ich habe das von meinen Eltern noch gelernt. Meine Freiheit endet da, wo der andere anfängt. Nichts zu tun, ist falsch verstandenen Toleranz!

lg
K.

Beitrag von gismomo 10.05.10 - 20:58 Uhr

Habe mir grade erst die anderen Antworten durchgelesen - ich hoffe, du fühhlst dich nicht persönlich angegriffen, das hab ich nicht gemeint.
Ich kenne ähnliche Situationen aus der Zeit, als mein ältester Sohn noch kleiner war und ich mir auch oft unsicher war, wie ich mich richtig verhalten soll - und dann ab und an auch dazu tendiert habe, seine Bedürfnisse nicht wertzuschätzen aus falsch verstandender Rücksichtsnahme anderen gegenüber.
Ich ärger mich heute noch darüber, und habe viel zu spät "umgeschalten" - deshalb meine deutlichen Worte im ersten Beitrag!

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