HILFE: FrühchenMamas: Was wenn sie jetzt schon "geholt" werden muss?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von emilysmami 10.05.10 - 14:04 Uhr

Hallo. Wir haben momentan folgendes "Problem":
Meine Bauch-Mausi wiegt erst gut 800g und scheint sehr klein zu sein für die 28.SSW in der ich mich jetzt befinde...

Jetzt sind wir wöchentlich im Krankenhaus zur Doppler-Sono und zur Untersuchung, ob die Kleine zunimmt. CTG war bisher immer gut.

Die Plazenta und die Blutversorgung funktionieren allerdings laut den Ärzten auch ganz gut. Deshalb ist es so ungewöhnlich, dass sie nur ca 100g pro Woche zunimmt...

Jetzt haben die Ärzte gesagt, wenn sie innerhalb der nä 2Wochen keinen "Wachstumsschub" macht, müste man die "Lungenreife" machen um das Wachstum anzuregen. Hilft das auch nicht, müsste man sie vorzeitig holen. Und "außerhalb des Mutterleibs versorgen"!?

Aber sie wiegt ja noch nichtmal 1000g *ANGST* !!!

Wie schwer waren denn Eure Frühchen?
Wie geht es Ihnen heute?
Was würde da auf uns zukommen?

Wer kennt sich aus, und kann mich bissle beruhigen bzw mir erklären, wie das dann abläuft, wenn das Kind so früh auf die Welt "muss"???

Liebe Grüße Nora

Beitrag von sternchen397 10.05.10 - 15:09 Uhr

Hallo,
fühl dich erstmal ganz doll gedrückt#liebdrueck
Ich hatte eine Plazentainsuffizienz, d.h. eine Plazentaunterversorgung. Die Diagnose hatte ich schon in der 20.ssw und hatte seitdem Angst. Habe es dann doch bis zur 34. ssw geschafft, da haben sie den kleinen dann geholt. Er wog 1480g und war 40cm groß.
Geatmet hat er alleine, konnte auch trinken und hat keine Infusionen gebraucht. Hatte ledigliche eine Magensonde, damit er schneller zunimmt und beim trinken keine Kalorien verbraucht.

Nach 6 Tagen Intensiv und weiteren 3 einhalb Wochen in der Kinderklinik konnte er heim (das war gestern#huepf).
Entlassen wurde er mit einem Gewicht von 2330g und 45 cm.
Schön war die Zeit nicht (Sehnsucht!), aber wir haben es geschafft, konnte ihn jeden Tag besuchen und selbst versorgen (füttern,wickeln,kuscheln).
Die Schwestern und Ärzte wollen ja, dass die Eltern mit den Kleinen daheim gut zurechtkommen;-)

Allerdings gibt es dort auch Babys, die mit 600g oder weniger geboren werden.

Das ist etwas ''zeitaufwändiger'', da sie, je kleiner und je weiter zurück mit der Entwicklung, länger gepäppelt werden müssen. Das hängt aber auch ganz von dem Tempo des Kindes ab. Es gibt Kinder, die mit 900g geboren werden, die schon nach 2-3 Monaten (''schon'') heimkönnen.
In der Regel bekommen die Kleinen Infusionen, eine Magensonde und eventl sogar Sauerstoff. Wichtig ist auch, dass sie auf dem Monitor fit sind und keine Abfälle (Sauerstoff,Herzfrequenz) haben.

Du musst jetzt positiv denken, deiner Bauchmaus gut zureden, dass sie schön zunimmt und noch wenigstens ein paar Wochen drinbleibt. Bis zur 30. ssw wäre schonmal ein großer Schritt.
Alles darüber wäre optimal.

Stell dich ansonsten (im Falle des Falles) darauf ein, dass du deine Maus erstmal in der ITS besuchen musst. Aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen, heutzutage hat sie sehr gute Chancen, auch mit einem geringen Gewicht gut (ohne Schäden) durchzukommen. Such den Kontakt zu deiner Kleinen und sei immer für sie da.

Viel Glück!

Lg

Beitrag von gille112 10.05.10 - 16:04 Uhr

Hallo,
ich hate auch eine Plazentainsuffizienz.meine wurden bei 30+3 geholt...Lara hatte 580 g und Hannah 1240g.
heute sind sie 9 Monate, und topfit.Lara wird in 3 Wochen noch am Herz operiert, aber sonst ist sie ein echter Sonnenschein.
Die zeit war sehr hart, Hannah war 2 Monate im KH, Lara 4,5 Monate.Aber man schafft das, man wächst teilweise über sich hinaus.
ich wünsche dir, das du noch lange durchhälst!!!
Wenn du noch Fragen hast, meld dich einfach.

LG Gille

PS:In meiner VK sind Bilder von meinen Zwergen.

Beitrag von hongurai 10.05.10 - 20:11 Uhr

hallo,

in solchen fällen schwört mein frauenarzt auf viel-viel-viel ruhe!!! viel liegen, damit der körper sich auf die versorgung des babys konzentrieren kann. das hilft natürlich nur, wenn körperliche probleme nicht bestehen. du schreibst ja, dass pülazenta und blutversorgung ok sind.
hast du die chance zu VIEL Ruhe? oder kann dein frauenarzt dich für 1-2 wochen krank schreiben. ein versuch ist es wert.

toitoitoi!!!

Beitrag von fruehchenomi 10.05.10 - 21:27 Uhr

Diese Ängste kennen wir auch !
Enkelmaus Leonie wog Ende der 29.SSW 980 g und plumpste spontan auf die Welt. Lungenreife war durch und sie musste nicht beatmet werden, bekam nur CPAP.
3 Monate KrHaus-Aufenthalt waren erforderlich, bis zum berechneten ET.
Wie es ihr heute geht ? Schau auf meine VK, da sind Fotos.
Sie plappert ohne Punkt und Komma, ist zwar etwas klein und leicht -aber sooooo taff !
Gut, wenn sie so klein sind, kann das eine oder andere Problem kommen, bei Leonie waren es die Hüften - aber die Behandlung ist durch und wir schauen nach vorne.
Denk positiv, leg Dich hin und beweg Dich nicht mehr #liebdrueck
Alles Gute für Dich
LG von Moni

Beitrag von emilysmami 11.05.10 - 14:27 Uhr

Danke für Eure aufmunternden Worte.
Leider kann ich mich nicht soooo viel ausruhen, denn meine 2-Jährige hält mich ganz schön auf Trab. Zum Glück, sonst hätte ich ja noch mehr Zeit mich "verrückt" zu machen...
Liebe Grüße Nora mit Emily an der Hand und mit Bauchmausi Isabella (28.SSW) inside

Beitrag von defne74 11.05.10 - 21:16 Uhr

Hallo

also da kann ich nur sagen es ist immer schlimm wenn das kind zu früh geholt werden muss, denn jeder tag zählt , aber auch die kleinsten haben eine chance. Ich war in der 23 ssw als bei mir die Fruchtblase geplatzt ist(an meinem Geburtstag) , ich habs dann noch 5 tage ausgehalten und die Lungenreife gespritzt bekommen. Meine kleine Defne kam dann in der 24 ssw mit nur 580 gramm. Es war sehr schlimm für mich aber meine maus ist jetzt 7 monate alt und hat keine komplikationen gemacht! Das Glück für dich ist das es ein mädchen ist , denn wie ich schon 1000 mal gehört habe sind mädchen viel stärker wie jungs
Also drück ganz fest die Daumen#klee das die kleine maus noch paar wochen im Bauch bleiben darf

Grüsse von Hülya und Defne#baby

Beitrag von kiky 12.05.10 - 22:04 Uhr

hi,
ich kann deine ängste sehr gut verstehen.
ich kann dir nur sagen, dass das gewicht nicht "nur" entscheidend ist, sondern die reife des kindes...
heut zu tage haben frühchen sehr gute chancen...
ich drück dir alle daumen!!!

Beitrag von carryqueens 13.05.10 - 15:14 Uhr

Hallo,

ich hoffe bei Dir und Deiner kleinen Maus ist alles in Ordnung.

Da ich an dem HELLP-Syndrom (Schwangerschaftsvergiftung) erkrankte, musste mein kleiner Milo in der 27 SSW mit einem Geburtsgewicht von 890g ohne Lungenreife geholt werden. Er wurde 5 Wochen lang beatmet und musste am Duktus operiert werden. Nach 11 Wochen durften wir die Intensivstation mit einem Gewicht von 2370g verlassen. Er wächst und gedeiht und man sieht ihm gar nicht mehr an, dass er ein Frühchen ist. Er hat sich so gut entwickelt und das obwohl er einen so schlechten start hatte. (Morgens wegen Übelkeit in Krankenhaus und Mittags war der kleine schon da.) Alle sind so zufrieden, egal ob Augenarzt, Kinderarzt oder Physiotherapeut. Jetzt ist der Kleine 20 Wochen alt und wiegt 4700g.

Ich drücke Euch und wünsche Euch, dass ihr die Zeit, welche nicht leicht wird, gut übersteht.

Gruß Daniela