Ich weiß einfach nicht mehr weiter

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von menno..... 10.05.10 - 15:05 Uhr

Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll, es sind eigentlich keine wirklich schlimmen dinge die mich belasten und es gibt bestimmt Frauen denen es wesentlich schlechter geht aber ich fühle mich zur Zeit richtig scheiße.

Mir ist ständig zum heulen zu mute und ich fühle mich einsam und unverstanden.

Ich hb das gefühl das jeder mir einreden will das ich eine schlechte Mutter bin, eine schlechte Partnerin und ich alles falsch mache. Langsam glaube ich es wirklich denn es kommt von so vielen seiten. Seit dem denke ich schon öfters über Trennung nach.

Hier aber erstmal die Eckdaten. Bin mit meinem Mann seit 7 Jahren zusammen, seit einem Jahr verheiratet und wir haben eine 5 Monate alte Tochter auf die wir sehr lange warten mussten. Ich hatte vor 4 Jahren 2 Fehlgeburten und danach wurde ich einfach nicht wieder schwanger. Dann hat es irgendwann doch geklappt und natürlich waren bei mir sofort ängste da das wieder was nicht stimmt. Ich habe imemr versucht mich meinem Mann mitzuteilen, er hat mir aber nie geantwortet, wusste immer nicht was er sagen soll. Hat mich in solchen Momenten auch nicht einfach in den Arm genommen oder so.
Tja die Schwangerschaft war sehr kompliziert und endete so wie ich es auf keinen fall wollte, Kaiserschnitt.
Dann war unser Engel da und die Probleme und sorgen blieben. Sie war ein Schreikind, ich hatte noch ständig ängste das sie doch nicht gesund ist und dazu war die Geburt sehr traumatisch für mich, ich konnte es einfach nicht so leicht verarbeiten.
Ich habe immer wieder versucht mit meinem Mann zu reden, er konnte nie was dazu sagen. Wenn ich in der Familie versucht habe zu reden, kam nur "ist doch alles gut gegangen", "sei froh das es die möglichkeit gibt" bla bla bla.
Ich fühlte mich von allen unverstanden.
Mein Mann war die ersten 3 Monate zuhause da er arbeitslos war. Er hat mir wirklich sehr viel geholfen, so gut er eben konnte (Stillen kann er bis heute nicht :-p)
Nach ein paar Wochen gingen dann die Sprüche aus der Familie los. "Du weißt garnicht wie gut du es hast, jeder andere Mann wäre dir schon längst weggelaufen", "dein Mann braucht doch auch mal seine ruhe, immer muss er mit dem Kind spazieren gehen" usw. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, verlange ich so viel von meinem Mann?
Dann kamen von seinem Vater ständig sprüche wie "Lass das Kind mal schreien, du verwöhnst es total" ich bin da ständig gegenan gegangen, habe versucht zu erklären warum mal Kinder nicht schreien lässt. Hab meinen Mann mehrmals gebeten mit seinem Vater zu reden oder wenigstens sich auch mal dazu zu äußern. Hat er nie gemacht.
Jetzt wo mein Mann wieder arbeit hat macht er auch trotzdem noch sehr viel (das rechne ich ihm auch hoch an und sage ihm das auch) er geht jeden abend mit ihr spazieren und am Wochenende darf ich länger liegen bleiben weil die Nächte zum Teil noch katastrophal sind.
Da fangen aber die nächsten Probleme an, mein Mann spricht mit unserer Tochter um mich zu ärgern. Klingt merkwürdig ich weiß, hier mal ein Beispiel:
Wenn ich am Wochenende dann aufstehe und die beiden im Wohnzimmer sind sagt mein Mann zu unserer Tochter: Guck mal die faule Mama hat auch schon ihren Arsch aus dem Bett bewegt.
Ich weiß er meint es nicht so aber ich habe ihm mehrmals gesagt das mich das verletzt, das ich zur Zeit mit sowas nicht umgehen kann. Er macht es immer wieder.

Beitrag von meno..... 10.05.10 - 15:17 Uhr

Stop war noch garnicht fertig.

Mir fehlen auch zärtlichkeiten von ihm. Mal ein Kuss im vorbei gehen, mal ein "Ich liebe dich"
da komt nichts. Er beschwert sich nur das wir kaum noch Sex haben. Ja sorry, hab mir den Kaiserschnitt nicht ausgesucht und hätte ich mehr Schlaf würde unser intimleben bestimmt besser aussehen.

Toll war auch Muttertag. Ich hab mich schon seit Jahren auf diesen Tag gefreut weil ich mir schon so lange gewünschte hatte Mutter zu sein. Ich habe von meinem Mann keine Geschenke erwartet oder Blumen. Morgens ein Kuss und ein Kaffee ans Bett, das wäre schön gewesen aber was war? Er hat während er unsere Tochter angezogen hat zu ihr gesagt: Wir kaufen Mama keine Blumen, die sind viel zu teuer.
Das war wie ein Stich ins Herz, mir gehts nicht um das Materielle, sondern um den Sinn und die Idee die dahinter steckt. An meinem Geburtstag hat er abends gesagt das er mir Blumen mitbringen wollte aber an keiner Tankstelle vorbei gekommen ist.

Naja Muttertag endete in einem Streit, er kam viel zu spät vom spaziergang mit unserer Tochter wieder, sie hat ne komplette Mahlzeit verpasst und war dem entsprechend drauf. Ich war sauer, hab erstmal unsere Tochter versorgt und in dem Moment hält er mir ein Strauß Blumen unter die Nase. Hab nur toll gesagt und stell sie in die Vase. Was macht er? Schmeißt sie draußen in den Müll und redet kein Wort mit mir. Ich weiß nicht was er von mir erwartet hat. Hab abends nochmal versucht mit ihm zu reden, ihm zu erklären das ich sauer war weil er weiß das wir feste Zeiten haben aber er hat nur abgeblockt, ö sieht er nicht ein. Thema beendet.

Jaja lange rede kurzer sinn, ich fühle mich zur Zeit so einsam und unglücklich. Mir fehlt aufmerksamkeit, mal ein liebes Wort und etwas verständniss.

Manchmal denke ich über Trennung nach, kannmir zur Zeit nicht vorstellen für immer so weiter zu machen. Um jedes liebe Wort von ihm zu Betteln. Ständig klein bei zu geben um des liebes Frieden willen.

Mir tut meine Tochter so leid, kann mich doch nicht trennen? Sie ist doch ein Wunschkind von uns beiden.

Ich weiß nicht mehr wohin mit mir.

Es gibt noch so viele dinge die ich sagen bzw. schreiben könnte aber das sprengt den ramen.

Danke fürs lesen.

Beitrag von Schreikindmutter 10.05.10 - 15:46 Uhr

Du hast ein Schreikind, was bestimmt sehr anstrengend ist.
Du hast einen Mann, der dich sehr unterstützt.
So ganz verstehe ich deine Probleme nicht.
Dein Schwiegervater hat dumme Sprüche abgelassen, nicht schön, aber kein Weltuntergang.

Die seltsamen Sprüche, die dein Mann ablässt, würden mir auch nicht gefallen, das sollte er wirklich bleiben lassen.

Dein Verhalten gestern war übertrieben, er ist einmal zu lange spzierengegangen und du bist gleich sauer und zeigst ihm deutlich, dass er sich die Blumen an den Hut stecken soll.

Du bist momentan zu zart besaitet und machst aus jeder Mücke einen Elefanten. Warst du schonmal beim Arzt? Das hört sich nach einer depressiven Verstimmung an.

Beitrag von auf den senkel 10.05.10 - 15:53 Uhr

bestimmt hast du schon dein ganzes leben, deinem mann die ohren volllgejammert, so daß er es nicht mehr hören konnte.. und lieber geschwiegen hat, statt anschließend deine ganzen erklärungsversuchsergüsse über sich ergehen zu lassen. das würde mir echt auf die nüsse gehen.

"Wenn ich am Wochenende dann aufstehe und die beiden im Wohnzimmer sind sagt mein Mann zu unserer Tochter: Guck mal die faule Mama hat auch schon ihren Arsch aus dem Bett bewegt.
Ich weiß er meint es nicht so "

das denkst du, bzw. hoffst es, aber er meint es mit sicherheit, genau so, wie er es sagt. ist zwar nicht schön, daß er so mit dem kind redet, aber darum geht es jetzt hier nicht.

wie gesagt, ich hätte als mann schon längst das weite gesucht.
und wenn du denkst, daß du nicht ganz gesund bist, dann gehe zum arzt.

Beitrag von meno..... 10.05.10 - 16:00 Uhr

Vielen Dank du hast mir sehr geholfen. Dann ist es wohl besser wenn ich mich zum wohle meines Mannes von ihm trenne. Das Kind ist dann bei Pflegeeltern wohl auch besser aufgehoben.

Danke das du mir meine Gefühle, versagt zu haben, bestätigst.

Beitrag von frieda05 10.05.10 - 16:28 Uhr

Wenn Du zu Hause auch so reagierst, sind keine weiteren Erklärungen notwendig.

Dein Mann kümmert sich rührend um Eure Tochter und ist wohl durchaus in der Lage beurteilen zu können, ob sie wegen einer "fehlenden Mahlzeit" das Zeitliche segnen wird #augen. Wahrscheinlich hat er den Ausflug überzogen, um Dir die Blumen zu besorgen. Lohn: Ne patzige Antwort. Mein Mann hätte mir die Blumen wahrscheinlich kopfüber in den Hals gerammt (mit Recht).

Ich liebe die Mütter, die Punkt 11.00 Uhr auf die Bluse aufreißen, damit das Kind geregelte Mahlzeiten bekommt. Sehr lobenswerter Ansatz ansich, doch eine gute Mutter und Ehefrau zeichnet sich auch hin und wieder durch Flexibilität aus. Daran könntest Du arbeiten statt den Schwanz einzukneifen und jammernd Deinen Mann zu verlassen (natürlich "nur" um ihm kein Klotz mehr am Bein zu sein - ist klar #klatsch).

Wieso erwartest Du Zärtlichkeiten und liebe Worte, wenn Du Dich nicht liebenswert verhälst? Die Sache mit dem Wald und dem Hineinrufen.....

Selbstmitleid ist selten ein guter Berater. Natürlich darf man sich gerne hin und wieder leid tun, wer tut das nicht. Doch dann ist auch wieder gut.
Ein Schreikind ist nicht witzig - durchaus. Und das Intimleben am mangelnden Schlaf festzumachen ist ja wohl der Hohn. Dein Mann versucht doch schon, Dir soviel wie möglich Schlaf zukommen zu lassen. Daß er dann mal einen blöden Spruch bringt, ist vielleicht nicht nett, aber möglicherweise verständlich, da er auch ein Schreikind und wenig Schlaf hat, oder?


GzG
Irmi


Beitrag von auf den senkel 10.05.10 - 16:29 Uhr

nimm dich einfach mal etwas zurück, lasse deinen mann mal nach luft schnappen, damit er sich in ruhe mal äußern zu können.

Beitrag von gustav-g 10.05.10 - 17:20 Uhr

Interessant wäre, wie dein Mann eure Beziehung beschreibt. Hier im Forum könnte er posten.

Versucht es mit einer Paartherapie. Ihr könnt offensichtlich nicht miteinander reden.

Beitrag von *meinung* 10.05.10 - 17:27 Uhr

Hallo,

hast Du mit Deinem Mann denn schonmal intensiv über Deine Sorgen gesprochen ? Ihr seid frischgebackene Eltern und das Leben ist komplett anders... Man muss sich schon austauschen um zu wissen, was einem fehlt, gerade in einer so intensiven Zeit.
Es ist schade, dass Deine Geburt nicht so war, wie Du sie gerne wolltest. Hast Du Dich aber evtl. nicht zu sehr auf ein Idealbild versteift und bist nun enttäuscht, das es so nicht gekommen ist ? Viele junge Familien zoffen sich in den ersten Monaten mit einem Baby, sei es die Aufgabenverteilung oder einfach die Gereiztheit wegen dem Schlafmangel. Das kommt vor und sollte nicht überbewertet werden. Die Kommentare von Deinem Mann sind sicher nicht nett und ich kann gut verstehen, dass Du verletzt bist. Aber nicht nur Du sondern auch Dein Mann befinden sich in einer Phase, in der man sich erst den neuen Lebensumstaenden anpassen muss. Vielleicht sieht er einfach nicht genug Anerkennung für seine Mühen ?
Das Thema Muttertag hättest Du einfach im Voraus mit ihm besprechen sollen. Es geht ja nicht um Blumen oder Geschenke - hier hättest Du einfach ganz klar sagen sollen, dass Dir dieser Tag wichtig ist, und Du diesen Anlass zum ersten Mal nach langem Warten auch feiern willst. Männern muss man halt manchmal etwas helfen, die haben nicht unbedingt eine sensible Ader für solche Dinge.

Wenn es ihn stört, dass Du hin und wieder ausschläfst soll er das einfach ehrlich zugeben. Vielleicht ist er auch etwas überfordert und dann frustriert, wenn er euer Baby alleine versorgt. Einfach ganz ehrlich besprechen, wie man solche Situationen im Voraus besser lösen kann, dann fängt der Tag auch schon besser an. Das mit der mangelnden Aufmerksamkeit ist sicherlich auch ein Problem, das viele betrifft. Man ist halt nicht mehr nur ein Paar sondern nun eine Familie. Das Baby bestimmt den Tagesablauf und braucht die meiste Aufmerksamkeit - das ist manchmal anstrengend, aber ganz normal ! Warte mal ein paar Wochen und die Welt sieht schon ganz anders aus...

Gib nicht auf, ich bin sicher, dass ihr das schafft. Sei einfach ehrlich zu ihm und Dir selbst und glaube nicht, dass immer alles ideal und perfekt sein muss. Das ist es in den wenigsten Familien.

Lieber Gruss

Beitrag von ohmeingott** 10.05.10 - 16:37 Uhr

Also sorry,

weil das Kind ein "Schreikind" ist gleich zu Pflegeeltern...sag mal gehts noch??

Dein Mann kümmert sich rührend um euer Kind... und du machst ihn an, weil er paar minuten länger unterwegs war???

Und der Spruch, ist zwar nicht nett von ihm, aber durchaus angemessen, wenn man so liest was du schreibst...

du solltest dir dringenst Hilfe suchen... damit dein Mann DICH nicht verlässt!!!

Mein Mann hätte schon längst das weite gesucht, mit den Kindern....


#klatsch

achso, und wieso lässt man Kinder nicht mal schreien??? Mache ich durchaus auch, und bin bei weitem keine schlechte Mama... mich wundert das du überhaupt Kind/Kinder hast... #klatsch


also dringend Hilfe suchen... und nicht das Kind abschieben und dich vom Mann trennen, die können ja am wenigsten dafür...


man man man

Beitrag von frieda05 10.05.10 - 16:44 Uhr

Ich denke, die junge (?) Dame hat eine ganz genaue Vorstellung, wie ihr Leben als kleine Familie zu laufen hat. Blöderweise ist das Leben kein Ponyhof und die Realität ist sehr oft beängstigent anders als erhofft.

Da gibt es Menschen, die sich diesen Herausforderungen stellen.... - und die anderen. Wir haben hier scheinbar "eine andere".

Aber da gibt es ja tatsächlich Fachpersonal.

GzG
Irmi

Beitrag von ohmeingott** 10.05.10 - 16:52 Uhr

ja, zum Glück gibt es Fachpersonal ;)

mann sollte dies dann aber auch in Anspruch nehmen ;)


und nicht immer nur die Schuld bei anderen suchen....

Beitrag von asimbonanga 10.05.10 - 16:56 Uhr

Warum nur habe ich den Eindruck ,das die Beziehung mit dir kein Zuckerschlecken ist?
Du klingst empfindlich, emotional sehr dünnhäutig -----------irgendwie alles kompliziert.
Wahrscheinlich hast du die Schwangerschaft und Geburt noch nicht verarbeitet--------eine fachliche Beratung wäre bestimmt nicht verkehrt.
Ich versuche vorsichtig zu antworten---------

<<<<Tja die Schwangerschaft war sehr kompliziert und endete so wie ich es auf keinen fall wollte, Kaiserschnitt.
Dann war unser Engel da und die Probleme und sorgen blieben <<<<

Tja ,so ist das oft wenn man ein Kind bekommt....................aber grundsätzlich bist du gesund und das Kind auch--- warum soll z. B. eine Schwangerschaft auf keinen Fall mit KS enden???Ist es nicht wichtiger, das Mutter und Kind dies unbeschadet überstehen???
Du hattest die ersten 3 Monate ganztägig Unterstützung durch deinen Mann!!!!!!
Wer hat das schon---------

Vielleicht siehst du dich zu sehr in einer Opferrolle ?
Überlege mal, ob du es schön fändest mit dir verheiratet zu sein.

L.G.


Beitrag von gustav-g 11.05.10 - 15:41 Uhr

du denkst wie ein Mann #pro

Beitrag von asimbonanga 11.05.10 - 19:00 Uhr

#schein

Beitrag von vonnerle 10.05.10 - 17:17 Uhr

Also wie hier manche so antworten...ich weiss net. Find ich net gut.
Ich bin gerade schwanger und auch ohne Schwangerschaft so eine zart beseitete.
Ich find ihr müsst unbedingt mal raus aus dem täglichen Trott. Mal was schönes zusammen machen und was auch wichtig ist mach mal was für dich!!! Ich denke nach der langen Kiwu Zeit und der nicht leichten Schwangerschaft und der Zeit wo du nur mit Baby zuhause bist bleibt man als Frau auf der Strecke. Eine Mutter ist nicht nur Mutter sondern auch Frau, die etwas tun muss um sich als solche zu fühlen.
Und vor allen Dingen hör nicht drauf was andere machen und tun mit den Kindern. Mein Freundin die ich schon ewig kenne hat vor drei Jahren sich fast mit mir rumgestritten weil sie ihr Kind nach genau 4h füttern wollte und sie dafür auch mal ne halbe Stunde schrien ließ. Gestern meinte sie von alleine das sie nicht weiss was damals in sie fuhr und sie ihr Kind nun nicht mehr schreien lassen würde.....so kann sich das nämlich ändern.
Gehe zu einem Therapeuten denn ich denke mal mit aussenstehenden darüber zu reden tut sehr gut.

vonnerle

Beitrag von ätzend!!! 10.05.10 - 17:56 Uhr

Ich weiß, warum ich hier nicht allzu oft lese.
Es ist widerlich, wie sich die Gemüter bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufgeilen und mit Vorliebe das Schlechteste von einem Menschen annehmen, der um Hilfe bittet.
Wie Nero im alten Rom: Daumen runter und ab zu den Löwen!

Liebe ....
ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst.
Es ist erstens nicht leicht einen Kaiserschnitt physisch und psychisch zu verkraften, zumal du ja gerne eine normale Geburt gehabt hättest.
Sowohl in der Schwangerschaft, als auch danach ist man viel empfindsamer als sonst. Dein kleines Schreikind dazu macht die Sache nicht leichter.
Dass du dir manchmal vorkommst, als hättest du versagt, ist normal.
Und dass du von deinem Mann ab und an ein paar liebevolle Worte erwartest, ist ebenfalls nicht außergewöhnlich. Du bist dir dessen bewußt, dass er dir hilft und du bist ihm dankbar dafür, aber das ersetzt keine Umarmung oder mal ein Lob. Schließlich stillst du die Kleine und bist rund um die Uhr für sie da. Das Schlafdefizit tut ein übriges zu der ganzen Sache.
Da dein Mann nicht für dich eintritt, was deinen Schwiegervater betrifft ( dieses dumme Gesabbel kannst du glatt vergessen, du machst das genau richtig mit dem Baby!), verstärkt dein Gefühl, dass du ihm nicht wichtig bist.
Was er seinem Kind gegenüber ja deutlich artikuliert- auch wenn sie es jetzt noch nicht versteht, die Botschaft ist deutlich und sehr kränkend für dich. So etwas macht man nicht.
Ich würde dir raten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Frauenarzt, Hebamme, Hausarzt können dir sicher die Adresse eines Psychologen nennen, der deine Probleme ernst nimmt.
Vielleicht ist auch eine Stillgruppe in deiner Nähe, wo du zusätzlich hingehen kannst. Dort wirst du sehen, dass die ersten Wochen und Monate mit einem Baby nicht immer eitel Freude und Sonnenschein sind.

Kümmere dich erst einmal um dich, deine Gesundheit und das Kind, dann bist du stark genug, um zu entscheiden, ob deine Ehe eine Rettungsaktion wert ist oder ob du alleine mit der Kleinen nicht besser dran bist.
Und lass dich von einigen dieser Beiträge nicht runterziehen.

Alles Gute!!



Beitrag von gismomo 10.05.10 - 18:15 Uhr

Hallo,

einige Beiträge hier bestätigen wieder mal meine Meinung. Man sollte einfach nicht hier schreiben, wenn es einem wirklich schlecht geht. Ganz ehrlich, ich finde das mehr als bedenklich, ich finde es sogar gefährlich.

Natürlich gibt es hier viele nette und einfühlsame Menschen, aber du weißt einfach nicht, wer dir auf deinen Beitrag antwortet. Wenn du Pech hast (wie in deinem Fall), schreibt jemand, dem es großen Spaß macht, deine momentane Verletzlichkeit auszunützen. Und glaub nicht, dass dich das weniger trifft, nur weil du anonym geschrieben hast.

Meiner Meinung nach sind das absolut arme Würstchen, die sich hier so profilieren müssen, indem sie andere niedermachen - verbitterte, unglückliche Menschen, die sich am Leid anderer hochziehen. Dafür sollte man sich zu schade sein. Ganz egal, wie mies man sich gerade fühlt - das hat keiner verdient und auch keiner nötig!!!

Wende dich stattdessen lieber an die Telefonseelsorge. Die sind sehr kompetent und es läuft ebenfalls absolut anonym ab. Du kannst entweder telefonieren, oder auch per email (anonym) schreiben und auch einen längerfristigen Kontakt aufrechterhalten, wenn du möchtest.

Zu deiner Situation: Ich als absoluter Laie aber Mutter von zwei Kindern mit sehr schwierigen Schwangerschaften (beide Mal Notkaiserschnitt, davor HELLP-Syndrom) glaube, dass du gerade dabei bist, deine Wunschträume vom Kind-Bekommen und Kind-Haben an die Realität anzupassen. Du hast dir so sehr ein Kind ersehnt, dass du, vereinfacht gesagt, "nur das Schöne" daran gesehen hast. Jetzt ist die Realität da und damit auch all das Negative, was (leider) damit zusammenhängt. Ich kann das nachvollziehen, mir ging es eine Zeit lang auch so. Ich hatte ganz klare Vorstellungen davor, wie es sein wird, mit Kind.

Ich habe lange gebraucht, um mich in der Realität zurechtzufinden. Und - leider- habe ich auch einige Seiten an meinem Mann entdeckt, die ich so nicht erwartet hatte und die ich sehr desillusionierend fand. Es ist besser geworden, da die Kinder älter sind und man wieder mehr persönlichen Freiraum hat. Aber manche "Kämpfe" sind immer noch da, die ohne Kinder kein Thema waren...

Alles in allem ist es wunderschön, Kinder zu haben, aber gleichzeitig manchmal auch extrem schwierig und problematisch - nicht wegen der Kinder an sich, sondern wegen allem, was damit zusammenhängt: Die Einmischerei der Familienmitglieder, der Kampf darum ein bisschen Freizeit und Freiheit für sich herauszuschinden, und was noch alles dazu gehört...

Gib dir Zeit, und gewöhne dich langsam an die neue Situation, an die Realität. Gehe jede Baustelle nach und nach an - was stört dich am meisten, was ist am einfachsten zu beheben, etc. Vielleicht kann dir eine kompetente Gesprächspartnerin dabei helfen. Ich kann dir nur dringend raten, dich an die Telefonseelsorge zu wenden, das ist "echte" Hilfe. Die bekommst du hier nicht, das ist nicht die richtige Anlaufstelle.

Alles Liebe!
K.

Beitrag von meno..... 11.05.10 - 10:23 Uhr

Hat einer von euch mal darüber nachgedacht was ihr da so schreibt? Ich brauche niemanden der mir sagt wie schglecht ich bin, wie leid euch mein Mann tut und die Frage warum ich Kinder hab ist ja wohl das letzte. Wenn ihr alle so schlau seit dann hättet ihr mir doch sagen können wo ich hilfe bekommen und wie man sich darum kümmert anstatt noch mit Steinen nach mir zu werfen.
Ihr macht mir zum vorwurf das ich versuche mit meinem Mann zu reden? Versuche Probleme anzusprechen? Soll ich alles in mich hinein fressen? Ich habe euch nicht danach gefragt wie IHR mein Leben beurteilt sondern nach Hilfe, Tips und Rat gefragt aber ihr könnt nur noch drauf hauen.

Wenn es euch beruhig, ihr habt es geschafft, ich bin seit gestern nur noch am heulen. Vielen Dank auch.

Eure Kinder können einem echt leid tun. Wenn sie euch mal nach Rat fragen weil sie vielleicht depressiv sind oder mit etwas nicht klar kommen was für euch selbstverständlich ist macht ihr sie dann auch nieder? Nach dem Motto was nicht tötet härtet hab?

Ich hoffe ihr kommt nie in die Situation wo es euch mal schlecht geht, aber nein ihr seit ja alle so super. Euch passiert das nicht.

Wünsche euch noch ein schönes Leben.

Und danke denen die mir lieb geantwortet haben, ich werde hier aber nichts mehr schreiben.

Und die, die so blöd war und denkt das ich mein Kind zu Pfelgeeltern gebe weil es schreit/ ein schreikind WAR., schonmal was von ironie gehört #klatsch
Ich gebe mein Kind für kein Geld der Welt her.

Beitrag von gustav-g 11.05.10 - 15:59 Uhr

"hättet ihr mir doch sagen können wo ich hilfe bekommen und wie man sich darum kümmert"

Ja, das habe ich versäumt. Ich könnte dir von Wien aus Stellen suchen. Frage in der Stadtverwaltung und in der Pfarre nach.

Dass du keine Zärtlichkeit bekommst tut weh. Dein Mann ist mit dieser Situation auch unglücklich.

Dass er die Blumen weg geworfen hat, zeigt dass er stark vorgespannt ist.

Eine Paartherapie ist dringend anzuraten.

Meine Antwort hätte mit Trost beginnen und mit Tipps enden sollen.