Wo und wie den richtigen Hund (Welpen) finden?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von molle78 10.05.10 - 15:56 Uhr

Hallo zusammen,

mein Eintrag hier ist spontan und aus dem Bauch heraus. Bis vorgestern war ich 18 Jahre lang Besitzer von Pferden, meine Hannoveranerstute musste ich nach 1,5 Jahren Kampf wegen einer chronischen Lahmheit und ungünstigen Prognosen leider einschläfern lassen.

Ein Schock für die ganze Familie und wir vermissen sie.

Ich bin mit Tieren groß geworden und in unserem Haushalt leben 3 Kaninchen in Aussenhaltung sowie zwei mittlerweile schon 8 Jahre alte Katzendamen.

Das Pferd war hauptsächlich mein alleiniges Hobby, da meine Kinder (beide 4) nur gelegentlich mal eine Runde geritten sind und mein Mann als Nichtreiter lediglich bei Sachen rund ums Pferd mitgewirkt hat.

Nun überlegen wir ernsthaft, einem Hund ein neues Zuhause zu geben. Die Voraussetzungen sind eigentlich alle da, denke ich. Wir haben ein eigenes Haus mit Garten und wohnen direkt am Feld. Ich bin nicht berufstätig und ich hatte früher mit meinen Eltern bereits einen Hund.
Inzwischen besitzen meine Eltern einen 1,5-jährigen Berner-Sennen-Hund, der uns gelegentlich besucht, so dass meine Kinder also den Umgang mit Hunden gewöhnt sind.

Trotzdem stellt sich die Frage, welcher Hund zu uns passt? Der Berner-Sennen-Hund meiner Eltern ist uns mit 70 cm Schulterhöhe und einem Gewicht von 55 kg deutlich zu groß, einen ganz kleinen Hund möchten wir allerdings auch nicht, lieber ein Mittelmaß.

Ich liebäugel mit einem Labrador-Retriever. Was sind denn Vor- und Nachteile bei der Wahl ob Rüde oder Hündin und wo guckt man am besten auf der Suche nach einem neuen Vierbeiner?

Viele Grüße
Molle

Beitrag von aussiegirl600 10.05.10 - 16:46 Uhr

Also der erste Schritt wäre ein gutes Buch über Hunderassen. Da kannst du dir erstmal anlesen welche Rasse welche Anforderungen hat. Eine weitere Möglichkeit ist das Internet - es gibt ein sehr gutes Hundeforum. Wenn dich das interessiert, dann schreib mir und ich geb dir die Internetadresse.

Dann könnt ihr gemeinsam eine Liste mit möglichen Rassen machen. Dann würde ich zu einer großen Hundeschau gehen, da könnt ihr mit Züchtern und normalen Besitzern reden, so bekommt ihr einen guten Überblick was die Leute über die Rasse sagen.

Beste Anlaufstelle für einen Rassehundewelpen ist fast immer der VDH, bzw dessen Mitgliedsvereine. Es wird leider viel Schindluder mit der Rassehundezucht getrieben, beim VDH hat man meist die besten Chancen einen gute gezüchteten, gesunden und gut geprägten Welpen zu bekommen.


Zur Rüde/Hündin Frage: Das ist Geschmackssache. Rüden können Machogehabe zeigen und Hündinnen können rumzicken. Bei Hündinnen muss man entweder höllisch aufpassen oder kastrieren. Es heißt oft, dass Rüden dominanter sind, das halte ich für Unsinn.
Vernünftig ist wenn ihr euch überlegt welchen Charakter euer Hund haben soll, das sagt ihr eurem Züchter. Ein guter, erfahrener Züchter kann beim Welpen schon recht gut sehen wie sich der Hund entwickeln wird, da ist das Geschlecht zweitrangig.

Beitrag von molle78 10.05.10 - 18:05 Uhr

Ah ja, vielen Dank schon einmal für diese hilfreichen Tipps!

Lg

Beitrag von sternenlicht 10.05.10 - 21:42 Uhr

Hi,

Seit ich vermehrt mit den verschiedensten Hunderassen arbeite, boin ich von sämtlichen Retrievern komplett abgekommen.
Der retriever an sich ist ein (zumindest in der Welpen und Junghund-Pubi-Phase) ein sehr distanzloser Hund, das verlangt dem Besitzer und auch anderen Hunden eine ganze Menge ab.

Beispiel: Du gehst mit deinem rüpelhaften quirligen Retriever (rqR) im Park spazieren und triffst auf einen erwachsenen Hund, der Retriever wird zu 99,9999999999% iger Sicherheit auf den anderen Hund zurasen und ihr vehement anspielen, anrempeln ect.
Der erwachsene Hund (eH) wir via HUndekomunikation dem rqR deutlich zeigen, dass er das Verhalten nicht toleriert, der rqR macht weiter, legt sich evtl auf den Rücken und bekommt trotz allem jesusmäßig eine aufs Maul, jeder motzt über den eH, keiner hat aber mitbekommen, dass der rqR sich zwar, für unsere Sichtweise, unterworfen hat, aber keiner hat gesehen, dass der rqR dem eH dabei alle 4 Mittelkrallen und ne lange Nase gezeigt hat. So nach dem Motto....."Ich habs noch nicht kapiert kannst du mirs nochmal sagen???!!!!!"
Das kann zu ganz schönen nervenaufreibenden Monaten wenn nicht sogar Jahren werden.

Der Berner Sennen ist eine tolle Rasse, die aber leider nicht wirklich alt werden.
Der Pudel ist eine tolle Anfängerrasse (gut die muss man mögen)
Von Terriern (mit kleinen Kindern) würde ich euch abraten,
Dann kommt es darauf an, ob ihr einen langhaarigen Vertreter oder lieber was kurzhaariges wollt.

Der Bearded Colli wäre von Größe und Gewicht sowie vom Wesen ein gutes Mittelmaß
Wenns ein wenig darunter liegen kann, dann den Cavalier King Charles Spaniel, der kann gut mit Kindern und ist sehr gelehrig.
Eine eher seltene Rasse, wäre der Harzer Fuchs, auch ein sehr gelehriger HUnd

Und bei allen Hunden gilt, habt ihr die Zeit und die Muse euch ständig um die Erziehung, die konsequent, ablaufen muss zu kümmern?
Und damit meine ich nicht nur ein bissi hier erziehen und ein bissi da erziehen, sondern ständig und immer!

Schau doch mal, bei einer Hundeschule bei euch in der Nähe, viel davon bieten Beratung vor dem Welpenkauf an.
Wenn man vorher bewusst aussucht, hat man später weitaus weniger Theater und Stress!!;-)

Viel Erfolg bei der Auswahl

Beitrag von schatz6 11.05.10 - 12:20 Uhr

Bitte geh ins Tierheim und lass Dich dort beraten.
Du hast 2 kleine Kinder, die sicherlich einen Großteil Deiner Tageszeit beanspruchen. Dort hinein einen Welpen zu setzen für den Du vielleicht nicht die Zeit hast, die er braucht, wäre fatal, alleine schon wegen der Größe der von Dir ins Auge gefassten Rasse.
Im Tierheim sitzen tausende von Hunden, die sehnlichst ein neues zuhause suchen. Die Tierheim-Mitarbeiter wissen genau über die Hunde bescheid und können Dir einen Hund empfehlen, der zu Deiner häuslichen Situation passt.

Ich kann verstehen, dass Du einen Welpen haben möchtest, aber vielleicht wäre es besser bei dem ersten "eigenen" Hund, erst mal mit etwas "Gebrauchten" anzufangen.

Beitrag von risala 11.05.10 - 12:59 Uhr

Hallo Molle!

Schön dich auch hier zu finden :-)))) Habe gerade Deinen Nick gesehen und dachte - das kann sie doch nicht sein, oder???? Doch ist sie #huepf.

Wie geht es Dir? Denke im Moment viel an Dich.

Ich würde Dir empfehlen, ganz genau zu schauen, WAS Du dem Hund bieten kannst und willst (z.B. Agility, Rad fahren, Fährten-/Dummyarbeit, etc.). Willst Du ein Baby erziehen oder lieber schon einen Hund mit gewisser Basis? Auf die kinderfreundlichekti hat das Alter nur bedingt Einfluss - unsere alten Hunde waren alle einfacher mit Kleinkind zu händeln als unser Spike, den wir mit knapp 6 Monaten bekommen haben.

Ich persönlich mag die Labbis als Hunde zwar gern, aber wollte keinen haben. Die haaren soooo heftig und immer.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Suche:

Tierheim (haben wir sehr gute Erfahrung gemacht)
VDH-Züchter (ab und an haben die auch ältere Hunde abzugeben- z.B. weil ein verkaufter Welpe nicht mehr in der Familie bleiben konnte oder ein eigentlich für die Zucht vorgesehener Hund nicht zugelassen wurde, etc.)
oder privat

Welpen würde ich persönlich wohl nur vom Züchter holen.

Ganz viele liebe Grüße
Kim

Beitrag von risala 11.05.10 - 13:02 Uhr

Ach so... vergessen...

Spitze kann ich empfehlen - und Airdales sind ganz klasse Hunde! Da sind wir am überlegen, ob das der nächste wird, wenn unsere Senioren mal nicht mehr sind...