Elternzeit + Elterngeld - Hilfe! Kompliziert!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von anjali17 10.05.10 - 16:03 Uhr

Hallo Mädels,

es sieht so aus als bekäme ich die Chance von zu Hause aus zu arbeiten.

D.h. nach Ende des Mutterschutzes Mitte August möchte ich ab Oktober in Teilzeit (20 Std./Woche) von zu Hause aus arbeiten.

Mein Mann würde auch ab Oktober nur noch 3 Tage arbeiten.

Elterngeld würde ich bis Oktober (also für 3 Monate) beantragen und mein Mann dann ab Oktober (für 11 Monate).

Meine Fragen:

1) Würdet Ihr an unserer Stelle für beide jeweils 3 Jahre Elternzeit und davon 2 Jahre Teilzeitbeschäftigung beantragen?

2) Angenommen es geht irgendwas schief mit meinem Home Office. Ist es dann möglich, dass mein Mann wieder Vollzeit arbeiten geht und das Elterngeld auf mich übertragen wird?

Danke.

LG, Moni.

Beitrag von miau2 10.05.10 - 16:55 Uhr

Hi,
1) Teilzeit in Elternzeit bietet den gleichen Kündigungsschutz wie Elternzeit ohne Teilzeit, also fast vollständigen. Teilzeit ohne Elternzeit bietet nur den Kündigungsschutz, den jeder Arbeitnehmer hat, also im Prinzip gar keinen.

Das ist der große Vorteil von Elternzeit...den würde ich nicht (zumindest nicht ihr beide) aufgeben.

2) Mit dem Elterngeld - keine Ahnung, m.W. nach gibt es nur sehr wenige Gründe, die einen Wechsel erlauben, ich denke, das EG "umzuschichten" könnte ein Problem werden.

Wenn dein Mann Elternzeit beantragt ist er mit dem Erstantrag für die ersten zwei Jahre gebunden, genau wie du. Einer Änderung kann der AG zustimmen, dann ist das alles kein problem, er kann es aber auch verweigern (wo ihr Euch die Flexibilität offenlassen wollt hat der AG halt ein Recht auf wenigstens etwas Planungssicherheit).

Mit einem kulanten AG geht fast alles, wenn der sich querstellt ist dein Mann an das, was er mit dem Erstantrag beantragt hat für die nächsten zwei Jahre gebunden.

"Jeweils 3 Jahre EZ und davon 2 Jahre Teilzeit" - das hieße, dass ihr das dritte Jahr beide voll in Elternzeit gehen wollt...

Der Erstantrag auf Elternzeit bindet für die 2 darauf folgenden Jahre (bei Beginn nach Ende Mutterschutz wird ab Geburt gerechnet). Heißt aber auch: wenn ihr "nur" 2 Jahre beantragt habt ihr ein Recht auf das dritte Jahr, wenn ihr es fristgerecht - 7 Wochen vor Beginn - beantragt.

Viele Grüße
Miau2