Heiratsantrag - und dann das große Tief

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von *** 10.05.10 - 16:26 Uhr

Hallo zusammen,

hat jemand von Euch schon die Erfahrung gemacht, einen Heiratsantrag zu machen und ein "nein" zu bekommen??

Mir ist es so ergangen, ich bekam das "nein" jedoch nicht, weil mein Partner nicht möchte, sondern weil er gerne selbst gefragt hätte und sich in gewissem Maße "übergangen" fühlte.
Es kam dann im Gespräch heraus, dass ich in der Beziehung doch wohl eher die Dominante und häufig Entscheidungsträgern bin und er sich gewünscht hatte, dass er diesen Moment und diese Entscheidung für sich hat.

Nun bin ich hin - und hergerissen. Einerseits kann ich seine Beweggründe nachvollziehen, andererseits habe ich mich sehr erschrocken, weil für ihn wohl in diesem Moment sein "Ego" wichtiger war, als die Sache an sich.
Grundsätzlich findet er die Idee aber "wunderschön".

Wir haben viel geredet - es war seeeeehr anstrengend und aufwühlend - und trotzdem fühle ih mich nach wie vor irgendwie schlecht....

Kann das jemand nachvollziehen oder hat Ähnliches erlebt??

Liebe Grüße

Beitrag von .roter.kussmund 10.05.10 - 17:11 Uhr

ich finde, er hätte trotzdem JA sagen müssen.
so richtig kann ich dem frieden irgendwie nicht trauen.

Beitrag von soleus 10.05.10 - 17:23 Uhr

>>weil für ihn wohl in diesem Moment sein "Ego" wichtiger war, als die Sache an sich. <<

Nun ja, wenn du ansonsten eher die dominante Rolle in eurer Beziehung übernimmst, dann war ihm sein Ego ja nur in diesem einem Punkt wichtiger, im Alltag scheint es ihn ja nicht so zu stören.

Finde ich persönlich jetzt nicht so dramatisch.

Lass ihm Zeit. Er wird dich schon noch fragen, wenn er den Zeitpunkt für richtig (und vor allem frei gewählt) hält.

Männer mögen Emanzipation nicht in jeder Lebenslage.

Gruß
s

Beitrag von anyca 10.05.10 - 17:36 Uhr

Ich kann eh nicht ganz verstehen, wie man (egal wer) einen Heiratsantrag machen kann, bevor grundsätzlich klar ist, daß man irgendwann heiraten will ...

Beitrag von *** 10.05.10 - 18:49 Uhr

Tja, das ist ja das, weswegen ich hier schreibe - es IST grundsätzlich klar, dass wir heiraten wollen. Ganz blöd bin ich ja auch nich. ;-)

Beitrag von bambela86 10.05.10 - 18:22 Uhr

ego hin oder her. Er hätte auch ja sagen können...wenn er wirklich heiraten will

Beitrag von connie36 11.05.10 - 09:16 Uhr

hi
ich kann mir auch vorstellen, wenn du sonst ständig die hosen anhast, das er in wenigstens einem punkt gerne mal dominiert hätte, und du hast es für ihn ruiniert.
ich glaube nicht das er nein gesagt, hat, weil er sich nicht sicher ist sondern weil er einfach den antrag machen wollte, das hat nix mit ego zu tun, sondern einfach, das er der mann ist, und in dem falle gerne die alte rollenverteilung gehabt hätte.
er denkt sich wahrscheinlich auch, hättest du noch dazu einen penis, wäre er völlig überflüssig.
ich bin bei uns auch in den meisten dingen die dominante, aber es gibt bereiche, da ist er der tonangebende, und in diese dinge mische ich mich nicht ein.
lg conny, bei der das seit 16 jahren so klappt

Beitrag von erstmalgrasdrüberwachsen 11.05.10 - 09:25 Uhr

Hallo,


kann dich gut verstehen, die Gründe bei mir lagen/liegen etwas anders....

Mein Tipp: lasst euch einfach etwas Zeit, dass die Lage sich beruhigt, in gewissem Maße kann ich ihn schon verstehen, vielleicht hatte er sich bereits etwas überlegt und du bist ihm "dazwischengekommen"...wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann komme ich auch nicht so schnell drüber weg, wenns dann doch nicht so gelaufen ist.