Ebay-Verkäufer: So bekomme ich mein Geld u. zufriedene Käufer

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Forum: Internet & Einkaufen

Kein Gedrängel, keine Ladenöffnungszeiten, alles auf einen Klick. Das Internet wird immer beliebter als Shoppingmeile und Informationsbörse. Fragen zu Angebot, Abwicklung, Versand können hier gestellt werden.

Beitrag von emestesi 10.05.10 - 18:02 Uhr

Hallo ihr Lieben,

Ebay ist schon so eine Sache in letzter Zeit; auch ich verkaufe das Eine oder Andere und habe mich im letzten Jahr echt viel mit zahlungsmüden oder streitkräftigen Kunden auseinandersetzen müssen, bis ich die Faxen dicke hatte und sehr konsequent vorging, was letztlich hervorragend klappte und für zufriedene Käufer sorgte. Ich lese hier sehr häufig, dass sich Verkäufer ohne Ende ärgern und plagen - was ich angesichts der derzeitigen Käufermoral nur verstehen kann. Meine Tipps sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss und sollen auch nicht altklug daher kommen - mir hat's bisher aber immer geholfen und ist vielleicht nicht ganz uninteressant zu lesen:

1.) Klarer Verkaufstext mit Zahlungsziel - Bei mir sind's maximal 5 Werktage und das gebe ich auch so an. Auch, dass ich danach Ebay einschalte und der Käufer sich mit Abgabe des Gebotes einverstanden erklärt.

2.) Nur versicherten Versand und definitives Porto angeben; Versandkosten sollten nicht verhandelbar sein und man sollte sich auch nicht auf unversicherten Versand einlassen - im Zweifelsfall ist immer der Verkäufer der Dumme! Falls eure Versandkosten mehr Kosten als den reinen Portopreis enthalten, müsst ihr das in eurem Zahlungstext vermerken. Ist bei mir auch so und bisher hat sich kein Käufer darüber beschwert - war ja vorher klar.

3.) Vor dem Verkauf vom Artikel von allen Seiten, oben/unten, nah/fern Fotos machen; wenn der Artikel erstmal weg ist, habt ihr sonst Schwierigkeiten zu beweisen, in welchem Zustand er euer Haus verlassen hat.

4.) Wenn Fehler vorhanden sind, diese nicht beschönigen oder gar verschweigen, sondern klar aussprechen (Waschpilling, Löcher, Flecken, Beschädigungen) - egal, wie klein sie auch sind oder wie unwesentlich sie euch erscheinen. Lieber ehrlich ins Spiel gehen mit Artikeln! Wenn ihr euer Produkt "wie neu!" oder mit einem "TOP-Zustand" beschreibt, dann sollte er auch so sein. Selbst minimale Gebrauchsspuren würde ich stets auch als solche beschreiben.

5.) Nach erfolgreicher Auktion sofort Kontakt mit Käufer aufnehmen mit nochmaligem Zahlungstext und der Info, dass "zur Sicherheit" eine komplette Fotoreihe vom verkauften Artikel zur Verfügung gestellt werden könnte, "falls auf dem Postweg irgendetwas passieren sollte, was den Artikel beschädigt". So nimmt man von vornherein Prellern den Wind aus den Segeln.

6.) Kleidungsstücke NUR frischgewaschen & gebügelt versenden. Damit ein Geruchsschutz vor möglicherweise qualmenden Paket-Fahrern gewährt ist, verpacke die Kleidungsstücke in Folie oder dünne Müllsäcke, zusätzlich noch in Seidenpackpapier einwickeln. Gegenstände nur gesäubert bzw. gereinigt versenden und mit soviel Stoßschutz wie machbar. Hier verfahre ich schlichtweg nach dem Motto: Wie würde ich gern die Ware erhalten wollen? Gern lege ich noch was Süßes dabei oder - wenn das Gebot mal so richtig gut war - auch ein kleines Extra.

7.) Falls das Geld nach vereinbartem Zahlungsziel nicht auf dem Konto ist, noch eine freundliche Erinnerungs-Mail senden und nach drei Tagen - sofern das Geld nicht auf dem Konto ist - ohne weitere Vorwarnung bei Ebay melden. Macht nicht unbedingt beste Freunde unter den Käufern, aber so kommt man zu seinem Geld. Ich habe aber bisher keine gelistete negative Bewertung dafür kassieren müssen. Zwei Käufer haben es versucht, Ebay hat diese Bewertungen jedoch aus meinem Counter gestrichen, da sie - nachweisbarer Weise - ungerechtfertigt waren, da ich klare Zahlungstexte habe, die ich nach Auktion auch nochmals geschickt habe.

8.) Bei Selbstholungsangeboten KLAR im Angebot darauf hinweisen, dass eine Abgabe eines Angebotes bedeutet, dass bei einem Kauf nicht nur BEZAHLT sondern auch ABGEHOLT werden muss - dennoch vorher möglichen Versandaufwand recherchieren und bei einem abholunwilligen Käufer schreiben, dass im Einzelfall ein Versand gegen Speditionskosten möglich ist.

9.) Käufern, die sich nach dem Kauf GEGEN diesen entschieden haben und zurücktreten wollen - aus welchem Grund auch immer - nicht nachgeben! Die Ebay-Regeln zum Kauf sind vor JEDEM Gebot klar ersichtlich und werden immer noch einmal lesbar dargestellt, bevor man sich zur Abgabe des Gebotes entschließt. Kauf ist Kauf und muss bezahlt werden. Sollte sich der Käufer weigern, sofort und ohne weitere Kommentare Ebay melden und Käuferkontakt abbrechen (sonst entstehen häufig unerwünschte Diskussionen bis zum es geht nicht mehr, wonach man als Verkäufer nur den Kürzeren ziehen kann). In allen Fällen, die ich bisher hatte, ging jeder Verkauf ohne gelistete Negativ-Bewertung von Statten.

Wie gesagt - diese Tipps sind sicher nicht der Schrein der Weisen, helfen aber vielleicht der Einen oder Anderen von euch, dass ihr euch nicht mehr so ganz dolle ärgern müsst ... Macht euch aber vorher klar, dass euch bei solch einer konsequenten Art der eine oder andere Bieter von der Schippe springt, weil ihr es ihm nicht leicht macht. Aber lieber habe ich persönlich es, ein Angebot zwei- oder dreimal einzustellen und dann erfolgreich positiv zu einem guten Preis zu verkaufen.

VLG Emestesi

Beitrag von binnurich 10.05.10 - 18:15 Uhr

das funktioniert auch nur so lange, bis du mal an den richtigen oder besser den falschen gerätst und schwupp di wupp, haste dann auch eine negative!

Beitrag von emestesi 10.05.10 - 18:18 Uhr

mag sein - bisher bin ich aber ausgezeichnet damit verfahren und ich verkaufe pro Woche erfolgreich vier bis sechs Artikel.

Beitrag von binnurich 10.05.10 - 18:23 Uhr

wie gesagt, ich habe knapp 1000 Bewertungen, viele davon aus Verkäufen, alles positive und fast immer alle Sterne

Jetzt habe ich in den letzten Monaten nur noch wenig verkauft, und prompt eine negative und weil ich gerade nichts mehr habe, was ich loswerden will und damit die Anzahl der Bewertungen in den letzten 12 Monaten rückläufig ist sinken meine 100 % positiv wegen einer (meiner Meinung nach völlig ungerechtfertigten negativen) gerade auf knapp über 90 % (Tendenz fallend).

So und nun habe ich wieder mal ein paar Sachen verkauft.... 3 Verkäufe... ohne Bewertung geblieben #heul

Beitrag von emestesi 10.05.10 - 18:37 Uhr

Hmm ... bin ja nun kein pauschal-globaler Fall, aber ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass ich bei guter Nachweisbarkeit, dass die Negativ-Bewertung ungerechtfertigt ist (Zahlungstext, Zustand der Ware o.ä.) diese Bewertung gelöscht wurde. Wichtig ist aber, dass man sich "seinen" Ebay-Kontakter warm hält und möglichst direkte Kommunikation pflegt, als dass man den allgemeinen Weg über MyEbay wählt. Ist einfach persönlicher und kommt bei den Ebayern auch irgendwie besser an - so nach meiner Erfahrung.

Was die Bewertungen betrifft, so weise ich immer darauf hin, dass ich erst nach erfolgreichem Eingang & Begutachtung inkl. Abgabe der Bewertung selbst bewerte - steht bei mir in den Zahlungstexten und wird - komischerweise! - von den Käufern ganz brav eingehalten. Ich weiß auch nicht, woran es liegt, dass Einige nicht bewerten, aber sieh' es mal so: lieber keine Bewertung als eine Neutrale oder Negative. Dann besser kein Feedback ... Ansonsten könntest du doch eine Nachfass-Mail schreiben, ob die Ware gut angekommen ist? Häufig kommt danach noch eine Bewertung; viele vergessen ganz häufig, dass sie das noch tun müssen.

VLG Emestesi

Beitrag von binnurich 10.05.10 - 20:13 Uhr

naja, aber diese 3 hätten nicht die geringste Chance auf eine neutrale gehabt:

waren 3 Gutscheine, Warenwert bekannt und genannte
ebay-Preis war unter Gutscheinpreis
ich habe kostenlos verschickt mit Einwurfeinschreiben und Weitergabe der Sendungsnummer zur Sendungsverfolgung.
Versand erflolgte nachweislich am Tag des Geldeingangs und zwar jeweils einen Tag nach Auktionsende

wahrscheinlich bewerten die nicht, weil es wirklich überhaupt nix zum kriteln gab #klatsch

Beitrag von bezzi 12.05.10 - 13:25 Uhr

"Ich weiß auch nicht, woran es liegt, dass Einige nicht bewerten,"

Ich schon:

"Was die Bewertungen betrifft, so weise ich immer darauf hin, dass ich erst nach erfolgreichem Eingang & Begutachtung inkl. Abgabe der Bewertung selbst bewerte - steht bei mir in den Zahlungstexten...."

Da würdest Du von mir als Käufer prinzipiell keine Bewertung bekommen. Es reicht schon, dass ich in Vorleistung (Vorkasse) treten muss, dann möchte ich auch bitteschön nach Erfüllung meiner (Zahlungs-)pflicht bewertet werden. Auf DEINE Bewertung verzichte ich dann gerne, denn mich als Käufer können sich die Verkäufer ja nicht aussuchen :-p

"... und wird - komischerweise! - von den Käufern ganz brav eingehalten."

Anscheinend aber nicht von allen (siehe Dein erster Satz oben) ;-)

Beitrag von nightwitch 10.05.10 - 18:39 Uhr

Jepp, so wie ich mit meiner Hose.

Habe der Tante noch angeboten, dass sie die 1 Euro zurück bekommt (nett wie ich bin) wurde abgelehnt, weil sie ja den Versand auch bezahlt haben wollte...

Als dank gabs dann ne Negative....

Gruß
Sandra

Beitrag von emestesi 10.05.10 - 18:46 Uhr

Hallo Sandra,

bei deiner Käuferin wäre es gut gewesen, wenn du ganz souverän aufgetreten wärst. Du darfst diesen "Prellern" nicht gleich mit Entschuldigungen kommen; STEHE zu deiner Ware! Die Hose IST lachsrosa (verweise auf die Bilder), gib an "Kauf wie gesehen!" und "Keine Rücknahme, da Privatverkauf!". Dafür muss man sich nicht rechtfertigen und sich nicht einschüchtern lassen. Deine Ware ist ja auch keine H&M-Hose, sondern von BRAX! Und DAS für 1,00 EUR!

Lass dich nicht so schnell einschüchtern! Wenn du DAS bei den heutigen Käufern tust, bekommst du nur noch schlechte Bewertungen ... Klingt traurig, ist aber so :-(.

VLG von Emestesi

Beitrag von nightwitch 10.05.10 - 20:18 Uhr

Nun... wie man es macht, macht man es verkehrt. Ich verkaufe auch nicht erst seit gestern.

Es gibt aber halt Menschen, denen kann man es nicht recht machen.

Gruß
Sandra

Beitrag von cinderella2008 11.05.10 - 09:39 Uhr

<und mit soviel Stoßschutz wie machbar.<

Hallo,

ich meine, hier im Forum vor einiger Zeit einen Beitrag gelesen zu haben, wo sich eine Käuferin beschwerte, dass die Ware mit viel zu viel Verpackungsmaterial (Papier) verpackt war und ob der Verkäufer sein Altpapier bei ihr abladen wollte.;-)

Ich verpacke auch immer sehr gut, aber man weiß nie, auf was für seltsame Käufer man stößt und die einem dann sogar daraus einen Strick drehen wollen.

Man kann es niemals allen Recht machen.

LG, Cinderella

Beitrag von anika.tomai 11.05.10 - 13:31 Uhr

hallo,
weißt du noch ungefähr wann das war??
lg

Beitrag von gaeltarra 11.05.10 - 09:44 Uhr

Hi,

was die Fotos angeht: sie sind nutzlos. Wie willst du beweisen, dass du die Ware genau so, wie fotografiert, eingetütet hast? Außer du hast einen neutralen Zeugen, der dir vom Einpacken bis zur Abgabe bei der Post als "Beweisführer" folgt.

Soviel ich informiert bin, sind 14 Tage Zahlungsziel lt. Gesetzgeber erlaubt (kärt mich auf, wenns nicht stimmt, ich kenne das nur so) und wenn du hundertmal reinschreibst, innerhalb von 5 Tagen Zahlungseingang.

Und irgendwann bekommst du doch eine negative und Ebay macht nichts dagegen, glaubs mir.

LG
Gael

Beitrag von vwpassat 11.05.10 - 10:35 Uhr

Völliger Unsinn.

Das Zahlungsziel bzw. die Konditionen legt immer der Verkäufer fest und nicht irgendein wischiwaschi-Gesetz.

Beitrag von gaeltarra 11.05.10 - 11:27 Uhr

Hi,

also irgendwo habe ich das gelesen, und: steht das nicht sogar irgendwo in den ebay-Richtlinien???

Ich denke, wenns vor Gericht gehen würde, hätte der Verkäufer mit den 5 Tagen keine reelle Chance, da das Gericht die "üblichen" Zahlungsziele heranziehen wird, und das sind in der Regel 14 Tage. Und darum geht es ja, obs bei einem Streitfall Bestand hätte, und ich garantiere, dass es dies nicht hat! Es geht immer um eine "angemessene" Frist. 5 Tage sind, z. B. wenn man in Urlaub ist, nicht angemessen. Egal ob man das vorher wusste, dass man in Urlaub fährt oder sich kurzfristig dazu entschlossen hat und die ebay-Versteigerung "vergessen" hat und erst innerhalb der 14 Tage überweist.

Es ist also kein "völliger" Unsinn, denke ich!


LG
Gael

Beitrag von vwpassat 11.05.10 - 14:23 Uhr

Lt. Deinen Gesetzen gibt es auch keine Vorkasse, jeder VK müsste die Ware losschicken und dann hätte der Käufer theoretisch 4 Wochen Zeit, zu bezahlen. Das ist das Äußerste, kein Mensch muss das aber so in seinen Angeboten tun. Das ist mehr oder minder nur eine Richtlinie.

Wenn ich was verkaufe (egal ob privat oder gewerblich), dann sind meine AGB's (Gewerbe) bzw. die Artikelbeschreibung (Privat) von Priorität und nichts anderes. Genauso könnte man einschränken, dass man nur Überweisungen oder nur Paypal akzeptiert. Der Käufer erklärt sich mit dem Kauf-Click damit einverstanden und wer zu blöd zum Lesen ist, der hat Pech gehabt. So ist das Leben: wer lesen kann - ist klar im vorteil!

Beitrag von 20girli 11.05.10 - 17:42 Uhr

Solange Käufer rot bewerten dürfen - wärend Verkäufer sich gar nicht mehr wehren können...

...wird das auch kein Käufer abschrecken der seine schlechte Laune bei dir abgibt.

Denn diese Käufer gab es auch schon vorher. Wenn ich daran denke was manchmal bei mir für Sachen erzählt wurden...wie kaputt und dreckig doch plötzlich meine Ware war...*augenroll*

Es gibt viel zu viele denen das Bewerten wichtiger ist als alles andere und sich den Käufern gegenüber klein machen. Und damit werden diese wieder gestärkt und machen weiter.

Heute ist es doch gar nicht mehr schlimm eine rote zu kriegen...kann man sofort erlesen ob die gerechtfertigt war oder nicht.

Wenn ich bei einem z.b. lese...Portoabzocke in rot oder ähnlichen Kinderkram....den Ebayer sperrre ich gleich bei mir. Auch wenn ich nur die reinen Versandkosten nehme. Solche Leute brauch ich nicht.

Ich nehme z.b. nur die reinen Portokosten...Verpackung ect. geht alles auf meine Rechnung...und ich kriege dort sternchen abgezogen... hä ????
da muss man sich nicht mehr wunder oder?

Lg Kerstin